Frage von AnelaAmelie, 141

Alter Hund - ist es Zeit für die Regenbogenbrücke?

Hi zusammen, Also vorweg der Hund meiner Eltern ist 11 Jahre alt und ein Labrador/Rottweiler Mischling. Er hat ab Taile abwärts lauter Beulen die auch sehr hart sind. Er murrt und knurrt bei jeder Bewegung. Er bekommt schon immer Tabletten und Spritzen gegen Schmerzen. Schon seit längerem hat er Probleme mit Treppensteigen aber seit neuster Zeit brauchen wir wirklich STUNDEN um ihn aus den Haus oder ins Haus zubekommen obwohl es nur 3 Stufen sind. Da kann Leckerlie liegen, der Feind kommen oder der beste Freund es nützt alles nichts. Will man ihm hoch helfen, wird er böse weil es ihm auch wahrscheinlich weh tut wenn man ihn dort am Hinterteil anheben möchte bzw er sich bedrängt fühlt. Auch an Bordsteinkanten bleibt er lieber sitzen oder legt sich hin als diese zu überqueren. Mit dem Handy darf man auch keine Fotos mehr machen bei dem Geräusch dreht er immer durch. Das ist auch erst neu. Fressen und trinken ist aber noch alles gut. Nur das was er frisst bleibt nicht immer bei ihm oder kommt dünn wieder raus. Ich würde gern wissen ob ihr meint das es Zeit wird und ob es quälerei ist. Es ist schwer sich zu verabschieden aber das ist doch kein Zustand oder?

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 53

Leider gibt es immer wieder Tierärzte, die "auf Teufel komm raus" Hunde "therapieren" und am Leben erhalten wollen. Ich mußte das bei einem Freund vor einigen Monaten auch miterleben. Seine 15jährige Aussie-Hündin hatte wirklich ihr Leben gelebt, und es war Zeit, sie gehen zu lassen. So sehr er an seinem Hund hing, war auch er davon fest überzeugt. Aber statt die Hundeomi zu erlösen, hat die Tierklinik ihr nachts sich geweigert, die Maus einzuschläfern und ihr noch irgendwelche sinnlosen Spritzen für 120 Euro verabreicht. Der Haustierarzt hat sie dann am nächsten Tag gehen lassen.

Ich an Deiner Stelle würde auch nochmal den Rat eines anderen, objektiven Tierarztes hinzu ziehen. So, wie Du es beschreibst, klingt es alles nicht sehr gut - vor allem für Eure Fellnase.

Und wenn es denn keine Hilfe mehr gibt, dann laßt ihn gehen. Es wird Euch sehr weh tun, aber das wird es nächste Woche und auch nächsten Monat oder nächstes Jahr. Diesen Schmerz könnt Ihr nicht verhindern, nur rauszögern. Nur um welchen Preis? Wenn der Hund wirklich nur noch leidet und kein würdevolles Leben mehr hat, muß man sein Leben nicht "sinnlos" in die Länge ziehen.

Ich wünsche Euch, daß Ihr bald den für Euch alle richtigen Weg finden und die richtige Entscheidung treffen werdet. Viel Kraft dabei!

Antwort
von xttenere, 31

ich würde den Tierarzt wechseln. Es gibt solche, welche sich gerne eine*goldene Nase* verdienen, und auch an schwer- und unheilbar kranke Tiere teure Medikamente verordnen.

So wie du den Hund beschreibst, leidet er, und hat Schmerzen. Trotz der Spritzen und Tabletten. Stell Deinen Hund einem anderen Tierarzt vor, und frage diesen, ob das Leben Deines Hundes wirklich noch lebenswert ist.

Wir als Menschen haben die Pflicht, alles zum Wohl unserer vierbeinigen Freunde zu tun....auch sie gehen zu lassen, wenn ihre Zeit gekommen ist...und nicht, sie um jeden Preis mit Medikamenten am Leben zu halten.

Antwort
von FelixFoxx, 74

Es hört sich nicht gut an, da er anscheinend immer Schmerzen hat. Hol Dir noch die Meinung von Tierärzten ein sowie von Menschen, die den Hund persönlich kennen, aber neutral urteilen können.

Antwort
von DonCredo, 10

Hi! Ich schliesse mich auch aus eigener Erfahrung den Vorrednern an. Unsere Hündin wurde 17 Jahre alt und wir haben immer gesagt, solange sie noch Spass hat und ein hundewürdiges Leben hat helfen wir ihr - und wenn das nicht mehr so ist, dann helfen wir ihr auch, indem wir sie gehen lassen. Für uns hat sich das so dargestellt, dass ein Blick in ihre Augen und das Beobachten ihrer Verhaltensweise uns genau gesagt hat, als es soweit war. Natürlich haben wir das in Absprache mit dem Tierarzt gemacht - man selbst als liebender Hundehalter kann das nicht immer objektiv beurteilen - trotzdem ist es EUERE Entscheidung und so wie Du es beschreibst, sage ich auch, es ist Zeit. Erlöse ihn und wenn der aktuelle Tierarzt nicht mitspielt suche einen anderen. Es ist ja beileibe nicht so, dass Du da aus Bequemlichkeit agierst. Die Entscheidung ist nicht einfach, sei bei ihm wenn es soweit ist - wir haben den Tierarzt nach Hause bestellt und Bonnie durfte in unseren Armen einschlafen ... kriege immer noch Pippi in die Augen, wenn ich dran denke, aber so ist es richtig. Viel Kraft dafür wünsche ich Dir/Euch. Gruss Don

Antwort
von Kleckerfrau, 52

Geht doch mal mit dem Hund zu einem anderen Tierarzt und besprecht das mit ihm.

