Frage von hanneshutmacher, 23

An die Häuslebauer (Vertrags- und Finanzierungsfrage) - Gordischer Knoten?

Hallo zusammen,

wir, meine Frau und ich, haben uns überlegt unser Häuschen zu bauen. Gleich vorweg: Wir haben noch keine Ahnung und beginnen gerade Informationen zu sammeln.

Bei einem Gespräch mit dem Bauträger stellte sich folgende Situation: Der Bauvertrag muss unterzeichnet sein, um bei der Bank einzureichen, die einem dann das Okay für die Finanzierung geben können. Ohne konkreten Vertrag können/wollen/werden die Banken keine Zusage machen.

Zum Verständnis: Ich unterzeichne einen Vertrag, der mich verpflichtet das Haus zu bauen, aber die Bank sagt dann "nein". So, nun habe ich das Geld nicht, aber einen Vertrag mit dem Bauträger, der auf die Erfüllung meiner Leistung (Geld) verpflichtet. Dachte doch bislang, dass man sich ein Angebot beim Bauträger holt und dann damit zur Bank geht, die einem dann sagen, ob es geht oder eben nicht.

Wie läut sowas normalerweise ab? Ich kann mir nicht vorstellen, dass jeder Bauherr diese Gefahr eingehen würde.

Danke für Eure Hilfe

Antwort
von Thandu, 21

Geh als nächsten Schritt zur Bank und lasse Dich beraten. Die können eine Aufstellung machen, vom Familieneinkommen und den Familienausgaben, bis zu welchem Betrag X eine Finanzierung prinzipiell durchgeführt werden kann. Das müssen die sogar, bevor sie Dir einen Kredit genehmigen, dazu sind sie gesetzlich verpflichtet.

Damit bist Du auf der sicheren Seite, bevor Du einen Bau/Kaufvertrag beim Bauträger unterzeichnest. Am besten machst Du das auch bei mehreren Banken, weil jede Bank andere Zinssätze verlangt. So hast Du dann nur noch die Qual der Wahl, welche Bank Du nimmst, nachdem Du den Bauvertrag unterschrieben hast.

Kommentar von hanneshutmacher ,

Also im Klartext: Ich unterzeichne den Bauvertrag erst mal nicht und gehe zur Bank. Dort sagen dir mir, ob ich überhaupt einen Kredit bekommen würde und bis zu welchem Limit?

Der Bauträger meinte, dass die den Vertrag dazu brauchen. Unsinn?

Kommentar von Thandu ,

Korrekt, Du gehst erstmal zur Bank und lässt Dir Dein max. Kredit-Limit geben.

ABER: wenn Du (gemäß der Beratung bei der Bank) die Finanzierung mathematisch durchführen könntest, dann braucht die Bank den Bau/Kauf-Vertrag der Baufirma tatsächlich. Bzw. es wird auf dem Bauobjekt eine Grundschuld eingetragen mit dem Gegenwert des Vertrags. So dass im Falle eines Zahlungsausfalls Deinerseits das Haus von der Bank verkauft werden kann, um die Schulden zu bedienen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community