....ich befinde mich zur Zeit in einem burnoutähnlichen Zustand...total erschöpft, k.o., müde etc. keine Lust mehr an nix. Einfach am Ende... Der Auslöser war eine 1.5 Jahre andauernde sehr hohe Dauerstressbelastung nach der Geburt des ersten Kindes. Seit diese "aufgedeckt" wurde ist sie zwar vorbei aber eben gefolgt von dieser totalen Erschöpfung. Habt ihr ähnliches erlebt? Was habt ihr getan dass es Euch besser geht? Ich versuche mich bestmöglich zu ernähren und mit Mineralstoffen zu versorgen, trinke viel und muss mich eben um haushalt und Kind kümmern auch wenn es mich immer an meine Grenzen bringt. Würde ich vielleicht eine Haushaltshilfe genehmigt bekommen? Habe nämlich niemanden der hilft...

Du fühlst dich überfordert mit allem...hast du vielleicht noch nicht "DEIN" Leben mal geführt und fühlst dich für ein Familienleben eigentlich noch garnicht reif genug? Psyschotherapie kann helfen, dass du dich besser verstehen lernst. Versuch es mal.

Hallo.
Nach der Geburt kann man Wochenbettdepressionen bekommen die sich unbehandelt weiter fortziehen können. Aber sonst ist doch das Leben mit einem Kind nicht stressig? Ich habe mein erstes Kind bekommen und als er 9 Monate war eine Ausbildung gemacht. Diese Ausbildung habe ich erfolgreich beendet und das trotz Kind und Haushalt!!! Danach bekam ich mein zweites Kind. Nun habe ich Haushalt und zwei Kinder und fühle mich nicht überfordert. Nach der Geburt von meinem zweiten Kind habe ich eine Haushaltshilfe verschrieben bekommen, da ich auch niemanden hatte der mir hilft, und ich die Operationsnarbe nicht belasten durfte. Vielleicht probierst du es auch mit einer Haushaltshilfe... Aber das wichtigste ist: du gehst schnellstens zum Arzt und erzählst deine Sorgen Es ist wichtig für dich und dein Kind. Deine Demotivation bzw Depression hat eine Ursache, die geklärt werden sollte. Eine Mutter und ein Kind sollten nicht gestresst und überfordert sein.
Ich wünsch dir alles Gute und bitte denk an meine Worte und geh zum Doc. Lass dir bitte helfen und tu es vor allem dem Kind zu liebe.
PS: ich habe auch alles allein gemeistert! Habe auch keine Verwandten im Umkreis
ErsterSchnee am 11. Februar 2009 14:50 Das Leben mit einem Kind ist nicht stressig? Du Glückliche! Ich beneide Dich!
Virginia47 am 11. Februar 2009 14:51 Meine Kinder waren zwei Jahre auseinander und ich habe sie nie als stressig oder Belastung empfunden.
ErsterSchnee am 11. Februar 2009 14:55 Meine beiden sind auch 20 Monate auseinander - und ich pralle immer mal wieder ganz massiv an meine Grenzen, obwohl ich auch mal liegenlasse und mein Mann viel mit den Kindern macht. Aber es ist nie so extrem geworden, daß ich dadurch krank geworden bin.
expertin am 11. Februar 2009 14:58 du brauchst feste Rituale, feste Regeln die den Alltag bestimmen! Ein Motivationstraining wird dir Kraft geben den Plan einzuhalten. Irgendwann hat dein Körper genügend Antrieb und Kraft alles von allein zu bewältigen und du kannst diesen Plan vernichten. Diese Strategie hilft sehr gut! Aber deine anderen "Probleme" sollten auch noch in den Plan zur Lösung eingefügt werden (dürfen nicht vergessen werden!).
Virginia47 am 11. Februar 2009 15:01 DH
ja weisst Du es liegt schon auch noch an anderen Dingen die außenrum passieren. Die Psychologin sagt ich sei überfordert. Das paßt nicht zu mir und ich kann das auch nicht annehmen wie sie es sagt. Und ich wünsche mir ein zweites Kind zu dem mir der Mut und die Kraft fehlen...
expertin am 11. Februar 2009 14:53 ich bin Krankenschwester und Psychotherapeutin... ich behandel auch solche Fälle. Ich glaube nicht das du zwingend überfordert bist. Was du brauchst wäre ein Motivationstraining und einen gezielten Tagesplan!!! Wechsel den Therapeuten! Mit Diagnose Überforderung ist man doch nicht geheilt! Dann klappts auch mit dem zweiten...
danke für Deine guten Gedanken. wie gesagt das mit dem Plan mache ich auch schon. Ich bin von berufswegen eigentlich ein Organisationstalent...es ist so dass wir zusätzlich Wohngifte haben und es mir dadurch auch gesundheitlich schon länger nicht gut geht. Alles zusammen ist einfach jetzt zu viel und nie jemand der mir mal das Kind abnimmt, Kindergarten noch fern...ich weiss auch nicht. Ist eben alles so doof zur Zeit
expertin am 11. Februar 2009 15:04 sorry - aber dann hast du den falschen Plan. Denn der Umzug sollte an erster Stelle stehen! Ich bin wärend der Ausbildung auch 3 mal umgezogen. Ausserdem kannst du dein Kind jederzeit in einer KiTa anmelden und abgeben!
Ich möchte mein Kind aber nicht in einer Kita abgeben. Das entspricht nicht meiner Vorstellung. Außerdem gibt es hier auch keine auf dem Dorf...
expertin am 11. Februar 2009 15:15 Babysitter... ausgebildete Tagesmütter? Du warst doch nicht in einer Therapie? Da müsste schon längst eine Tagesmutter oder ähnliches gefunden worden sein. Irgendwas passt bei deinen Aussagen nicht. Naja... vielleicht wechselst du einfach deinen Therapeuten... ich wünsch dir nur das Beste (aber eine Therapie auf die Ferne kann ich auch nicht geben)
Ich glaube nicht das das Weggeben des Kindes die Lösung unserer Probleme ist. Im Herzen möchte doch jede Mama gerne bei ihrem Kind sein oder? Meine Therapeutin hält das nicht für die Lösung. Naja, dennoch danke für Deine Antworten...

