Nach meiner Meinung ist die Behandlung mit Globuli ein veraltetes Prinzip, das keine wissenschaftliche Basis hat. Es hat allenfalls einen Placebo-Effekt.
Die Bereitschaft die Mandeln heraus zu operieren, ist bei Ärzten teilweise recht groß. Ob das dann immer sinnvoll ist, ist gar nicht so sicher. Böse Zungen behaupten, dass Ärzte ganz gern finanziell davon profitieren.
In der Frage steht zwar, dass der gewünschte Effekt nicht eingetreten sei, es steht aber nicht, welcher Effekt gewünscht war. Eine Indikation zur Entfernung der Mandeln sind gehäufte Anginen, wenn die Mandeln stark zerklüftet sind, so dass die darin enthaltenen Infektionsherde vom Immunsystem nicht mehr bekämpft werden können.
Ansonsten sind die Mandeln ja ein lymphatisches Organ, das der Infektionsabwehr dient und damit durchaus auch wichtig. Wenn jetzt Zweifel an der Notwendigkeit der Operation bestehen, empfehle ich das Einholen einer zweiten Meinung. Interessant ist doch die Frage, was erreicht werden soll und ob es eine ausreichende Sicherheit gibt, dass durch einen Mandeloperation diese Ziele wirklich erreicht werden können.
Sie ist desöfteren erkältet, hat öfters Krupp-Anfälle, die aber auch noch der Mandelteilentfernung nicht besser wurden oder weg waren. Man sagt ja auch, dass Krupp-Anfälle mit Beginn der Schulzeit (in etwa) von selbst verschwinden. Der HNO-Arzt sagt, es läge an den großen Mandeln!
Krupp ist die volkstümliche Bezeichnung für Diphtherie.
Dem ähnliche Anfälle nennt man Pseudokrupp.
Bei allen über 20 kleine Patienten, zu denen ich wegen immer wieder auftretenden Pseudokrupp-Anfällen um Rat gefragt worden bin, war der erste Anfall beim ersten banalen Infekt nach einer Diphtherie-Impfung aufgetreten.
Keines hat nach der isopathischen Behandlung mit der Diphtherie-Nosode je wieder einen Pseudokrupp-Anfall erlitten.
Daher komme ich zu dem Schluss, dass durch die Diphtherie-Impfung ein, wie ich es nenne, Reaktionsengramm geprägt wird, welches dazu führt, dass der Körper auf minimale Reize in der Luftröhre mit Pseudokrupp-Anfällen reagiert.
Dieses Reaktionsengramm kann aber durch eine Behandlung mit der Diphtherie-Nosode gelöscht werden.
Wenn die Kinder das Schulalter erreicht haben ist ihre Luftröhre so weit geworden, dass es nicht mehr zum Anfall kommt sondern nur mehr zu Würgegefühlen, die zeitlebens anhalten können, solange bis sie mit der Diphtherie-Nosode davon befreit werden.
Aber das hat restlos gar nichts mit der Größe der Mandeln zu tun. Das weiß allerdings der HNO-Arzt noch nicht, weil er solches nicht gelernt hat.
Ich hatte im Kleinkindalter Pseudokrupp - und wurde nie gegen Diphtherie geimpft.
Und für diese Behauptung gibt es wie immer nicht den geringsten Nachweis. Oder hast du das in irgendeiner medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht ? Warum weiß die Fachwelt noch nichts von dieser sagenhaften Heilmethode ?
Nein, ich habe nichts veröffentlicht. Man muss auch nichts über den Ottomotor veröffentlicht haben, um festzustellen, dass ein Kolbenfresser nicht durch Handauflegen geheilt werden kann. Die Geschichte mit dem Veröffentlichen klingt ja gut, es ist ein sog. "Totschlagargument". In der Fachwelt ist sattsam bekannt, dass Diphtherie und Pseudokrupp unterschiedliche Krankheitsporzesse sind. Die Nosoednhypothesen des Constantin Hering mögen 1830 berechtigt gewesen sein, inzwischen ist das Wissen über Infektionskrankheiten und deren Behandlung bedeutend weiter entwickelt, zugegebenermaßen noch immer vor erhebliche Probleme gestellt.