Ambulante oder stationäre Geburt?

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13 Antworten

Ja, so wie du es schilderst haben sowohl der Frauenarzt als auch die Hebamme dich einseitig beraten.
Das mit dem Stillen ist völliger Unsinn. Ich habe in einer Klinik entbunden, dort wurde das Stillen von Anfang an gefördert. Die Schwestern gaben Tipps zum Milchfluss, zur Technik usw. Hat super funktioniert. Es ist aber auch abhängig vom Kind, manche benötigen da etwas Nachhilfe, andere nicht. Du kannst aber immer auf Unterstützung bestehen.

Inwiefern ein Damriss- oder Schnitt bei einer Hausgeburt besser heilen soll, kann ich auch nicht nachvollziehen. Würde mich daher sehr interessieren.:-)
Ich hatte einen Dammriss 4. Grades und der wurde in der Klinik extrem gut genäht. Meine Hebamme war hinterher sehr angetan von deren "Arbeit". Die Heilung verlief auch flott und nahezu schmerzlos.

Bei den anderen Gründen finde ich aber schon, dass deine Hebamme irgendwo Recht hat. Die Ruhe und Nähe der heimischen Umgebung fehlt in der Klinik natürlich. Mein Mann konnte zwar nach der Geburt um Krankenhaus ein paar Nächte schlafen, jedoch mussten wir dieses "Familien Einzelzimmer" extra bezahlen. (Um die 50 Euro pro Nacht).

Das die Hebammen die Untersuchungen falsch ausführen würden, dazu kann ich nichts sagen, jedoch klingt das sehr verallgemeinert. Außerdem kann man auch zu einem Kinderarzt gehen, was man für alle folgenden U Untersuchungen eh tut.

Also letztendlich musst du wirklich selbst entscheiden.
Meine Gründe damals in die Klinik zu gehen waren: Ich wollte gerne eine PDA haben (War eine gute Entscheidung, hat mir sehr geholfen)
Ich hatte Angst vor Komplikationen und habe mich in der Klinik sicherer und besser betreut gefühlt.

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Schade, dass dein Frauenarzt und deine Hebamme nicht Hand-in-Hand zusammen arbeiten (das gibt es nämlich tatsächlich auch!) und ihre Machtspielchen auf deinem Rücken austragen.

Dabei hat keiner einen Profit davon, ob du nun stationär bleibst oder nach vier Stunden nach Hause gehst. Dein Frauenarzt macht am Ende des Wochenbetts sechs bis acht Wochen nach der Geburt die erste Nachuntersuchung und die Anzahl der Wochenbettbesuche deiner Hebamme in den ersten 10 Tagen orientieren sich am Bedarf, egal ob du dein Kind zu Hause, im Geburtshaus oder in der Klinik bekommen hast.

Du hast schon viele gute Argumente und anschauliches Für-und-Wider in deinen Antworten hier erhalten, ich möchte aber ein bisschen für die Krankenhäuser in die Bresche springen. Die meisten Kliniken sind besser als ihr Ruf, stillfreundlich und familienorientiert mit Voll-Rooming-in.

Wenn dein Mann (oder auch Eltern, Verwandte, Freunde...) da ist und die "Versorgung/-pflegung" gewährleistet, ist es in der vertrauten Umgebung zuhause ohne Klinikroutine und Krankenhauskeime stimmiger und auch entspannter.

Aber das Wochenbett beinhaltet nicht umsonst das Wort Bett!

Da sind Ruhe und Erholung zur Rekonvaleszenz angesagt. In den ersten Tagen und Wochen nach der Entbindung solltest du dich ganz deinem Kind widmen, es ungestört kennenlernen, dich an deine neue Rolle gewöhnen und ihr als Familie zusammenwachsen. Gemeinsames Nackt-Kuscheln zu dritt im Familienbett ist z.B. in der Klinik kaum möglich.

Besuch soll bitte einen Topf Suppe mitbringen und im Gegenzug einen Korb Wäsche mitnehmen!

Wenn du dich wirklich bei der Vorstellung in der Klinik festlegen "musst", würde ich "ambulant" angeben, bleiben kannst du immer.

Letztendlich würde ich an deiner Stelle alles für eine ambulante Geburt vorbereiten (z.B. Kleidung und Auto-Babyschale mit ins Krankenhaus bringen), je nach Geburtsverlauf schauen, wie du dich fühlst, es dir, dem Baby und deinem Mann geht und dann erst entscheiden.

Bei einem möglichen oder nötigen Klinikaufenthalt rate ich dir zu einem Familienzimmer, das Geld ist gut investiert.

