wie könnte man die geschicht verändert zum Beisiel zum lustigen oder irgendwie anders? hab ihr Ideen, freue mich schon auf eure geschichten!
An alle die Kreativ sind!!Wie würdet Ihr die Weihnachstgeschichte neu auflegen?
Antworten (6)
-
1Antwort von
Denise180685Denise180685
bau es in die heutige zeit ein, so verlaufen sich Hänsel und Gretel im Einkaufszentrum etc.
-
1Antwort von
AtrajanusAtrajanus
Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde..... so fängt die Weihnachtsgeschichte an.
Was wäre, wenn sie sich so zugetragen hätte, und zwar in unserer Zeit:
Und wieder einmal war Josef seinen Job los. Seine Firma hatte Konkurs angemeldet, weil nicht genug Aufträge da waren. Maria, seine Frau, war im achten Monat schwanger, das Arbeitslosengeld würde vorn und hinten nicht reichen und Ersparnisse hatten sie nicht mehr. Sie hatten alles für das neue Baby ausgegeben und dazu noch einen größeren Kredit aufgenommen, um die neue Wohnung, die sie vor einem halben Jahr bezogen hatten, etwas wohnlich einzurichten.
Es war zum Verzweifeln. In der näheren Umgebung wurde kein Schreiner gesucht, also musste man weiter weg suchen, wenn man Arbeit haben wollte. Maria sagte, es mache ihr nichts aus, schon wieder umzuziehen, noch gehe es ihr gut.
Also, nichts wie hin zum Kiosk, sämtliche Zeitungen geholt, und die Stellenanzeigen gelesen.
Halt, hier war was: Duisburg, ungefähr eine Stunde Fahrzeit, das könnte man noch in Kauf nehmen und hier wohnen bleiben. Vielleicht würde man ihn ja nehmen. Josef rief an und bekam auch ziemlich schnell einen Termin, den er erst einmal alleine wahrnahm. Am Abend war er wieder zu Hause, mit einem Arbeitsvertrag in der Tasche. Der Haken dabei war nur, die Firma hatte einen Zweitsitz in Bayern, und dort sollte er arbeiten. Am darauffolgenden Tag machten sich Josef und Maria mit ihrem klapprigen VW-Bus auf den Weg nach Süden in die bayrische Kleinstadt, um sich die Firma anzusehen und sich dort eine Wohnung zu suchen.
Dort angekommen, gingen sie erst einmal essen und fragten dann den Wirt, ob er eine preiswerte Pension wüsste. Josef erzählte ihm, dass er hier in der Groß-Schreinerei arbeiten würde und, dass sie eine Wohnung suchten. Die Pension war schnell gefunden, wo beide erst mal eine Nacht schliefen, um sich am nächsten Tag auf Wohnungssuche zu machen.
Zum Frühstücken gingen sie wieder in den Gasthof, in dem sie am Abend zuvor gegessen hatten. Der Wirt begrüßte sie wie alte Bekannte und rückte auch gleich mit der Neuigkeit heraus, dass er wüsste, wo eine preiswerte Drei-Zimmer-Wohnung zu vermieten sei. Er gab Maria die Adresse.
Nach dem Frühstück fuhren beide direkt dort hin. Eine saubere und, wie es schien, sehr ruhige Wohngegend hatten sie gefunden. Schöne Einfamilienhäuser wechselten sich mit kleineren Mehrfamilienhäusern ab. Jetzt im Spätherbst sahen die Gärten etwas trostlos aus, aber im Frühjahr würde hier alles grünen und blühen. Das Haus, in dem die Wohnung zu vermieten sein sollte, war ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen und nur auf einer Klingel stand kein Name. Sie drückten auf die unterste Schelle, in der Hoffnung, dass dort der Hausmeister wohnt. Aber in diesem Haus gab es keinen Hausmeister. Alle Wohnungen waren Eigentumswohnungen, die teilweise vermietet waren, so auch die freistehende Wohnung. Zum Glück wusste der nette Herr, wem die Wohnung gehört und er rief direkt dort an.
Der Wohnungsbesitzer kam schon nach etwa 15 Minuten dort an. Sie begrüßten sich mit Handschlag und besichtigten die Wohnung. Sie war wunderschön, großzügig geschnitten, mit einem tollen Blick auf die Berge und sogar größtenteils möbliert. Die Miete war erschwinglich. Das Gehalt, welches Josef in der Probezeit erhielt, würde also reichen.
