Frage von snatascha, 131

Am Leib Jesu Christi tobt sich die Welt aus. Der Gemarterte aber vergibt der Welt ihre Sünden. So geschieht die Versöhnung.

Kann mir das jemand genauer erläutern, welche info steckt dahinter?

Antwort
von helmutwk, 26

Hab gerade gesehen, dass bisher jeder, der antwortet, den Hintergrund nicht parat hatte.

Der Leib Christi ist die Gemeinde, wie in z.B. Eph 4 geschrieben steht:

15 

Vielmehr stehen wir fest zu der Wahrheit, die Gott uns bekannt gemacht hat, und halten in Liebe zusammen. So wachsen wir in allem zu Christus empor, der unser Haupt ist. 16  Von ihm her wird der ganze Leib zu einer Einheit zusammengefügt und durch verbindende Glieder zusammengehalten und versorgt. Jeder einzelne Teil erfüllt seine Aufgabe, und so wächst der ganze Leib und baut sich durch die Liebe auf.

Dass sich "die Welt daran austobt", bezieht sich also auf Christenverfolgungen. Jesu hat ja Paulus auch gefragt:

Apg 9,4 »Saul, Saul, warum verfolgst du _m_i_c_h_

Hier wär die Frage, wann und von wem dein Text geschrieben wurde. Ist das etwa in der Zeit des Nazismus geschrieben worden und bezieht sich auf die Aktionen der Nazis gegen die bekennenden Christen? (nur so ne Vermutung, vgl. unten)

Natürlich kann mensch das auch allgemein auf Christenverfolgungen beziehen, also z.B. auf Nordkorea, den islamischen Staat, die Aktionen der Anhänger der in Indien regierenden BJP, ...

Aber so wie der gekreuzigte Jesus am Kreuz denen vergab, die ihn kreuzigten, so vergibt Er auch denen , die sich an Seinem Leib, die Gemeinde Jesu auf der Erde, austoben. Und dies wird konkret darin, dass auch die Christen ihren Verfolgern vergeben und ihnen die Erlösung anbieten. Aktuelles Beispiel:

Und so geschieht Versöhnung.

Ich kenn das Zitat nicht, aber so von der Wortwahl her musste ich sofort an D. Bonhoeffer denken. Richtig geraten?

Kommentar von helmutwk ,

Früher konnte ich auch Videos verlinken, ohne dass die gleich hier eingebunden wurden - warum geht das nicht mehr?

Was aus dem Titel nicht hervorgeht, aber nach wenigen Sekunden klar wird: da erscheint der Text nicht nur in Englisch und Arabisch, sondern auch in Deutsch.

Antwort
von Whitekliffs, 56

Lies doch mal Johannes 3, 15-16

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/johannes/3/#1

Kommentar von Whitekliffs ,

Und das Zitat kommt von Bonhoeffer:

www.dietrich-bonhoeffer.net/zitat/id/482/

Antwort
von chrisbyrd, 54

Über Jesus "streiten sich noch heute die Geister". Er kam in die Welt mit dem Anspruch, Gottes Sohn, damit Gott selbst und der von den Propheten des Alten Testaments verheißene Messias zu sein. Er wurde von den Menschen - die er retten wollte - abgelehnt, misshandelt und gekreuzigt. Deshalb sagt die Bibel über ihn: "Er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. (1. Johannes 2,2)

Jesus ist für unsere Sünden am Kreuz gestorben (1. Korinther 15,3). Jeder, der an Jesus glaubt und Vergebung der Sünden haben möchte, erhält die völlige Vergebung seiner Sünden: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit" (1. Johannes 1,9).

Dazu gehört aber auch der Glaube an Gott, die Erkenntnis, dass man eigentlich ein verlorener Sünder ist und der Wunsch, seine Sünden vergeben zu bekommen. Gott drängt sich niemandem auf und zwingt uns nicht. Ansonsten hätte er auch Roboter erschaffen können, die ihn lieben müssen. Doch er wollte Geschöpfe, die sich in aller Freiheit für oder gegen ihn entscheiden können.

In Römer 6,23 steht: "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn."

Kommentar von Bernhard64 ,

Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun..... Das hat er also zu sich selbst gesagt.... Warum macht ihr Gott und seinen treuen Sohn durch die Dreieinigkeit so lächerlich??

Kommentar von chrisbyrd ,

Titus 2,13: "Indem wir die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Jesus Christus erwarten." (Übersetzung: Elberfelder)

Kommentar von Abundumzu ,

Liebe(r) chrisbyrd !

Wenn das eine Antwort auf den Einwand von Bernhard sein soll, dann ist sie wenig überzeugend, denn schon in seiner einleitenden Grußformel unterscheidet Titus (auf den Du Dich beziehst) ganz deutlich den Vater und den Sohn! Wörtlich: „ . . .und Friede von Gott, dem Vater, und von Christus Jesus, unserem Retter!“ (Elberfelder)

Auch wenn ich mich sehr bemühe  bleibt es mir unverständlich, wieso ein erfahrener Bibelleser eine Aussage formulieren kann, wie Du es in Deinem einleitenden Satz tust: 

  „Er [Jesus]  kam in die Welt mit dem Anspruch, Gottes Sohn, damit Gott selbst und der von den Propheten des Alten Testaments verheißene Messias zu sein“

Korrekt ist Dein Hinweis, dass er beanspruchte Gottes Sohn und der im AT vorhergesagte Messias zu sein.

