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Alte Religionen... Wo sind sie hin?

Frage von Anyura Anyura

Hallo,

ich habe mich neuerdings gefragt, was mit den alten Religionen - zum Beispiel der Griechen, Ägypter, ... - passiert ist. Wieso haben die Menschen aufgehört, an Zeus, Horus usw. zu glauben? Oder gibt es noch Menschen, die Anhänger dieser Religionen sind? Und... könnte den jetzigen Religionen auch irgendwann das Vergessen drohen?

Mit lieben Grüßen,

Anya

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Antworten (26)

  • 12
    Antwort von RealSausi RealSausi

    Nun sind ja auch die meisten der heute noch praktizierten Religionen schon sehr alt. Und gerade die heute noch aktiven haben die Anhänger der von Dir als Alte aufgezählten gerne auch mal unter Anwendung unmittelbaren Zwangs überredet, sich neu zu orientieren. Ekelhafte Sache zumeist.

    Ich hoffe doch, daß wir uns der heute noch aktiven Religionen entledigen können, ohne uns dafür neu aufzubürden. Das wäre echt mal ein Fortschritt.

    Vergessen sollten wir sie nicht, sondern als das abschreckende Beispiel in Erinnerung behalten, daß sie sind.

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    "entledigen" inklusive der Menschen, die daran glauben ?

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Ach, das ist doch nur wirklich zu platt. Ich will mich nicht der Menschen entledigen, ich wünsche mir, daß die Menschen sich der Religion entledigen.

    Diese Anmerkung ist bösartig und unangemessen.

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    Nein. Deine Aussage implementiert genau das. Es gibt nun mal keine Religion ohne die Menschen, die dem entsprechenden Glaubenssystem anhängen. Möchtest Du bei denen allen ganz einfach einen Knopf drücken, dass sie plötzlich zu glauben aufhören?

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Nein. Deine Aussage implementiert genau das.

    Tut sie definitiv nicht.

    Du gibst Dir echt Mühe, mich falsch zu verstehen. Alle Achtung.

    Wenn Du meine Kommentare hier liest, und ich weiß, daß tust Du, wirst Du nicht einen finden, in dem ich andeute, ich wolle Menschen etwas aufzwingen. Mein Bestreben ist es, Menschen so kritisch, so autonom werden zu lassen, daß sie erkennen, daß Religion ein Irrweg ist.

    Diesen Weg muß jeder für sich selbst gehen, da kann man niemanden tragen oder gar schieben. Das wäre auch konträr zu meinem immer wieder auch hier dargelegten Menschenbild.

    Für mich ist der Kern des Menschseins Autonomie. Das Vermögen, aus eigener Kraft und Anschauung für alle Belange des eigenen Lebens Entscheidungen zu treffen und Prämissen festzulegen.

    Ich möchte nicht die Menschen verändern. Ich möchte, daß die Menschen sich verändern. Das sie erkennen.

    Und mein Tun dient lediglich dem Zweck darauf hinzuweisen, welche Fallstricke einem dabei begegnen können.

    Es geht also um die Utopie, daß es irgendwann keinen Menschen mehr gibt, der sich von der Verirrung durch Religion vereinnahmen läßt.

    Nicht weil es die Menschen nicht mehr gäbe, sondern weil sie sich verändert haben.

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    Naja, wenn Du jetzt so eine bestechend menschenfreundliche Rede hältst, dann hinterfrage auf der anderen Seite beim nächstenmal auch Deine Wortwahl, wenns um ein Thema geht, das aufs engste mit dem Herz und dem Leben vieler Menschen verwoben ist.

    Das Wort "entledigen" enthält in diesem Zusammenhang nämlich auch eine kleine Rede, die mindestens sieben Absätze umfasst.

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Das Wort "entledigen" enthält in diesem Zusammenhang nämlich auch eine kleine Rede, die mindestens sieben Absätze umfasst.

    Wie meinen?

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    Ich glaube, wir sollten das besser nicht vertiefen.

