Bin nun schon seit 18 Jahren "in der Fremde" und kann kein Heimatgefühl entwickeln. Habe eine schöne Arbeit, alles andere ist Mist. Tue mich mit meiner Familie sehr hart. Was macht Ihr? Gehts Euch auch so? Was kann man machen? Vielen herzlichen Dank für Eure Antworten und LG Marlies

Man muss auf Feste gehen, mitmachen, na ja, sich eben integrieren, dann klappt das schon!

Ich bin vor vielen Jahren aus beruflichen Gründen vom Ruhrpott nach Frankfurt/Hessen gezogen. Zuerst habe ich mich mit dem für mich fremden Dialekt angefreundet und den wirklich lustig gefunden. Und dann habe ich geguckt, welche kulinarischen Spezialitäten es gibt. Manche habe ich lieben gelernt, andere mag ich gar nicht. Ich könnte überall zurechtkommen, nur nicht da, wo alle Mahlzeiten mit Kümmel versaut werden. Egal, wo Du bist, es gibt immer etwas Liebenswertes, Du musst Dich nur drauf einlassen. Schlimm ist nur, wenn Du vergleichst, und dem Neuen kaum eine Chance gibst.

Habe acht Jahgre in BW gelebt, da kommt man als NRWler mit keinem klar, egal wie lange man da ist. Sind alles Vollidioten. Bin jetzt zurück in Essen und es geht mir wieder saugut!

Verstehe was Du meinst. Hab noch keine 18jährige Erfahrung.
Ohne zu wissen, was Du bislang unternommen hast, rate ich zu Folgendem:
Nachbarn zu Glühwein oder Punsch einladen
Straßenfest im Sommer organisieren
nette Leute zum Kochen, klönen, spielen einladen
sportlich aktiv sein
Kulturprogramm in Anspruch nehmen

Home is where your Heart is. Wenn du deinen Wohnort nicht magst, dann hilft kaum was.
Viel unternehmen, Sportvereine, Schulbeirat, Ehrenamt, betriebliche Fortbildungen, Kollegen einladen etc. Aber wie schon geschrieben: wenn Dein Herz ganz woanders ist, wirst Du es schwer haben in Deiner neuen Wahlheimat.

Es kommt darauf an wo du hingezogen bist.Ich bin in die Eifel gezogen.Den Leuten hier musst du wirklich alles aus der Nase ziehen und zum Lachen gehen die in den Keller(die älteren so ab 50)Aber es gefällt mir hier sehr gut und ich werde noch ein paar Jahre bleiben.

Ganz wichtig ist, mit offenen Augen und kontaktbereit sich auf das Neue einlassen... denn dann finden sich Freunde, Bekannte, Dackelkontakte...
Für mich war es immer bedeutsam, nicht nur die "alten" Freunde in der Heimat oder woanders weit weg zu haben, sondern auch Neues aufzubauen - im Alltagsleben, in der Umgebung.
Wenn sich das "auf dem freien Markt" nicht ergibt, würde ich meinen Interessen entsprechend einem Verein beitreten, oder Kurse an der Volkshochschule besuchen - da trifft man auf Gleichgesinnte.