Aber absolut unkorrekt ist die Darstellung, Jesus hätte beansprucht Gott selbst zu sein.

Das genaue Gegenteil ist der Fall. Und besonders tragisch ist, dass Dir die drei folgenden Aussagen von Vater und Sohn gut bekannt sein werden. 

Warum ignorierst Du sie?  (Und viel andere)?

  • Johannes 5:30 „Ich [Jesus] kann nichts von mir selbst tun; so wie ich höre, richte ich, und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat“

  • Johannes 6:38 „. . .denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht dass ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.“

  • 2.Petrus 1:17 „Denn er [Jesus] empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit, als von der erhabenen Herrlichkeit eine solche Stimme an ihn erging: "Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe." (der treue Petrus zitiert Matthäus 3:17) 


Alles Zitate aus der Elberfelder Bibel - und zwei Dutzend weitere mit gleicher Aussage gibt es außerdem.


Es ist eine Frage der Aufrichtigkeit, ob man diese Wahrheiten akzeptiert. Unserem Erlöser aber zu unterstellen, er habe beansprucht „Gott selbst zu sein“ ist eine Verleumdung. 
Versuche Dir bitte einmal vorzustellen, Du würdest ihm - dem Sohn - persönlich gegenüberstehen und ihm diese Unterstellung vorhalten?! 
Ganz sicher würde er ähnlich reagieren, wie er das laut Lukas 4:8 schon einmal tat: „In den Heiligen Schriften heißt es: ›Vor dem Herrn, deinem Gott, wirf dich nieder, ihn sollst du anbeten und niemand sonst!“ (Diesmal aus der Gute Nachricht Bibel)

Denke bitte darüber nach. 
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Antwort
von Abundumzu, 31

Hallo snatascha,

um es gleich vorab zu relativieren: Dein Zitat stammt von dem Theologen Dietrich Bonhoeffer, es ist kein Zitat aus der Bibel.

Eine der Infos, die „dahinter steckt“ -  und die mir sofort ins Auge fällt   -  ist diese: Die Aussage in ihrer Gesamtheit stimmt mit der Bibel nicht überein.

Der erste Satz über die sich „austobende Welt“ ist ohnehin Philosophie.

Die darauf folgende Kernaussage, dass Jesus „der Welt ihre Sünden vergibt“ ist ungenau und deshalb irreführend. 

Nach Matthäus 20:28 ist „der Menschensohn nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele“. (Luther)  Schlussfolgerung aus dieser Aussage: Jesus gab sein Leben zur Erlösung für Viele - keines falls für alle!

Jesus selbst erhärtet diese Verständnis unzweideutig in seiner Bergpredigt:

„Nicht jeder“, sagt er dort, „der zu mir sagt: ›Herr, Herr!‹, wird ins Himmelreich kommen, sondern nur der, der den Willen meines Vaters im Himmel tut.“

Zu all jenen, die daraufhin einwenden, dass sie in ihrem Leben  - ihrer Meinung nach -  Beachtliches im Namen Christi geleistet hätten, antwortet Jesus im Vers 23:   „Dann werde ich zu ihnen sagen: ›Ich habe euch nie gekannt. Geht weg von mir, ihr mit eurem gesetzlosen Treiben!“ (Matthäus 7:21-23 Neue Genfer Übersetzung

Beachte bitte: Das Letztere sagt er zu „Christen“  -  aber zu solchen in Anführungsstrichen. 

Aus dieser Klarstellung ergibt sich eine weitere Info, die „dahinter steckt“ - und die ist ernüchternd:

Jesus betete: "Mein Vater, Herr über Himmel und Erde! Ich danke dir, dass du die Wahrheit vor den Klugen und Gebildeten verbirgst und sie den Unwissenden enthüllst“ (Matthäus 11:25 Hoffnung für alle)

Zwar weiß ich nicht, ob Du das hören wolltest - aber so ist es nun einmal., wenn einem an der Wahrheit gelegen ist.

Alles Gute
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Kommentar von AlbatrossFLIGHT ,

Mal wieder eine ganz hervorragende, typische abundumzu- Antwort. Schlagende Beweise, umfassend beantwortet. Danke, so etwas liest sich gut und stärkt.

Antwort
von vicedry, 56

Jesus Christus ist der Sohn Gottes, Gott selbst. Er ist auf dieser Welt erschienen um Versöhnung zu schaffen zwischen uns und Gott. Denn mit Sünden können wir nicht zu Gott kommen, denn Gott hasst die Sünde. Also kam Jesus und nahm die ganze Sünde der Welt auf sich. Jede Sünde die getan wurde und noch getan wird, damit wir zu Gott kommen können wenn wir möchten.Am Leib Jesu austoben = Alle Sünden ihm übergeben die wir getan haben.Jesus vergibt der Welt die Sünde wenn du sie ihm anvertraust und darüber buße tust, um Versöhnung zwischen den Menschen und Gott dem Vater zu schaffen.

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