    Auf jedenfall will ich es lieber nicht in den Händen der erklärten Religionsfeinde wissen, auf welche Art und Weise dieses "entledigen" von statten gehen soll.

    Stell Dir mal vor, es geht eure Leidenschaft nicht nur (relativ ungefährlich) hier auf der Plattform mit Euch durch, sondern dort, wo politische Entscheidungen zu treffen sind.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    RealSausi ist ein Mensch, und wird nicht immer jedes seiner Worte auf die Goldwaage legen. Wenn er es dann aber nochmal erklärt, sollte auch gut sein.

    Es gibt sie auch so nicht die "Religionsfeinde", sondern, wie ich schon mal betonte, viele Menschen, die sich aus unterschiedlichsten Gründen wünschen, dass man Menschen nicht zum Glauben an eine Ideologie zwingt.

    Wenn dieser Zwang zum Glauben aufhören würde, hätte sich das Thema Religion für die weitaus meisten Atheisten erledigt, weil dann die meisten Menschen mehr oder weniger selber zum Glauben gefunden hätten. Und das wären nicht sehr viele.

    Es geht bei dieser Diskussion um echte Glaubensfreiheit. Die ist aber zum Beispiel bei der Beeinflussung von kleinen Kindern nicht gegeben.

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    "Zwang"...d'accord

    (Es war ja auch nie davon die Rede, dass wir uns der Atheisten "entledigen" wollen)

    Ich halte es da mit riara, wenn er schreibt, dass unsere Kultur ein Konglomerat der verschiedensten Fraktionen und deren wertvoller Beiträge ist. Und diese sollten sich gegenseitig anerkennen.

    Und dass Sausi ein Mensch ist, dass weiß ich. Und noch dazu ein mir sympathischer, dass weiß wiederum er. Ich wollte nur auf die -meines Erachtens nicht unbedenkliche- Eigendynamik eines gewissen Denkens hinweisen.

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    (Es war ja auch nie davon die Rede, dass wir uns der Atheisten "entledigen" wollen)

    Es war bei mir auch nie die Rede davon, daß man sich der Religiösen entledigen solle. Hier ist doch mal ein wenig Differenzierung von Nöten.

    Die Religiösen sollen sich der Religion entledigen. Darum geht es.

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    Hier ist doch mal ein wenig Differenzierung von Nöten.

    Ok:

    Es war ja auch nie davon die Rede, dass wir uns des Atheismus "entledigen" wollen.

    Ich halte ihn für eine nötige Gegenkraft im Raum der Eigendynamik der Religion. Insofern spreche ich ihm eine Existenzberechtigung zu. Hier ist der Unterschied zwischen uns beiden.

    Schon mal von der Waage gehört, wo sich die Dinge im Gleichgewicht halten? Voneinander profitieren und die allgemeine gesunde Entwicklung fördern.

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Schon mal von der Waage gehört, wo sich die Dinge im Gleichgewicht halten?

    Nun, dann werde ich Dein Bild mal etwas strapazieren. Du meinst die Waage wäre im Gleichgewicht. Da müßte man erst mal sehen, was da so drauf liegt.

    Ich möchte einfach, daß etwas fetter Speck herunter genommen wird und mit magerem Muskelfleisch ersetzt sehen. Alles bleibt im Gleichgewicht. Und es wird eine gesündere Mischkost als es vorher war.

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    Ich möchte einfach, daß etwas fetter Speck herunter genommen wird und mit magerem Muskelfleisch ersetzt sehen....gesündere Mischkost.

    Na, das hört sich ja schon um einiges differenzierter, liberaler und demokratischer an.

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Ich würde wohl annehmen wollen, daß man dem Tenor dessen, was ich hier zum Besten gebe, entnehmen kann, daß ich eher nicht ein Demagoge des Schwertes bin.

    Bei aller Vorliebe für Zynismus, gelegentlicher Genervtheit gegenüber den Windmühlen, expliziter Sprache und für manche kruden Ideen geht es mir immer um das Wohl des Menschen. Das allein ist sicherlich kein Ausweis für eine humanisische Gesinnung. Dennoch ist dieser hehre Anspruch mein einziges Credo.