Der Mietvertrag war schnell gemacht. Josef zahlte von seinem Gehalts- und Kostenvorschuss die Kaution und die erste Miete und bekam die Schlüssel ausgehändigt. Da die Firma die Umzugskosten übernehmen würde, wenn es soweit war, blieb immer noch genug Geld für die nächste Zeit übrig.
Josef und Maria fuhren noch am gleichen Tag wieder nach Hause. Sie mussten ihre Wohnung kündigen, einen Teil der Möbel verkaufen, womit sie den Kredit größtenteils ablösen konnten. Nach drei Wochen konnten sie aufatmen. Einen großen Teil der Möbel hatten sie verkauft, der Kredit war komplett abgelöst. Jetzt konnte es endlich losgehen. Sie hatten noch eine Woche Zeit, den Umzug zu organisieren.
Maria packte ihre persönlichen Sachen. Die Möbel, die nicht verkauft waren und das Kinderzimmer wurden in einen Möbelwagen gepackt, den Josef sich ausgeliehen hatte. Der Bus blieb bei der Verleihfirma stehen. Mit dem konnte Josef dann zurückfahren, wenn er den Möbelwagen zurückgebracht hatte.
Die Wohnung wurde noch geputzt. Die letzte Nacht schlief man auf Matratzen und am anderen Morgen ging es nach einem Frühstück, welches aus belegten Brötchen vom Bäcker und einem Liter Milch bestand, endlich in Richtung neues Zuhause.
Die Fahrt verlief reibungslos und ohne größere Staus, so dass sie am Nachmittag an ihrer neuen Wohnung ankamen.
Vor dem Haus standen zwei weitere Möbelwagen. Die zwei dachten sich, aha, noch mehr neue Mieter, dann sind wir ja nicht die einzigen neuen im Haus. Sie stellten das Auto in eine freie Parklücke und gingen erst einmal in die Wohnung.
Schon unten im Hausflur hörten sie einen fürchterlichen Lärm, als wenn sich zwei Männer stritten, wenn nicht gar prügelten. Sie gingen hinauf und blieben verblüfft stehen.
Ihre Wohnungstür stand offen, darin standen einige Leute, Möbel, die nicht da hineingehörten und jede Menge Umzugskartons. Zwei Männer schrieen sich an. Der eine hatte einen hochroten Kopf, so als ob er gleich einen Herzinfarkt bekommen würde. Zwei Frauen standen daneben und diskutierten heftig miteinander.
Josef ging in die Wohnung und versuchte, die beiden Streithähne zu beruhigen.
"Was machen Sie in meiner Wohnung?", fragte Josef. "Wie Ihre Wohnung? Meine", riefen beide Männer wie aus einem Mund.
Jetzt versteh ich gar nichts mehr, dachte sich Josef und fragte: "Wer ist denn jetzt wer und was tun sie hier? Das ist meine Wohnung, ich habe sie vor vier Wochen gemietet. Hier ist mein Mietvertrag." Er kramte den Vertrag aus seiner Tasche und hielt ihn hoch.
"Ach ja?" sagte der erste Mann, "und was ist das hier, he?" Er hatte eine Aktentasche bei sich, riss sie jetzt auf und holte auch einen Mietvertrag aus der Tasche. Der zweite Mann sagte nichts, griff in seine Jackentasche und legte ein Papier neben die anderen, das sich auch als Mietvertrag entpuppte.
Genau wie Josef hatten die zwei anderen die Kaution und die erste Miete bezahlt. Der Vermieter hatte den beiden genau wie Josef die Schlüssel gegeben. Alle drei hatten die Wohnung zum gleichen Datum gemietet.
Die Polizei wurde gerufen, eine Anzeige gegen den Vermieter aufgegeben und eine Beschreibung des Vermieters von allen dreien gemacht. Sie waren absolut identisch.
Es stellte sich heraus, das der "Vermieter" ein gerissener Betrüger ist, der Wohnungen anmietet, natürlich unter falschem Namen, und dann an mehrere Personen gleichzeitig weiter vermietet. Es war ein bundesweit gesuchter Betrüger, dem Josef und Maria und die beiden anderen Familien aufgesessen waren.
Einer der geprellten Mieter hatte Verwandte im Ort, zu denen sie erst einmal fuhren, um dann weiter zu sehen. Die andere Familie fuhr nach einigen Telefonaten einfach wieder zurück. Sie würden erst einmal bei Verwandten unterkommen und sich von dort nach einer neuen Wohnung umsehen.
