Frage von HNZombie, 55

An wen wende ich mich, wenn ich es Zuhause nicht mehr aushalte, bitte dringend?

Ich bin 20 und auf Jobsuche. nächstes Jahr mache ich meinen Realschulabschluss nach. Zuhause ist das Verhältnis zwischen mir und meiner Mutter nicht mehr tragbar. Mein Vater ist tot und es gibt niemand wo ich hin kann. An welches Amt muss ich mich wenden damit ich Unterstützung bekomme oder zumindest angehört werde? Bis Ende des Jahres muss was passieren sonst passiert hier was. Es geht einfach nicht mehr.

Besten Dank

Antwort
von beangato, 23

Du kannst Dich an gar kein Amt wenden.

Mit 20 Jahren kannst Du durchaus arbeiten gehen und Dein Geld selbst verdienen. Mir hätte es auch nicht gefallen, wenn meine Kinder so gar nichts gemacht hätten.

ALG II kannst Du erst ab 25 beantragen.

Du könntest Dir ein WG-Zimmer suchen und Deine Mutter bitten, Dir das Kindergeld und die Halbwaisenrente zu überlassen. Dazu noch ein Nebenjob - und Du müsstest Dich komplett selbst versorgen können.

Kommentar von HNZombie ,

ich bekomme kein kindergeld und keine halbwaisen rente mehr. meine mutter empfängt hartz4. ich bin ja schon auf jobsuche aber bis ich einen hab bräuchte ich halt was zum überbrücken. ich hab ne sozialphobie und bin was manche sagen würden sehr sehr schüchtern und war zb auch nie laut meiner mutter gegenüber.. aber in letzter zeit habe ich sogar geträumt sie mit einem messer anzugreifen weil sie mich einfach nurnoch kaputt macht.

Kommentar von beangato ,

Dann bekommt Deine Mutter also auch für Dich ALG II.

Du kannst zum Überbrücken z. B. ein Bufdi machen - da gibts auch Geld.

Eine Wohnung kannst Du aber im Moment vergessen - weil, wie gesagt, Dir das erst ab 25 Jahren zusteht.

Eins meine Kinder hat Borderline. Es durfte die Schule nur bis zur 6. Klasse besuchen. Da bin ich mit dem Kind von Ponzias zu Pilatus gelaufen, damit es etwas findet. Es konnte ein BVJ machen und anschließend eine Ausbildung zum Hauswirtschafter. Dabei erwarb es auch den Hauptschulabschluß.

Es ist dann mit 23 Jahren von zu Hause ausgezogen.

Lass Dich mal im Arbeitsamt beraten, welche Wege es für Dich geben könnte, damit Du nicht zu Hause rumsitzen musst.

Mein Kind bekam übrigens während der Ausbildung Kindergeld und Halbwaisenrente.

Antwort
von adianthum, 8

Meine Frage an dich wäre jetzt, ob es offizielle Stellen gibt, die in der Vergangenheit schon in deine Famiiengeschichte involviert waren- ist das kranke Verhalten/die Krankheit deiner Mutter schon einmal öffentlich geworden?

Wenn ja, dann hast du es eventuell leichter zuhause herauszukommen.

Ansonsten wäre mein Rat an dich, dich an eine caritative Einrichtung mit Familienbertaungsstelle zu wenden. Dort klagst du dein Leid und bittest um Unterstützung. (Termin machen, denn die warten nicht auf dich, sind in vielen Fällen auch sehr ausgelastet)

Caritas, SOS-Famiienhilfe (so hieß es bei uns), Pro Familia, psychosozialer Dienst, usw. usf. ...

Mit einer sochen Organisation im Rücken verbessert sich deine Verhandlungsbasis bei den Ämtern um ein Vielfaches. Dort arbeiten geschulte Personen- Sozialarbeiter, Psychologen, Familienhilfen...- die aus einer ganz anderen Position heraus agieren, als du es könntest- zumal du dich als sehr schüchtern bezeichnest.

Eine Möglichkeit sähe ich dann in einer Einweisung in eine Psychiatrie, wegen der Mordgedanken die du mit dir herumträgst. Von dort aus könntest du dann, mit dem nötigen Abstand von zuhause, deine Verselbstständigung und deine Sozialphobie in Angriff nehmen.

Noch ein Ansprechpartner könnte dein Hausarzt sein, vor allem, wenn er dich schon länger betreut. Hausärzte sind nämlich nicht nur für körperliche Beschwerden da.Auch von dort aus kann dir ein Weg gewiesen werden, wie du den Kreislauf in dem du zu stecken scheinst, durchbrechen kannst.

Alles gute für deine Zukunft!


Antwort
von djNightgroove, 17

Du kannst dich ans Jugendamt wenden, eventuell kannst du beim betreuten Wohnen unterkommen, bis du deinen Schulabschluss hast. Welche Hilfe genau angeboten wird, ist vom individuellen Fall abhängig. Mach einen Termin aus und lass dich beraten, was bei dir in Frage kommt.

Antwort
von blackwood132, 40

ich würde vielleicht zum arbeitsamt ghen und hartz 4 beantragen dass du dir wenn du einen job hast eine wohnung leisten kannst oder du gehst zum jugendamt und fragst ob die irgendwas machen können

genaueres weiß ich leider auch nicht

Antwort
von Muhtant, 32

Der richtige Ansprechpartner ist für solche Fälle bis zum 21. Lebensjahr das Jugendamt.

Alles gute...

Edit: 

§ 41 SGB VIII Hilfe für junge Volljährige, Nachbetreuung


Antwort
von habakuk63, 16

Du kannst und solltest dich an das Jugendamt wenden, mit den Fachleuten deine (schwierige) Situation durchsprechen und eventuelle Lösungsansätze erarbeiten.

Magst du der Community verraten, warum es mit deiner Mutter so nicht weitergeht?

Kommentar von HNZombie ,

weil sie krank ist und mich nur fertig macht. sie hat zb. als ich 8 war mal am küchentisch gesessen und geheult als ich fragte was los sei hat sie sich ne handvoll tabletten genommen mir auch welche gegeben und gesagt komm wir bringen uns um.... oder sie sagt immer ich hätte meinen vater nie geliebt sondern nur sein geld. (klar freut man sich als kind wenn man spielzeug bekommt)  und sie und mein halbbruder haben mich dazu gedrengt ne kneipe auf zu machen wo sie als *chefin* drinne stehen kann und ich hab jetzt 12.000€ schulden... und noch so viel mehr dass ich ein buch schreiben könnte

Antwort
von armabergesund, 20

du scheinst wohl noch nicht lebensfähig zu sein, im Sinne von auf eigenen Füssen stehen, soll heissen, nehme dringen Kontakt zum Jugendamt auf.

Da wirst Du wohl schnell und umfassend zurück auf den Boden der Tatsachen gebracht...

Mit Deinen Dir zustehenden Geldern kannst Du überleben und Dir vielleicht ein Zimmer in einer WG leisten, solltest Du WG-tauglich sein...

Hartz 4 steht Dir wohl nicht zu, allerdings spricht ja auch nix dagegen Dir nen Job zu suchen....so oder so...

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