An alle Linken: Gibt es unter euch Patrioten?

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16 Antworten

Die meisten Leute haben einfach nur zwei Schubladen in ihrem Hirn.

Mag man sein Land, weil man hier gut leben kann, die Gesellschaftsform, Landschaft, Lebensweise gut gefällt und wird man sofort als "rechts" und "Nazi" abgestempelt.

Setzt man sich ein, Menschen zu helfen, gegenseitige Tolereanz zu fordern, Situationen zu verstehen,  die Umwelt zu schützen, wird man sofort als "links" und abwertend als weltfremder "Gutmensch" bezeichnet.

Es ist schon komisch. Unter meinen Arbeitskollegen gelte ich schon als "Gutmensch", weltfremd und muss aufgerüttelt werden. Unter meinen Sportkollegen gelte ich eher als "rechts" weil ich auch die schönen Seiten meines Heimatlandes sehe.

Darf man nicht sein Land mögen und trotzdem tolerant sein?

Ich stehe jeden Tag zu meinen Ansichten, aber vielleicht ist es eine dumme Angewohnheit von mir, immer gegensätzliche Standpunkte zu erläutern. Aber warum sollte man diskutieren, über Punkte, über welche man sich einig ist?

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Manche Mitbürgen (AfD, PEGIDA ...) machen es mir schwer, aber ich mag mein Land. Ich bin nicht stolz auf Deutschland. Stolz bin ich auf eigene Leistungen. Z.B. Abi am Abendgymnasium. Aber welchen Anteil hatte ich an der Deutschen Romantik? Nur als Beispiel. Was wäre mein Anteil, wenn wir die EM gewinnen? Da würde ich mich freuen. Sehr sogar. Aber Stolz? Genauso freue ich mich darüber, was Bach, Luther und andere geleistet haben.

Für mich heißt echter Patriot sein, es auch zu sehen, wenn Deutschland (egal ob Politik oder Bürger) Mist baut. Und das dann nicht glatt zu reden, sondern dazu zu stehen, und zu versuchen, die Fehler abzustellen. Fehler einzugestehen, dafür benötigt es Stärke. Fehler glatt reden - das kann jeder Feigling.

Links bin ich aber auch. Und wie! Ich zähle mich zu den Anarchisten. Allerdings halte ich nichts von "Anarchos" oder einem "schwarzen Block".

Links und Patriot das ist für mich kein Widerspruch. Das bedingt sich für mich sogar.

Wenn ich einen anderen Menschen liebe, dann liebe ich den ja auch mit seinen Fehlern und trotz seiner Fehler. Warum sollte das einem Land gegenüber anders sein?

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Zunächst mal: du hast viel zu viel geschrieben. Das weckt nur böse Gedanken über dich.

Zu deiner Frage: Es gibt Linke, die patriotisch denken. Du musst sie mit der Stecknadel suchen, denn sie sind die versteckte Elite der Linken. Die wirkliche Elite der Linken ist nicht so in antifaschistischen Denkmustern verbohrt, sie halten sich mit dieser Denkweise nur sehr zurück

Einige Namen? In letzter Zeit Sarah Wagenknecht, auch ihr Mann Oskar Lafontaine und auch Gregor Gysi.

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Kommentar von pegidaaktivist
15.06.2016, 20:15

Wieso denn böse Gedanken?

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Kommentar von LenaSchmidt
17.06.2016, 23:19

Sahra Wagenknecht ist schon lange nicht mehr links.

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Patriotismus ist nicht gleich Patriotismus, es kommt allemal darauf an, Wer  - Wo ihn pflegt.

Beispiel: das vietnamesische Volk hatte auf patriotische Weise sich gegen die USA, bzw. den US-Imperialismus zur Wehr gesetzt. Das wiederum heißt, das Unterdrückte im kolonialen oder halbkolonialen Status fortschrittlich patriotisch sind, wenn sie denn sich gegen ihre Ausbeuter zur Wehr setzen und dies dann als Selbstdefinition über einen Patriotismus tun.

Wenn nun aber ausgerechnet Deutschland patriotisch auftritt, dann hat das einen unangenhemen Beigeschmack. Warum? Nun Deutschland ist weder Kolonie noch Halbkolonie braucht sich daher nicht erst extra patriotisch gebährden. Tut es dies doch, besteht stets die Gefahtr, dass es wie beim Flaschengeist zugeht, der zunächst in der Flasche wimmerte, doch kaum rausgekommen, dann immer mächtiger wird, bis schließlich die Stiefel knallend über andere Völker herziehen.

