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Alte und Junge (wielange sorgt wer für wen)

Frage von rhapsodyinblue rhapsodyinblue

Die Eltern ziehen Kinder groß. Das dauert ca. 20 Jahre, bis halt die Kinder auf eigenen Füßen stehen. Andersherum ein Fall: Eine Frau sorgt seit über 35 Jahren für ihre Eltern. Die Eltern sind beide hochbetragt (fast 90) und müssen versorgt werden. Die Mutter hatte 2 Schlaganfälle im Alter von Mitte 70 bekommen und sitzt seit dem im Rollstuhl. Der Vater hat nun Parkinson. Finanziell ist ein Heim nicht möglich, die Tochter tut es, weil es getan werden muss. Zwar kommt der Pflegedienst ins Haus, die Tochter arbeitet noch halbtags. Das ist mit Sicherheit kein Einzelfall. Abgesehen von der Arbeit, der eigenen Familie kommen doch auf die jüngere Generation noch die Probleme mit den Alten. Diese leben immer länger, müssen auch dementsprechend lange versorgt werden. Bisweilen so lange, bis die Kinder selbst Rentner sind und darüber hinaus. Im Umkehrschluß ist es wohl so, dass die Eltern ihre Kinder nur kurze Zeit betreuen, aber die Kinder unter Umständen sehr lange für ihre Eltern da sein müssen.Gibt es hier auch "Anerkennung" wie zum Beispiel Kindergeld? Dass man ein kleines bisschen Rente für die Pflege bekommt, ist bekannt, aber lächerlich in Anbetracht der geleisteten und noch zu leistenden Arbeit mit allen gesundheitlichen Nachteilen. Sollte es da nicht eine andere finanzielle Anerkennung dafür geben? Und gibt es bereits etwas?

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Antworten (4)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Jas3000 Jas3000

    Ich versteh worauf du hinauswillst, aber eine Lösung gibt es wohl eher nicht. Wir können quasi nur hoffen, dass sich auch mal jemand um uns so gut kümmert wie sich die jetzigen "Kinder" um ihre Eltern. Haben die Eltern wenig Einkommen oder gar keines gibt es die sg. Grundsicherungsrente, evtl. kann man bei der Pflegekasse die zusätzlichen Betreuungsleistungen (100-200 € im Monat) beantragen, aber im Großen und Ganzen wars das dann auch. Klar kann man beim Sozialamt einen Antrag stellen, aber bei Heimaufenthalt werden auch die Kinder und das Häuschen herangezogen, bei ambulanter Pflege vielleicht nicht ganz so stark. Nehm auf jeden Fall Kurzzeitpflegen über die Pflegekassen in Anspruch! ENtweder im Heim oder mit Betreuung zuhause. Das entlastet mal.

    Kommentar von rhapsodyinblue rhapsodyinbluerhapsodyinblue

    Der einzige User hier, der den Sinn meiner Frage verstanden hat. Vielen Dank!

  • 2
    Antwort von seatleon2010 seatleon2010

    Wieso ist ein Pflegeheim nicht bezahlbar? Das wird doch eh zum Großteil von der Krankenkasse gezahlt und den Rest zahlt das Sozialamt (was nicht via Rente gedeckt werden kann), damit die Kinder hierfür belangt werden können müssen diese schon sehr gut verdienen

    Kommentar von rhapsodyinblue rhapsodyinbluerhapsodyinblue

    Das Sozialamt zahlt nur dann, wenn woanders nichts mehr zu holen ist. Ein Häuschen könnte zum Beispiel so lange mit Hypotheken belastet werden und die Tochter oder der Sohn , die darin wohnt, darf es dann abbezahlen (auch von ihrer Rente!)

    Kommentar von seatleon2010 seatleon2010seatleon2010

    Wie schon gesagt, das es soweit kommt passiert in den aller seltensten Fällen.

    Kommentar von rhapsodyinblue rhapsodyinbluerhapsodyinblue

    Zudem geht es auch um den Lebensentwurf. Nicht alle wollen ihre Eltern ins Heim abschieben, was ja auch Vater Staat zugute kommt. Die meisten werden zu Hause betreut.

    Daran spart der Staat, daran sparen die Krankenkassen. Und das sollte den pflegenden Angehörigen zugute kommen.

    Kommentar von seatleon2010 seatleon2010seatleon2010

    Was heißt hier bitte abschieben? Kaum jemand ist (psychisch und vom wissen her) in der Lage Personen zu pflegen die so schwer erkrankt sind! Es gibt mittlerweile tolle Heime und man kann die Personen täglich besuchen, sich kümmern, spazieren gehen usw. Habe einige solcher Fälle in der Familie und damit fahren alle besser als mit der Pflege zu Hause

    Kommentar von CrazyDaisy CrazyDaisyCrazyDaisy

    Der Staat ist kein ominöses abstraktes Gebilde, der Staat sind wir alle. Es steht jedem Bürger frei, sich politisch zu betätigen und den Staat nach seinen Wünschen mitzugestalten.

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    Antwort von Haribosaar Haribosaar

     

    Alt vs. Jung Gab es sie einst nur vereinzelt, so ist in den letzten Jahren immer öfter davon die Rede – Beziehungen zu erheblich älteren bzw. jüngeren Lebenspartnern. Enorme Alterstunterschiede sind in der Promiwelt schon lange kein Tabu mehr, während dies in normalbürgerlichen Schichten häufig noch für Aufregung sorgt. Trotzdem wählen immer öfter Frauen und Männer Partner, die einen erheblichen Altersunterschied aufweisen. Was reizt an alt, was fasziniert an jung?

