Frage von Fuegelhaus, 328

Amoklauf München, was sagt ihr?

Es ist raus. Der Amokläufer aus München war ein rassist, und wenn ich zitieren darf :" stolz drauf am selben Tag wie H*tler Geburtstag zu haben" Ich bin entsetzt. Ich habe mir schon gedacht das so etwas passieren wird. 3 Anschläge, davon wurde einer der Isis "zugeschrieben" und das war der axtbursche. Kann man sich jetzt Oberhaupt noch sicher fühlen wenn der terror (falls man das so nennen kann) aus allen Ecken kommt? Es sterben Menschen aus radikalen gründen. Wie geht es euch damit? Seid ihr jetzt erst recht beunruhigt? Wart ihr es vorher schon? Habt ihr das kommen sehen was da passiert ist? Wem kann man noch trauen (im übertriebenen Sinne) und wie findet ihr was jetzt aus den anderen Ländern Kommt (Merkel sei selbst schuld, sie habe den terror hergeholt. Dabei war der Amokläufer ein deutscher) Ich möchte niemanden angreifen, und nicht beleidigt werden. Ich möchte nur wissen wie es euch damit geht.

Antwort
von wfwbinder, 125

Das zeigt doch nur, wie groß seine psychischen Probleme waren und wie sehr er wohl gemobbt wurde.

Wer sich über solche Zusammenhänge aufbauen muss, den hat seine Umwelt in ein tiefes Loch fallen lassen.

Wobei das keine Anschuldigung an seine Umgebung sein soll. Vermutlich war er sehr verschlossen und hat kaum Jemandem etwas vom Mobbing erzählt.

Kommentar von Fuegelhaus ,

Damit hast du wohl recht

Kommentar von krzzr ,

Nicht jeder kann die Mobbing-Vorgänge auch artikulieren. Viele tun es als 'hänseln' oder 'nur' Kränkung ab.. was ein unverzeihlicher Fehler ist.. ->  http://mobbingsyndrom.blogsport.de

Antwort
von skreutzer, 49

Obacht, jetzt aber nicht den Fehler machen, und das alles dem Rechtsradikalismus in die Schuhe schieben! Im Video, wo der Täter auf dem Parkhausdach sich mit Leuten auf einem Balkon unterhält, kann man hören, dass er Hartz 4 und Mobbing als Motivation angibt. Aus der Zeitung kann man entnehmen, dass er in psychatrischer Behandlung war (und es ist allgemein bekannt, dass die in Deutschland eher wenig hilfreich ist). Klar, da sucht man sich dann Sündenböcke für die eigene Situation, und der hat bestimmt dann die Rechnung aufgemacht, dass, wenn weniger Ausländer da wären, sein Hartz-4-Satz höher wäre. Und an die verantwortlichen Politiker kommt er sowieso nicht ran, also endet das dann eben so wie in München.

Antwort
von soissesPDF, 77

Anarchie ist nicht einseitig, rechts/links/islamisch, wenn so etwas ausbricht ist sie allgemein.
München ist ein Zeichen dafür, wie vorschnell die öffentliche Meinung vorverurteilt.
Geboten war und ist, erst ermitteln und dann analysieren.

Die Ordnung und Sicherheit im Land zu bewahren ist Aufgabe von Polizei und Justiz, mithin des Staates.
Insoweit besteht für Angst kein Anlass.
Angst ist ein schlechter Ratgeber.

Antwort
von FuHuFu, 128

Die Zahlen muss man schon relativieren (nicht verharmlosen!). In Deutschland gab es im letzten Jahr 3475 Verkehrstote. Davon waren 60 % Nicht-Autofahrer. Die Wahrscheinlichkeit als Fussgänger ums Leben zu kommen ist deutlich höher, als die, dass man zur falschen Zeit am falschen Ort ist und einem Anschlag zum Opfer fällt.

Wenn wir auf die von Autos überfahrenen Kinder, Jugendliche und Erwachsenen genauso hysterisch reagieren, wie auf den Amoklauf von München, müsste der Autoverkehr längst verboten sein.

Ich sag nicht, dass man sich keine Gedanken zu Amokläufen und Attentaten machen sollte. Aber ich weigere mich, einfach zuhause zu sitzen und das Haus nicht mehr zu verlassen, weil ich draussen einem Amokläufer begegnen könnte.