Wie, es kann also nur ein koloniales Volk patriotisch sein? Nein, nicht unbedingt. Nehmen wir mal die Schweiz. Mein Großvater war Schweizer und ein echter Patriot seines Heimatlandes. Das war ok, denn die Schweiz erhebt keinerlei Ansprüche an andere Staaten, genügt sich selbst und mischt sich auch nicht wie Deutschland in andere Staaten ein. Daher ist bei Helvetia nix einzuwenden.

Merke: wenn 2 das Gleiche tun, isses noch lange nicht dasselbe.

Ich selbst bin übrigens Lokalpatriot, niemals allerdings Nationalpatriot, so was kommt nicht in die Tüte.

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Du bewegst Dich mit Deiner Frage und Deinen Erklärungen in lauter Schlagwörtern und Klischees. Deine daraus abgeleitete Hypothese halte ich deshalb für nicht fundiert. Es ist wirklich sehr schwierig, auf dieser Grundlage zu diskutieren.

Meine Antwort: Klar kann man "links" sein, den Menschen in einer humanistischen Weise zugeneigt - UND "patriotisch" - wobei grad dieses Schlagwort, insbesondere durch den unsäglichen Missbrauch dieses Begriffs in der deutschen Geschichte, eine differenzierte Betrachtung erfordert.

Ja, so kompliziert ist das ...

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Nationales Denken ist per Definition rechts. Und natürlich gibt es Antifaschisten die stolz auf ihr Land sind, dabei ist allerdings die Frage wen man als Antifaschisten definiert. Gegen Faschismus sein und sein Land mögen schließt sich ja nicht grundsätzlich aus. Ich halte Nationalismus für eine gefährliche Krankheit, und Patriotismus ist ihr kleiner Bruder. Kein Mensch braucht das. Wenn es schon als antideutsch gilt dass ich keinen Unterschied zwischen Deutschen und Nichtdeutschen mache, dann bin ich mit Freuden antideutsch :)

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Also, ich würde mich eher linksgerichtet sehen. Nein, ich bin nicht patriotisch und halte von Patriotismus auch absolut nichts.
Ich mag meine Heimat - keine Frage, aber weshalb sollte ich stolz darauf sein? Niemand sucht sich aus wo er geboren wird. Ja, meine Vorfahren sind eig. deutsch, aber weshalb sollte ich deshalb Stolz empfinden? Das verstehe ich nun wirklich nicht. Es ist doch VOLLKOMMEN egal aus welchem Land eine Person kommt?
Wieso machen wir Menschen uns so viel aus Grenzen, die eigentlich gar nicht existieren, weil wir Menschen sie selbst gesetzt haben?

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Du weißt aber hoffentlich, daß es nicht dein Verdienst ist, mit einem deutschen Pass geboren worden zu sein. Ihr tut immer alle so, als hättet ihr euch selbst von Menschen mit deutschem Pass geboren. Völlig neben der Spur.

Du kannst stolz auf ein so leistungsfähiges Land wie Deutschland sein, wenn du selbst daran mitgearbeitet hast, kannst du sogar auf dich stolz sein, aber was soll denn heißen "ich bin stolz Deutscher" zu sein?

Ist es etwa deine Leistung, daß du mit einem deutschen Pass geboren wurdest? Du kannst froh sein Deutscher zu sein, da bist du mit einer Menge Privilgien geboren,  aber stolz kannst du nicht sein. Ist ja nicht dein Verdienst.

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Kommentar von WeinerGmbh
30.12.2016, 11:06

Natürlich kann man auf etwas stolz sein, das man nicht selbst geleistet hat. Es ist nur halt kein Muss. Du kannst beispielsweise auf den Job deiner Eltern stolz sein oder auf euer Auto. 

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Also ich mag Deutschland. Ich finde es ist ein sehr schönes Land. Es hat zudem einen interessanten historischen Werdegang auf den man aber nicht unbedingt stolz sein sollte. Ich finde aber besonders die Zeit nach der Gründung des Reiches 1871 mit den Weltkriegen und dem geteilten Deutschland interessant. Es ist nichts wofür ich mich persönlich schäme aber ich finde es schon traurig, dass so etwas passiert ist.

Allgemein ordne ich mich aber eher dem linken Spektrum zu. Ich finde Toleranz, Weltoffenheit und Demokratie haben dieses Land so schön gemacht und dafür mag ich Deutschland auch sehr. Ich finde diese Werte muss man verteidigen. Deswegen bin ich gegen die AfD und gegen übertrieben Nationalismus/Patriotismus.

