Hallo, ich wüsste gerne ab wann Altersvorsorge absolut verpflichtend ist und unter welchen Vorraussetzungen. Vielen Dank schon mal für eure Hilfe.
Altersvorsorge, ab wann ist so etwas verpflichtend
Antworten (7)
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NiklausNiklaus
Die einzige Altersvorsorge die ÄPflicht ist die gesetzliche Rentenversicherung.
In Deutschland ist die Altersvorsorge in drei Schichten aufgebaut. Aber Achtung: Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Es ist ein großer Unterschied, ob jemand eine Rürup-Rente, eine Riester-Rente, eine betriebliche Altersvorsorge eine privat Rentenversicherung oder einen Fonds-Auszahlungsplan abschließt. Jede der Versorgungsarten hat unterschiedlich hohe Aufwendungen um die gleiche Nettorente zu erzielen. Dies ist abhängig von der Art der Arbeit, selbständig oder angestellt, ob er über oder unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt, welchen Familienstand er hat, der Anzahl der Kinder, der Höhe des Einkommensteuersatzes und der Form der Krankenversicherung, gesetzlich freiwillig gesetzlich oder privat.
Alle Versorgungsformen sind sowohl in der Einzahlungsphase wie in der Rentenphase unterschiedlich besteuert. Die größten Auswirkungen entstehen aber ab Beginn der Rentenphase. Die Besteuerung und die Krankenversicherung wirken sich hier enorm aus. Um eine gleiche Nettorendite nach Steuern und Krankenversicherung in allen Vorsorgearten zu erzielen, hat man unterschiedlich hohe Aufwendungen für seine Rente. Denn es ist schon ein großer Unterschied, ob ich von dem im Angebot errechneten Betrag noch Steuern und ggf. Krankenversicherung bezahlen muss oder nicht. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Erst dann kann man sagen welche Schicht, welche Art der Altersvorsorge optimal ist. Auch Kombinationen können in betracht kommen.
Seit 1.1.2005 gilt das Alterseinkünftegesetz,
- Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente)
- Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente
- Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. –Kapitallebensversicherungen, Investmentfonds, besonders Aktienfondssparpläne sind eine weitere hervorragende Möglichkeit in dieser Schicht Altersvorsorge zu betreiben.
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dangersciolismdangersciolism
Es gibt die gesetzliche Rentenversicherung, siehe Antwort @Detlef32, die private Vorsorge und die betriebliche Vorsorge. Die beiden letztgenannten sind nicht Pflicht, sollten aber selbstverpflichtend sein. Denn die "gesetzliche" reicht vorne und hinten nicht und versteht sich als Grundversorgung. Eigene Vorsorge sollte man früh beginnen, denn dann nimmt sogenannte Zinseszins- und Zeiteffekte mit und kann mit kleineren Happen auch größere Ziele erreichen.
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Dackelmann888Dackelmann888
Wenn Du anfängst Zu Arbeiten.Vergiss nicht Das ist für Dein Alter gedacht.
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PeachmanPeachman
Verpflichtend ist die Altersvorsorge in der gesetzlichen Rentenversicherung unter bestimmten Voraussetzungen, also z. b. als Arbeitnehmer. Ich denke aber, es geht dir um die private Altersvorsorge?
Hier besteht keine "Verpflichtung". Trotzdem wirst du im Alter nur über ausreichend Geld verfügen, wenn du zusätzlich vorsorgst. Wann du anfangen solltest? Möglichst früh, umso eher desto besser! Die Zeit spielt bei der Altersvorsorge/Kapitalaufbau eine sehr wichtige, wenn nicht sogar entscheidende Rolle.
Wenn du mich fragst, dann sollte deine private Altersvorsorge mit dem ersten Einkommen starten.
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Detlef32Detlef32
Pflicht ist es für Arbeitnehmer, also unselbstständig Beschäftigte. Und für Selbstständige die nur für einen Arbeitgeber beschäftigt sind. Und dann gibt es noch bestimmte Selbstständige (Berufsgruppen) wie Hebammen, Krankenschwestern usw.
Keine Versicherungspflicht besteht für sog. 400 Euro Jobs oder Minijobs.
Also wenn Du es für eine bestimmte Situation wissen willst wäre die Schilderung der Situation usw. hilfreich für die Beantwortung der Frage.
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kaliumkalium
Verpflichtend ist die Altersvorsorge nicht. Allerdings gibt es als Angestellte/r und unter bestimmten Voraussetzungen auch als Freiberufler/Selbständiger eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese kann aber Deinen Finanzbedarf im Alter auf keinen Fall allein erfüllen - daher ist eine eigene, private Vorsorge dringend anzuraten.
ABER: Je jünger Du bist, desto länger dauert es bis zu Deiner Rente. Wer weiss schon, was bis dahin alles passiert? Langlaufende Verträge, die Dich zu monatlichen Einzahlungen verpflichten, halte ich daher in den meisten Fällen für nicht geeignet. Lass Dir also nichts aufschwätzen!
Nach meiner Erfahrung fährt man am besten, wenn man sich immer ein wenig selbst um sein Geld / seine Ersparnisse kümmert. Heisst im Klartext: Erstmal einen Notfalltopf für unvorhergesehene Ausgaben aufbauen (3-5 Monatsnettoeinnahmen auf ein Tagesgeldkonto). Alle Ausgaben auf den Prüfstand stellen: Klar soll man sich auch mal was gönnen, aber Luxusartikel müssen bei schmalem Einkommen nicht sein. Wenn das Einkommen steigt, muss auch der Notfalltopf grösser werden. Dann Deine Arbeitsfähigkeit versichern - in den meisten Fällen heisst das Berufsunfähigkeitsversicherung. Die zahlt, wenn Du nicht mehr kannst (wenn man eine gute, geeignete auswählt - leider gibt es nicht so viele davon, wie diverse Testergebnisse uns weismachen wollen). Erst danach kannst Du an den Aufbau eigener Ersparnisse gehen. Immer gut streuen auf mehrere Produkte, mit unterschiedlichem Risiko, mit unterschiedlichen Laufzeiten, damit Du zwischendurch auch ans Geld rankannst, wenn Du etwas brauchst (denk dabei an so einschneidende Veränderungen wie Familiengründung, Hauskauf, aber z.B. auch Pflegefall o.ä.). Regelmässige Kontrolle der Anlagen ist Pflicht - wenn Du das nicht machen magst, musst Du Dir einen fairen, transparent und kompetent arbeitenden Finanzberater suchen, der Dich unabhängig von Provisions- und Vertriebsinteresse langfristig unterstützt.
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