Kommentar von Fuegelhaus ,

Das ist auch die richtige Einstellung. Ich bleibe auch nicht zu Hause. Warum auch. Aber bei mir bleibt einfach ein ziemlich bitterer bei Geschmack. Das mit den Autounfällen ist richtig, aber das interessiert die Medien nicht, und somit wird man da auch einfach nicht über die Masse solcher Unfälle informiert. Höchstens mal wenn deswegen ein Autobahn Abschnitt gesperrt wird

Antwort
von ValerianII, 130

Ich halte mich sachlich:

Nein, ich bin nicht beunruhigt. Die Chance durch ein Attentat zu sterben sind minimal. Die Gefahr die durch dergleichen ausgeht liegt nicht im physischen, sondern im psychischen. Die Ängste, die entstehen, wenn einem auffällt, dass man in Deutschland eben nicht immer und überall geschützt  ist, sondern immer ETWAS passieren kann. Aber davon darf man sich nicht aufhalten lassen. Wenn wir uns nun verkriechen, nicht mehr rausgehen und  uns versteckt halten, dann wird das erreicht, was durch diese Anschläge erreicht werden soll - Angst. Man muss nun aufstehen, laut rufen und sagen:

Ich lasse mich nicht unterkriegen.

Gleichzeitig müssen wir Vertrauen haben, Vertrauen in unsere Mitbürger und den Staat, in der Hoffnung, er wird uns Nomalos beschützen können. Gleichzeitig muss man offen sein und ergründen, was Menschen dazu bringen kann, so zu handeln, wie die Attentäter. Man muss helfen.

Man erkennt den Gegensatz?

Vertrauen statt Angst. Offenheit statt Ignoranz.

Antwort
von BTyker99, 71

Ich habe erst durch deinen Beitrag davon erfahren und eben die Nachrichten gegoogelt. Aber viel neues erfährt man ja eigentlich nicht: Dass er anscheinend keine nicht-türkisch aussehenden Menschen erschossen hatte, war schon kurz nach der Tat klar geworden; dass dies damit begründet werden konnte, dass er in der Schule durch Türken (etc) gemobbt wurde, konnte man an seinem Wortwechsel auf dem Dach herleiten. Daher habe ich schon vor Tagen geschrieben, dass es kein Amoklauf war, sondern gezielt gegen eine bestimmte Personengruppe (entweder die Mobber, oder allgemein Muslime) wahrscheinlich war.

Ich finde nicht, dass man da etwas reininterpretieren muss, sein Rassismus kann die Ursache im Mobbing haben (und der wiederrum dadurch, dass er vom Islam konvertiert ist). In sofern würde ich es als ganz "normale" Rache für das Mobbing einstufen. Die Nachrichtenlage ist viel zu dünn, um genau zu sagen aus welchem Grund er es tatsächlich getan hat und ob er wirklich alle Türken und Araber treffen wollte (wie die F.A.Z. andeutet) oder nur seine Peiniger.

Antwort
von Nordseefan, 148

Solche Anschläge sind immer schlimm, egal aus welcher Richtung sie kommen.

Im Moment bin ich aber eher beruhigt, das es kein Islamischer Anschlag war.

Kommentar von Zidane47 ,

Was macht es besser dass der Anschlag nicht islamistische Gründe hatte ? 

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Nicht viel, gut wäre ein Anschlag nur wenn er ISIS Kämpfer trifft

Kommentar von Nordseefan ,

Besser ist nicht gut ausgedrückt. Ob nun rechtsextrem und es sterben Ausländer (denn denen galt das ja) oder islamistisch: es ist IMMER schlimm. Nur mic"beruhigt" es halt das es kein IS Anschlag war. Ist schwer zu beschreiben.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Naja, wir hatten ja noch gar keinen vom IS gesteuerten Anschlag auf deutschem Boden. Du überschätzt die auch ein wenig.

Kommentar von Nordseefan ,

ich denke da an Ansbach......

Kommentar von Apfelkind86 ,

Diese Tat ist zumindest kein Wasser auf die Mühlen der Rechtspopulisten und kann somit nicht von AfD und Co. instrumentalisiert werden, wie sie es nun versuchen.

Antwort
von MetalTizi, 29

Es gibt doch schon immer Amokläufer und Attentäter, wozu jetzt beunruhigter sein als vorher...

