An die Hochbegabten-Wie denkt ihr?

... komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Mir fällt oft auf, dass ich rein logisch denke (im mathematischen Sinne) und oft vergesse, dass andere Leute keine Computer sind, die absolut deterministisch handeln.

Zum Beispiel kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, dass sich Menschen von Einzelfällen beeinflussen lassen, und Tendenzen o. Durchschnittswerte völlig ignoriert werden. Die Verhältnismäßigkeit ist bei vielen Reaktionen überhaupt nicht gewahrt, was sich auch in fast allen Nachrichten niederschlägt.

(Zum Beispiel die monatelange Burka-Diskussion in den Medien. Es ist einfach nur total unlogisch sich über so ein völlig irrelevantes Thema Gedanken zu machen, vor allem im Hinblick auf andere real existierende Probleme. Genauso sinnvoll wäre es, sich über Wochen hinweg medial mit der Farbe von Kieselsteinen zu beschäftigen ... für so etwas fehlt mir irgendwie das Verständnis.)

Bei fast allem was ich tue, überlege ich mir größtenteils unbewusst, ob eine Aussage einen Wahrheitswert annehmen kann, oder ob sie unsinnig ist, weil evtl. zu viele benötigte Informationen fehlen, um sie treffen zu können.

Allgemein versuche ich fast zwanghaft, alles mögliche in Aussagenlogik und Stochastik zu pressen.

Dabei fällt mir auf, dass 99% der Menschen Annahmen zu Aussagen treffen, für die es offensichtlich keinerlei Beleg gibt, sodass man sich vielleicht erst mal mit der eigenen Meinung zurück halten sollte. Zumindest solange, bis gesicherte Erkenntnisse vorliegen.

Größtenteils verhalten sich Menschen wie Instinkt-getriebene Primaten, denen jegliches logische Verständnis fehlt. Das ist keine Wertung, sondern eine Feststellung!

Zum Thema EQ muss ich sagen, dass ich sehr ruhig bin, und keinerlei Bedürfnis habe groß aufzufallen. Alles was ich tue, tue ich lieber anonym. Allerdings bin ich auch nicht zurück gezogen und quatsche gerne mit Freunden und Familie, oder fahre gerne irgendwo hin. Reisen, Museen und Kongresse mag ich sehr, aber größere Menschenansammlungen sind für mich purer Stress.

Außerdem habe ich noch viele merkwürdige Eigenschaften, zum Beispiel dass ich keine Probleme damit habe, mehr als 100 Vokabeln in weniger als 5 Minuten zu lernen. Eigentlich merke ich mir alles, was ich ein einziges Mal irgendwo gelesen habe.

Außer dem Unterschied zwischen "Rechts" und "Links" ... das kann ich mir einfach nicht merken. "Rechts" geht noch, aber wenn mich jemand fragt wo "Links" ist, muss ich einige Sekunden nachdenken, und es mir vom "Gegenteil von Rechts" ableiten. Genauso die Monate "Mai" und "März". Diese Dinge sind für mich unlernbar. :)

Zum Thema Kreativität aus der anderen Antwort: Ich denke, ich bin in gewisser Weise schon sehr kreativ, aber ich habe EXTREM etwas gegen "Unbalanciertheit".

Wenn ich ein Bild male, muss alles symmetrisch sein. Die Größe von Objekten muss ein rationaler Teil der Größe eines anderen Objektes sein.

Objekte müssen idealerweise in ganzzahligen und möglichst durch 5° oder 10° teilbaren Winkeln rotiert werden. Farbwerte müssen eine "schöne" hexadezimale Repräsentation haben (Zum Beispiel: 0xA7DF3B ist schlecht 0xAABBCC ist gut!).

Allerdings sind die Regeln, nach denen ich etwas male / zeichne, für Außenstehende oft nicht so leicht überschaubar, und vieles wirkt evtl. "zufällig".

Das Bannerbild in meinem Profil und auch mein Profilbild selbst habe ich mit einem selbstgeschriebenen Programm erzeugt. Die Eumel sehen auf den ersten Blick chaotisch aus, aber Augenbewegungen, Deformationen, Arm- und Beinpositionen, Farben, etc. folgen strikten Regeln. (Guck dir ruhig mal mein Profil hier auf GF an!)

