Frage von papaaaaaaaaim, 37

an alle mit psychischen problemen: was hättet ihr euch von angehörigen und freunden im umgang mit euch gewünscht?

ich musste feststellen dass ich meine beste freundin mit meinem verhalten immer wieder vor den kopf stoße. ich will ihr helfen, sie nicht alleine lassen, etc pp aber ich kann es nicht und ich hab das gefühl sie will es nicht und dass sie auch noch in einem teufelskreis gefangen ist aus verhaltensweisen die depressionsfördernd sind. wie z.b. nicht mehr zur therapie gehen, keine medis nehmen etc... natürlich sage ich ihr dann dass sie gehen sollte aber sie fühlt sich bemuttert und bevormunded wenn ich ihr da tipps gebe.

ich nehme ihre probleme allerdings sehr ernst spätestens seit ihrem selbstmordversuch. und ich will sie nicht mit dem quatsch alleine lassen, aus angst sie könnte das wieder tun wollen. also höre ich ihr an was sie zu sagen hat und will helfen. aber schlussendlich kann ich es einfach nicht. und ich kann ihre depressioen und borderline nicht nachvollziehen, weil ich keine habe. ich seh nur dass es ihr mieß geht und zwar richtig und ich wünsche mir so sehr, dass sie mal nen inneren frieden hat und hoffnung und selbstvertrauen.

ich weiß nich wie ich da nen gesunden mittelweg im umgang mit ihr finde! ich denke, es geht vielen so.

deshalb ja auch meine frage - was hättet ihr euch gewünscht? von freunden, famile etc?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von verquert, 31

Vielleicht kannst Du genau diese Frage Deiner Freundin stellen?

Wie es klingt, scheint sich sehr viel um ihre Bedürfnisse und Grenzen es sich zu drehen. Das also viel Rücksicht und so weiter genommen wird. Vielleicht begründet, vielleicht unbegründet.

Vielleicht solltet ihr mehr wegkommen von den Problemen und mehr hinkommen zu dem, was innerhalb einer Freundschaft 'tragbar' ist: etwas gemeinsam unternehmen, schöne Dinge miteinander machen, auch zuhören - wenn es nicht einseitig ist.

Du brauchst nicht ihre Depression und "Borderline" nachvollziehen. Sondern diese Gründe, die zu den Diagnosen führen sind es, was sie ist. Nicht die Diagnosen sind das Fatale, sondern die Symptome, deren Ursprung sich im Leben befindet.

Was tut ihr gut? Warum sollte sie eine Therapie machen? Möchte sie überhaupt leben? Welche Art von Unterstützung wünscht sie sich? [....]

Für eine Freundschaft können es schwierige Themen sein. Bitte achte auch Du gut auf Deine Grenzen.

Antwort
von Myquestions99, 18

Hallo,

Jeder Mensch besitzt ja eine ganz eigene Persönlichkeit und deshalb kann ich nur sagen wie es bei mir war und auch noch ist.Ich kannte einen guten Freund über das Internet und vertraute ihm einiges (nicht alles) an.Er hat mir zugehört auch etwas über sich erzählt da er selber Psychische Probleme hat.Das war aber auch der Grund weshalb ich ihm das erzählt habe sonst wäre es garnicht dazu gekommen, zu wissen das der Gesprächspartner was ähnliches hat gab mir die notwendige Sicherheit.Er bekam mich dan irgendwie dazu gebracht mit meinem Bruder darüber zu reden so das er als größerer Bruder mir solange auf die Nerven gegangen ist bis ich schließlich zu meiner Hausärztin gegangen bin die mir einen Überweisungsschein zu meiner jetzigen Psychiaterin in die Hand gedrückt hat.

Dan sprach ich halt mit meiner Internet Bekanntschaft darüber und sagte ihm auch das ich vielleicht keinen Termin wahrnehmen werde weil ich alleine zurecht komme, er meinte das es wichtig für ihn wäre und das er mir nicht dabei zu schaut wie ich Selbstmord begehe.Mir war das egal und genauso teilte ich ihm das auch mit, dan meinte er, das es für ihn ein zu hohes Risiko darstellt und er wenn ich mir nicht helfen lasse und einen Termin ausmache, in einer Psychiatrischen Klinik anruft und die Hilfe dan zu mir kommt und meine Eltern das ganze auch noch mitbekommen.

So kam es dan dazu, dass ich zu dem Gespräch ging und er extra für diesen Tag, aus seiner Stadt raus mit dem Bus zu mir gefahren kam.Ich sprach dan alleine mit einer Psychiotherapeutin und da ich an diesem Tag in einem wirklich sehr tiefen Loch feststeckte war mir es total egal was sie von mir denkt und ich erzählte ihr das was sich gerade so in meinem Kopf befand.Eine Psychiaterin wurde in das Gespräch miteinbezogen und man informierte meine Eltern darüber, da ich eine Gefahr für mich selber darstellte.Hätten meine Eltern zugestimmt hätte man mir noch am gleichen Tag eine Zwangseinweisung verpasst.Ich durfte dan gehen doch nur unter der Vorraussetzung das meine Eltern alle Medikamente und Messer von mir fernhalten.