Antwort
von Manuel129, 126

guck nicht so viel nachrichten.. Nein ich hab keine Angst, bin zu allen Menschen nett und bin der Meinung, dass jeder, der so dermaßen auf diese Panikmache anspricht, gerade das auslöst, wovor er so eine Angst hat.

Antwort
von hupfert06, 113

Beim Anschlag in Würzburg mit islamistischen Hintergrund gab es keinen Toten. Beim Amoklauf in München, der weder was mit dem
islamischen Staat noch was mit der Flüchtlingspolitik zu tun hatte,
starben 10 Menschen. Beim Bombenanschlag mit eventuellen islamistischen Anschlag in Ansbach kam auch niemand um.

Daraus schließe ich, dass wir dem IS in Deutschland noch keinen Toten zu verdanken haben.
Amokläufe,wie der Münchner sind nunmal normal: Dasselbe Szenario hatten wir auch 2009 bei Stuttgart, nur damals in einer Schule. Das passiert alle 5 bis 10 Jahre und damit muss man sich leider abfinden.

Das dazu noch zwei bzw. ein islamistischer Anschlag kamen war ein unglücklicher Zufall, allerdings mussten wir uns früher oder später auch darauf einstellen - was nicht heißt, das wir öffentliche Veranstaltungen meiden sollen - im Gegenteil.

Schade ist aber, dass dann die Bevölkerung - v. a. wegen der medialen Berichterstattung und rechstextremistischen Lagern (AfD, Pegida) - verunruhigt wird und sich den rechtextremistischen Gruppierungen anschließt und nicht ihren Grundsätzen beibleibt.

Antwort
von anaandmia, 28

"Es ist raus. Der Amokläufer war ein rassist"
Da musst du aber etwas unterscheiden ! Es wurde klar gesagt, dass das nicht das Tatmotiv war !

Antwort
von ManuTheMaiar, 74

Ich finde es genauso schlimm wie die normalen Anschläge (also die islamistischen), die Opfer sind genauso tot und es ist genauso traurig eher sogar noch mehr weil es noch Jugendliche waren

Das einzige was für mich an einem rassistischen Anschlag ein bisschen erleichternd ist ist das ich kein Ziel gewesen wäre

Antwort
von schnoerpfel, 113

Der Knabe war Iraner (Iran = Land der Arier, und das ganz ohne Scherz) bzw. Deutsch-Iraner.

Dass er Rassist war, wage ich zu bezweifeln, denn anhand optischer Merkmale lassen sich die Nahöstler kaum voneinander unterscheiden. Du als Außenstehender würdest nicht wirklich erkennen, wer Kurde, Türke (trotz zentralasiatischer Wurzeln vieler Türken), Libanese, Iraker, Iraner oder Saudi ist. Nicht einmal einheimische Juden lassen sich von palästinensischen Arabern unterscheiden. Bei zugewanderten Ashkenasim ist das anders.

Kommentar von Fuegelhaus ,

Ich beurteile  die Leute nicht nach dem aussehen. Jeder der einen deutschem pass hat ist in meinen Augen deutsch. Am Ende sind wir alle Menschen. Es kam heute schon mehrfach in dem Nachrichten (daher auch mein Zitat von oben) an dem Abend des amoklaufes hat ein Zeuge auch auf einen rassistischen Hintergrund hingewiesen ( das habe ich an dem abend auch nicht für voll genommen da alle beteiligten warscheinlich unter Schock standen) also aus den Fingern gesogen habe ich mir das nicht.  Der junge man wurde auch in Deutschland geboren und hat angeblich (habe ich bis her nur im Netz gelesen) ein manifest wie breivik verfasst.

Kommentar von schnoerpfel ,

Da es hier um den Vorwurf des Rassismus geht, spielt die Herkunft sehr wohl eine Rolle. Man könnte ihn als xenophob bezeichnen, was deutlich mehr Sinn ergeben würde.

Kommentar von Fuegelhaus ,

Er ist hier geboren. Genau wie ich. Er ist in dem selben Land aufgewachsen, und nannte mit recht das selbe Land wie ich seine Heimat. Und nur weil er ein bisschen brauner ist als ich, ist Rassismus ein Vorwurf? 

Wenn man deine Theorie weiterverfolgen möchte wäre noch die Frage nach welchen werten er erzogen wurde. Denn das spielt dann auch eine rolle.

