Amerikanische Redefreiheit auch für Beleidigungen?

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3 Antworten

USA

Inhaltsgebundene Beschränkungen sind im grundsätzlich nicht zulässig, es
gibt allerdings einige eng umrissene Ausnahmen. Besondere Kategorien der
Meinungsäußerung, die im Rahmen des ersten Verfassungszusatzes
eingeschränkt werden können, beinhalten das Anstacheln zu unmittelbarer
Gewalt, ernste Drohungen, beleidigende Äußerungen und Obszönität.

Wobei aber zu berücksichtigen ist, daß die Definition was Beleidigung ist oder nicht, von deutschem Recht erheblich abweichen kann.

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Kommentar von marcustiberius
09.09.2016, 23:27

Kurz und informativ, Dankeschön!

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Grundsätzlich sehen die Amis Ehrverletzungen (also bspw. Beleidigungen) deutlich entspannter. Ihre "Redefreiheit" ist nahezu grenzenlos ... aber nicht rechtsfrei.

Mit anderen Worten: Dir droht in aller Regel kein Straf- möglicherweise aber sehr wohl ein (teurer) Zivilprozess.

Strafrechtlich wirst du im Wesentlichen nur belangt, wenn du das Ansehen der US-Armee oder irgendwelche Regierungsbehörden verunglimpfst. Dann kann es aber mächtig knallen und du wirst die gesamte Härte des Gesetzes kennenlernen.

Ansonsten kannst du alles - wirklich ALLES - sagen, was du willst. Auch Dinge, die hier verboten sind.

... natürlich nur so lange, wie sich kein Kläger findet. ;)

Heißer Tipp: Wenn du vorhast, jemanden zu beleidigen, und du möchtest eventuelle Klagen vermeiden, dann informiere dich, ob es Präzedenzfälle gibt. In den USA gilt das sogenannte "common law", also das "übliche Recht", was nichts anderes als "Rechtsprechung nach Präzedenzfällen" bedeutet.

Findest du keine (erfolgreiche) Klage gegen eine ähnliche Beleidigung, wie die, die du gern nutzen möchtest, wirst du mit höchster Wahrscheinlichkeit auch selbst keine Klage befürchten müssen; denn "Präzedenz-Klagen" durch die Instanzen sind extrem teuer und lohnen den Aufwand bei einer einfachen Beleidigung sicherlich nur selten...

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Kommentar von MMighty
06.08.2016, 02:04

Die Frage ist natürlich, was man davon hat, jemanden zu beleidigen aber trotzdem schon mal mein Lob für die Mühe.

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Nur weil jemand mit mehr oder weniger netten Kosenamen um sich wirft, muss man doch nicht wie im Kindergarten mit dem großen Bruder (Gerichtsbarkeit) kommen.

Unser Bundestag könnte nicht mehr arbeiten, wenn wegen jeder Beleidigung, die sich die Abgeordneten an den Kopf werfen, jedes Mal vor Gericht gegangen würde :-)

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