Frage von AmyMaybe, 54

An alle Autoren: plant ihr, oder schreibt ihr lieber drauf los?

Ich persönlich plane bei längeren Stories ja gerne alles genau durch. Doch finde ich es auch wichtig, während dem Schreiben aufgeschlossen für neue Einfälle zu bleiben. Wie seht ihr das?

Grüße, Amélia

PS: Ich glaube nicht, dass es bei dieser Frage ein Richtig oder Falsch gibt, nur verschiedene Ansätze, die alle ihre Berechtigung haben :)

Antwort
von Carrier, 29
Viel Planen, aber auch viel Improvisieren.

Ich nehme jetzt mal orange, weil ich denke, dass das am besten passt, jedenfalls bei meinem momentanen Projekt.

Ich denke, wie man eine Geschichte schreibt kommt immer ganz auf den Inhalt der Geschichte an. Aber als erstes mal etwas Grundlegendes, was man bei jeder Geschichte haben sollte: Eine grobe Übersicht. Und damit meine ich wirklich grob, dass einzige, das man wissen sollte, ist, was ungefähr in der Geschichte passiert, wo sie anfängt und wo sie aufhört.

Denn hat man nicht von vornherein gewisse Punkte festgelegt, auf die man hinarbeiten kann, ist es wahrscheinlich, dass sich die Geschichte verliert und demrntsprechend nicht gelingt. Hat man allerdings festgelegte Punkte, so kann man sich an diesen orientieren und seine Geschichte leiten, dadurch bleibt man als Autor fokussiert. Die Punkte an sich kann man mit der Entwicklung der Geschichte auch variieren, wenn einem beispielsweise etwas besseres einfällt oä. Allerdings sollte man das nicht zu oft tun, da man bei Veränderungen immer einen Teil der Geschichte wieder löschen muss, da dieser nicht mehr passt oä. 

Wie man dann schreibt, kommt ganz auf die Geschichte selbst an. Schreibst du aus der Perspektive eines jungen kekken Mädchens, das mit frechen Sprüchen um sich wirft usw und die Geschichte sich beispielsweise auf Schule fokussiert, mit einer Liebesgeschichte usw., dann ist viel Plannung unnötig. Mache dir ein paar Fixpunkte, beispielsweise wann und wie sie jemanden kennenlernt, oder was in der Beziehung passieren soll, und dann schreib drauf los. Diese Geschichte wird dann in diesem Fall von der Protagonistin getragen, wodurch die Geschichte ohne Planung oftmals noch viel lebendiger wirkt, da man während des Schreibens auf Einfälle kommt, die einem so nicht gekommen wären.

Als nächsten Typ haben wir beispielsweise Thriller, Krimis oä. Hier wird es schwieriger und du musst dir definitiv die Story notieren und relativ genau aufschreiben, bevor du mit dem Schreiben an sich beginnst. Denn wenn du beides gleichzeitig machst, kommst du schnell durcheinander, was weder der Story zuguten kommt, noch deinem Schreibstil, der ja die Spannung ausmacht. Außerdem muss man bei dieser Art oftmals viel über verschiedene Sachen recherchieren (Wie wird das Wort geschrieben? xD), was Zeit in Anspruch nimmt, und du dabei natürlich gezwungen bist, dir viele Fakten usw. niederzuschreiben.

Als letztes komme ich zu Fantasy und SciFi Geschichte und ähnliches, denn hier musst du dir am meisten aufschreiben. Das betrifft das Land in dem es spielen soll, mit seinen Eigenarten, wie es beschaffen ist, Klima usw. Welche Rassen in der Geschichte spielen, evtl sogar ganz neue eigen erfundene Rassen, wie diese ticken ... . Dann noch die verschiedenen Fraktionen und natürlich auch die Geschichte selber, was passiert, wer sind die Protagonisten usw. Wenn du dir hier nichts notierst und nicht planst, wirst du daran scheitern, da man unmöglich so viel im Kopf haben kann. Es gibt natürlich auch noch andere Fantasy Genres, beispielsweise die, die auch in der Realität spielen, hier ist es etwas weniger Aufwand, aber man muss trotzdem planen.

