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Alternativen zum Medizin-/Psychologiestudium?

Frage von Textro Textro

Hallo,

ich würde gerne mich auf dem Gebiet Medizin / Psychologie neu orientieren. Allerdings wohne ich zu weit weg von der nächsten Uni-Stadt und habe zwei Kinder im Kiga- bzw. Schulalter. Ein Fernstudium Psychologie gibt es zwar an der Fernuni Hagen, aber da ist keine klinische Psychologie mit eingeschlossen.

Mein Traumjob wäre Psychotherapeut bzw. Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Aber da das wohl - mit 31 Jahren, zwei Kindern und Wohnort nicht in Uni-Nähe - unrealistisch ist, suche ich nun nach Alternativen. Ähnliches Tätigkeitsfeld, optimalerweise auch mit attraktiver Vergütung ;-) Gibt es diese Alternativen überhaupt?! Oder wie kann man doch noch das Studium irgendwie hinbekommen?

Danke für eure Meinungen.

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Antworten (4)

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    Antwort von fraggle16 fraggle16

    da auch die Psychologie mittlerweile in das neue Bachelor-Master-System aufgeteilt ist, wird ebenso wie an der Fernuni Hagen auch an den Präsenz-Unis erst im Master-Studium klinische Psychologie gelehrt.

    Ich habe mich noch nicht belesen, ob für die Ausbildung zum Psychotherapeuten bereits der Bachelor-Titel ausreicht, ich glaube jedoch - kaum.

    sprich: Wenn du Psychotherapeut werden willst, brauchst du entweder ein Psychologie oder SoziologieStudium: 6 Semester Bachelor + 2-4 Semester Master (dieser Studiengang ist an den Unis bis dato in Vorbereitung, da es noch niemanden gibt/geben kann, der einen Bachelor-abschluss in Psychologie hat) danach: 3 Jahre Vollzeit oder 5 Jahre Teilzeit - Ausbildung zum Psychotherapeuten.

    Ärzte studieren 1 Jahr länger (Medizin ist auch grundsätzlich ein Präsenzstudiengang), dafür dauert die Ausbildung zum Psychotherapeuten nach dem Studium aber 1 Jahr weniger (also 2 Jahre inhouse in der Klinik oder 4 Jahre Teilzeit als Weiterbildung neben der Arbeit). Da ein Arzt aber Facharztpflichten hat, um sich ärztliche niederzulassen, braucht er insgesamt eigentlich trotzdem die 5 Jahre (FA-Ausbildung für Psychosomatik und Psychotherapie als Beispiel)

    Wenn dir das alles zu lange oder zu viel ist, gibt es auch die Möglichkeit Psychotherapeutin HP zu werden - nach den Regelungen, die für Heilpraktiker gelten.

    Hier kann zwar die Möglichkeit der Fernausbildung und der Kürze der Ausbildungszeit erstmal toll wirken 7 Monate Vollzeit, 30 Monate Wochenendstudium, jedoch sind Psychotherapeuten HP nicht Kassenzugelassen, sprich: Patienten müssen grundsätzlich aus ihrem eigenen Portemonnaie zahlen, was in kleineren Städten auch dazu führen kann, dass man wenige bis keine Klienten findet :(

    http://www.akademie-fuer-ganzheitsmedizin.de/kleiner-heilpraktiker.html

    Kommentar von Auskunft AuskunftAuskunft

    Wenn du Psychotherapeut werden willst, brauchst du entweder ein Psychologie oder SoziologieStudium

    Mit einem Soziologie-Studium kann man Psychotherapeut werden??

    Kommentar von Tilvur TilvurTilvur

    Nein, kann man nicht.

    Kommentar von fraggle16 fraggle16fraggle16

    nein, hab mich falsch erinnert, du kannst nur mit einem Studium der Sozialpädagogik oder Pädagogik allgemein zum Kinder- und Jugendpsychotherapeuten ausgebildet werden.

    Zu einem psychologischen Psychotherapeuten für Erwachsene bedarf es in D tatsächlich dem abgeschlossenen Psychologie oder Medizinstudium.

    Kommentar von Kristall08 Kristall08Kristall08

    In Anbetracht der Tatsache, dass bei den niedergelassenen Psychotherapeuten die Wartezeiten immer länger werden, gibt es erste Ansätze der Krankenkassen, auch die kleinen Heilpraktiker zuzulassen. Insofern mag das schon eine Alternative sein. ;-)

    Kommentar von Auskunft AuskunftAuskunft

    Psychisch kranke Menschen sollen zu medizinischen Laien geschickt werden?
    Das ist alles andere als eine Alternative und wird hoffentlich nie auf Kosten der Beitragszahler von den Krankenkassen anerkannt.

    Kommentar von corneascretch32 corneascretch32

    Psychologische Psychotherapeuten sind auch fast Laien auf dem Gebiet der Medizin. Die Frage ist wie viel medizinischs Fachwissen notwendig ist um eine psychische Störung zu behandeln. Leider weiss man ohnehin noch nicht viel über die somatischen Grundlagen von seelischen Leiden. Vielmehr gibt es nur grobe Evidenz dafür was helfen kann und was nicht. Und dann ist für den Patienten natürlich maßgeblich, was die Kasse zahlt.

    Kommentar von Auskunft AuskunftAuskunft

    Psychologische Psychotherapeuten haben im Gegensatz zu Personen, die einen "kleinen Heilpraktiker" haben, ein abgeschlossenes Hochstudium der Psychologie mit bestandenem Examen hinter sich und entsprechende Kenntnisse.

    Heilpraktiker sind nicht nur medizinische, sondern in diesem Fall auch psychologische Laien ohne geregelte Ausbildung.

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    RatgeberHelden Antwort von Mandava Mandava

    Man kann dir da nicht viel raten. Da du den Wohnort nicht wechseln kannst bleibt dir ja nur ein Fernstudium. Medizin kann man nicht per Fernstudium absolvieren also fällt das schonmal komplett raus. Psychologie geht in Hagen, ob es das noch woanders als anerkanntes Fernstudium (und nicht nur als Zusatzkurs oder Weiterbildung) gibt weiß ich nicht, aufrgund meiner bisherigen Recherche würde ich aber eher sagen: Nein.

    Es gibt natürlich noch so Mischstudiengänge wie Wirtschaftspsychologie, aber ob man die als Fernstudium absolvieren kann...also da würde ich dir eher zur Fernuni Hagen raten, damit kannst du dann später noch am meisten mit anfangen, zB indem du dich im Master spezialisierst (sofern du dann nicht mehr auf ein Fernstudium angewiesen bist)

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    Antwort von surfer1 surfer1

    mir (32) geht es auch so - und ich habe leider auch noch keine Lösung dafür gefunden. Einerseits will ich den Beruf gerne ausüben, andererseits nicht nochmal soooo eine lange Ausbildung machen. Mit anderen Worten: Ich habe eigentlich keine Antwort auf Deine Frage...

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    Antwort von BingoChrizzy BingoChrizzy

    Wie wäre es denn, wenn du www.Wirtschaftspsychologie-studieren.de würdest? Käme das in Frage? Hat halt weniger mit dem Helfen bei menschlichen Krankheiten, als vielmehr mit psychologischen Aspekten z.B. in Werbung und Personalwesen zu tun.

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