    Es soll doch von mir aus jeder dem Gott huldigen, der ihm kompatibel ist. Unbenommen.

    Wenn es denn nicht immer dazu führte, daß anderen auf die eine oder andere Weise diese Wahl Einiger auf die Füße fällt.

    Wenn Religion wirklich die Privatsache wäre, als die sie m.E. gelten sollte, könnte ich mich entspannt zurücklehnen und milde lächend dem Treiben zuschauen.

    Leider ist die Welt so nicht gestrickt.

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    Dein Statement zur eigenen Person in Ehren. Und ich glaube es Dir.

    Die Welt ist aber auch nicht so gestrickt, wie Du Dir das vorstellst.

    Probleme gibts genug auf diesem Planeten. Das sei unbestritten. Bei mir läuten nur die Alarmglocken, wenn man die Ursache dafür in bestimmten Bevölkerungsgruppen sucht. Und Du kannst den religiösen Menschen nicht ganz einfach von seiner Religion trennen. Sie ist sein Leben.

    Ich bin generell gegen S/W-Denken und Pauschalisierungen. Dahinter verbirgt sich gefährliches Potential. Du brauchst Dich nicht vor den Theisten fürchten. Sie sind ein notwendiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Ebenso wie die Atheisten aus Überzeugung und deren hinterfragende Denkweise.

    Für bekämpfenswert halte ich Anti-Theistisches oder Anti-Atheistisches Gedankengut.

    Kommentar von riara riarariara

    die sich aus unterschiedlichsten Gründen wünschen, dass man Menschen nicht zum Glauben an eine Ideologie zwingt.

    :-))

    Klar, wir sprechen hier vom Erziehungsmonopol, dieses nehmen aber Ungläubige genauso wahr, in jedem Fall ist die Beeinflussung des Nachwuchs eine Tradition die man nicht abändern kann, selbst Hunde oder Katzen indoktrinieren Ihre Kinder...

    Wenn dieser Zwang zum Glauben aufhören würde, hätte sich das Thema Religion für die weitaus meisten Atheisten erledigt, weil dann die meisten Menschen mehr oder weniger selber zum Glauben gefunden hätten. Und das wären nicht sehr viele.

    Hört sich human an, sprichst Du dann den Chinesen oder Russen den freien Willen ab? In China schätzt man den Zulauf christlicher Gemeinden monatlich auf mehrere Millionen...Größtenteils Erwachsene und noch dazu Menschen mit Ausbildung und Einkommen...

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Werter riara,

    wenn du etwas über die Entwicklung der Religionen in China wissen möchtest, kann ich dir aus erster Hand mehr und Differenzierteres erzählen, wenn du denn wolltest.

    Da aber wieder eine bösartige Unterstellung(dass ich Menschen den freien Willen abspreche) gemacht wurde, denke ich nicht, dass ein Dialog möglich ist.

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Oh, an relevanten Fakten dazu wären auch andere interessiert. Ich zum Beispiel. Also immer her damit.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Wenn es riara schafft, den Rand zu halten, und nicht jede meiner Aussagen verdreht, und auch mal schweigt, wenn er etwas nicht genau weiß, mach ich das.

    Sonst gerne privat.

    Kommentar von riara riarariara

    Wenn es riara schafft, den Rand zu halten, und nicht jede meiner Aussagen verdreht, und auch mal schweigt, wenn er etwas nicht genau weiß, mach ich das.

    Freie Meinungsäußerung kommt Dir wie Majestätsbeleidigung vor , ich weiß...:-))

    Kommentar von Zwischenton ZwischentonZwischenton

    Huhu frank - ich bin auch interessiert ;)

    Kommentar von riara riarariara

    :-)

    Ich lese genügend über das Thema, um meine theistische Blödheit einigermaßen zurück zu drängen.

