Frage von rafnix, 95

Amalgam sicher ausleiten?

Hallo, ich finde das das giftige Amalgam nichts im Mund zu suchen hat und möchte es entfernen lassen bzw. Ausleiten am besten unter dem besten Sicherheitsvorkehrungen die man haben kann. Hat jemand das schin gemacht und kann berichten. ? darüber hinaus suche ich einen Zahnarzt der sich der ausleitung der zeigs sehr gut auskennt und ganzheitlich arbeitet und denkt. in der Neuwieder Umgebung in Rheinland Pfalz. Frage: zahlt die krankenkasse die auseitung? Danke Gruss

Antwort
von BurkeUndCo, 78

Woher hast Du das Wissen über das "giftige" Amalgam?

Quecksilber ist giftig, das wäre richtig. Aber Amalgam ist als Verbindung mit stabil gebundenem Quecksilber völlig ungiftig. So ähnlich wie Chlorgas giftig ist, aber Kochsalz (Natrium-Chlorid) in normaler Dosierung ungefährlich ist.

Und - ja ich habe mich wirklich sehr intensiv mit diesem Thema befasst - Amalgam ist immer noch das beste Mittel für Zahnfüllungen, auch wenn es heute - dank schlechter Propaganda - von Zahnärzten fast nicht mehr verarbeitet wird. Es passt sich perfekt der Höhlung im Zahnschmelz an. Bildet keine Risse durch Schrumpfung wie Kunststoff. Und es erlaubt auch Hinterschnitte imm Gegensatz zu Gold- oder Keramik-Einsätzen. Gute Amalgamfüllungen habe ich schon seit über 40 Jahren - problemlos. Kunststofffüllungen mussten dann meist nach ca. 5 Jahren wieder erneuert werden (mit erneutem Verlust an echtem Zahnmaterial).

Ich bin jedenfalls für jede Amalgamblombe, die ich im Mund habe dankbar und kämpfe darum diese möglichst lange zu behalten.

Die "Ausleitung" von Amalgam ist nur ein völlig überflüssiger Zusatzverdienst für Zahnärzte.

Kommentar von Eulenpapa ,

Kann ich nur so unterschreiben, DH!

Antwort
von AlienaCato, 75

Bei der sicheren Entfernung geht es um Sauerstoffzufuhr über die Nase, den Kofferdamm und noch ein paar Kleinigkeiten. Der Raum wird zum Beispiel durchlüftet, während Behandlung. Ich habe nach Klinghard ausgeleitet. Natürlich zahlt die KK nicht, ist doch nicht giftig... 

Kommentar von BurkeUndCo ,

Korrekt, dass die Krankenkasse zu Glück für solche Maßnahmen nicht zahlt.

Im besten Fall überflüssig und mit Verlust von eigener Zahnsubstanz verbunden. Im schlechten Fall wird dabei doch Quecksilber aus dem Amalgam freigesetzt und schädigt den Patientren mehr als eine Füllung, die 60 Jahre unbeschadet im Mund überdauert.

Kommentar von AlienaCato ,

Genau! Amalgam ist vollkommen ungefährlich. Es ist nur in unseren Mündern und auf Sondermülldeponien...

Kommentar von BurkeUndCo ,

Richtig, zumindest der zweite Teil:

Amalgam darf nicht mit dem normalen Müll entsorgt werden. Denn seit etlichen Jahren wird der gesamte Müll in Deutschland verbrannt. Bei den dabei herrschenden hohen Temperaturen von mehreren 100 Grad löst sich die ungiftige Amalgamverbindung auf und setzt das giftige Quecksilber frei.

Deshalb musst Du beim Amalgam in Deinem Mund nur dann Angst haben, wenn Du in Deiner Mundhöhle häufig Temperaturen von mehreren 100 Grad erreichst.

Bei mir im Mund ist das definitiv nicht der Faall, selbst heiße Getränke sind im Regelfall nicht wärmer als 50°C und damit für Amalgam ungefährlich.

Da ich aber Deine Trink- und Mundspülungs-Gewohnheiten nicht kenne, magst Du mit Deiner Panikmache aber - zumindest für Dich - auf dem richtigen Weg sein.

Kommentar von Eulenpapa ,

......zumal auch man auch die ganzen Metalle aus dem Amalgam recyceln möchte: Sind ja alles als andere als billig: Silber, Kupfer, Zinn, Zink, Indium usw. - das sollte man nicht außer Acht lassen.

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