Aber was war mit Josef und Maria?
Sie konnten nicht mehr nach Hause, weil der größte Teil ihrer Möbel verkauft und die alte Wohnung vermietet war. Eigentlich hätten sie ja noch zwei Monate wohnen bleiben können, aber sie hatten sich mit dem Vermieter und den Nachmietern geeinigt, so dass sie schneller aus dem Mietvertrag entlassen wurden. Sie hatten auch keine Verwandten, wo sie hätten unterkommen können. Maria setzte sich ins Auto und weinte. Josef tröstete sie, so gut er konnte; er war ja selbst mit den Nerven am Ende. Nachdem sich beide etwas beruhigt hatten, fuhren sie in das Gasthaus, in dem sie auch das erste Mal, als sie hier waren, zu Abend gegessen hatten.
Der Wirt war untröstlich und jammerte: "Es ist alles meine Schuld! Ich hab ihnen gesagt, da ist was frei. Hätte ich doch bloß meinen Mund gehalten!"
"Wer hätte das denn wissen können," sagte Maria zu ihm, "nun machen sie sich mal keine Vorwürfe. Irgendwie wird es schon weitergehen." "Wenn wir nur wüssten, wo wir jetzt hin sollen. Ich werde Montag meinen Job antreten und wir haben keine Wohnung. Wir können doch nicht in unserem VW-Bus leben. Und von jetzt auf gleich eine Wohnung zu finden ist bestimmt nicht leicht."
"Sie können Ihre Möbel erst mal bei mir unterstellen. Ich habe einen großen Keller," bot sich der Wirt an, "und bis dahin wohnen sie erst mal in der Pension. Ich rede mit der Wirtin, dass sie ihnen einen guten Preis macht. Hoffentlich finden sie noch ein Plätzchen. Es ist zwar noch keine Ferienzeit, die beginnt erst in der nächsten Woche, aber wir sind ziemlich ausgebucht, weil in der Nachbarstadt ein Kongress stattfindet, und wenn da keine Übernachtungsmöglichkeit mehr ist, weichen die Leute in die umliegenden Orte aus. Für uns ist das natürlich eine zusätzliche Einnahmequelle, aber für sie ist das natürlich jetzt nicht so gut."
In der Pension bekamen sie für diese Nacht ein Zimmer. "Ab morgen sind meine Zimmer alle belegt", sagte die Wirtin mit großem Bedauern. "Aber wir werden uns nach etwas anderem umsehen. Wir finden bestimmt was."
In dieser Nacht schlief Maria sehr schlecht. Sie hatte Angst, ihre Beine taten weh, ihr Rücken schmerzte und sie fragte sich, ob sie eine Wohnung finden würden, bevor das Kind zur Welt kommt.
Am nächsten Tag stellten sie ihre Möbel im Keller des Gasthauses unter und Josef brachte den Umzugswagen zurück. Er würde in seinem Bus schlafen und am anderen Morgen ganz früh zurückfahren. Die Wirtin bot Maria ihre Schlafcouch an für die Nacht, in der Josef nicht da war, die Maria auch dankbar annahm.
Am nächsten Nachmittag, als Josef wieder zurück war, gingen sie auf Zimmer- und Wohnungssuche. Es war zum Verzweifeln. Nirgendwo auch nur das kleinste Zimmerchen, wo beide einen Platz für die Nacht gehabt hätten. Sogar die Bauern hatten alles vermietet, was sich nur vermieten ließ.
Alle bedauerten es sehr, nachdem sie die ganze Geschichte gehört hatten, die Maria und Josef mit der neuen Wohnung zugestoßen war, aber machen konnten sie trotzdem nichts. Der letzte Bauer, bei dem die beiden ihr Glück versuchten, war ein etwas kauziger Mann mit einem dichten Vollbart und einer Pudelmütze auf dem Kopf.
Nachdem Maria ihre Geschichte zum fünfunddreißigsten Mal erzählt hatte, bot er ihnen schließlich an: "Ich habe kein Zimmer mehr frei, aber ich sehe, ihr könnt nicht mehr. Stellt euer Auto hinter die Scheune. Ich hol euch warme Decken. Wenn es euch nichts ausmacht, im Heu zu schlafen und ab und zu mal das Geräusch einer Kuh zu hören, dürfte es für ein oder zwei Nächte gehen. Mein Stall ist sauber, er stinkt nicht, und was anderes hab ich nicht mehr. Außerdem ist es im Heu wunderbar warm. Und frühstücken könnt ihr morgens mit den anderen Gästen."