    Schön das Du schon wieder beleidigt bist, dann muss ich mir Deine Belehrungen also diesmal nicht anhören...:-)

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Ich denke nicht, dass deine permanenten Provokationen und Beleidigungen hier von vielen geschätzt werden. Und gleich die zweite bösartige Unterstellung: ich halte Theisten nicht im Geringsten pauschal für blöd, dich aber für eine Plage.

    Und ich werde dem Wunsch von RelSausi und Zwischenton gerne nachkommen...nach der Arbeit.

    Kommentar von riara riarariara

    Da aber wieder eine bösartige Unterstellung(dass ich Menschen den freien Willen abspreche) gemacht wurde, denke ich nicht, dass ein Dialog möglich ist.

    Damit ging es los, nur das ich keineswegs irgendetwas provoziert habe, sondern Du hast den Gläubigen mal wieder generell die Indoktrination unterstellt...

    Deine Dramatik kannst Du Dir sparen, saubere Argumente erzeugen saubere Antworten, Regeln stellst Du nicht auf, sonst mach bitte Dein eigenes Fragenportal auf...

    http://www.china-zentrum.de

    Da kann man einige Fakten über das Thema finden, den Verein kenne ich schon einige Jahre den Newsletter auch. Information ist im übrigen genug über das Thema vorhanden, da brauchen wir keine besonderen Insider-Infos...

    Kommentar von Gritti GrittiGritti

    Hallo Frank, wo gibt es denn heutzutage einen Zwang zum Glauben? Mir ist ein solcher nie begegnet (allerdings könnte sich das noch ändern - aber nicht deshalb, weil Christen das tun).

    Kommentar von waldfrosch waldfroschwaldfrosch

    @Real Sausie

    Ich glaube wir haben dich ganz gut verstanden ;du zwingst keinem etwas auf .natürlich nicht ......du entreisst den leuten lediglich etwas grundlegendes ....das bisschen Glauben das sie sich noch bewahrt haben.

    Kommentar von Zwischenton ZwischentonZwischenton

    Mir kommen gleich die Tränen.

    RealSausi - wenn ich hier für ihn sprechen darf - hält es mit dem Apostel Paulus:

    Prüfet aber alles, und das Gute bewahret. (1. Thess. 5,21)

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Unser Gemeindepfarrer sagte mal von mir, ich sei vom Saulus zum Paulus geworden. Sollte das was dran sein...? :)

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Ich entreiße niemandem was. Und ich zwinge niemandem etwas auf.

    Im Idealfall gelingt es mir vielleicht, jemandem dabei zu helfen, eine Erkenntnis zu finden und eine Entscheidung zu treffen.

    Die Auotnomie der Entscheidung ist für mich viel wichtiger als das Ziel und Inhalt derselben.

    Auch Dir wird es nicht gelingen, mein Ansinnen durch unberechtigte Unterstellungen zu diskreditieren.

    Ich tue niemanden Gewalt an, zwinge zu nichts und fordere nur eins: stelle in Frage!

    Immer wieder. Und lasse Antworten zu, auch wenn sie nicht kommod sind.

    Du hälst mich doch wohl nicht für so naiv zu glauben, ich könne einem von Euch Hardcoretheisten Gott aus dem Herzen reißen? Nicht das ich das wollte, selbst wenn ich es könnte.

    Das ist eine völlig verquere Interpretation dessen, was ich meine. Mir geht es immer darum, daß die Gesellschaft sich aus immer mehr Individuen zusammensetzt, die in sich die Empathie und Autonomie finden, daß sie sich aus freien Stücken nicht für oder auch gegen Religion entscheiden.

    Aber diesen Schritt kann, will und darf niemand einem anderen abnehmen.

    Das gilt aber auch anders rum. Und da haltet Ihr Euch eben nicht dran, wenn schon Kinder mit Religion indoktriniert werden. Ein Kind ist zu einer solchen autonomen Entscheidung nicht fähig, sondern unterwirft sich dem von Bezugspersonen vorgelebten und vor gesprochenen Inhalten.

