Frage von snatascha, 16

Alternativen seine Meinung zu äußern?

Damals gab es ja die Zensur und Schriftsteller wurden ja bestraft indem sie sich z.b gegen die region gestellt haben liegt es villt daran dass die Schriftsteller ihre erzählungen ironisch satirisch verfasst haben, damit der Zensor diese nicht versteht und somit nicht zensieren konnten, oder liege ich falsch?

Antwort
von authumbla, 5

Die Ironie und die Satire waren und sind bis heute tatsächlich Stilmittel um in repressiven und diktatorischen Systemen an die Leser heranzutreten und dabei möglichst unbehelligt zu bleiben.

Das klappt nicht immer, aber in jüngster Vergangenheit hörte man oft von türkischen Regimekritikern, die sich der Satire kunstvoll bedienen und Gehör finden. 

Da sit das von Böhmernann verfasste Schmähgedicht/ die Satire nur ein grober Klotz dagegen.

Es gab aber auch noch eine andere, subtile Art, gegen die "verordnete" Meinung zu verstoßen, wie es zum Beispiel von Kirchenkritikern im Mittelalter angewendet wurde:

Einige kluge Köpfe haben ihre Kritik in einen "Gottesbeweis " gekleidet, um nicht gleich von der Inquisition heimgesucht zu werden.

Und innerhalb dieses "Beweises" hat man dann geschickt die Leser zum "Selberdenken" ermuntert. Bis es die Kirche gecheckt hatte, war es dann schon zu spät...

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