Alles Gute für dich und eine gesunde und tolle Schwangerschaft und Geburt!



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Meinen ersten Sohn habe ich im Geburtshaus bekommen, das ist automatisch ambulant, man geht also zwei Stunden nach der Geburt nach Hause.

Ich fand es gut so, man ist gleich zu Hause und kann sich in Ruhe in das neue Familienleben einfügen.

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Meinen zweiten Sohn bekam ich ungeplanterweise in der Klinik (die eigentlich geplante Hausgeburt musste abgebrochen werden, weil sich der Zwerg noch unter den Wehen aus der Schäddellage in die Beckenendlage gedreht hat). 

Ich hatte nach der Geburt die Wahl, ob ich gleich wieder nach Hause will oder noch einen stationären Aufenthalt dranhänge. Ich entschied mich für den stationären Aufenthalt, damit wir uns nicht noch selbst um Hüftultraschall und Hörtest kümmern mussten, das wird dort in der Klinik ja gleich bei der U2 mitgemacht.

Im Nachhinein bereue ich diese Entscheidung aber, ich hatte nämlich ziemliches Heimweh und wirklich erholsam ist es in der Klinik auch nicht. Ständig kommt jemand rein und fragt nach dem Befinden (Visite) oder putzt oder der Besuch der Zimmernachbarin kommt vorbei oder man hört nachts die anderen Babys schreien oder oder oder. Irgendwas war immer. Ich war richtig froh, endlich wieder zu Hause zu sein. 

Ansonsten war es ok dort, man bekommt sein Essen ans Bett und wie gesagt, die U2 + Hüftultraschall und Hörtest ist dort gleich mit inklusive, man spart sich das extra "Gerenne" im Frühwochenbett.

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Die U2 wird übrigens immer von einem Kinderarzt durchgeführt, ob nun in der Klinik oder bei einem niedergelassenen Arzt vor Ort. Da wird nichts übersehen, diese Behauptung ist Quatsch.

Die U1 können auch die Hebammen machen, wenn man z.B. außerklinisch entbindet. Bei einer Klinikentbindung übernimmt die U1 aber auch der dort ansässige Kinderarzt. 

Ob du also ambulant oder stationär in der Klinik entbindest, U1 und U2 werden von Ärzten durchgeführt, das Argument deines Arztes ist damit hinfällig.

Vielleicht kannst du ja jetzt eine Entscheidung treffen. 

Alles Gute für die bevorstehende Geburt!

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Hallo,

ich habe mein erstes Kind im Krankenhaus entbunden, weil ich als Erstgebärende eben noch sehr unerfahren war und nicht wusste was auf mich zukommt.

Wir hatten uns ursprünglich in einem sehr beliebten Krankenhaus angemeldet, mussten dann aber leider in einem anderen KH entbinden, weil nicht klar war ob die Presswehen schon während der Fahrt einsetzen. Du kannst dir vielleicht vorstellen wie stressig das Ganze für uns war. Die Aufregung, die Sorgen und Ängste. Letztendlich habe ich im KH entbunden, es hat alles gut funktioniert und die Hebammen waren "ganz nett". Ich habe leider einen Schichtwechsel mitbekommen, sodass ich mich nicht an eine Person gewöhnen konnte. Wobei ich sagen muss, dass die zweite Hebamme (bei der ich auch entbunden habe) deutlich netter und verständnisvoller war. 

Dennoch war ich mit der Geburt im Krankenhaus unzufrieden. Das Essen war scheußlich, von den Besuchszeiten ganz zu schweigen. Die Schwestern haben nichts gemacht, wenn man keinen Druck gemacht hat und Tipps wurden auch nur bedingt gegeben. 

Mein zweites Kind werde ich Mitte April in einem Geburtshaus kriegen. Ich habe von Anfang an die gleiche Hebamme und die Geburt kann nach meinen Wünschen erfolgen. Ich kann baden wenn ich das möchte, ich kann auf einem Geburtshocker entbinden, wir können zusammen Gymnastik machen, usw. Inwieweit das in Krankenhäusern gemacht wird kann ich nicht beurteilen, weil ich einfach nicht lange genug da war um darüber etwas sagen zu können.

Wie die Geburt im Geburtshaus werden wird kann ich dir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, aber ich bin mir sicher sie wird besser als die erste Entbindung. Falls Komplikationen auftreten sollten, werde ich in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht, wo ich auch mit meiner Hebamme entbinden darf. Das heißt sie ist während der Geburt so oder so meine Hebamme, auch wenn Probleme auftreten. Eine PDA ist dort (leider) nicht möglich, aber die habe ich auch bei meinem ersten Kind nicht gebraucht. Deshalb gehe ich nicht davon aus, dass ich sie beim zweiten Kind haben möchte. 