Zu guterletzt noch ein Tipp: Steckbriefe zu deinen Charakteren sind immer gut, so kann man leicht den Überblich behalten und gut Charaktereigenschaften herausarbeiten.

Alles was ich hier gesagt habe entspricht MEINER Meinung, fslls jmd anderer ist akzeptiere ich das natürlich und wir können gerne darüber diskutieren^^

LG

Antwort
von Essensausgabe, 29
Ich plane alles ganz detailliert bevor ich anfange zu schreiben.

Man kommt beim Schreiben nicht umhin dass man irgendwann alles ,erfinden' muss das man schreibt. Insofern ist bei mir lange Zeit vor dem ersten Wort blanke Kopfarbeit angesagt. Forciert sich irgendwann eine ,Story' heraus oder fasse ich die gewünschte Stimmung geht es über zu Skizzen. Die müssen rein gar nichts mit dem späteren Werk zu tun haben sondern (ich schreibe zB Biographien der Hauptcharaktere; Briefe aus ihrem Mund; Gedanken aus ihrer Welt - die allesamt später keine Verwendung finden sondern lediglich mir dazu dienen die Charaktere klarer zu sehen/fühlen.) 

Wenn ich all das fertig habe beginne ich bei Lust mit dem Schreiben.

Der Nachteil an der Sache ist, dass einem manchmal die Spannung fehlt. Ich habe früher auch ,natürlich' Geschichten geschrieben (also relativ wild drauf los) und den Reiz machte sozusagen die ,Reise' aus. 

Diese Reise entfällt bei meiner Methodik dem eigentlichen Schreiben und findet sich mehr oder minder nur in der Kopf+Skizzier-Zeit wieder.

Hat Vor- aber auch Nachteile.

Antwort
von buecherfreak95, 7
Ich mache mir einen groben Plan, aber erfinde das meiste, während ich schreibe.

Wenn ich ohne groben Aufbau oder Handlungsgerüst anfange zu schreiben passiert es mir ziemlich häufig, dass ich beim Schreiben den Faden verliere und am Ende etwas ganz anderes rauskommt als ich eigentlich wollte oder dass die Handlung sich an irgendeiner Stelle verstrickt und ich keine Ahnung habe, wie ich sie dann auflösen soll.

Da ich meist eine grobe Richtung habe in die die Geschichte gehen soll, brauche ich einen Plan, damit ich die richtigen Schlüsselszenen an den passenden Stellen einbauen kann. Und wenn man etwas längeres mit mehreren Handlungssträngen und Charakteren schreibt, sind Notizen immer gut, um nicht die Übersicht zu verlieren (ich hasse es, wenn Autoren zum Beispiel eine Nebenfigur am Anfang kurz auftauchen lassen, sie dann wieder verschwindet und am Ende mit einem Namen der so ähnlich (aber nicht ganz derselbe ist) auftauchen oder Figuren auf einmal eine andere Haarfarbe haben oder sowas). Da ich eher in Richtung Fantasy schreibe ist mir auch wichtig, dass die Regeln nach denen die Geschichte spielt in einer gewissen Weise nachvollziebar und logisch sind, sich nicht widersprechen oder im Laufe der Geschichte verdrängt werden.

Was jetzt aber die unwichtigere Handlung angeht (sowie Gespräche zwischen Charakteren, Ortbeschreibungen oder so) schreibe ich lieber ganz spontan. Allerdings muss ich dann doch manche Szenen neu schreiben, wenn mein freier Schreibstil die Handlung wieder mal total verzerrt hat.

Antwort
von matheistnich, 29
Ich mache mir einen groben Plan, aber erfinde das meiste, während ich schreibe.

naja bin zwar kein Autor aber ich finde man sollte einen groben plan über die charaktere haben und wann sie auftreten sollen :P

Antwort
von Zuckerwattemaus, 12
Ich mache mir einen groben Plan, aber erfinde das meiste, während ich schreibe.