Josef und Maria freuten sich. Auch das Angebot, mit dem Bauern noch zu Abend zu essen, schlugen sie nicht ab. Es gab einen leckeren Eintopf, den beide mit gutem Appetit aßen. Bei einem Gläschen Wein wurde noch etwas geredet, bis Maria anfing, hinter vorgehaltener Hand zu gähnen. Sie verabschiedeten sich, um schlafen zu gehen.
Der Bauer bemerkte, wie Maria beim Hinausgehen leise stöhnte. "Haben Sie Schmerzen? Für wann sind sie denn ausgerechnet?" fragte er Maria. Sie sagte: "Eigentlich hab´ ich noch zwei Wochen Zeit. Vielleicht sind es ja nur Vorwehen." "Bis ins Krankenhaus ist es zu weit, aber hier am Ort wohnt und praktiziert eine Hebamme, die schon viele unserer Kinder auf die Welt geholt hat. Ich werde ihr vorsorglich Bescheid sagen, dass sie sich bereit halten soll. Sollte das Kind heute Nacht schon kommen wollen, klopfen sie mich ruhig aus dem Schlaf. Ich verständige dann sofort die Hebamme."
Man verabschiedete sich und als Josef und Maria sich hingelegt hatten, schliefen sie auch sofort ein.
In der Nacht wurde Josef durch ein Geräusch wach und hörte ein leises Stöhnen. "Maria, was ist, hast du Schmerzen?" fragte er besorgt. Maria stöhnte wieder und sagte: "Geh zum Bauern, er soll die Hebamme holen, ich glaube, unser Kind kommt schneller, als ich dachte!" "Und morgen ist Weihnachten. Dann wird unser Baby womöglich ein Christkind," scherzte Josef.
Er zog sich Hose, Jacke und Schuhe an und rannte zum Bauernhaus, um den Bauern zu wecken. Das brauchte er nicht, denn obwohl es schon kurz nach Mitternacht war, war er noch auf. Sofort ging er zum Telefon, um die Hebamme zu informieren.
Josef lief zurück zu Maria, die ganz blass und verschwitzt im Stroh lag. "Ich glaube, für die Hebamme ist es zu spät, das Kind kommt. Hol schnell heißes Wasser und ein paar Tücher und dann hilf mir bitte. "Josef tat, was Maria gesagt hatte. Als er mit den Tüchern und dem Wasser zurückkam, war das Baby schon geboren. Maria lag fix und fertig, aber glücklich lächelnd auf ihrem Strohbett und fragte: "Was ist es? Geht es dem Baby gut?"
Im gleichen Moment fing der Säugling an zu schreien. Josef nabelte das Kind ab. "Es ist ein Junge, also doch ein Christkind," sagte er und man merkte, dass ihm ein dicker Kloß im Hals saß.
Er wusch den Jungen und wickelte ihn in warme Tücher, legte ihn für einen Moment in eine in der Nähe stehende Futterkrippe, um Maria beim Waschen und umkleiden zu helfen. Sie waren mit der Prozedur gerade fertig geworden und Maria hatte sich wieder hingelegt, da kamen die Hebamme, der Bauer und einige Gäste aus dem Haus, um das Wunder zu bestaunen.
Keiner hatte damit gerechnet, dass ausgerechnet in dieser Nacht hier ein Kind geboren wird, dazu noch in einer Scheune, wie vor über 2000 Jahren das Christuskind. Die Hebamme scheuchte alle aus dem Stall, um Maria und das Kind zu untersuchen. Nach ein paar Minuten durften alle wieder hinein. Ein paar Gäste brachten Obst, Blumen, Teddys und Stofftiere für Mutter und Kind mit. Eine Nachbarin kam und brachte Babykleidung. Woher sie so schnell von dem Kind erfahren hatte, blieb ein Rätsel. Ein weiterer Gast brachte ein Kissen für das Kind.
"So, jetzt ist aber Schluss. Mutter und Kind müssen sich ausruhen." Die Hebamme sprach ein Machtwort und meinte zu Maria: "Morgen komm ich wieder und seh´ nach ihnen beiden. Benötigen Sie noch etwas, das ich Ihnen mitbringen kann?" "Ja, die Zeitung, wir müssen doch eine Wohnung suchen," meinte Josef.
