an geschichtsexperten?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Hei, ichbinking2015, eigentlich ein ganz simple Sache: Die linken Parteien saßen vor 150 Jahren links im Parlament, die anderen rechts - und dabei ist´s dann geblieben. Die Rechten betonen mehr als die Linken den Schutz des (starken) Staates, sie überhöhen in ihrer Denkweise das Nationale (etwa im Sinn von: Deutschland über alles), sind deshalb skeptisch gegenüber Fremden, Ausländern. Die Linken setzen eher aufs Wohlergehen der Volksgemeinschaft, auf die Solidarität der einzelnen Miteinander und die Fürsorge für die Armen, Schwachen, Kranken, Alten. Sie haben eine eher internationale Gesinnung (Lied: Internationale). Schwachstelle: Sie neigen zur Verplanung auch des Individuums und sind abhold dem Kapitalismus. Oder so. Grüße!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von zehnvorzwei
20.11.2015, 10:24

Sternchens Dank!

0

Hei, ichbinking, Fall 1) ist erledigt; Frage 2: In der Direktwahl zu einem Parlament wird der oder die Kandidat / in eines Wahlkreises gewählt, der / die die meisten Stimmen erzielt. Alle anderen fallen weg - das ist die Direkt- oder auch Persönlichkeitswahl.

Frage 3) Die Verhältniswahl besagt, dass jede Partei so viele Sitze im Parlament erhält, wie sie prozentual ( = im Verhältnis) Stimmen im ganzen Land erzielt hat: Also Beispiel: SPÖ 46 %, ÖVP 44 %, FPÖ 10 % ~~ 200 Sitze im Nationalrat ergäbe demnach 92 SPÖ-, 88 ÖVP- und 20 FPÖ-Leute. Ok.?  Grüße!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Rechte Parteien betonen im Allgemeinen Werte wie Privateigentum, Leistungsprinzip, weniger Steuern für Reiche und weniger Sozialleistungen für Arme, Recht und Ordnung. Sie können auch - müssen aber nicht - nationalistisch sein. Z. B. sind die Neoliberalen rechts, aber übernational.- Linke Parteien betonen die soziale Verpflichtung der Gemeinschaft; im Extremfall sind sie gegen Privateigentum und für Kollektivwirtschaft (Kommunisten), Linke-light begnügen sich mit einem guten Sozialsystem und der sozialen Marktwirtschaft. Linke wollen Reiche höher besteuern, um Sozialleistungen für Arme finanzieren zu könne. Linke behaupten zwar, international zu denken, sind aber in der Praxis oft nationalistischer als manche Rechte.  

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

In der Politik gibt es die Bezeichnungen rechts und links für unterschiedliche politische Richtungen. Im 19. Jahrhundert saßen im Parlament Abgeordnete konservativer Parteien rechts vom Parlamentspräsidium, Abgeordnete sozialistischer Parteien links vom Präsidium. Obwohl das im österreichischen Nationalrat immer noch so ist, sagt die Sitzordnung heute nichts mehr über die politische Richtung von Parteien aus. 
Aus dieser Rechts-links-Situation entwickelten sich die Einstufungen von rechts und links: In der Mitte sind jene, die mit dem bestehenden Zustand der Demokratie im Wesentlichen zufrieden sind. Rechts steht für ein Demokratieverständnis, bei dem innerhalb der Demokratie die individuellen Freiheiten wichtiger sind als Gleichheit. Links bedeutet, dass mehr (soziale und politische) Gleichheit angestrebt wird, manchmal auch auf Kosten individueller Freiheiten. Alle drei Haltungen sind mit der Verfassung und mit den Vorstellungen von Demokratie vereinbar (anders als bei rechtsextremen und linksextremen Positionen).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?