Alte Zeiten damals und heute?

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7 Antworten

Man kann das so oder so sehen. 

Es gibt für beide Blickwinkel Argumente, vor allem, je nachdem, aus wessen Blickwinkel man die Situation betrachtet.

Heute haben viele Menschen gute Jobs und verdienen genügend Geld zum leben. Einige davon haben allerdings außerhalb des Urlaubs fast keine Freizeit. 

Viele Jobmöglichkeiten wurden geschaffen, gerade im Internetbreich; und es gibt immer wieder Möglichkeiten, sich etwas dazuzuverdienen, z.B. mit Werbung auf der eigenen Seite, Verkauf von gebrauchten Sachen über das Netz etc. Viele haben eine Webseite, auf der sie Dienstleistungen oder Waren anbieten, und Kunden, die sie früher so nie bekommen hätten. 

Auf der anderen Seite wurde mit Hartz-IV und Minijobs, Mindestlohn etc. ein System geschaffen, bei dem viele keinen guten Lebensstandard mehr halten können, vom System demotiviert werden, und auch die Ausbeutung für Chefs, die dazu geneigt sind, einfacher wird. Statt eines Vollzeitjobs haben viele zwei oder drei Minijobs. Immer mehr Ältere müssen arbeiten, weil sonst das Geld nicht reicht. Viele können sich von der Rente noch nicht mal ausreichend Lebensmittel leisten und müssen zur Tafel gehen etc.

Was sich aus meiner Sicht geändert hat, ist aber die Tendenz zu einem freundlicheren Miteinander. Ja, es gibt immer noch unmögliche Menschen, die Spaß daran haben, andere zu erniedrigen, sei es privat, auf der Straße oder im Job, aber aus meiner Sicht ist durch das Internet (man dutzt sich, hilft sich gegenseitig etc.) der Umgangston auf der Straße und privat auch freundlicher geworden. Im Beruf kommt es sehr auf die Stimmung an, die der Chef oder die Kollegen vorgeben.

Als Gesellschaft sind wir mMn paradoxerweise sowohl vertrauensseliger als auch misstrauischer geworden. 

Vertrauensseliger: Wie gesagt, die Tendenz zu helfen ist höher, es werden online auch mal Hilfsaktionen geplant, wenn man mitbekommt, dass jemand Hilfe braucht, es wird schon mal etwas verschenkt an andere, die es nötig haben, ohne dass man gleich (immer) Gier und Betrug wittert usw.

Misstrauischer: Man hat trotzdem mehr Angst oder Misstrauen in Situationen, in denen man das früher nicht gehabt hätte. Das trifft vor allem den Umgang zwischen Kindern und ihnen unbekannten Erwachsenen (die manchmal wirklich nur freundlich sein wollen oder einsam sind und gern Kindern zusehen - die Zeiten sind aber vorbei, heute fürchtet man, dass es sich um Pädophile handelt). Das ganze Thema Spam, Abofallen usw. ist sehr präsent, so dass man nicht mehr an Zufälle glaubt (auch, wenn hin und wieder wirklich Menschen private Mails versehentlich an die falsche Adresse schicken. Das wird aber heute nicht mehr zurückgemeldet, da man Spam vermutet).

Etwas anders, das sich seit den 90ern mMn negativ verändert hat, ist die Tendenz, Elektrogeräte nach kurzer Zeit zu ersetzen, weil ein Nachfolger rausgekommen ist. Das war in den 90ern meiner Erinnerung nach noch nicht so präsent. Da hatte man sein erstes Handy, bis es kaputt war oder wirklich "nicht mehr ging" vom Modell her - erste Ansätze zur heutigen Entwicklung - aber heute haben viele das Gefühl, gut funktionierende Geräte ersetzen zu müssen, weil sie nach 4 Jahren "veraltet" sind, weil man Modell 1 gekauft hat und es jetzt schon Modell 4 gibt. Damit wird sehr viel Geld unnötig ausgegeben und Müll unnötig produziert und einige fühlen sich unter Druck, mehr Geld als sinnvoll auszugeben, um mithalten zu können. Z.B. haben nur noch wenige Menschen kein Smartphone. Obwohl einige der alten Handys noch tadellos funktionieren, "muss" es heute ein Smartphone sein und möglichst auch ein einigermaßen aktuelles Modell.

Immer schneller kommen neue Geräte auf den Markt, die man "haben muss". Man hat bspw. eine Laptop und ein Smartphone, braucht aber auch noch ein Tablet (privat).

Dann ist da noch das Thema Cybermobbing, Trolling usw. - das Problem, sich im Internet in sozialen Netzwerken etc. privat zu präsentieren und zu riskieren, dabei seinen Ruf zu verlieren, wenn man entsprechend verfolgt/ dargestellt wird. Das gab es früher noch nicht. Man wollte vor seinem Umfeld gut dastehen, aber nicht vor allen möglichen Bekannten und Unbekannten/ Fremden im Internet. Man hatte als Erwachsener nicht den Drang, sein Leben besser darzustellen, als es ist, um gemocht zu werden (Facebook, Instagram und Co.). Man wäre nicht auf die Idee gekommen, anderen Fotos von sich im unaufgeräumten Schlafzimmer oder gar auf der Toilette zu zeigen - schon gar keinen Fremden. Somit konnte mit dieser Art Info auch kein Missbrauch getrieben werden.