Du kannst ja selbst entscheiden, ob du so etwas als "kreativ" bezeichnen möchtest, oder nicht. Wenn du schon im meinem GF-Profil bist, lies dir auch mal den dortigen Text durch. Jetzt wo ich darüber nachdenke, könnte ich mir vorstellen, dass der Text nicht gerade von EQ strotzt. Ich habe da aber noch nie bewusst drüber nachgedacht. Mir ging es nur um die Übermittlung einer Information. (Vielleicht sollte ich den Text mal überarbeiten?)

Ansonsten fällt mir auf, dass ich viel allergischer auf Pfusch reagiere, als andere Leute. Ich hasse es, wenn andere Menschen schlampig arbeiten.

Meiner Meinung nach ist so ziemlich alles eine Art von "Kunst", und jeder sollte versuchen, seine "Werke" immer so gut wie nur irgend möglich zu erschaffen. Das gilt auch für Bäcker, die tolle Krustenbrote backen, für Ingenieure, die Ampelanlagen entwerfen und für Beamte, die in der Verwaltung tätig sind. Von Leuten in der Forschung mal ganz zu schweigen! :)

So, das wars. Sorry, ist etwas länger geworden! (Das ist auch wieder so eine Eigenschaft ... ich versuche immer alles haarklein darzulegen, obwohl es im Nachhinein betrachtet unnötig gewesen wäre.) :)

Schönen Tag noch! ;)

PS: Wie hoch mein IQ ist, schreibe ich hier jetzt bewusst nicht.

Er wurde vor sehr vielen Jahren über mehrere Wochen sehr aufwändig ermittelt und nicht binnen 5 Minuten über eine Website. :)

Damals war ich 12 und zu dieser Zeit gab es nur anerkannte Tests für Personen ab 18 Jahren, weshalb ich notgedrungen einen Test für 18jährige absolviert habe.

Das Ergebnis lag deutlich über dem, was normalerweise als "hochbegabt" gilt. Und mit "deutlich" meine ich DEUTLICH. Aber wie du an meinem Text siehst, kann selbst so jemand Probleme mit "Rechts und Links" haben. :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von 969696
08.10.2016, 05:24

Danke,ich wünsche dir ebenfalls einen schönen Tag:)

1

Laut einem Test vor mittlerweile gut 14 Jahren habe ich wohl einen IQ von 138. Ich sehe aber nicht, dass ich einen unterdurchschnittlichen EQ hätte. Zugegebenermaßen kann ich trotz aller romantischer Liebe nicht eifersüchtig sondern allenfalls enttäuscht werden, so sehr ich auch Humor mag, kann ich mit solchem dann nichts anfangen, wenn es (meiner Ansicht nach übermäßig) schwarzer Humor ist, der Humor (meiner Ansicht nach zu sehr) "unter die Gürtellinie geht", ich kann mit anderen gut mitfühlen, aber aufgrund meines starken Glaubens an ein ewiges Dasein und einem Wiedersehen in demselben, ist meine Trauer auch beim Verlust geliebter Menschen nur so groß, wie bei einem vorrübergehenden Abschied. Auch brauche ich keinen Alkohol oder anderes Zeug, um mich auf Feiern zu amüsieren, denn Feiern auf welchen so etwas zum Amüsement als notwendig angesehen wird, sind eher unter meinem Niveau.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von TeeTier
09.10.2016, 03:49

Dem kann ich größtenteils so zustimmen. Bei mir kommt noch hinzu, dass ich nicht nur auf Alkohol, sondern natürlich auch auf andere Drogen oder Tabak verzichte, und zwar weil ich eine riesengroße Angst habe, damit meinem Gehirn zu schaden. Das gleiche gilt für Lösungsmittel oder stark riechende Weichmacher in Kunststoffen.

Zu dem "Niveau" muss ich noch sagen, dass ich es immer schade finde, wenn ein an sich guter Artikel durch die unnötige Verwendung eines Kraftwortes entstellt wird. Wer Texte schreibt, und nicht auf die Verwendung von niveaulosen Ausdrücken verzichten kann, der sollte es am besten gleich komplett sein lassen.

0

Erstmal heißt das "Je - desto" oder "Je - umso"...

Zu Deiner Frage:

Hochintelligente Menschen denken von Anfang an vernetzter, begreifen schneller und ziehen problemlos logische Schlüsse. Sie hinterfragen alles, gestalten gern selber und lassen sich nichts befehlen.

