Frage von Zuckerw4tte, 52

Altersdemente Mutter(89) will Haus an eines ihrer 5 Kinder zum Schleuderpreis verkaufen. Verhinderung möglich ?

Fakten: Meine 89jährige Mutter(Witwe) bewohnt die untere Etage ihres 2-Familienhaus, die obere bewohnt mein Bruder (eines von 5 Geschwistern) mit seiner Frau. Ich bin das jüngste aller Kinder und pflege meine Mutter seit 5 Jahren. Bisher wollte meine Mutter nie ein Testament machen, da Sie niemanden bevorzugen wollte und der Meinung war, dies sei nicht notwendig. Nun drangsaliert mein Bruder meine Mutter und macht ihr Angst, im Falle ihres Todes würden alle anderen Erben das Haus verscherbeln und möchte das Haus zu ihren Lebzeiten für kleines Geld (40.000 - 60.000 €) offiziell kaufen. Adäquate Häuser in der Siedlung wurden in der Vergangenheit für € 220.000,-- verkauft.

Da meine Mutter - ärztlich bescheinigt - bereits an Altersdemenz leidet, frage ich mich, ob ein Kaufvertrag zwischen Mutter u. Bruder in o. g. Art überhaupt rechtskräftig werden würde. Eigentlich bin ich schockiert, da meine Mutter sonst nicht vermögend ist und ich - im Falle einer Pflegebedürftigkeit mit Heimunterbringung - das Haus für diesen Fall als Geldwerte Versicherung für meine Mutter angesehen habe.

Meine Schwester u. ich möchten meine Mutter nicht für "unmündig" erklären lassen, was sicher nicht schwierig wäre. Wir möchten meine Mutter nicht erniedrigen. Mir ist auch die 10 Jahres-Regel bekannt. Nichts desto trotz würde ich (und meine Schwester) im Vorfeld einen solchen "zum Himmel stinkenden" Verkauf des Hauses an meinen Bruder verhindern. Gibt es da Möglichkeiten???

Da mein Bruder der einzige Sohn ist, Erstgeborener auch noch dabei, hatte er - seit meine Mutter Witwe ist - immer eine Vorrangstellung. Was er ihr einflüstert, hat (te) immer Gewicht, wenn es noch so abstrus war. Sie hat so für jedes Ihrer anderen Kinder eine Schublade. Dies kann man nun mal nicht ändern. Aber den Verkauf würden meine Schwester u. ich gerne verhindern.

Über fachliche Antworten würde ich mich freuen. Danke im voraus.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von henzy71, 31

Guck mal hier:

http://www.anwalt.de/rechtstipps/sittenwidrigkeit-von-immobilienkaufvertraegen-n...

Ein Hausverkauf zum Spottpreis an deinen Bruder ist wohl sittenwidrig....

Kommentar von Zuckerw4tte ,

Vielen Dank für die flotten Antworten :-)

Kommentar von henzy71 ,

Gern geschehen. Ein Mann tut, was ein Mann kann :-)

Kommentar von henzy71 ,

Danke für den *

Antwort
von peterobm, 33

Ärztlich bescheinigt, wird der Verkauf angefochten werden können. 

Deine Mutter ist trotz Betreuers nicht unmündig. Gewisse Sachen kann Sie halt nur im Einvernehmen des Betreuers vornehmen. Kommt ganz auf deren Berechtigungen an. Das braucht nur die Vermögensvorsorge sein. 

Antwort
von Vanelle, 17
Meine Schwester u. ich möchten meine Mutter nicht für "unmündig" erklären lassen, was sicher nicht schwierig wäre

So etwas geht schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

Unter Umständen kann wegen ihres Gesundheitszustands die Geschäftsfähigkeit eingeschränkt oder abgesprochen werden. Das entscheiden aber nicht (!) Angehörige.

Die Tatsache, dass sie einem Angehörigen ihr Eigentum für einen deutlich geringen Marktwert überlässt, werdet Ihr so lange akzeptieren müssen, wie nicht der Nachweis gelingt, hier wurde eine Situation ausgenutzt, die sie nicht überschauen konnte.

Antwort
von seeberen, 34

so weit ich weiß ist sie nicht mehr rechtskräftig. Wenn dann nur gering die schwerde der Dimenz muss festgestellt werden und dann wäre es anfehtbar.

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