Ein Freund trägt sich mit dem Gedanken, einen alten Hund zu übernehmen. Der Hund ist ein Schnauzermischling, ist 12 und lebt zur Zeit bei einer Familie, die dringend ein neues Zuhause für ihn sucht. Altersbedingt hat der Hund einige Zipperlein: Er leidet unter warmem Wetter, kann nicht mehr gut sehen, hat leichte Arthrose und im fehlt an zwei Pfoten jeweils eine Kralle, ist ansonsten aber laut Halter gesund. Er bekommt Spezialfutter, dessen Kosten etwa 70 Euro pro Monat betragen und täglich eine Schmerztablette. Die Tierarztkosten inklusive der Schmerzmittel lagen laut aktuellem Halter nie über 200 Euro pro Jahr.
Dieser Betrag kommt mir sehr niedrig vor.
Mit welchen Routineausgaben sollte mein Kumpel rechnen? Was gebt ihr pro Monat für euren Hundesenior aus? Sind 200 Euro pro Jahr für Tierarzt und Pillen überhaupt realistisch? Entwurmungen, Entfernung von Zahnstein, Impfungen, Schmerzmittel etc.
Die Fragen, die du stellst, stellt sich mein Kumpel auch. Eigentlich hatte er ein gutes Bauchgefühl bei der Familie und dem Hund, nur kommt es ihm immer mehr so vor, als ob ihm der Hund um jeden Preis schmackhaft gemacht werden soll, und dass der Hund mit jedem Telefonat gesünder dargestellt wird. Da zweifelt man dann auch am Wahrheitsgehalt der übrigen Angaben.
Dass es ein alter Hund werden soll, steht fest. Er hat vor einigen Jahren einen alten Hund gesittet und fand, dass ein Senior gut in sein Leben passt. Auch die Wohnbedingungen sind ideal.
Ach ja, und die Familie hat den Hund vor vier Jahren offenbar geerbt. Jetzt ziehen die Kinder aus, so dass er den ganzen Tag allein wäre ... das ist zumindest die offizielle Version.
Zur Info: Die 200 Euro bezogen sich auf die reinen Tierarztkosten.