"Wohnung, wer sucht eine Wohnung?" meldete sich ein Hausgast. "Wir," sagte Josef und erzählte dem Gast seine Geschichte.
Der Gast, der sich als Herr Kasper vorstellte, erklärte, dass eine Wohnung, zwar nicht hier, sondern ungefähr 20 km entfernt schon seit einiger Zeit frei stünde, die ihm gehört. Er wollte sie eigentlich für seine Tochter haben. Die lebte aber seit einem halben Jahr mit einem Mann in Amerika, den sie sehr liebte und den sie wohl auch heiraten würde, wie er erzählte.
"Das darf doch nicht wahr sein, das ist ja eine Überraschung," freute sich Maria und lachte und weinte gleichzeitig. Herr Kasper sagte: "Wenn sie sich erholt haben und wieder richtig auf den Beinen sind, fahren wir, und schauen uns die Wohnung an und sie können entscheiden, ob sie sie haben wollen oder nicht. Aber jetzt ruhen sie sich erst einmal aus. Ich würde ihnen gerne mein Zimmer zur Verfügung stellen, aber darin steht nur ein schmales Bett." "Das ist schon gut so," gab Maria zur Antwort, "das Stroh ist warm, wir haben Platz und das Baby stört hier niemanden, wenn es anfängt zu schreien. Lassen sie uns noch zwei bis drei Tage Zeit, dann können wir mit ihnen fahren." So wurde es beschlossen und alle Gäste, der Bauer und auch die Hebamme gingen wieder ins Haus zurück. Dann fing das Baby an zu schreien und forderte sein Recht. Maria legte es an die Brust, so wie es ihr die Hebamme gezeigt hatte.
Josef saß mit verklärtem Blick daneben und beobachtete die beiden. Irgendwann fielen ihm die Augen zu. Als er wieder wach wurde, war heller Tag und es roch nach Kaffee.....
Er staunte nicht schlecht, als er einen Tisch, zwei Stühle und ein ausgiebiges Frühstück für zwei Personen auf diesem Tisch sah. Sogar einen kleinen Tannenbaum mit einer Lichterkette und bunten Kugeln hatte der Bauer im Stall für sie aufgestellt. Sie frühstückten und Josef brachte hinterher alles ins Haus. Er bedankte sich bei allen Gästen, die noch im Frühstückszimmer saßen und ging wieder zu Frau und Kind.
Als Maria wieder auf den Beinen war, fuhren sie mit Herrn Kasper in den Nachbarort, um sich die Wohnung anzusehen. Sie war nicht sehr groß, aber für die drei jungen Menschen reichte die Wohnung vollkommen. Außerdem war sie nicht zu teuer.
Maria und Josef schlossen mit Herrn Kasper den Mietvertrag, bezahlten die erste Miete und konnten sofort einziehen. Die Möbel holten sie mit einem Leih-Möbelwagen aus dem Keller des netten Wirtes. Ihre andere Habe hatten sie in ihrem alten VW-Bus.
Eine Woche später war die Wohnung einigermaßen eingerichtet und Maria konnte sich mit dem Baby jetzt endlich etwas ausruhen und erholen.
Josef ging seiner Arbeit als Schreiner nach, die ihm sehr gefiel. Auch das Betriebsklima war sehr gut. Wenn er abends nach Hause kam, spielte er mit dem Baby und Maria bereitete das Essen zu.
Vier Wochen später, nachdem Josef seinen ersten Gehaltsscheck erhalten hatte, luden sie alle Menschen ein, die ihnen geholfen hatten.
Es wurde ein sehr schöner Abend, Erinnerungen wurden ausgetauscht und es wurde sehr viel gelacht. In den Menschen aus dem Bergdorf hatten sie Freunde fürs Leben gefunden.
Fortan lebten sie glücklich und sehr zufrieden in ihren neuen vier Wänden.
Kommentar von
lichtstein hast du dir das selbst ausgedacht?
Kommentar von
ananasieananasie toll.... gefällt mir sehr gut!!
-
-
0Antwort von
ShamHarga Das Krippenspiel "Hilfe, die Herdmanns kommen!"