Kommentar von schnoerpfel ,

Es interessiert in diesem Zusammenhang nicht, wo Du geboren wurdest, sondern wer Deine Vorfahren sind. Hier geht es nicht um Staatszugehörigkeit, sondern um biologische Merkmale. Rassismus kommt von Rasse.

Kommentar von Crack ,

Dass er Rassist war, wage ich zu bezweifeln, denn anhand optischer Merkmale lassen sich die Nahöstler kaum voneinander unterscheiden.

Rassist ist man nicht dem Aussehen nach sondern der Einstellung.

Kommentar von schnoerpfel ,

Das ist doch völlig unlogisch. Würde ich als Deutscher die Belgier hassen, werd ich dadurch doch nicht zum Rassisten. Wie auch? Es gibt keine biologischen Unterschiede zwischen Deutschen und Belgiern. Begreift ihr das nicht?

Kommentar von barfussjim ,

Es gab ebenso wenig biologische Unterschiede zwischen christlichen und jüdischen Deutschen, trotzdem wurden Letztgenannte in den Rassetheorien der Nazis zu Untermenschen erklärt. 

Rassismus hat nichts mit "realen" biologischen Unterschieden zu tun, sondern existiert als menschenverachtendes Konstrukt in den Köpfen der Rassisten.

Kommentar von schnoerpfel ,

Die Rasse-Ideologie der Nazis folgte keinen wissenschaftlichen Ansätzen. Als Vergleich taugt das gar nicht.

Der Rassismusbegriff beinhaltet eine ideologisch negativ besetzte Unterscheidung von Menschen anhand sichtbarer Merkmale. Wenn ein Nordeuropäer Menschen nordeuropäischen Aussehens hasst, kann das kaum biologistisch begründet werden, da er dieselben Merkmale teilt und der Hass sich logischerweise auch gegen ihn selbst richten müsste.

Wie sollte das bei jemanden mit iranischen Wurzeln anders sein?

Kommentar von barfussjim ,

Die Rasseideologie der Nazis folgte pseudo-wissenschaftlichen Ansätzen wie alle anderen Rassetheorien auch. Sie wurde im akademisch-universitären Umfeld von etablierten Wissenschaftlern betrieben, die Zahl der Publikationen ist groß. Ich stand im Magazin einer wissenschaftlichen Bibliothek vor mehreren Regalmetern derartiger Literatur aus der Zeit von 1933 - 45.

Kommentar von Fuegelhaus ,

Hast du 3 arme mehr als ein Iraner oder wie darf man das verstehen? 

Kommentar von barfussjim ,

Er vertritt offenbar die Auffassung zwischen Deutschen und Iranern würden "biologische Unterschiede" bestehen, die zwischen Deutschen und Belgiern nicht existieren. Womit wir wieder beim Thema wären...

Kommentar von schnoerpfel ,

Es bestehen Unterschiede im Aussehen, was offensichtlich ist. Und die Gründe dafür sind nun wirklich bekannt und anerkannt. Ein Mensch aus Nordeuropa lässt sich sehr wohl von einem Menschen aus Vorderasien unterscheiden. Jeder kann das auf Anhieb erkennen. Ich kann mich natürlich auch blind und dumm stellen und behaupten, es gäbe sie nicht. Aber das wäre nicht weniger idiotisch als die Rasseneinteilung der Nazis.

Kommentar von ceevee ,

Die in der Rassismusforschung aktuell am breitesten akzeptierte Definition stammt von dem französischen Soziologen Albert Memmi:



Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen


https://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus#Rassismusdefinition_nach_Albert_Memmi

Somit wärst du ein Rassist, wenn du Belgier hassen würdest und der Amokläufer aus München war auch ein Rassist.

Kommentar von schnoerpfel ,

Diese Definition ist simplifiziert und führt sich selbst ad absurdum. Sie würde idiotischerweise die Ablehnung der Nazis samt ihrer Ideologie als rassistisch brandmarken. Und nein, würde ich Belgier hassen, wäre ich Nationalist oder xenophob. Rassismus greift hier nicht.

Antwort
von 1900minga, 90

Gabs schon immer und wird es auch immer geben
Ich denke keine freie Sekunden an Amok oder Terroristen
Und ich lebe auch in der Nähe von München

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