Eine Haushaltshilfe auf Kosten der Krankenkasse gibt es nur, wenn Du krank bist bzw. ins Krankenhaus mußt und der Arzt Dir dafür die entsprechenden Bescheinigungen ausstellt. Ansonsten solltest Du vielleicht mal Deine Ansprüche überdenken und vielleicht auch mal was liegenlassen können. Hat das Kind keinen Vater, der sich mal kümmert? Oder Großeltern, Onkel, Tanten usw.?
Vater von sieben bis halb sieben aus dem Haus, hängt somit alles an der mami und die anderen wohnen alle zu weit weg...
ErsterSchnee am 11. Februar 2009 15:00 Und was ist von 19 bis 7 Uhr? Hast Du da "frei"? Wann geht das Kind denn ins Bett, wann steht es auf, wann macht es Mittagsschlaf (und vor allem, was machst DU dann)? Ist Dein Haushalt immer pikobello und tiptop? Man muß nicht vom Fußboden essen können - und die Kinder wachsen trotzdem gesund auf und sind nicht vernachlässigt. Wie sind sonst Deine Putz- und Waschgewohnheiten? Kann man da was ändern? Habt Ihr einen großen Garten, der noch gemacht werden muß? Gibt es Hilfe z.B. in Form eines Fensterputzers, der alle paar Wochen mal kommt?
also Fenster haben wir die letzten 5 Jahre nicht geputzt!!! Putzfrau seit 2 Wochen die einmal die Woche durchputzt, Du siehst der Putzstandard ist sicher in andereren Familien höher. Dazu 2-3 Wama pro Woche. Er bringt sie jeden Abend ins Bett. Nachts kümmere ich mich...Am Wochenende versuche ich mir Zeit für mcih zu nehmen, ich weiss dann aber oft gar nicht was ich machen soll...in der MIttagspause arbeite ich...

Nimm Magnesium hochdosiert, ebenso wie Vit. E und Johanneskraut. Lass es langsam angehen, Staubig ist es morgen auch noch, nehmt euch Zeit mit dem Knd, füll die Zeit mit Qualität und dein Kind kann dann auch mal "warten". Und sonst: zum Arzt!
Ich habs nicht so mit putzen mache das genauso...geniesse mein Kind auch so gut es geht...macht mich sehr traurig dass ich das alles so als Stress empfinde...Wir haben jetzt auch eine Putzfrau zur Unterstützung bekommen

Wenn Du Dich aufgrund dessen krankschreiben lässt, bekommst Du bestimmt auch eine Haushaltshilfe von der Krankenkasse genehmigt. Nur mit gesunder Ernährung bekommt man das nicht weg. Du musst Dein Leben und Deine Ansprüche überdenken - und auch ein bisschen Arbeit auf Deinen Mann abwälzen. Es kann doch wohl nicht sein, dass er knapp 12 Stunden aus dem Haus ist, während die Frau an der Überbelastung zugrunde geht.
Ich ruf mal bei der Krankenkasse an...