Insgesamt empfehle ich dir dennoch das Kind im Krankenhaus zu bekommen. Als Erstgebärende gibt es mehr Sicherheit, weil du eine PDA bekommen kannst, sonstige Schmerzmittel und zur Not kann sofort ein Kaiserschnitt gemacht werden. Das ist bei einer Hausgeburt oder in einem Geburtshaus nicht möglich, das solltest du dir klar machen. Da kann es deutlich gefährlicher werden, falls Komplikationen eintreten.

LG

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Kommentar von Goodnight
21.03.2016, 13:34

Du hast nicht verstanden was ambulante Geburt bedeutet. Da geht die Mutter zur Geburt ins Krankenhaus oder ins Geburtshaus und ein paar Stunden später nach Hause. Die Nachsorge übernehmen Hebamme und Kinderarzt vor Ort.

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 Deine Hebamme hat so was von recht! Unbedingt würde ich zu einer ambulanten Geburt raten, du kannst jederzeit auch im Krankenhaus bleiben, wenn es dir oder dem Kind nicht gut geht. Das ist gar kein Problem.

Ich bin mit dem ersten Kind in der Klinik geblieben, bei den anderen beiden bin ich nach der Geburt nach Hause. Mein Mann und ich bereuen es sehr, dass das beim ersten Kind nicht möglich war.

Mein Gynäkologe hat mir damals zur ambulanten Geburt geraten. Mein Mann war sehr skeptisch. Doch seine Begeisterung war  dann riesig. Für mich und die Kinder war es einfach entspannt und ein Segen. Stillen ging viel besser, niemand der das Baby auf einer Hand balanciert und das lustig findet, keiner der deinem Baby eine Infektion ins Auge schmiert  oder den Magenverschluss ruiniert weil das Baby zum trinken gezwungen wird etc...

Zu Hause hast du eine kompetente Hebamme die am Anfang 2x täglich und nach bedarf kommt und die Verantwortung auch trägt. Dein eigener Kinderarzt betreut dein Kind von Anfang an meist kommt er nach Hause. Die Blutabnahmen macht die Hebamme und bringt sie auch ins Labor.

Ich bin selbst gelernte Pflegefachfrau und habe auch eine Ausbildung für Schwangerschafts- und Rückbildungsgymnastik.

Wenn du und das Kind gesund sind, spricht nichts gegen eine Ambulante Geburt aber alles dafür, zumal dein Mann zu Hause ist. 

Alles Gute!

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Hi, ich kann "nur" als Freundin, Schwester, Verwandte reden.

a) Freundin machte e s beim 1. Kind stationär, sagte nachher "hätt nichts ein müssen".

Die Zwillinge danach (Großer Mann, kleine Frau.. er 1,90, sie 1,52) kamen ambulant. Weil "nee.. also so zuhause, das dann doch nicht" Und als es nachher klar war, dass PDA angesagt sein würde, ja sowieso nicht. Ighre Aussage auch "von Hebammen halte ich nichts"

b) Schwester, erstgebärend mit 38, ambulant, aber immer auch diuch Hebamme betreut. War nen ziemklicher Knaller, ich sag mal "zum Abgewöhnen". KLeine details, nur: wenn die Hebammae nicht gewersen wäre, hätte der Klinikdoc gefunden "Erstgebärende sind doch eh immer so enmpfindlich.. Sie können doch noch".

Hebamme stand dahinter, hatte vorher schon gesagt, ich weiss, Du kannst nicht mehr, aber.. guck mich einfach an und wenn ich den Kopf schüttel, dann sagst Du nein. Wenn Nicken, dann ja.

Als also der freundliche Herr Doc nach 42 (!) Stunden sagte, sie könne "doch wohl noch ein bisschen".. "sie wollen echt ne PDA".. kopfschüttel.. nick.. nein.. ja..

Puha. Also echt das Beispiel zum Abgewöhnen. Die nächsten Tage blieb Schwester auf Station, war ein Häufchen Elend, die Hebamme ein Goldstück, sie kam immer und immerw ieder vorbei und kümmerte sich um Schwesterherz.

c) Freundin: erstes Kind in Geburtshaus, das ging so easy,d ass sie die weiteren 2 Kiddos daheim mit Hebamme kriegte. (Kind 3 kam so dalli, dass der Vater zu spät kam, Lily war schneller  ;-)   knapp 30min )

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Bekomm dein Kind in der Klinik. Sollte es einen Zwischenfall geben, kann man dort viel schneller reagieren und muss dich nicht erst in die nächste Klinik karren. Und die Aussage mit dem Stillen ist Quatsch. Auch dort wird Wert darauf gelegt, dass die Mutter das Kind stillt und ich habe noch nie erlebt, dass Fläschchen gegeben werden (außer Teezeugs^^).