Szene 1
Die Herdmanns und die Leiterin stehen auf der Bühne
Erzähler: Die Herdmanns waren die schlimmsten Kinder aller Zeiten. Sie logen und klauten, rauchten heimlich Zigaretten und erzählten schmutzige Witze. Ralf, Eugenia, Klaus, Leopold, Olli, Hedwig - sechs verwahrlost aussehende Jugendliche, die der Schrecken der Schule waren.
Sie wohnten über einer Garage in der Altstadt. Die Garage wurde nicht mehr benutzt. Nur die Herdmanns benutzten sie dazu, die Tür auf- und zuzudonnern.
Dabei versuchten sie, sich gegenseitig einzuquetschen. Das war das was sie unter Spielen verstanden.
Wo andere Leute Rasen im Vorgarten hatten, lagen bei den Herdmanns Berge von Sperrmüll.
Wo andere Leute Blumen pflanzen, wuchsen bei den Herdmanns Brennnesseln.
Es gab auch ein Schild im Hof mit d der Aufschrift: "Vorsicht, gefährliche Katze!" Ich habe noch nie ein Tier gesehen, das so bösartig aussah.
Die Katze hatte ein kurzes Bein, einen gebrochenen Schwanz und nur ein Auge. Sie war der Grund, warum der Briefträger sich weigerte, den Herdmanns Post zu bringen...
Anfang Dezember wurde wie jedes Jahr in der Kinderkirche das Krippenspiel vorbereitet. Zum ersten Mal waren die Herdmanns dabei, weil ihnen jemand erzählte hatte, da gäbe es massenweise Süßigkeiten.
Charlys Mutter leitete die Sonntagsschule und übte das Spiel mit uns Kindern ein. Zuerst wurden die Rollen verteilt.
Zum Entsetzen aller meldete sich Eugenia Herdmann als Maria - und niemand wagte zu widersprechen, denn für diesen Fall hatte Eugenia schreckliche Strafen angedroht.
Eugenia: Ich will die Maria sein, und Ralf möchte den Josef spielen.
zeigt auf RALF
Leiterin: Äh ja...nun gut, also ... schön. Als Nächstes brauchen wir die drei Weisen aus dem Morgenland.
Leopold: Das machen ich und meine Brüder
Klaus und Olli melden sich
Leiterin: zeigt auf Hedwig Dann willst du bestimmt den Engel spielen? Oh nein, worauf habe ich mich da bloß eingelassen... Wir freuen uns jedenfalls, dass ihr hier seid.
Erzähler: Das war sicher die größte Lüge, die je in einer Kirche laut ausgesprochen wurde. Da standen sie nun, die Herdmanns, fast Kriminelle in unseren Augen, und sie sollten das Edelste darstellen das es überhaupt gab. Kein Wunder, dass alle aufgeregt waren. Charlys Mutter fing an, die übrigen Jugendlichen als Hirten einzuteilen.
Leopold: Wer waren denn die Hirten? Wo kamen die her?
Leiterin: Die waren auf dem Feld nahe der Herberge.
Klaus: Was ist denn eine Herberge?
Leiterin: So was Ähnliches wie ein Hotel. Wo Leute übernachten können.
Olli: Was denn für Leute? Jesus?
Eugenia: Du Dummkopf! Der war doch noch gar nicht geboren!
Erzähler: Charlys Mutter beschloss, es sei das Beste, zuerst einmal die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel vorzulesen.
Leiterin: liest aus der Bibel vor Da machte sich auch Josef auf, dass er sich schätzen ließe, mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger...
Ralf: Schwanger! Schwanger war sie! Hört euch das an!
Leiterin: Und als sie in Bethlehem waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten keinen Raum in der Herberge.
Eugenia: Verdammt! Nicht mal Platz für Jesus?
Leiterin: Niemand wusste, dass das Baby Jesus sein würde.
Leopold: Sie haben vorgelesen, Maria wusste es. Warum hat sie es dann nicht gesagt?
Eugenia: Ich hätt´s gesagt! Mann, denen hätt ich´s vielleicht gesagt!
Was war denn mit Josef los, warum hat der nichts gesagt? Dass sie schwanger war und alles.
Klaus: Diese Krippe - ist das so eine Art Bett? Warum hatten die denn ein Bett im Stall?
Leiterin: Das ist es ja gerade. Sie hatten eben kein Bett im Stall. Also mussten Maria und Josef das nehmen, was da war. Was würdest du denn tun, wenn du ein kleines Baby hättest und kein Bett, um es hineinzulegen?
