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Amerikanische und griechische Demokratie

Frage von Simon1 Simon1

Guten Abend zusammen. Also ich würde gerne wissen, was der Unterschied ziwischen der Amerikanischen und griechischen Demokratie ist. Oder zuerst mal was die Amerikaner genau unter Demokratie verstehen. Hab google schon abgearbeitet aber nicht das gefunden was ich suche...

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Antworten (4)

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    Hilfreichste & RatgeberHelden Antwort
    Antwort von Albrecht Albrecht

    Demokratie ist Volksherrschaft. Die Bürger haben Anteil an den Entscheidungen. Diese sind durch Abstimmungen nach Mehrheitsprinzip und/oder allgemeine, freie, gleiche und geheime Wahlen legitimiert.

    Der Präsident der USA Abraham Lincoln hat in einer Rede in Gettysburg 1863 Demokratie als Herrschaft des Volkes durch das Volk und für das Volk bezeichnet.

    Der Unterschied zwischen griechischer und amerikanischer Demokratie ist einer zwischen antiker und moderner Demokratie. Im antiken Griechenland ist die athenische Demokratie am wichtigsten gewesen. Sie ist auch am besten bekannt. Nicht alle griechischen Staaten waren Demokratien.

    Bücher über die athenische Demokratie und das politische System der USA enthalten Informationen.

    Einige kurze Hinweise:

    Die athenische Demokratie war eine direkte Demokratie. Die amerikanische Demokratie ist eine repräsentative Demokratie. Die Bürger(innen) wählen Volksvertreter (Repräsentanten) als Abgeordnete. Es gibt ein Parlament (Kongress) mit 2 Kammern: Repräsentantenhaus und Senat.

    Es gibt auch indirekte Wahl: Wahlmänner und –frauen wählen den Präsidenten.

    Im antiken Athen wurden die meisten Ämter durch Los verteilt, nur einige wenige durch Wahl (z. B. jährlich 10 Strategen).

    Die amerikanische Verfassung ist von dem Gedanken einer Gewaltenteilung mit wechselseitiger Kontrolle und Gleichgewichten (checks and balances) bestimmt. Es gibt ein präsidentielles Regierungssystem. Im antiken Athen hatten die Amtsinhaber deutlich weniger Macht im Verhältnis zur Volksversammlung und den Gerichtshöfen (durch Los ermittelte Bürger als Richter).

    Kommentar von Simon1 Simon1

    Danke das ist hilfreich xD. Habe selbst auch noch bisschen rumgesucht, was man vilt noch hinzufügen könnte ist, dass damals in der antiken Demokratie nur bestimme Bevölkerungsschichten zur Wahl berechtigt waren. Das heisst es gab immernoch die Herrschaft einiger weniger (Adel und Bürger hatten die Möglichkeit zu wählen, jedoch hier auch nur die volljährigen Männer)

    Kommentar von Albrecht AlbrechtAlbrecht

    Frauenwahlrecht gab es in den USA nicht von Anfang an. Zunächst gab es auch in den USA Sklaverei und die Sklaven hatten kein Wahlrecht.

    Dauerhaft in Athen lebende Ausländer (Metöken [Mitwohner]) hatten kein Bürgerrecht, aber auch in modernen Demokratien sind nur Staatsbürger(innen) wahlberechtigt.

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    Antwort von Imera Imera

    danke an Albrecht. Bush gebrauchte das Wort Demokratie,die er in andere Länder bringen wollte, aber er muß sich sagen lassen, daß er eigentlich amerikanische Interessen, sprich Öl, meinte. Das wird ihm vorgeworfen.

    Kommentar von Gabi40 Gabi40Gabi40

    Völlig richtig, doch die ganze verlogene Politik der Bush-Ära, wird leider nur all zu schnell wieder vergessen. Es zählen eben Vordergründig machtpolitische Interessen! DH.

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    Antwort von Realito Realito
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    Antwort von Gabi40 Gabi40

    Der Begriff Demokratie ist der griechischen Sprache entlehnt und bedeutet "Herrschaft des Volkes". Als direkte Demokratie wird heute die in der Schweiz heimische Variante bezeichnet, bei der das Volk nicht nur über Wahlen, sondern durch häufige Volksabstimmungen, direkten Einfluss auf die Politik nehmen kann. Eine solche Form der Demokratie gab es im antiken Griechenland mag in kleinen Staaten noch praktikabel sein.

    In vielen anderen Staaten der Welt wird die parlamentarische Demokratie favorisiert. Wir genießen heute den Vorzug, die Erfahrungen der griechischen (attischen) und der später folgenden römischen Demokratie zu nutzen. Und dennoch ist dieses ganze Gebilde, wie es schon der griechische Gelehrte Platon (* Athen 427 v. Chr., ϯ Athen 347 v.Chr.) aus eigener Anschauung und Erfahrung erlebte, höchst unvollkommen, unberechenbar und instabil. Die mangelnde Bildung und der fehlende Sachverstand der Volksmasse, so Platon, sei die Wurzel allen Übels und damit der Nährboden für machtgierige Volksverführer, was wiederum die Gefahr eines Abgleitens in eine Diktatur in sich birgt. Parallelen in unserer- und besonders in der amerikanischen Demokratie zu Platons Aussagen gibt es zur Genüge, man muß nur beobachten, vergleichen und daraus seine Schlüße ziehen!

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