Heute ist die Frage: WIE präsentiere ich mich im Netz, nicht ob ich das tue! Und wie viel zeige ich von meinem Privatleben und wo. Und was mache ich, wenn das negativ auf mein Leben zurückfällt (Stichwort z.B. auch "doxxing", private Infos ins Netz stellen, die dann ggf. genutzt werden, damit der Betroffene seinen Job verliert oder anderweitig belästigt wird).

Das heißt, früher verbreiteten sich Gerüchte und Erlebnisse auch nicht so schnell und umfassend wie heute (Foto/ Nachricht an alle Freunde und ggf. Kollegen, die es weiterschicken, so dass es auch bei Unbekannten landen kann). Wenn man früher etwas Peinliches getan hat oder jemand ein unvorteilhaftes Foto von einem gemacht hat, erfuhren das ggf. die Freunde und im Extremfall Bekannten oder einzelne Kollegen - heute ist der Kreis der Personen, die das erfahren können, fast unendlich groß. Und man kann es ggf. schlecht in Vergessenheit geraten lassen, weil die Infos gespeichert werden. Jugendsünden bleiben somit länger im Gedächtnis, ggf. auch  Fremder.

Das gilt auch für Fotos und Videos der eigenen Kinder und Infos über sie, die sie ggf. später mal peinlich finden bzw. mit denen sie gemobbt werden könnten (wer möchte, dass die Klassenkameraden in der Mittelstufe die eigenen Babybilder oder Videos vom ersten Spinatessen oder sogar vom Töpfchentraining sehen?!).

Man kann nicht sagen, alles wurde schlechter oder alles wurde besser, aber es gibt Personenkreise, für die eher alles schlechter oder besser wurde und es gibt mMn zur Zeit mehr Personen, für die alles wenigstens etwas schlechter wurde. Das gilt insbesondere für alle möglichen Ängste, im Kleinen wie im großen, die oft auch berechtigt sind. 

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Die moderne Technik nimmt viele in Zeitdruck. Durch die vielen neuen Maschinen müssen Menschen viel schneller arbeiten und sind dadurch gestresster. Durch WhatsApp und co. soll man am besten sofort antworten, wieder Stress. Zudem geht durch sowas der direkte Kontakt verloren. Im Grunde liegt es also am meisten an der Technik. Sie ist keinesfalls schlecht, bringt aber so ihre Nachteile mit.

Viele Grüße,
dein StayInLife

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1. Weil du die Vergangenheit idealisierst.
2. Weil du verbitterter und pragmatischer geworden bist.
3. Weil die "früher war alles besser"-Schiene in ist.
4. Weil die Welt nicht still steht, sondern sich verändert. Und da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, wird is früher immer besser gewesen sein.

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Man kann sagen früher war alles besser, die Leute waren besser, die Jugendlichen haben Omas über die Straße geholfen und waren nicht so frech, die Musik war toll und so weiter und so fort. Man kann schön in Nostalgie versinken und so geistlich ganz woanders leben!

Oder aber man schätzt mal die Entwicklungen der letzten 20 Jahre (Eine große Erfindung nutzt du gerade, nennt sich Internet) das die Zeiten sich geändert haben muss nicht immer etwas schlechtes sein! Gute Jobs gibt´s heute genauso wie Sand am Meer, man muss schauen was einem gefällt und man kann sich im INTERNET darüber informieren (Diese tolle Erfindung die es erst Ende der neunziger gab)

Wir haben uns weiterentwickelt, das tut die Menschheit immer, solange sie existiert.

LG


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Früher gab es mehr Jobs, da viele im Krieg gestorben sind. Gerade vor ca. 25 befanden wir uns in einem regelrechten Aufschwung. Nun ist jeder verschuldet und muss mehr ran schaffen als vorher. Was die Folge hat, dass der Chef weniger zahlen kann. Dieses einfache Prinzip kannst du auf alles anwenden. Die Banken und die Überbevölkerung sind daran Schuld und wird uns irgendwann den Hals brechen, wenn es vorher nicht die Atombombe tut

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Früher war alles viel früher. Ansonsten sind die Menschen noch die gleichen. Der technische Fortschritt hat das Leben leichter gemacht z. B. Handy, Smartphon.

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Tja, du hast Recht. Aber ich geh noch weiter zurück 60iger 70iger Jahre. War ein ganz anderer Zeitgeist. Heute ist vieles nur noch so dahingerotzt und leben in einer Ellenbogengesellschaft.

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Kommentar von Rocker73
26.03.2016, 00:34

Was ist denn bitteschön dahingerotzt?

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