Der jetzige scheint ja Geld verdienen zu wollen mit den vielen Spritzen.

Es hat nichts mit Tierliebe zu tun wenn man ein Tier so leiden lässt.

Wenn der andere TA sagt, das es besser ist, würde ich den Hund erlösen.

Ich habe nur Katzen , aber ich weiß wie es dir jetzt geht.

Ich musste eine Katze im letzten Oktober gehen lassen.

Antwort
von Weisefrau, 43

Hallo, ich bin ein sehr erfahrener Hundehalter und habe auch schon selber in einer Tieraztpraxis gearbeitet. Ich habe mir alles genau durchgelesen und komme mit bestem Gewissen zu dem Schluss.....

Es ist an der Zeit den Hund gehen zu lassen. 

Antwort
von Virgilia, 9

Ich würde ihn auch gehen lassen, auch wenn es schwer ist. 

Wir haben es bei unseren Hunden bisher immer so gehandhabt: So lange sie raus wollten bzw. überall dabei sein wollten, haben wir sie u.A. mit Schmerzmitteln behandeln lassen. Wenn sie sich aber nur noch zum Lösen rausgeschleppt, offensichtlich starke Schmerzen, ansonsten nur auf ihrem Platz lagen und keine Lebensfreude mehr gezeigt haben, war es Zeit sie gehen lassen. 

Ihr solltet euch einen anderen Tierarzt suchen. Vielleicht könnt ihr ihn auch bei euch zu Hause einschläfern lassen? Unsere Hündin durfte in ihrem Körbchen einschlafen. 

Ich wünsche euch viel Kraft! 

Antwort
von Rosalielife, 47

Was du beschreibst, macht mir das Herz schwer. Das Tier leidet, es quält sich, es zeigt dir mit allem, was es an Möglichkeiten hat, dass das Leben nicht mehr lebenswert und machbar für es ist. Was ist übrig von einem bewegungsfreudigen Hund, der sich bei drei Stufen so lange mühen muss, was ist geblieben von einem schmusetiger, der mit blitzenden Augen sein Herrchen begrüßt?

Es ist Zeit, Abschied zu nehmen. Das klingt grausam, das klingt, als sei es ganz leicht, aber ich kenne es aus eigener Erfahrung, schon der entschluss schmerzt und auch wenn man es genau weiß, dass es richtig und erlösend ist.

Besprich es mit deinen Eltern. Seid ihr euch nicht ganz sicher, macht eine Pro und Contra Liste und fragt den Tierarzt.

Ich wünsche euch die Entscheidung für euren geliebten Hausgenossen und danach Kraft zum Ertragen,und dass sich die Lücke im Herzen langsam wieder schließt.

Antwort
von Larimera, 58

Aus der Gerne und ohne den Hund zu kennen, ist das sehr schwer zu beurteilen...

Was sagt denn der Tierarzt dazu? Da kommt es natürlich wieder drauf an, hab ihr Einen, der lieber Geld verdienen will? Der sagt leben lassen und behandeln... Ist es Einer, dem das Wohl des Tieres über Alles geht, wird er evtl. einschläfern empfehlen.

So ganz aus dem Bauch raus, ohne besondere Kenntnis der genauen Situation, würde ich sagen, lasst ihn in Frieden gehen.....

Kommentar von Kleckerfrau ,

Ich denke auch das der TA Geld verdienen will.

Antwort
von blackforestlady, 43

Vielleicht fährst Du mit ihm zu einer Tierklinik und veranlasst eine Untersuchung. Die können dann entscheiden, was man da machen kann. Vielleicht gibt es da noch eine Möglichkeit und zwar eine OP.

Kommentar von AnelaAmelie ,

er kommt ja nicht mal mehr ins Auto und wie schon erwähnt er will sich nicht helfen lassen. Der Arzt könnte nur zu uns kommen.

Kommentar von Kleckerfrau ,

Dann bittet einen  TA einen Hausbesuch zum machen.

Kommentar von Berni74 ,

er kommt ja nicht mal mehr ins Auto und wie schon erwähnt er will sich nicht helfen lassen.

Dann laßt ihn gehen. :-/

Kommentar von AnelaAmelie ,

Ja, meine Mum sagt nun auch das es Zeit ist. Nur die bekloppten Tierärzte wollen immer noch Geld machen und alles probieren.

Antwort
von Chefelektriker, 35

Wenn es der Hund Deiner Eltern ist,müssen die das mit dem Tierarzt entscheiden,da hast Du nichts zu melden.

Antwort
von Silverhead2010, 58

Nur eine Frage an dich:

Würdest du Schmerzen haben wollen, wenn du alt und gebrechlich bist? Oder würdest du - wenn es das gäbe - eine Spritze oder ein Glas Flüssigkeit mit Zucker schlucken und schläfst dann ein?

Klar ist ein Abschied schwer....aber du wirst deinem Hund nichts gutes tun, wenn er nichts mehr frisst, nicht mehr gassi gehen will und schmerzen hat bei jeder Bewegung.

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