    Woran liegt der Reiz dieser Beziehungen, sind diese auch beständig oder meist nur von kurzer Dauer? Spielt vielleicht gar Geld und ein mögliches ansehnliches Erbe eine grosse Rolle oder sind die jüngeren Partnerteile in der Beziehung vielleicht gar nur auf der Suche nach einen Vater- bzw. Mutterersatz? Was können in solch einer doch häufig recht ungewöhnlich anmutenden Konstellation für Konflikte auftreten?
     
    Oft sind es die schlechten Erfahrungen, die (vor allem Frauen) mit in etwa gleichaltrigen Partnern gemacht haben, aber auch dass viele jungen Leute nicht wissen, was sie vom Leben erwarten bzw. wollen ist häufig ein Grund einen älteren Partner zu bevorzugen. Ältere Lebensgefährten wiederum haben eine gewisse Reife vorzuweisen und stehen mitten im Leben. Das hohe Mass an Lebenserfahrung sorgt natürlich auch für einen gewissen Reiz bei Jüngeren und sie fühlen sich meist sichtlich wohl in deren Gesellschaft. Ältere dagegen schätzen meist die junge frische Art und empfinden sich selbst gleich um einige Jahre zurückversetzt. Besonders ältere Männer fühlen sich in Begleitung jüngerer Frauen jung, vital und attraktiv.

    Das Alter soll nicht abschrecken

    Problematisch ist am Anfang sicher das Umfeld der «Neuverliebten». Beziehungen zu deutlich älteren bzw. jüngeren Lebenspartnern sorgen anfangs stets für Tratsch und Klatsch. «Der könnte doch dein Vater sein, was willst du denn mit dem?» könnten so typische Reaktionen aus dem Umfeld sein. Ein oft vermuteter Vater- bzw. Mutterkomplex ist laut Studien hier jedoch nur selten der Fall. Doch nicht nur die Gesellschaft kann für Troubles sorgen, auch der eventuell aus dem Alter vorgegebene Interessensunterschied könnte Differenzen herbeiführen. Jüngere sehnen sich häufig noch nach Abenteuer, während Ältere es schon gerne gemütlich mögen. Dies kann in der Freizeitgestaltung erhebliche Turbulenzen mit sich ziehen.
     
    Auch wenn sich viele von uns eine Beziehung mit einem älteren Partner nicht vorstellen können, so beweist uns die Gegenwart jedoch, dass es sehr viele Paare gibt, bei denen die Beziehung wunderbar harmoniert. «Das Alter sei nur eine Zahl und kommt nicht gegen die wahre Liebe an» berichten verliebte Paare mit enormem Altersunterschied. Diese Konstellationen sind häufig beständiger, da es sich um ganz besondere Verbindungen handelt. Nur selten werden Beziehungen solcher Art bereits nach kurzer Zeit gelöst. Natürlich gibt es aber auch immer wieder schwarze Schafe, die es nur auf das Geld des oder der Älteren abgesehen haben, dies sind allerdings wohl eher Einzelfälle. Auch gibt es (meist schon allseits bekannte) ältere Herren, die sich gerne mit jungen Damen schmücken. Ist ein Partner bereits zum fünften Mal geschieden, sollte dies einem immer zu denken geben, ob man selbst wohl der oder die Richtige für diesen Menschen sein kann.

    Schade ist jedoch nur, dass eines nicht ungeachtet bleiben soll: Aufgrund des enormen Altersunterschiedes wird man die Liebe nicht allzu lange geniessen können, da ein Partnerteil sich schon um Jahre früher aus dem Leben verabschieden wird. Es sei denn, man hat das Glück, mit Johannes Heesters verheiratet zu sein. Seine um Jahrzehnte jüngere Gattin kann noch immer die unsagbare Liebe zu ihrem «Jopi», der bereits weit über 100 Lenze alt ist, geniessen.
     
    Als Schlusssatz sei jedoch gesagt: Die Natur gibt uns keine Altersgrenzen vor - dort wo die Liebe hinfällt, dort bleibt sie wohl liegen.

    Kommentar von rhapsodyinblue rhapsodyinbluerhapsodyinblue

    Es geht hier um Betreuung und Pflege zwischen diesen.

    Kommentar von critter crittercritter
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    Antwort von CrazyDaisy CrazyDaisy

    Ich verrate Dir mal was: Die Eltern beziehen in der Regel Rente.

    Kommentar von rhapsodyinblue rhapsodyinbluerhapsodyinblue

    Die Mutter hat keine Rente. Der Vater eine kleine. Das Geld reicht nicht.

    Kommentar von CrazyDaisy CrazyDaisyCrazyDaisy

    Das Kindergeld reicht auch nicht aus, um alleine davon ein Kind großzuziehen...

    Kommentar von rhapsodyinblue rhapsodyinbluerhapsodyinblue

    Ich glaube, du willst nicht verstehen. Die Eltern sind in der Regel jung und stark, wenn sie Kinder bekommen. Wenn die Eltern alt werden, sind die Kinder auch älter geworden, haben selbst Familie. Die Kinder brauchen ihre Eltern ca. 20 Jahre und im Gegenzug sorgen die Kinder viel länger um ihre Eltern, wenn sie hilfsbedürftig geworden sind. Die Menschen werden immer älter.

    Das geht dann in die Jahrzehnte. Meine Nachbarin hat zum Beispiel über 23 Jahre ihre Mutter gepflegt. Selbst ist sie damals schon mit 17 ausgezogen und hat geheiratet. Eine andere hat ihre Großmutter und ihren Vater zu Hause gepflegt. Den Vater hat sie noch. Diese Frau ist nun 72 Jahre alt! Und versorgt ihren über 97-jährigen Vater. Darum geht es hier. Nicht um die Rente oder dergleichen. Die Rente wird nicht mehr für das Heim reichen, das sollte jedem klar sein.

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