Das Problem ist, das die kleinen Kinder noch nicht wissen, das wir nur eine begrenzte Menge Geld zur Verfügung haben und sehen uns tagtäglich einkaufen, also wir nehmen uns einfach etwas aus den Regalen und gehen dann damit durch die Kasse und das gestehen wir den Kindern dann selber aber nicht zu.
Am besten ist es glaube ich, wenn man die Kleinen in den Einkauf entweder nicht mitnimmt oder, da das oft nicht möglich ist, mit einbezieht.
Etwa so:
Mal überlegen, was brauchen wir dennn heute und morgen noch, was sollen wir kochen und möchten wir auch noch was anderes haben.
Man sollte sich auch davor hüten, sich selber etwas Süsses einzupacken, sonst fehlen einem nachher die Argumente. Oder in dem Fall darf dann jeder was aussuchen, (aber dreijährige sollten das noch nicht allzuoft erleben.)
Und ab und zu sollte man auch mal etwas wieder zurückstellen, wie das eine Antwortgeberin hier schon erwähnte.
Wenn das Kind anfängt zu schreien, ist es eigentlich schon zu spät, denn in dem Moment ist es hilflos und frustriert und versteht nicht, wieso wir etwas können, was es selber nicht darf.
Das Kind dann rausbringen war die einzige richtige Möglichkeit bei einer Dreijährigen.
Nachgeben wäre in dem Moment fatal gewesen. Wenn das Mädchen sich wieder beruhigt hat, kann man in Ruhe etwas später versuchen drüber zu reden.
Wer seinem Kind erlaubt, sich bei einem Einkauf etwas auszusuchen (bevor es rumgebrüllt hat), sollte sich darüber im Klaren sein, dass er damit die Weichen für jeden weiteren Einkauf gestellt hat. (Wer muss denn nicht mehrmals in der Woche los und kann nicht dauernd jemandem sein Kind solange dalassen?)
Wieviele Erwachsene hier haben selber schon einmal nicht widerstehen können und sich etwas gekauft, was eigentlich bei näherer Betrachtungsweise in Ruhe daheim gar nicht nötig war?
Ich denke fast alle. Wir werden manipuliert, gelockt mit Farben (ich sehe mir momentan gern**** hellgrüne Dinge**** an und muss mich zusammenreißen, sie nicht zu kaufen, wirkt so frisch auf mich) und mit Aromen und Düften, mit leiser, sanfter romantischer oder mit gute Laune verbreitender Musik. Wie schwer muss das alles dann für ein kleines Kind sein; oft werden sie doch schon im Kleinkindalter mit Werbung vor dem TV berieselt. Auch wenn das zu Hause nicht so sein sollte, dann wird das kleine Kind in dem Moment im Supermarkt mit den Eindrücken total überfordert.
Und ich hoffe die Aussage ,links/rechts' ist wirklich nur ein Scherz gewesen, denn wer haut
uns denn eine links und rechts, wenn wir mal wieder - im Schlussverkauf oder wo auch immer - zugeschlagen haben, also mir keiner (ausser vielleicht ich mir selbst symbolisch).
(NIcht umsonst sind viel zu viele Haushalte total überschuldet und dann muss der* Zwegat* kommen.)
Bei einem Hund oder einer Katze würde jetzt bei solchen Aussagen ein Raunen durch die Menge gehen; der Tierschutzverein würde auf den Plan gerufen: ein Tier darf man doch auf keinen Fall mit Schlägen strafen (stimmt auch, denn man schädigt damit das Vertrauen des Tiere zu seinem Besitzer), aber wieso kommen immer wieder diese altertümlichen Bekräftigungen, dass uns das auch nicht geschadet hätte.
Doch, es hat uns geschadet!
super Antwort - Trotzanfälle sind keine Provokationen der Kleinen, um die Konsequenz zu testen.. sondern sie sind einfach überfordert mit der Macht ihrer Gefühle, die auf sie einströmen. Sie müssen erst lernen, damit umzugehen - das klappt am besten, wenn man ihnen signalisiert: Dein Gefühl ist verständlich, aber die Situation ist trotzdem nicht zu ändern.