Dan kam die Wartezeit für mich, ich sollte drei Tage warten nochmal dort anrufen und dan sagte man mir erst das eine Therapie ohne Station möglich ist, wenn sich zeigt das ich nicht zu gefährdet bin.Mit diesem Text möchte ich dir eigentlich nur Mitteilen das es auch Menschen gibt bei denen nur Zwang hilft und freundliche Worte nichts bringen.Wenn du glaubst das deine Freundin sich etwas antut dan helfe ihr in dem du es Ärzten mitteilst.Mein Wunsch war und ist auch immer mal wieder das andere sich nicht in meine Angelegenheiten einmischen und mich einfach nur Sterben lassen.

Deshalb finde ich das man nicht auf die Wünsche sondern die Sicherheit der Person achten sollte.Verzeih mir diesen langen Text doch ich weiß wovon ich rede und möchte dir in einer meiner "klaren" Momente ein wenig helfen.Ich kenne deine Freundin ja nicht doch wenn es bei ihr genauso wie bei mir ist, dan hilft da keine Unterhaltung, man ist von sich und seiner "Einstellung" überzeugt und wenn man alles mit sich alleine ausmacht und einem die Nähe anderer nur unangenehmn/nervig ist dan bringt es nur was Unterstützend zu sein bevor es zu spät ist.

Lg Myquestions!

Antwort
von Adriana08, 37

Das was sich derjenige wünscht ist nicht zwingend das was ihm gut tut. Als Freundin kannst du nur immer wieder zuhören und ehrlich mit deiner Meinung sein. Es nutzt nichts wenn du deine Freundin 'in Watte packst'. Auch wenn ich dich verstehe. Aber, du bist nicht für sie verantwortlich.  Und vielleicht hilft es ihr mehr wenn sie jemanden hat der ehrlich zu ihr ist

Kommentar von papaaaaaaaaim ,

da hast du recht, ich will mich auch nich vor ihr verstellen. doch nervt sie dann, wenn ich in manchen dingen ne andere ansicht habe als sie. 

Kommentar von Adriana08 ,

:-) ja, das ist wohl so dass jeder von uns andere Ansichten hat und seine Eigene verteidigt.  Aber du kannst deine Ansichten ja nicht für sie ändern.  Vor Allem kannst du ihr nicht zustimmen wenn sie selbstzerstörerische Ansichten hat. Verständnis ist gut,  einer Meinung muss man aber nicht sein.  Trotzdem kannst du sie ja in den Arm nehmen.  Lieb dass du dir so Gedanken machst,  das würde nicht jeder! 

Antwort
von hertajess, 11

Was denn nun? Borderline oder Depri? 

Sie hat also eine schlimme Kindheit erlebt. Unterstelle ich mal da ich es so heraus lese. Und nun glaubst Du dass die verschriebenen Medikamente da eine Veränderung bewerkstelligen. Solche wahrnehmungsverändernden Medikamente können die Vergangenheit nicht verändern. Das sollte der logische Menschenverstand schon hergeben. Also machen sie tatsächlich in so einem Fall keinen Sinn. 

Und eine Therapie? Welche denn? Es gibt abertausende Therapiearten. Und auch wenn nur wenige davon angeblich zugelassen sind von den Krankenkassen macht jeder Therapeut sie anders. Woraus sich tatsächlich wieder eine neue Therapieart ergibt. Fachlich betrachtet wenn sie Fachmenschen ehrlich sein können. Was sie in der Regel nicht sein können. Denn dann würden sie nicht ins Schema passen welches die Verwaltungsdummköpfe nur ertragen können. Und dann muss schon die Chemie stimmen damit so eine Therapie funktionieren kann. Will Deine Freundin also nicht zur Therapie steht dieses letzte Thema auf jeden Fall im Raum. 

Aber Du fragst Was Du machen kannst, welche Wünsche es gibt. Ganz einfach: Lerne zu akzeptieren dass keinem Menschen an der Wiege gesungen wurde nach Deinem Kopfkino zu leben. Sei statt dessen einfach da. Höre zu wenn es erwünscht ist ohne den eigenen Senf dazu geben zu wollen. Willst Du antworten dann bitte nur in Ich-Botschaften. 

Antwort
von wanda69, 30

Bitte lasse einen freiraum bzw kontrolliere es nicht! Das macht es nur schlimmer/ aber lasse die person spüren dass du immer da bist, sei es was ernstes oder eine kleinigkeit...
Verständniss ist gut/ aber nicht übertreiebn, sonst kommt es unecht rüber

Antwort
von Batman07, 20

Mir war es immer sehr wichtig verstanden zu werden, was die wenigsten wirklich konnten. Außerdem wäre es schön gewesen, wenn sich jemand wirklich für die Dinge interessiert und hartnäckig bleibt. Einfach jemanden der für einen da ist und nicht verschwindet, auch wenn es schwieriger wird.
Vielleicht kannst du mit ihr was schönes unternehmen, wenn sie nicht möchte, kannst du einfach zu ihr fahren. Für sie da sein, so in den arm nehmen und vielleicht was leckeres zum essen dabei haben. Du könntest ihr etwas gutes tun, das können ganz einfache Dinge sein. Mir wurde mal einen CD zusammen gestellt, mit vielen älteren Liedern, mit denen man etwas verbindet.

Hoffentlich geht es ihr bald besser, wünsche euch nur das beste

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community