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an die imker unter uns...wo bleiben die bienen...

Frage von sjard sjard

diverse medien berichten von langzeitstudien, welche belegen sollen, das der befall der vorramilbe und viruserkrankungen der hauptgrund dafür sind, das die bienen nicht über den winter kommen.schön und gut...

ich beobachte jetzt schon im vierten jahr in folge, das weder in den blühenden obstbäumen, welche hier um´s haus herum stehen noch in den blumen, welche auf der wiese und meinem kleinen terassenbeet stehen irgendwelche bienen rumrüsseln. außer ein paar hummeln.

woran mag´s tatsächlich liegen?

danke für eure antworten

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Antworten (3)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von romulus romulus

    So einfach ist das Problem mit dem Bienensterben nicht zu beantworten .Die Varroamilbe ist sicher mit ein Grund dafür, das Bienenvölker anfälliger werden gegen Viruserkrankungen.Die Hauptsächliche Ursache ist aber bei uns Menschen zu suchen Imker , Landwirtschaft ,Monokulturen, Insektiziede usw , usw .

    Zum 2.ten Teil Ihrer Frage .Zunächts müssen Sie untersuchen, ob überhaupt ein Imker seine Bienenstöcke in Ihrer Nähe aufgestellt hat .Der maximale Flugradius einer Arbeitsbiene beträgt etwa 3km .Sollten Bienenstöcke in diesem Flugradius vorhanden sein ,so werden sich immer Bienen in Ihren Obstbäumen einfinden .Eine Ausnahme gibt es allerdings und das ist die Temperatur . Wenn es zu kalt ist ,bleiben die Bienen zu Hause.12-15 C sollten es gerne sein, besser ist noch eine höhere Temperatur.Gehen Sie auf die Suche nach einem Imker in Ihrer Nähe und Sie werden ein abend -füllendes Programm erleben .

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg .

     

     

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    Antwort von fieserfisch fieserfisch

    was das die imker wissen.... weiß ich auch nicht.... jedoch ist die konzentration der bienen auf einem fleck stets gefährlicher für den ganzen bestand.... klassische räubervölker wie die wespen, welche wenig landwirtschaftlichen nutzen bringen dominieren sozusagen auch ehemalige bienengebiete....

    zudem sind die flächen für eine ertragreiche nahrung wegen der bebauung zumeist zu klein, weswegen viele züchter (bäume und blumen) schon künstlich bestäuben müssen....

     

    das bißchen natur was wir hier bieten gibt weniger den nützlingen als den parasiten platz.... sehr interessant, das der mensch in seiner handlungsweise als der größte parasit gelten muss....

    Kommentar von Nurosel NuroselNurosel

    Das sind kleine Halbwahrheiten. Die Wespen können einem gesunden Bienenvolk nichts anhaben. Sogar die Hornissen können einem Volk nicht richtig schaden.

    Richtig ist allerdings, das der Mensch der grösste Parasit auf dieser Welt ist.

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    Antwort von MeisterEder82 MeisterEder82

    Bauer sucht Bienchen

    Die Internetseite Carpe Biem hat sich dieses Problems angenommen und vermittelt Imker an Landwirte zu Bestäubungszwecken. Außerdem gibt es viele interessante Dokus und Artikel über genau dieses Thema in ihrem Wikipedia für Bienen.

    Es gibt auch einen Fachbegriff für das Phänomen Bienensterben: CCD - Colony Collapse Disorder

    Als Colony Collapse Disorder (zu Deutsch etwa Völkerkollaps, abgekürzt CCD) bezeichnet man ein in den letzten Jahren in verschiedenen Weltgegenden beobachtetes massives und in dieser Form bislang unerklärliches Bienensterben. Es handelt sich um ein in umschriebenen Gebieten auftretendes Massensterben von Honigbienen, das durch den plötzlichen und scheinbar grundlosen Zusammenbruch der Völker ohne vorausgehende Krankheitssymptomatik charakterisiert ist. Symptome sind das Fehlen aller erwachsenen Bienen im Stock, wobei jedoch keine toten Tiere in der näheren Umgebung zu finden sind. Die Brut, junge Bienen, Honig und Pollen sind dagegen noch vorhanden. Die erwachsenen Bienen fliegen ohne erkennbaren Grund aus dem Stock und sterben. Zu den Ursache dieses Verschwindens gehören laut der bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau unter anderem neue Bienenkrankheiten, Pflanzenschutzmittel und Gentechnik.

    ( http://www.lwg.bayern.de/bienen/service/15362/linkurl_9.pdf )

    Über den Winter 2006/2007 breitete sich dieses mysteriöse Bienensterben massiv in den USA aus, mit Verlusten von bis zu 80% aller Bienenvölker. Im März 2007 waren die Hälfte aller Bundesstaaten davon betroffen. Einzelberichte gab es teilweise auch schon Jahre zuvor aus Europa und Indien.

    Aufgrund der entscheidenden Bedeutung der Honigbiene bei der Bestäubung zahlreicher Nutzpflanzenarten wurde bei einer weitere Ausbreitung und einem Andauern des Bienensterbens vermutet, dass es zu Engpässen und Ausfällen in der Versorgung mit bestimmten wichtigen Lebensmitteln kommen könnte. Betroffen wären in USA beispielsweise der Anbau von Äpfeln, Birnen, zahlreichen Beerenarten wie Himbeeren, Erdbeeren, Johannis- und Stachelbeeren, Gurken, Kirschen, Kürbissen und Melonen, Mandeln, Pfirsichen, Sojabohnen und etwa 90 anderen Obst- und Gemüsearten gewesen. Ebenso betroffen wären bedeutende Futterpflanzen wie der Klee gewesen, nicht jedoch z. B. die für die Viehhaltung so wichtige Luzerne, da diese fast ausschließlich von Hummeln bestäubt wird. Spätere Berichte zeigten, dass es nicht zu solchen massiven Ausfällen kam. So berichteten Mitte Mai 2007 die Los Angeles Times und das Wissenschaftsmagazin Science, dass Kaliforniens Farmer sogar deutlich höhere Ernten als im Vorjahr erwarten. Zudem hatten sich die Bestäubungsprämien mehr als verdoppelt, von 50 Dollar auf 125 Dollar und mehr pro Bienenvolk.

    Das Problem existiert also nicht nur in Deutschland, allerdings sind die Amerikaner mit ihren riesigen Monokulturen, in denen von Natur aus keine einzige Biene existiert, wirtschaftlich am stärksten betroffen.

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