Olli: Wir haben Hedwig in eine Schreibtischschublade gelegt.
Leiterin: Siehst du, ihr habt kein Bett für Hedwig gehabt und deshalb auch etwas anderes nehmen müssen. Maria und Josef nahmen eben eine Krippe. Das ist ein hölzerner Futtertrog für 'Tiere. Eugenia: Sie meinen, sie steckten den Josef in eine Futterkiste? Wo blieb denn da das Jugendamt? Leiterin: Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Feld, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie...
Hedwig: schreit Batman! sie wirft ihre Arme auseinander und trifft die Jugendlichen neben ihr Aus dem Dunkel der Nacht erscheint Batman, der Rächer der Entrechteten...
Leiterin: Das ist der Engel des Herrn, Hedwig, und keine Comicfigur.
Hedwig: Er kommt aus dem Dunkel der Nacht, nicht wahr? Also ist es doch Batman!
Leiterin: Als Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, kamen die Weisen aus dem Morgenland nach Jerusalem...
Ralf: Das bist Du, Leopold. gibt Leopold eine Kopfnuss Und Klaus und Olli. Passt gefälligst auf!
Olli: Was bedeutet Weisen? Waren sie so etwas wie Lehrer?
Klaus: Nein, du Quatschkopf. Das ist so was Ähnliches wie der Bundeskanzler. Ein König oder so was.
Eugenia: Diese komischen Könige werden hoffentlich das Kind aus der Futterkiste holen.
Leiterin: Sie fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Leopold: Was ist denn das für ein Zeug?
Leiterin: Kostbare Öle und wohlriechende Harze.
Eugenia: schreit Öl! Was für ein schäbiger König bringt denn Öl als Geschenk mit! Da kriegt man ja vom Nikolaus im EDEKA was besseres....
Erzähler: Ich konnte die Herdmanns nicht verstehen. Man hätte denken können, die Weihnachtsgeschichte käme direkt aus >>Aktenzeichen XY ungelöst<<.
Die Herdmanns wünschten dem Herodes ein blutiges Ende und nannten die Heiligen Drei Könige eine Bande von Spionen. Als sie die Kinderkirche verließen, diskutierten sie darüber, ob Josef die Herberge hätte anzünden sollen oder nur dem Gastwirt eine reinhauen.
Da niemand von den Herdmanns jemals bei einem Krippenspiel dabei gewesen war, hatten sie natürlich keine Ahnung, was man von ihnen erwartete. Eugenia zum Beispiel wusste nicht, dass Maria immer ruhig und mild dargestellt wurde. Eugenias Maria war anders - laut und herrisch.
Eugenia: schreit Ralf an Lass Deine dreckigen Pfoten von meinem Baby, auch wenn Du tausendmal Josef bist! zu Leopold, Klaus und Olli Und ihr, macht, dass ihr wegkommt mit eurem blöden Öl, sonst passiert was!
Leiterin: Die Heiligen Drei Könige wollen dem Christkind huldigen. Sie wollen ihn nichts tun, wirklich nicht!
Eugenia: Das ist mir egal! Das sind dreckige Verräter, die mit diesem gemeinen Herodes unter einer Decke stecken!
Erzähler: Vier Wochen dauerten die Proben. Dann kam der Heilige Abend mit dem Krippenspiel in der vollbesetzten Kirche.
Die Herdmanns verlassen den Raum.
Die übrigen Jugendlichen stellen sich als Hirten auf.
Szene 2 Hirten: Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg Führ uns zur Krippe hin, zeig wo sie steht Leuchte du uns voran, bis wir dort sind Stern über Bethlehem, für uns zum Kind.
Hirte 1: Wo bleiben denn die Herdmanns? Sie kommen nicht!
Hirte 2: Was machen wir jetzt ohne Maria und Josef?
Ralf und Eugenia kommen zur Kirchentür herein
Erzähler: Eine Minute lang standen Ralf und Eugenia einfach da.
Die beiden sahen aus wie die Leute, die man manchmal in der Tagesschau sieht: Flüchtlinge, die irgendwo in der Fremde sind und nicht wissen wie es weitergehen soll.
Plötzlich wurde mir klar, dass es der echten Heiligen Familie genauso ergangen sein muss, damals im Stall, fortgeschickt von Menschen, denen es egal war, was aus ihnen wurde.
