Frage von Beats1177, 79

Das Amtsgericht hat mich vorgeladen. Kann ich bezahlen und dafür sorgen, dass der Termin nicht stattfindet?

Hallo.
Ich wurde vorgeladen zur Hauptverhandlung im Amtsgericht.
Ich wurde im Mai geblitzt. (Mobilblitzer) mit 22km/h zu viel.
Dann kam ca. nach 2 Wochen ein Bußgeld. Ich habe dann dagegen agiert, weil ich dies nicht einsah und habe Einspruch erhoben.

Nach 4 Monaten kam jetzt ein Brief mit einer Vorladung zur Hauptverhandlung im Amtsgericht.
Da sage ich mir jetzt: "Ich habe jetzt keine Lust darauf. Lieber bezahle ich das Bußgeld und gut ist."

Geht das irgendwie, dass ich das Bußgeld bezahle und die Verhandlung fallen gelassen wird?🤔

Ich bedanke mich für die Antworten

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Antwort
von wfwbinder, 20

Du schreibst einen Brief, dass Du den Widerspruch gegen den Bußgeldbescheid zurück nimmst und zahlst.

Wichtig ist, dass es schriftlich ist.

Kommentar von Gummibusch ,

Das würde dem Fragesteller bei seinem wogenglättenden Telefongespräch dann sicher nahegelegt werden.☺

Ohne sich persönlich zu melden kommt so etwas oft gar nicht gut an!

Kommentar von wfwbinder ,

Das ist der rechtlich zutreffende Weg. Wenn ich jedes Schreiben telefonisch ankündigen wollte, hätte ich viel zu tun.

Wenn man einen Widerspruch eingelegt hat und es sich anders überlegt, nimmt man den Widerspruch zurück. Thema erledigt.

Fall die natürlichSchon Kosten veranstaltet haben, weil er sich zu spät entschieden hat, werden ihm ggf. Kosten aufgebrummt.

Aber den Widerspruch könnte er sogar noch in der Hauptverhandlung zurück nehemen. Dann allerdings nicht schriftlich, sondern zu Protokoll.

Antwort
von Gummibusch, 56

Der erste Weg zur erfolgreichen Schadensbegrenzung wäre ein einfacher Anruf bei der im Briefkopf der Vorladung befindlichen Nummer, meinst Du nicht auch?

Auch in einem Gericht sitzen ganz normale Menschen mit denen man reden kann, nur Mut!☺

Übrigens würde ich an Deiner Stelle lieber mit Deiner nachträglichen Einsicht argumentieren, ansonsten verbaust Du Dir eventuelle Chancen auf Einstellung des Verfahrens.

Antwort
von lewei90, 43

Also, erst findest du das Bußgeld ungerechtfertigt und legst Widerspruch ein und jetzt willst du doch zahlen, weil du "keine Lust" hast, zur Verhandlung zu gehen? Mal im Ernst, was soll das?

Ruf vielleicht mal im Amtsgericht (Briefkopf) an. Möglicherweise kannst du da was erreichen. Aber immer schön freundlich bleiben (ich habe irgendwie das Gefühl, dich darauf hinweisen zu müssen). Fragen kannst du sicherlich, aber ich bezweifele, dass sich diese Verhandlung noch abwenden lässt. Und ein Fernbleiben kann auch für Ärger sorgen. Ich würde mir das gut überlegen.

Kommentar von Gummibusch ,

Guter Hinweis mit der Freundlichkeit!☺

Ich würde sogar noch etwas weiter gehen und empfehlen, daß die doch noch eingetretene Einsicht des Fragestellers mit echter Glaubhaftigkeit vorgetragen werden sollte. ☺

Kommentar von lewei90 ,

Ja, damit kann man in der Verhandlung vielleicht immerhin noch Schlimmeres abwenden und muss dann (mit Glück) nur das Bußgeld zahlen. Reue/Einsicht kommen immer ganz gut an.

Antwort
von EddiR, 55

Um die Verhandlung kommst Du nicht mehr herum! schlimmer noch ist die Tatsache, daß das jetzt um ein vielfaches teurer wird, als das ursprüngliche Bußgeld!

Kommentar von Gummibusch ,

Woher weißt Du, daß man das nicht mehr rückgängig machen kann?

Kommentar von EddiR ,

Kommt darauf an, wann der Termin angesetzt ist. Der Amtsschimmel ist bekanntlich nicht der schnellste...

Selbst wenn er noch um die Verhandlung kommt, mag ja möglich sein..., ist der Kostenfaktor wesentlich höher.

Kommentar von Gummibusch ,

Trotzdem wäre es unter Garantie die teuerste Methode das ganze auszusitzen und die Verhandlung abzuwarten.☺

Kommentar von EddiR ,

Stimmt! Wobei die Verhandlungskosten in der Summe des ganzen wohl inzwischen den geringsten Teil ausmachen werden. 

Kommentar von Gummibusch ,

Das bleibt abzuwarten, sollte er in der Lage sein Asche auf sein Haupt regnen zu lassen und die Einsicht seines Fehlers glaubhaft darzustellen, könnte durchaus noch ein Wunder geschehen und er relativ glimpflich davonkommen.

Man darf die Menschen nur nicht versuchen für dumm zu verkaufen. ☺

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