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Kommentar von eostre
21.03.2016, 12:28

Ambulant entbinden bedeutet doch das Kind in der Klinik zu bekommen.

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Hallo!

Ja, das ist die altbekannte Herablassung zwischen Schulmedizin und Hebammen. Die gipfelte in einem Prozess gegen eine Hebamme, die ein Kind in BEL auf die Welt holte, dieses aber kurz nach der Geburt wegen Vorerkrankungen verstarb. Frauenärzte und Hebammen sind sich nicht grün. Man muss für sich selbst das jeweils beste herausziehen!

Ich wurde bei meiner ersten SS eingeleitet, musste deshalb stationär bleiben. Was ich im Nachhinein gemacht hätte, weiß ich nicht. Einerseits hatte ich eine katatsrophale Begegnung mit einer Nachtschwester, die meinem Sohn tatsächlich eine Flasche reindrücken wollte (die er dann aber - juhuuu! - nicht nahm) und meine Zimmernachbarain hat auch ziemlich genervt, andererseits musste ich mich auch um nichts (außer meinem Kind) kümmern. Das Essen kam immer pünktlich, ich wurde umsorgt und gepflegt und für Stillprobleme war tagsüber die gute Schwester Hedi da. Grad beim ersten Kind brauchen viele Mütter noch eine Hand (oder ein paar Hände), die sie unterstützen, in den Alltag zu kommen. Wenn du allerdings selbstbewusst bist, dann brauchst du das nicht!

Jetzt bin ich zum zweiten Mal schwanger und eine ambulante Entbindung wäre mir ein bisschen zu stressig. Zu Hause würde der große Bruder auch sofort meine Aufmerksamkeit wollen. Ich denke, ich werde mit Einzelzimmerzuschlag stationär bleiben.

Deine Entscheidung kannst du nach der Geburt übrigens jederzeit revidieren! Du legst dich also nicht fest. Und die U2 würde ich dann bei einem Kinderarzt machen lassen. Dabei musst du dir vor der Geburt einen suchen, der dazu bereit ist. Das wird dir aber alles in dem Gespräch nochmal erklärt und dabei kann auch auf deine Zweifel eingegangen werden.

Liebe Grüße und alles Gute für die Geburt!

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Ich hatte eine ambulante Geburt und würde es auch immer wieder machen..
Bei mir war es aber auch so, dass ich vormittags entbunden haben, die Nacht dann dort blieb und am nächsten morgen nach Hause ging. Ambulante Geburt geht bis zu 24h

Ich war aber sehr froh über die eine Nacht im Krankenhaus, da mir die Hebammen meine Tochter für 3 Stunden Abnahmen, dass ich ein wenig schlafen konnte.

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Ich habe die Befuerchtungen wegen des Stillens auch schon oft gehoert, finde die aber arg uebertrieben, besonders wenn dir klar ist, dass du stillen wirst

Ich habe beide Kinder mit Kaiserschnitt entbunden, meine zweite war auch sehr gross und bekam ungefragt ein Flaeschchen, damit "sie keinen Hunger hat". Trotzde habe ich beide lange und ohne Probleme gestillt.

Der einzige Vorteil im Krankenhaus ist, dass du dein Baby nachts auf die Station geben kannst und schlafen kannst (obwohl ich meinen ersten nur im Zimmer hatte und eigentlich nicht geschlafen habe^^).

In meinem Fall gab es keine Wahl, und ich habe auch mit einer Hausgeburt geliebaeugelt, aber im KH ist es auch voellig okay und wie gesagt, entspannter.

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Kommentar von eostre
21.03.2016, 12:26

Ambulant entbinden ist keine hausgeburt.

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Hallo Spockyle,

als erstes würde ich mich nicht jetzt schon unter Druck setzen lassen!

Du kannst nach der Geburt immer noch Deine Meinung ändern!

Wenn Du Dich nach der Geburt nicht wohl fühlst, bleibst Du ein paar Tage im KKH und wenn Deine Zimmernachbarin nervig ist, die Schwestern unfreundlich und es geht Dir gut dann gehst Du nach Hause. Es kann Dich niemand festhalten ;)

Für die ambulante Geburt prot:

Schnell wieder in der gewohnten Umgebung sein

Freiheit - Du bist weder gebunden an Stationsroutinen und kannst Dein Essen frei wählen, gehen wohin Du willst etc....