Josef und Maria konnten gar nicht besonders sauber und gepflegt ausgesehen haben. Sicher hatten sie eher so ausgesehen wie diese Maria und dieser Josef.
Eugenia hat eine Puppe im Arm. Sie klopft ihr zweimal auf den Rücken, bevor sie sie in die Krippe legt.
Hirte 3: Ich finde es nicht schön, den kleinen Jesus zu klopfen, als ob er Bauchweh hat. Kannst Du dir vorstellen, dass Jesus Bauchweh hatte?
Erzähler: Ich konnte es mir gut vorstellen. Er konnte Bauchweh haben oder unruhig sein oder hungrig, genau wie jedes andere Baby auch. Das war es ja gerade: dass Jesus nicht auf einer Wolke heruntergekommen war, wie eine Märchenfigur, sondern dass er richtig geboren wurde.
Hirten: Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Fraun
Kommet das liebliche Kindlein zu schaun.
Christus, der Herr, ist heute geboren,
den Gott zum Heil für Euch hat erkoren.
Fürchtet euch nicht!
Hedwig: kommt im Engelskostüm hereingerannt Hey! Euch ist heute der Heiland geboren! Steht nicht so blöd rum! Ihr werdet das Kind finden! Los, sucht es! Hoch lebe Gott!
Erzähler: So wie Hedwig es schrie, klang es wirklich wie die beste Botschaft aller Zeiten. Die Hirten zitterten und fürchteten sich sehr - vor Hedwig natürlich, aber jedenfalls wirkte es gut. Dann schauten alle zur Tür, um den Auftritt der Heiligen Drei Könige nicht zu verpassen.
Leopold, Klaus und Olli kommen herein. Jeder trägt eine Krone aus Goldpapier. Leopold hat eine Salami in der Hand.
Hirte 2: Schaut mal, die haben die Gefäße für Weihrauch und Myrrhe vergessen!
Hirte 1: Was haben die denn da? Ich wette, es ist etwas ganz schlimmes. Ein Gummiknüppel vielleicht?
Hirte 2: Das ist eine Salami. Die ist bestimmt geklaut.
Hirte 3: Nein, ich weiß, wo sie die herhaben. Mein Vater ist beim Roten Kreuz. Die verschenken zu Weihnachten immer Essenskörbe. Und die Salami ist bestimmt aus dem Korb für die Herdmanns. Da ist sogar noch das Band dran mit der Aufschrift >>Frohe Weihnachten<<.
Hirte 2: Die Herdmanns verderben das ganze Krippenspiel!
Leopold legt die Salami vor die Krippe. Die drei setzen sich neben die Krippe auf den Boden.
Erzähler: Ich fand, dass die Herdmanns nichts verdarben, sondern im Gegenteil vieles besser machten. Zum Beispiel, dass sie das Baby auf den Rücken klopften und eine Salami für ein sinnvolleres Geschenk hielten als parfümierte Öle. In den Jahren zuvor hatte mich das Krippenspiel immer sehr gelangweilt.
Aber diesmal war es anders. Das sagte hinterher jeder, aber niemand schien zu wissen, warum es so war. Jeder sagte, es sei etwas Besonderes dabei gewesen, aber keiner konnte es beschreiben.
Als wir an diesem Abend aus der Kirche traten, war es kalt und klar. Die Sterne leuchteten hell. Ich dachte an den Engel, der uns zugerufen hatte.
Hedwig: Hey! Euch ist heute der Heiland geboren!
-
0Antwort von
WenneWenne
Maria und Josef auf der Suche nach einer Herberge.
Sie klopfen an eine Tür und es wird ihnen aufgemacht.
Hausherr:"Was wollen sie?"
Josef:"Entschuldigung die späte Störung, aber wir sind auf der Suche nach einem Zimmer für heute Nacht."
Hausherr:"Bei mir is nix frei!"
Josef ganz zaghaft:"Aber sehen sie doch! Meine Frau ist hochschwanger..."
Hausherr schon sehr genervt:"Na und! Damit hab ich nichts zu tun!"
Josef entrüstet:"Ja, glauben sie vielleicht ich???!!!"
Und so ergab es sich dass das Jesuskindlein in einem Stall das Licht (naja, da war es glaub ich eher dunkel! ;-P) dieser Welt erblickte.
Was haben Hänsel und Gretel mit Weihnachten zu tun? ;-)
Das Pfefferkuchenhaus