Das mit der Haushaltshilfe musst Du mit Deiner Krankenkasse klären. In der Regel brauchst Du dafür ein Rezept von Deinem Arzt. Versuch Deinen Tag klar zu strukturieren. Mir hat das sehr geholfen in einer ähnlichen Situation. Schnapp Dir einen Block und schreib Dir am Abend auf, was Du am nächsten Tag alles erledigen musst/möchtest. Schreib zu jeder Aufgabe, bis zu welcher Uhrzeit Du diese erfüllt haben möchtest und vergiss nicht, Dir ausreichend Pausen miteinzubauen und auch Zeit für Deinen Nachwuchs mit einplanen. Raus an die Luft mindestens einmal am Tag und wenn es nur eine halbe Stunde ist. Mit der Zeit wirst Du auf den Block verzichten können. Hast Du auch mal Deine Blutwerte checken lassen? Vielleicht besteht ja auch irgendein Mangel oder die Schilddrüsenwerte sind nicht ok. Alles abklären und dann Schritt für Schritt. Nur nicht zuviel auf einmal.
Danke. Das machen wir schon. Seither ging es auch eine ganze Weile viel besser...

Das ist eine schwierige Situation, aber ich war auch mal an meinen Grenzen, habe auch meine Tochter und ein ganzes Haus zu "managen" und arbeite auch noch Vollzeit. Mach eine Psychotherapie die hat mir geholfen
was hat sich dadurch konkret verändert? Den Stress hast Du ja trotzdem noch, oder? Ich arbeite "nebenher" wenn meine Tochter schläft auch noch und wir haben auch noch gerade massive Probleme zu lösen...Von allem also genug ;-)
tina99 am 11. Februar 2009 14:52 es hat mir etwas geholfen mich mal richtig auszu....
vielleicht auch mal ne mutter-kind kur?
mach ich schon und arbeite eben frühkindliche Erfahrungen auf...das zehrt alles zusätzlich..
DH (Überforderung ist ein Zeichen dafür das man noch nicht Reif für eine Familie ist)
Mit diesen Vermutungen liegt ihr beide nicht richtig. ich bin 33 Jahre alt und habe schon karriere gemacht auf die ich schon vor der Schwangerschaft bewußt verzichtet habe. Ich bin ein absoluter Familienmensch und habe mir immer Kinder gewünscht. Und ich bin nicht überfordert. Das ist ja ein Ausdruck von vielen. Und liebe Expertin, darf ich mal fragen? Hast Du gelegentlich jemanden der Dir mal die Kinder abnimmt? Krippe, Großeltern, Babysitter oder oder? Auch nur wenn es ganz selten ist und auch nur wenn es z.B. ein Notfall ist wie Du musst zum Zahnarzt, hast selbst Fieber oder oder oder? Oder stehst Du das dann alles ganz alleine durch mit Kind mit im Bett und auf dem Schoss beim Blutabnehmen, Bohren usw?
als ich im Krankenhaus lag war mein Kind auch mit. Wenn ich zu Hause wirklich krank bin mit Fieber usw. (also wirklich krank) dann bekomme ich immer gleich eine Haushaltshilfe verschrieben! Es funktioniert super. Aber muss eben wirklich krank sein um eine Haushaltshilfe zu bekommen. Mein Großer geht Vormittags in eine KiTa. Also ich kann mich nicht beschweren und abgeben möchte ich meine Kinder nie so gern. Ich fühle mich nicht genervt oder ähnliches...
Du hast ein Kind, fühlst dich überfordert, willst aber noch ein Kind..und arbeitest nebenbei noch frühkindliche Erfahrungen auf?! DAS kann nicht gut gehen...und dass sollte dir auch deine Psyschotherapeutin versuchen klar zu machen. Ich will ja nicht schwarz-reden, aber was passiert, wenn du eines Tages zusammenklappst (oder noch schlimmeres/kommt ja auch öfters vor)? Wenn du schon in Therapie bist, könnte dir von dort aus eine Hilfe für dich und dein Kind verschrieben werden...zum Schutz deines Kindes. Und das solltest du auf jedem Fall machen...alles andere wäre unverantwortlich.
Wie Du schreibst klingt ja als wäre ich eine Bedrohung für mein Kind. Keine Sorge. Das bin ich nicht. Mit frühkindlichen Erfahrungen meine ich ein eigenes Geburtstrauma das erwacht ist bei der Geburt meines eigenen Kindes. Ich denke es würde vielen Menschen gut tun sich mit Ihrer Vergangenheit zu beschäftigen und auszusöhnen. Das kostet viel Mut und Kraft und das mache ich gerade. Ich weiss aber nicht wieso es verantwortungslos ist noch ein Kind zu wollen und dass ich mich vollzeit um meine Tochter mit aller Hingabe kümmere. Ich glaube da geht es einigen Kindern die abgeschoben werden von morgens bis abends schlimmer und das obwohl ich zur Zeit einfach kraftlos und Schlapp bin...