Intelligenzbestien lassen sich nicht leicht zu emotionalen Reaktionen hinreißen, weil ihr Verstand im Notfall das Zepter übernimmt und sie überlegt handeln. Deswegen sind sie noch lange nicht gefühllos. Sie lassen ihren Gefühlen nur erst zur richtigen Zeit am richtigen Ort freien Lauf.

Eines können sie leider kaum: Nachvollziehen, warum andre stumpfsinnig sind, chaotisch denken, hirnrissig und emotional reagieren, Argumenten keine Folge leisten und ihre Dummheit mit Eigensinn zu behaupten suchen.

Leute, die andern ständig nach dem Mund reden und sich mit Geschleime vergewissern, akzeptiert zu werden, sind "Herdenmenschen". Diese Art emotionaler Rückversicherung hat nichts mit echter Empathie zu tun. Oft verbergen sich hinter solchen ach so nett scheinenden Zeitgenossen knallharte Egoisten, die mit ihrer liebenswürdigen Art nur Vorteile für sich rausschinden wollen.

Wahre Empathie äußert sich durch warmherzige Gesten, Verständnis der  Situation des anderen und angemessene gute Taten.

Davon abgesehen gibt es auch einseitig Begabte und ein hoher IQ ist kein Garant für einen anständigen Charakter.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Intelligenzquotient ist meiner Meinung nach nicht an die Emotionale Qualität gebunden. Andersrum genauso wenig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Würde da va karlkopf69 Meinung zustimmen. Wurde auf hochbegabt getestet und würde wirklich von mir sagen das ich nicht sehr kreativ bin aber sehr gut im logischen denken.

Was den Eq angeht ist es bei mir sehr gespalten zum einen verstehe ich mich mit Leuten mit hohem IQ auf Anhieb schneller und habe Probleme "alltägliche" soziale Kontakte zu knüpfen. Entweder verstehe ich mit mit Leuten sehr gut und es enteht eine richtig feste Freundschaft oder ich habe ungern Kontakt mit ihnen.

Außerdem bin ich eigentlich ein sehr empathischer Mensch dem seine Freunde sehr am Herzen liegen und der viel bei anderen "mitfühlt".
Zum anderen nehme ich meine eigenen Emotionen nicht sehr ausgeprägt war und nutze Gestik und Mimik nichtsehrausgeprägt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von BlackPig
08.10.2016, 02:59

Kann auch sein das es eher von einer Introversion als vom IQ und/oder Eq herrührt, gibt bestimmt auch andere Hochbegabte.

1

Ich denke Menschen mit einem höherem IQ können vor allem sehr logisch denken und sind dafür eventuell nicht so kreativ. Ich denke jedoch nicht, dass sich dafür bestimmte Regelmäßigkeiten festlegen lassen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn man deine Frage liest bemerkt man schnell, dass du nicht zu den Menschen mit hohem IQ gehörst.




Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von 969696
08.10.2016, 02:41

Nee bin nur total müde 

0
Kommentar von 969696
08.10.2016, 02:48

Anscheinend gehörst du nicht zu den Hochbegabten.Wenn es der Fall wäre,würdest du aufgrund einer Frage,einen Menschen nicht gleich negativ beurteilen.Denn das zeugt nicht von Intelligenz.Gute Nacht

1

Ich könnte mich auch als hochbegabt betiteln wenn ich wollte, da mein iq entsprechend hoch ist.

Ich habe aber mit der Zeit gelernt, dass das keinerlei Bedeutung hat.

Ich bin in der Schule ziemlich gut, obwohl ich nicht dafür tun muss. Ich stehe in der sonstigen Mitarbeit fast überall auf einer 1 obwohl ich mich ständig mit anderen Dingen beschäftigt. Das ist so das einzige auffällige.

Dabei haben Schulnoten nicht einmal etwas mit Intelligenz oder dem IQ zu tun.

Ich bin auch sozial sehr fit. Also von sozialer Inkompetenz kann bei hochbegabten Menschen allgemein keine Rede sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wie soll denn ein Mensch wissen, ob und wie sich sein Denken von dem anderer Menschen unterscheidet?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es besteht keine negative Korrelation zwischen EQ und IQ.

Die Serie Big Bang Theorie bildet hier die Ausnahme xD

Aber das ist auch nur Fernsehen.

Gewöhnlich sind clevere Leute auch im Umgang mit Anderen recht clever.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung