Bauer sucht Bienchen
Die Internetseite Carpe Biem hat sich dieses Problems angenommen und vermittelt Imker an Landwirte zu Bestäubungszwecken. Außerdem gibt es viele interessante Dokus und Artikel über genau dieses Thema in ihrem Wikipedia für Bienen.
Es gibt auch einen Fachbegriff für das Phänomen Bienensterben: CCD - Colony Collapse Disorder
Als Colony Collapse Disorder (zu Deutsch etwa Völkerkollaps, abgekürzt CCD) bezeichnet man ein in den letzten Jahren in verschiedenen Weltgegenden beobachtetes massives und in dieser Form bislang unerklärliches Bienensterben. Es handelt sich um ein in umschriebenen Gebieten auftretendes Massensterben von Honigbienen, das durch den plötzlichen und scheinbar grundlosen Zusammenbruch der Völker ohne vorausgehende Krankheitssymptomatik charakterisiert ist. Symptome sind das Fehlen aller erwachsenen Bienen im Stock, wobei jedoch keine toten Tiere in der näheren Umgebung zu finden sind. Die Brut, junge Bienen, Honig und Pollen sind dagegen noch vorhanden. Die erwachsenen Bienen fliegen ohne erkennbaren Grund aus dem Stock und sterben. Zu den Ursache dieses Verschwindens gehören laut der bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau unter anderem neue Bienenkrankheiten, Pflanzenschutzmittel und Gentechnik.
( http://www.lwg.bayern.de/bienen/service/15362/linkurl_9.pdf )
Über den Winter 2006/2007 breitete sich dieses mysteriöse Bienensterben massiv in den USA aus, mit Verlusten von bis zu 80% aller Bienenvölker. Im März 2007 waren die Hälfte aller Bundesstaaten davon betroffen. Einzelberichte gab es teilweise auch schon Jahre zuvor aus Europa und Indien.
Aufgrund der entscheidenden Bedeutung der Honigbiene bei der Bestäubung zahlreicher Nutzpflanzenarten wurde bei einer weitere Ausbreitung und einem Andauern des Bienensterbens vermutet, dass es zu Engpässen und Ausfällen in der Versorgung mit bestimmten wichtigen Lebensmitteln kommen könnte. Betroffen wären in USA beispielsweise der Anbau von Äpfeln, Birnen, zahlreichen Beerenarten wie Himbeeren, Erdbeeren, Johannis- und Stachelbeeren, Gurken, Kirschen, Kürbissen und Melonen, Mandeln, Pfirsichen, Sojabohnen und etwa 90 anderen Obst- und Gemüsearten gewesen. Ebenso betroffen wären bedeutende Futterpflanzen wie der Klee gewesen, nicht jedoch z. B. die für die Viehhaltung so wichtige Luzerne, da diese fast ausschließlich von Hummeln bestäubt wird. Spätere Berichte zeigten, dass es nicht zu solchen massiven Ausfällen kam. So berichteten Mitte Mai 2007 die Los Angeles Times und das Wissenschaftsmagazin Science, dass Kaliforniens Farmer sogar deutlich höhere Ernten als im Vorjahr erwarten. Zudem hatten sich die Bestäubungsprämien mehr als verdoppelt, von 50 Dollar auf 125 Dollar und mehr pro Bienenvolk.
Das Problem existiert also nicht nur in Deutschland, allerdings sind die Amerikaner mit ihren riesigen Monokulturen, in denen von Natur aus keine einzige Biene existiert, wirtschaftlich am stärksten betroffen.
Das sind kleine Halbwahrheiten. Die Wespen können einem gesunden Bienenvolk nichts anhaben. Sogar die Hornissen können einem Volk nicht richtig schaden.
Richtig ist allerdings, das der Mensch der grösste Parasit auf dieser Welt ist.