Hallo, grundsätzlich einmal unterstelle ich, dass Deine Eltern Dir wirklich etwas Gutes tun wollten. Darüber hinaus ist Dein Vertrag schon 7 Jahre alt und hat daher noch höhere Garantiezinsen als die Verträge, die heute abgeschlossen werden.
Was die Renditen betrifft gilt folgendes. Stell Dir folgende zwei Situationen vor:
a) Du willst in der heutigen Zeit eine Immobilie im Wert von 300'€ besorgen. Dann freust Du Dich sicherlich über die derzeit niedrigen Zinsen für das Darlehen - oder etwa nicht?
b) Du bist heute Kapitalanleger und willst einen Betrag von 300'€ anlegen. Dann willst Du sicherlich mehr Zinsen haben - oder etwa nicht?
Damit möchte ich Dir aufzeigen, dass des einen Freud (Darlehensnehmer) ist des anderen Leid (Anleger). Beides gleichzeitig geht also niemals. Gleichzeitig hatte und hat die Versicherungswirtschaft immer noch die Aufgabe für eine zusätzliche Altersversorgung zu sorgen. Dabei haben die VR ebenfalls eine Zwickmühle (gesetzliche Regelung) zu beachten: Sie sollen dafür Sorge tragen, dass die ihr anvertrauten Gelder immer erfüllt werden können, anders als man es in den letzten Jahren von den Empfehlungen der Banken her kennt. Diese Sicherheit der dauernden Erfüllbarkeit kostet aber etwas Rendite. Nun frage ich Dich, wo ist die Rendite bei Gold? Gold ist eine reine Ersatzwährung und hängt viel von irrationalen Entwicklungen ab. Alle Verkäufer von Fonds (Gold,Aktien,Immobilien,Waren usw.), in welcher Form auch immer, sprechen sehr gerne von den Renditechancen dieser Anlagen. Wer mehr rendite erwirtschften will hat aber auch ein höheres Risiko, was oft genug vergessen wird zu erwähnen. Dies ist aber eine alte, ja sogar sehr alte Börsenweisheit.
Darüber hinaus gibt es noch eine altbewährte Anlegerregel: NIEMALS seine Altersversorgung oder mehr als 15% seines freien (verlustbaren) Vermögens in diese Kapitalanlagen zu investieren. Was ist denn mit all denjenigen passiert, die ihre Altersvorsorge bei Lehmann-Brothers angelegt hatten? Mit der Altersversorgung sollte man also sehr sehr vorsichtig umgehen, wobei aber nicht alles bei einem Versicherer angelegt werden sollte. Das wäre ebenso töricht.
Ein heutiger Verkauf Deiner Lebensversicherung würde nun erst recht einen Verlust festschreiben, denn gerade nun, wo Du die ganzen Abschlusskosten bezahlt hast und der Vertrag anfängt in die Gewinnzone zu kommen, machst Du alles kaputt. Das hat sich dann wirklich gelohnt - für den damaligen Verkäufer, für den Versicherer und die Verkäufer, die Dir nun die neuen Produkte verkaufen und ihre Provisionen erhalten. Und Dein Gold oder die anderen Anlageformen verkaufst Du dann auch wieder in irgendeiner Notsituation wieder mit Verlust. Das alles zusammen ist dann eine echte Geldvernichtungsmaschinerie die voll zu ausschließlich DEINEN Lasten geht.
Machen darfst Du alles, denn es ist ausschließlich Dein Geld, die anderen profitieren nur von Deinem Wechselwunsch, auch die Policenaufkäufer. Siehe dazu diverse Artikel in der Presse (Google).
Ich finde die Lebensversicherung aber nicht mehr wirklich zeitgemäß. Werde ich einmal arbeitslos werden die Beiträge für max. 1 Jahr gestundet, muss dann alles auf einmal zurückzahlen und wenn ich das (logischerweise dann) nicht kann, wird die Kohle von der Überschussbeteiligung abgewzackt. Das finde ich nicht wirklich Sinn der Sache. Ich finde auch wenn man sich über 30 oder (wie in meinem Falle) 40 Jahre an so einen LV Vertrag klemmt wird man nicht wirklich glücklich mit zumal ich davon ausgehe das ich nicht das rausbekommen werde was ich einbezahlt habe.
Gold wäre da nur einer von mehreren Standbeinen und wenn der Goldpreis steigt dann können mir die Zinsen ja egtl. egal sein da der Gewinnertrag im besten Falle höher ist als der Zinsertrag. Aber stimmt schon, es ist relativ spekulativ.
Danke und Gruß
Falsch, man kann es durchaus auch mit einem höheren Beitrag ausgleichen!