    Damit entreißt ihr dem Menschen etwas Grundlegendes. Nämlich das Recht eine eigenständige, unbeeinflußte, freie Entscheidung zu treffen.

    Diesen Respekt vor dem autonomen Menschen als in seiner Individualität Inhaber unveräußerlicher Rechte auf subjektive Selbstbestimmung laßt Ihr vermissen.

    Diese Unrecht treibt mich immer wieder an, mich mit Euch hier auseinanderzusetzen.

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    wenn schon Kinder mit Religion indoktriniert werden

    Ihr Heuchler, ihr missbraucht Kinder aufs erbärmlichste für Eure Zwecke und werft den Religiösen Indoktrination vor. Ich kann nur lachen (und weinen).

    http://www.youtube.com/watch?v=4cgJgnG9YzY

    Und dann redet ihr von autonomer Entscheidung. Ich muss k0tzen...

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Ich bitte um etwas Mäßigung bei der Diskussion!

    Kommentar von Zwischenton ZwischentonZwischenton

    Und was, killboy, ist an der Aussage des Videos falsch?

    Dass Gott die Welt nicht erschaffen hat oder dass sich Kinder nicht von Kreationisten für dumm verkaufen lassen?

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Zum Video, KillYourTv: Wie viele proreligiöse Bücher und Videos mit Kindern glaubst du, dass es gibt, und wie viele, die den Spieß umdrehen?

    Das kleine Ferkel und Susi Neunmalklug sind zumindest in Deutschland allein auf weiter Flur und stehen Tausenden und Abertausenden von proreligiösen Schriften für und mit Kindern entgegen. Vielfalt sollte schon ausgehalten werden.

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    Dann lasst den Gutmenschen im Halfter stecken. Und redet nicht davon, dass ihr Kinder nicht genauso mit Eurer Lebensphilosophie beeinflussen wollt, wie das religiöse Menschen tun. Und das Video ist nicht wegen seiner wissenschaftlichen, sondern wegen seiner philosophischen Inhalte zu kritisieren.

    "Religiöse Indoktrination." Ich kann nur lachen. Die Indoktrination der Kinder findet durchs Fernsehen und durchs Internet statt. Und das ist wahrhaft nicht religiös. Ich glaub ihr verkennt ein wenig, wo der Feind steckt. Und dieses scheinheilige Getue von wegen "wir evangelisieren nicht, nein, nein, wir regen nur zum Nachdenken an und "wie wollen ein Kind auch zu der freien Entscheidung führen, an einen Gott zu glauben oder auch nicht" ist doch nur aufgesetztes BlaBla. Natürlich wollt ihr beeinflussen! Natürlich wollt ihr die Menschen zu Eurer "Guten Nachricht" hinführen.

    Das ganze ist so lächerlich, dass ich an den anti-theistischen Aggressions-Bolzen Nr.1 hier, D., denken muss, die mir doch wahrlich glaubhaft machen wollte, die Kinder hätten ein gestörtes Verhältnis zur Sexulität wegen der Kirche, die ihnen das einimpfe. Mein Verweis darauf, dass die wahre Gefahr, Kindern ein gestörtes Verhältnis zur Sexualität einzuimpfen, eigentlich von der Pornoindustrie ausgeht, die mit ihrem perversen Dreck die Handys der Kids überflutet, wurde weggewischt als unwesentlich. Denn hier dreht es sich ja auch nicht um einen religiösen Feind. Nein, die Leute, die hinter solchen Machenschaften stecken sind definitiv keine Gläubigen. Könnt ihr mir folgen?

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Nicht "Gutmensch" sagen, KYT, bitte nicht. Und komm wieder runter. Das Video ist zu harmlos, um sich darüber aufzuregen.

    Und den Pornovergleich hättest du auch besser steckengelassen.

    Wenn du übers Video diskutieren willst, gerne. Im Prinzip ist aber das "Gutmensch"-Schreien die Disqualifikation. Nicht nur hier.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Und dann hätte ich mich gefreut, wenn du dich zum Verhältnis: Proreligiöse Propaganda für Kinder - Religionskritische Propaganda für Kinder, das ich angesprochen habe, geäußert hättest.