Eigenes Bett, eigene Toilette (für mich wichtig ;)

Keine Störung durch Zimmergenossin und deren Besuch - sehr anstrengend wenn man müde von der Geburt ist und einem nicht nach Besuch von fremden Leuten ist!

Versorgung durch die eigene, gewohnte Hebamme

Keine Notwendigkeit sich mit Kleidung, Makeup etc. an die "Öffentlichkeit" anzupassen. Du kannst bis Abends im Schlafanzug bleiben, wenn Du willst.

Viel Ruhe für die kleine neue Familie

Nutzung von häuslichen Dingen (eigener Fernseher, eigene CDs, eigene Badewanne, Bücher etc.)

Gewohntes Essen jederzeit verfügbar und anpassbar an Deine Bedürfnisse

Contra zu Hause:

Abhängigkeit von Deinem Versorger - ich konnte die ersten Tage nur mit Mühe aufstehen und fand es unangenehm immer um Hilfe zu bitten für jeden Tee oder jedes Taschentuch.

Die häuslichen Pflichten liegen neben Dir und rufen steh auf und kümmer Dich (Schmutzwäsche, Staub, Küche...) und es kann sein, dass Du zu früh zu aktiv bist.

Du hast die eine Hebamme als Hilfe, wenn die nicht gut ist hast Du Pech gehabt.

Stationär Pro:

Du kannst Dich erst einmal zurück legen und wirst versorgt.

Es gibt regelmäßig Essen und Du bist völllig von Haushalt etc. befreit.

Du hast 24h Ansprechpartner für die Probleme des Babyaltags von Babypflege und Stillen bis zu Deinen Beschwerden (Damm, Brust, Bauch).

Es gibt die meist die Möglichkeit gegen Zuzahlung ein Familienzimmer zu bekommen und man ist von nervigen Mitbewohnern und Besuchern befreit.

Du kannst das Baby abgeben, wenn Du mal ein paar Stunden in Ruhe schlafen willst.

Stationär Kontra:

Du bist im ungewohnten, öffentlichen Klinikumfeld.

Ungewohntes Bett, ev. geteiltes Klo und Dusche.

Du kannst an unfreundliches Personal geraten.

Du und Dein Baby haben ein höherers Risiko sich einen fiesen Krankenhauskeim einzufangen.

Es kann sein, dass das Personal in Deiner Abwesenheit etwas macht, das Du vielleicht nicht möchtest.

Es kann sein, dass Du eine nervige Zimmergenossin mit viel fremden Besuch hast.

Das Essen kann schlecht sein, oder es ist unangenehm, dass Du Zeiten und Auswahl nicht frei bestimmen kannst.

Ich denke ich habe sehr viele wichtige Punkte genannt ;)

Ich hatte eine ambulante Geburtshausgeburt und war prinzipiell zufrieden. Ich habe mich geärgert, dass die Hebamme mich nicht darauf aufmerksam gemacht hat, dass ich einen Anspruch auf eine Haushaltshilfe habe. Ich habe zu früh versucht alles wieder selbst hinzubekommen und mich damit überfordert.

Wenn Du in der Klinik entbindest: Informiere Dich welche Routinen für Dich und das Baby vorgesehen sind (z.B. Oxytocingabe nach Abnabeln, zügiges Abnabeln, Augentropfen, Vitamin K Gabe o.ä). Und ob Du diese Routinen so haben willst, bzw. was Vor- und Nachteile sind.

LG und alles Gute für die Geburt,

eagl wo  :)

Hourriyah

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Die U2 sollte IMMER in kinderärztliche Hände gegeben werden - entbinde im KH und wenn du dich gut fühlst, das Kind einmal vom Kinderarzt in der Klinik angesehen wurde kannst du immer noch kurzfristig gehen - zur U2 meldest Du dich bei einem niedergelassenen Kinderarzt - dafür hast du bis zum 12 Lebenstag Zeit

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Mein Erstes Kind bekam ich im Krankenhaus und blieb danach 3 Tage auf Station.

Ich fand es gut, mich um überhaupt nichts kümmern zu müssen und einfach im bett zu bleiben. 

Es gibt zertifiziert stillfreundliche Krankenhäuser, 24 Stunden rooming in und familienzimmer, einfach mal nachfragen.

Besuch im Krankenhaus zu empfangen hat den Vorteil, dass er schnell wieder geht und nichts von dir erwartet.

Zu Hause neigt man dazu sich zu früh zu stark zu belasten, das kann nachteilig sein.

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