Frage von AskYouaQuestion, 38

Alter Bausparvertrag wegen Teilauszahlung nach Ablauf der Sperrfrist nicht mehr prämienbegünstigt?

Hallo, mal angenommen Person A hat einen "alten" Bausparvertrag, also einen Bausparvertrag, der vor 2009 abgeschlossen wurde. Dieser Bausparvertrag wurde sieben Jahre lang bis zum Erreichen des Mindestsparbeitrags bespart und nach Ablauf der Sperrfrist teilausbezahlt. Es wurde lediglich das Guthaben ausbezahlt aber nicht das Darlehen. Der Vertrag wurde nie gekündigt und es besteht noch ein Darlehensanspruch, der jedoch nicht benötigt wird. Seit der Teilauszahlung wurde nichts mehr einbezahlt und auch nichts mehr ausbezahlt.

Nun, ein paar Jahre später, hat Person A einen neuen Arbeitgeber, welcher vermögenswirksame Leistungen zahlt. Person A möchte diese VWL auf den bestehenden Bausparvertrag einzahlen und keinen neuen Vertrag abschließen. Die Höhe der VWL liegt auch unter der des Regelsparbeitrags. Die Bausparkasse verweigert jedoch Person A die Einzahlungen des Arbeitgebers, da der alte Vertrag angeblich wegen der Teilauszahlung nicht mehr prämienbegünstigt ist und will Person A zum Abschluss eines neuen Bausparvertrags drängen.

Person A hat nun natürlich versucht zu recherchieren, ob die Aussage der Bausparkasse so stimmt. A hat bei seinen Recherchen aber nur herausgelesen, dass eine Auszahlung vor Ablauf der Sperrfrist prämienschädlich gewesen wäre bzw. dass nur neue Bausparverträge maximal sieben Jahre prämienbegünstigt sind. Für seinen speziellen Fall (alter Vertrag und Auszahlung nach Ablauf der Sperrfrist) konnte er keine rechtliche Grundlage dafür finden, die besagt, dass weitere Einzahlungen von VWL nicht mehr möglich wären.

Ist die Bausparkasse nun wirklich im Recht oder versucht sie nur, Person A mit allen Mitteln einen neuen Bausparvertrag zu verkaufen?

Antwort
von Kuestenflieger, 23

der alte vertrag ist logisch nicht mehr für VWL geeignet , weil er bereits ausgenützt wurde - auch wenn noch ein restguthaben verblieb .

Kommentar von AskYouaQuestion ,

So logisch finde ich es eben nicht, da die Bausparsumme ja noch nicht erreicht wurde, sondern nur der Mindestsparbeitrag. Auf welche gesetzliche Grundlage kann sich denn die Bausparkasse berufen?

Kommentar von Kuestenflieger ,

Haben sie schon alles durchgelesen was als AGB zu dem Vertrag gehört ? 

Übrigens : Darlehen werden nie ausgezahlt , die werden vom Bausparer abgerufen als Hypothek .

Kommentar von AskYouaQuestion ,

Ich habe die ABB (Allgemeine Bausparbedingungen) durchgelesen, dort wird das Thema VWL nicht angeschnitten, sondern nur das Thema "normale Einzahlungen". "Normale Einzahlungen" werden ja auch nach wie vor akzeptiert aber warum bzw. unter welchen Voraussetzungen VWL-Einzahlungen nicht (mehr) akzeptiert werden, geht aus den ABB nicht hervor.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community