Frage von JohBa, 34

altersschwerhörig?

Moin, ich bin inzwischen etwas altersschwerhörig und mir fällt heute zufällig auf, dass ich einen in der Frequenz ansteigenden - also von tiefen zu hohen Tönen - Sinuston in der Lautheit auf- und abschwellend wahrnehme. Konkret: bis etwa 2 kHz wird´s immer lauter und ab 4 kHz dann wieder leiser. Ist das auch bei normalhörigen Kindern so? Ändern das Hörgeräte, so dass der Ton gleich laut bleibt? Danke für Aufklärung ;-)

Antwort
von torfmauke, 10

Das Gehör verliert sowohl im unteren als auch im oberen Frequenzbereich langsam zunehmend mit den Alter an Empfindlichkeit. Hauptsächlich eigentlich im oberen Bereich.

Während sehr junge Menschen noch bis an die 20 KHz hören können, nimmt diese Fähigkeit mit dem Altern kontinuierlich ab. Während und nach der "Disko-Zeit" ist der Bereich schon meist auf unter 16 KHz geschrumpft.

Das geht dann mehr oder minder kontinuierlich so weiter bis irgendwann auch die Sprachfrequenzen beschnitten werden. Dann kommt die Zeit der Hörgeräte oder man zieht sich zurück.

Gute Hörgeräte lassen sich auf die individuelle Hörschwäche einstellen.

Kommentar von JohBa ,

danke für die schnelle Antwort. Ich muss aber trotzdem nochmal konkret nachfragen: Empfinden also normalhörende  Kinder in dem Frequenzbereich den übliche Hörgeräte abdecken (0,2 bis 8 kHz) den Sinuston als gleichbleibend laut?

Kommentar von torfmauke ,

Wenn es richtig eingestellt wurde, zumindest im fürs Sprechen notwendigen Frequenzbereich. Es hängt natürlich auch von der Qualität der Geräts ab, man sollte nicht unbeding ein Billiggerät wählen. Meine Schwiegereltern haben sich damals von einem obskuren HNO-Arzt direkt Geräte ohne irgendeine Zuzahlung und ohne irgendeine nennenswerte Anpassung andrehen lassen. Nachdem sie sich ein gutes Jahr damit herumgeärgert haben, landeten sie im Sondermüll und sie haben sich vernünftige Geräte beim Hörgeräteakkustiker anpassen lassen. Es war nicht unbedingt billig, aber sie konnten wieder uneingeschränkt am Leben teilnehmen.  Mit einer kleinen Fernbedienung konnte man die Geräte auch in einem gewissen Umfang selber einstellen. Für verschieden akkustische Umgebungen konnte man die Frequenzkurven umschalten, um die Werte anzupassen. Die Lautstärke natürlich sowieso. Wenn Opa seine Ruhe haben wollte, hat er's immer auf ganz "klein" gestellt.

Kommentar von torfmauke ,

Ach ja, ein Gerät mit Fernbedienung ist immer vorteilhaft, das Gefummel an den kleinen Reglern der Billighörgeräte ist für alte Menschen, insbesondere für meinen Schwiegervater damals (Parkinson), zwischen schwierig bis unmöglich. Neben der miesen Qualität war das auch ein Grund meiner Schwiegereltern, sich trotz ihres (kriegsbedingten) Geizes ein gutes Gerät zuzulegen. Gott hab sie selig. Ich gehe davon aus, das die Geräte mit den Jahren noch besser und preiswerter geworden sind, damals kamen die digitalen grade erst auf den Markt.

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