Tatzenrufer am 31.10.2009 um 1:18 Uhr
Hallo,
ich besuche momentan die elfte Klasse eines Gymnasiums und werde am Ende der 13 (hoffentlich) mein Abitur in der Tasche haben. Ich hatte nach meinem Abitur immer vor, etwas zu erreichen. Irgendwie hat sich dann der Gedanke an den Arztberuf in meinen Kopf eingebrannt. Es zeigt sich immer mehr, dass ich absolut von (Human)biologie fasziniert und daran wahnsinnig interessiert bin. Aber auch Zellbiologie, Genetik und Virenforschung find ich spannend. Also dachte ich, käme mich für nach dem Abitur super ein Medizinstudium in Frage. Interessantes Fach, gute Bezahlung und ein guter Job. Jetzt bin ich aber wieder am Überlegen, ob es wirklich das richtige für mich ist oder ob ich nicht etwas anderes studieren sollte. Ich schreibe ebenfalls gerne Texte (Deutsch u. Englisch), finde Erdkunde interessant und bin auch an Teilen von Physik interessiert (Wobei da ein Studium eher weniger in Frage kommt, da ich es nicht so mit Mathe habe) usw. Darum habe ich ein paar Fragen (Eventuell sogar an Studenten, wenn jemand gerade anwesend ist)
Wie extrem ist ein Medizinstudium? Ist es wirklich einer der heftigstens Studiengänge oder ist es (Mit Disziplin) gut machbar?
Welche Chancen habe ich, wenn ich das Studium beendet habe? Hat der Arztberuf Zukunft?
Welche Alternativen zum Medizinstudium kennt ihr, die meine Interessen irgendwie verbinden könnten?
Ich sag schonmal danke. :)

ist mit disziplin gut machbar, wenn man jetzt nicht grade lernprobleme hat.
verdienen tut man aber nicht gut.
und sehr sehr viele ärzte resignieren frustriert wegen der diskrepanz von sehr hoher verantwortung und extremer arbeitsbelastung einerseits bei geringer bezahlung und ständigen mißtrauen von seiten der patienten andererseits.
Wenns irgendwie möglich ist, schau Dir die Berufe mal in der Realität an. Mach Praktika und rede mit den Leuten, die im Beruf stehen. Bei mir war der Zivildienst (den ich im Krankenhaus gemacht habe) entscheidend dafür, Medizin nicht zu studieren! Wenn Dich Humanbiologie interessiert, wäre eventuell Pharmazie (Studium) und dann Forschung auch eine Alternative.

Fleischer
Alphaboy789 am 31. Oktober 2009 01:18 xd

das studium ist nicht das schwierigste aber eben sehr lernintensiv, alternativ kannst du biologie studieren aber mit medizin hast du viel bessere optionen......
Du scheinst eher an der wissenschaftlichen Seite der Medizin interessiert zu sein. Um dich später damit beruflich zu beschäftigen kannst du zwar Medizin studieren, aber als gute Alternativen stünden dir auch Biologie, Biochemie oder Chemie zur Auswahl, soviel ich weiß, alle ohne NC. Ich persönlich halte aber jeden dieser Studiengänge für deutlich schwerer als Medizin.
Als medizinisch tätiger Arzt hast du aber sicherlich die schlechtesten Arbeitsbedingungen. Hohe Arbeitszeitbelastung und relativ schlechte Bezahlung sind zumindest in der Assistenzarztzeit üblich. Wenn du dich später als Facharzt niederlässt, sieht es auch nicht besser aus. Dazu kommt dann noch das unternehmerische Risiko als Freiberufler.
Allerdings hast du als Arzt quasi eine Jobgarantie. Heutzutage kann sich ein Arzt seine Arbeitsstelle meistens frei aussuchen, die Ärztezeitungen bestehen oft zu über der Hälfte aus Stellenangeboten.
Bei Biologen, Chemiker oder Biochemiker sieht es da wohl eher schlecht aus.

So schwer ist des Medizinstudium auch wieder nicht - das kommt denke ich immer auf den Betrachter an. Wenn man sich für ein Thema wenig begeistern kann - dann findet man es auch automatisch schwerer (würde mir jetzt mit Jura so gehen). Vielleicht wäre Mikrobiologie bzw. Molekularbiologie was für dich oder Medizinjournalismus. Oder Physikstudium, aber in der Tat is dort eher Mathe der Hammer als das da Physik schwer wäre - aber ich kenn auch viele Physiker die dann in die Medizinsche Forschung (MRT und so ) eingstiegen sind. Aber der Arztberuf hat schon sehr viel Zukunft - und bietet auch facettenreiche Einsatzmöglichkeiten - viele gehen ja auch na dem Medizinstudium in die Forschung und Pharmazie (find ich persönlich zwar nicht so angebracht, den da könne die gleich Pharmazie studieren und nehmen nicht sinnlos Medizinstudienplätze weg)um da viel geld zu verdienen. Versuche am besten in so viele Berufsrichtungen reinzuschnuppern wie du kannst (Berufs und Bildungsmessen, Praktika, Tag der offenen Tür und Unitage).

Ich sollte eventuell erwähnen, dass die Spaßvögel sich bitte in einer der vielen anderen Fragen austoben sollen. Leider hatte ich dazu im Fragetext keinen Platz mehr. Danke.
chancen hast du, frag mal bei der Agentur für Arbeit