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Patriotismus = der Nation emotional verpflichtet,
Nationalismus ist Ideologie, politische Verblendung

Es ist nicht sonderlich verboten sich als Deutscher, Franzose, Pole usw. zu fühlen.
Dann fühlt man sich eben als Tscheche, Ungar, Portugiese, Spanier usw.

Nation ist eine Ebene höher und darf nicht überhöht werden (besser als andere).
Zur Vereinfachung, Deutsch ist nicht besser als Bayern oder Sachsen.
Oder, Deutsch ist nicht Europa.

Nun kommts, Chauvinismus = übertriebener Nationalstolz

Klingelts?


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Linke hassen nicht alle Deutschland.
Das einzige Problem, die Extremismus teilweise geneigt sind, dass Patriotismus schnell zu nationalismus werden kann.
Rechtsextreme sind ja unteranderem auch sehr patriotisch, deswegen werden beide Seiten oft vermischt.

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"mich als junger Nationalist" - Also doch Nationalismus statt Patriotismus?

Es ist halt albern, seine Nation, für die man nicht das geringste getan hat und zu der man nur durch Zufall gehört, über alle anderen zu stellen. Links zu denken heißt, die nationale Zugehörigkeit eines Menschen als komplett unwichtig zu betrachten.

Und nein: Nicht stolz auf sein Land oder seine Nationalität zu sein heißt nicht, dass man es hasst. Es ist nur schlicht und einfach egal.

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Ich persönlich könnte nicht stolz darauf sein, zufällig auf einer Seite einer imaginären Linie geboren zu sein oder auf eine Geschichte, zu der ich nichts beigetragen habe. Als "junger Nationalist", sonst noch alles klar bei dir, du schmeißt ziemlich viel in einen Topf. Antideutsche und Antifa haben es oft gar nicht gern zusammengeschmissen zu werden und Nationalismus und Patriotismus sind auch nicht dasselbe. Du solltest dich vlt. weniger daraf konzentrieren, deine Meinung durchzusetzen, da dein Wissen eher dürftig ist, und erstmal wissen wovon du sprichst. Wenn du übrigens wüsstest, was die Ideale vieler Antifas sind, bräuchtest du diese Frage nicht stellen. 

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Ich fühle mich als Patriot. Mein Großvater wurde von Leuten wie Deinem Großvater verhaftet und verfolgt. Aber dafür bist Du nicht verantwortlich.

Ich bin froh, dass in meiner Familie (bis auf einen angeheirateten Onkel) die Menschen den Nazis wiederstanden haben.

Ich bin auch froh, dass Deutschland sich nach dem Krieg so entwickelt hat. Speziell im Westen wurde viel unternommen, um die Schande, die rechte Politik für das Land eingebracht hatten, zu tilgen. Das war eine große Leistung, die speziell in Westdeutschland erbracht wurde. Heute wird Deutschland trotz der Leute wie Deinem Großvater geachtet.

Zum Glück haben wir heute nicht Regierungen wie in Ungarn, Polen, der Türkei und Russland. Die Bürger dieser Länder haben heute doch viel mehr Grund sich für ihre Regierung zu schämen.

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Wie kann du bitte stolz auf etwas sein, das einem Zufall unterliegt? Hör dir mal von den Wise Guys das Lied "Stolz" an und lerne was dazu. Ich als Linke würde auch nicht sagen, dass ich Deutschland toll finde, da hier eine Mentalität herrscht, die einfach nur erschreckend ist. Keiner geht auf die Straße, kein Kampfwille ist spürbar, aber manipulieren lässt man sich gern und hauptsache alles ist ordentlich und sauber.

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Deutschland kann stolz auf mich sein; umgekehrt gibt es dazu keinen Grund, da ... Zufall.

Abgesehen davon finde ich Deutschland recht gut. Das hat unterschiedlichste Gründe. Hervorhebenswert: Seine Menschen verteidigen im Moment - in der Mitte Europas - im Vergleich zu vielen ihrer Nachbarn recht erfolgreich nicht nur ihre eigenen Bürger- und Menschenrechte gegen Fremdenfeindlichkeit ... und bessern so das fürchterliche Image aus, das verbrecherische Leute hinterlassen, welche den Namen dieser Nation durch ihre Angstbeißerei beschädigen.


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