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andreas gryphius gedichte

Frage von Ina32 Ina32

hey, hat vllt. jemand erfahrung mit gedichten von andreas gryphius(barock) in klausuren? welche werden gerne genommen?danke schonmal!!

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Antworten (3)

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    Antwort von anousha anousha

    es ist alles eitel, abend und tränen des vaterlandes könnte ich mir vorstellen.

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    Antwort von JokeButSerious JokeButSerious

    Die Werke würde ich auch nennen, dann noch Menschliches Elende. Außerdem wird auch gerne in Klausuren in der Oberstufe ein Gedichtvergleich Barock - Expressonismus als Thema gestellt. Das bietet sich an, weil die Epochen thematisch große Ähnlichkeiten aufweisen (Tod, Vergänglichkeit, Einsamkeit, Pessimismus, Eindruck des Krieges etc.). Gern genommene Vergleichsdichter: Georg Heym (Der Krieg, Die Irren) und Gottfried Benn (Abschied).

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    Antwort von powerfraqu6464 powerfraqu6464

    Andreas Gryphius: "Es ist alles eitel"

    Du siehst, wohin du siehst nur Eitelkeit auf Erden. Was dieser heute baut, reißt jener morgen ein: Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden:

    Was itzund prächtig blüht, soll bald zertreten werden. Was itzt so pocht und trotzt ist morgen Asch und Bein Nichts ist, das ewig sei, kein Erz, kein Marmorstein. Itzt lacht das Glück uns an, bald donnern die Beschwerden.

    Der hohen Taten Ruhm muß wie ein Traum vergehn. Soll denn das Spiel der Zeit, der leichte Mensch bestehn? Ach! was ist alles dies, was wir für köstlich achten,

    Als schlechte Nichtigkeit, als Schatten, Staub und Wind; Als eine Wiesenblum, die man nicht wiederfind't. Noch will, was ewig ist, kein einig Mensch betrachten!

    Interpretation

    Das Gedicht "Es ist alles eitel" von Andreas Gryphius handelt von der Vergänglichkeit auf der Erde und der Nichtigkeit alles Irdischen.

    Das ca. 1630 geschriebene Gedicht von Andreas Gryphius ist eines der berühmtesten Gedichte der Barockzeit. Mit diesem Gedicht versucht der Dichter, dem Leser zu erklären, dass nichts auf dieser Welt ewig bleibt. Mit "eitel" meint er "vergänglich". Diese Vergänglichkeit wird ihm vor allem während des 30-jährigen Krieges (1618 – 1648) bewusst, als er das Gedicht geschrieben hat. Durch Wörter wie "einreisen","zutreten" oder "Asch und Bein" beschreibt der Dichter die Zerstörung und den Zerfall seiner Umwelt durch den Krieg. Der Dichter drückt in diesem Gedicht auch seine Liebe zur Natur und seine Sehnsucht nach Ruhe aus, indem er von Wiesen, spielenden Kindern und prächtig blühenden Blumen erzählt. Andererseits könnte man dieses "prächtig blühen"(Z.5) nicht auf die Natur, sondern auf prächtige Städte beziehen, die zerstört werden (--> Krieg). Die "Eitelkeit" ist überall. ("wohin du siehst, nur Eitelkeit auf Erden" Z.1)

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