Neim schreiben denke ich immer zuerst, was kónnte in dem negsten kapitel passieren, dann beginne ich es aufzuschreiben und vill bekomme ich zwischen durch eine idee zum einschieben :)

Antwort
von karinadem, 4
Viel Planen, aber auch viel Improvisieren.

Ich bin zwar keine richtige Autorin, schreibe aber sehr gerne. 

Ich plane immer grob, manchmal fertige ich auch Skizzen an (Personen, Schauplätze, etc) Sehr viel passiert aber auch spontan. Oft beginne ich auch zu schreiben, ohne dass ich weiß, wie die Geschichte ausgeht. 

Viel Spaß und lg

Antwort
von buh94, 27
Ich mache mir einen groben Plan, aber erfinde das meiste, während ich schreibe.

Hallo AmyMaybe,

deine Fragestellung finde ich interessant.

Bei mir kommt es auf die Geschichte und vor allem auf die Länge an.

Im Fall einer Kurzgeschichte, die keiner Fortsetzung bedarf, reicht es mir oft, wenn ich ein paar Notizen anfertige.

Wer sind Protagonist und Antagonist? In welchem Verhältnis stehen sie zueinander? Nebenrollen?

Welcher Konflikt liegt vor?
Welche Cliffhanger animieren zum Weiterlesen?

→ Lösung/Ende.

Bei längeren Geschichten finde ich es von Vorteil, detailierter zu planen. Das vermeidet viel Arbeit im Nachhinein. Was mir auch schon passierte, dass ich drauf losschrieb und kein Ende fand/die Geschichte im Sand verlief. Das ist ärgerlich.

Natürlich hast du als Autor die Möglichkeit, immer wieder etwas zu ändern.

Aber du weißt ja selbst, dass es bei einer umfangreichen Geschichte im Anschluss viel Aufwand mit sich bringt, wenn am Anfang oder im Mittelteil ein großer Fehler vorlag.

Mir helfen zudem Notizen zu den einzelnen Figuren in einer extra Tabelle/einem Dokument. Zum Beispiel über das Aussehen, Eigenschaften, Vorlieben. Oft erstelle ich sogar Kommentare in Papyrus (oder Word) zu Dingen wie Kleidungsstücken, sodass es nicht zu Anschlussfehlern kommt.

Vor Autoren, die planlos drauf losschreiben, nichts durcheinander bringen und zudem ein abgerundetes Ende finden, ziehe ich meinen Hut. Es wäre interessant für mich, zu erfahren, wie das zu schaffen ist.

Antwort
von musenkumpel, 30
Ich habe eine ganz spezielle Methode, und zwar...

sehr gute frage, ich werd nochmal sehen, wenn sich mehr gemeldet haben. meine methode geht so: drauf los schreiben und an irgendeinem schlechten tag die laune verlieren und die geschichte wird nichts... oooder mich dumm und dämlich planen und im kopf schreiben, wird auch nich fertig...

wahrscheinlich viel mühe und lust und liebe zum schreiben und zur geschichte und sich keinesfalls dransetzen, wenn man keine lust hat.

methodenwechsel möglicherweise auch ungesund.

aber ich hab jetzt das angewählt, weil bei mir wirklich nur ein paar kurzgeschichten was geworden sind. größere projekte sind alle schiefgegangen. dafür wärs dann für die kurzgeschichten:
einfach kurz überlegen, komische idee haben und einfach drauf los schreiben.

Antwort
von AnnJabusch, 5
Ich mache mir einen groben Plan, aber erfinde das meiste, während ich schreibe.

Ich schreibe blumenkohlartig :-)

D.h. ich weiß, was ich erzählen will, aber während des Schreibens fallen mir immer neue Wendungen, Personen, Charaktereigenschaften und Ereignisse ein, die ich mit einbaue. Als ob ich Fleisch an ein Skelett bringe. Und wenn ich Glück habe, lebt es zum Schluss sogar :-)

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