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    @ killyourtv

    Auhauerha, da gehen aber gerade sämtliche Gäule mit Dir durch.

    Die Evolutionslehre ist keine Philosophie. Und Bildung keine Indoktrination. Evolution und Schöpfungsmythos sind nicht zwei Seiten einer Münze, sondern sich einander ausschließende Weltsichten.

    Wisch Dir den Schaum vom Mund und komm wieder auf den Boden der Sachlichkeit zurück. Das steht Dir echt besser.

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    Proreligiöse Propaganda für Kinder - Religionskritische Propaganda

    Ihr behauptet, dass ihr über solches erhaben seid. Ihr tut jedoch nichts anderes, als was ihr der Gegenseite vorwerft.

    Evolutionslehre

    Nicht das Lehrern der Evolutionslehre kritisiere ich, sondern das subtile Verknüpfen mit Lebensphilosophien.

    So, Schaum ist abgewischt.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Ok, aber bitte lass das "Ihr". "Wir" Atheisten sind zu verschieden, und außerdem habe ich nicht verlauten lassen, dass ich das Video(was zu einem Buch gehört) gut finde.

    Ich finde die Idee gut, aber die Umsetzung fragwürdig. Und ich habe zwei Mal Propaganda geschrieben, aus gutem Grund.

    Es ist aber auch aus meiner Sicht notwendig, Kinder beim selber Denken zu stärken, damit sie nicht irgendwas glauben müssen. Es gilt wie immer: Wer nichts weiß, muss alles glauben!

    Selbstbewusstsein und Wissen sind eine gute Immunisierung gegen jede Art von Indoktrination.

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    Ok, und ich möchte mich für die Beleidigung mit "Gutmensch" entschuldigen.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Danke, damit hast du einen gut bei mir. Außerdem zweifle ich nicht daran, dass du wirklich diskutieren willst. Das freut mich.

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    Naja, eigentlich hab ich mich wirklich gefreut, dass von beiden Seiten das Diskussionsniveau so verhältnismäßig gut war heute. Und dann zuck ich selber aus...

    Vielleicht sollte ich wieder ein paar Tage was anderes tun.

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Ihr Heuchler,

    Wen meinst Du damit? Hast Du im Abspann des Filmchens einen unserer Namen gesehen?

    Ich finde diese Video auch eher ungeschickt, weil eben auch die Susi so klug nicht ist, zu wissen, warum sie diese Rolle zu spielen aufgefordert wurde.

    Wenn es aber um den Inhalt geht ist Deine Empörung völlig fehl am Platze. Es werden kindgerecht Fakten vermittelt, deren Relevanz über jede Diskussion erhaben ist. Natürlich muß Kindern die tatsächliche Lehre von der Entstehung der Welt gelehrt werden.

    Das dies, wie hier geschehen, auch im direkten Gegensatz zum Schöpfungsmythos geschehen muß, ist doch lediglich eine direkte Folge der Tatsache, daß Kindern tatsächlich die Schöpfungsgeschichte unkritisch vorgetragen wird. Das habe ich seinerzeit selbst im Kindergottesdienst so gemacht. Mit Material, das bundesweit in evangelischen Gemeinden Verwendung gefunden hat.

    Und an ca. 90 staatlich geförderten Schulen wird das auch im Unterricht gelehrt.

    Dem ist doch entgegen zu treten. Das ist ein völlig anderes Kaliber als wenn ein Kind erkennt, daß der Vater unter der roten Kutte steckt.

    Und dann redet ihr von autonomer Entscheidung. Ich muss k0tzen..

    Nun komm mal wieder runter. Willst Du ernsthaft das Lehren der Evolutionslehre als Indoktrination bezeichnen?

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Und da wir schon mal dabei sind: etwas Werbung für den internationalen Atheistentag in Köln vom 25-27 Mai, an dem auch Schmidt-Salomon teilnimmt, unter dem Titel:

    "Die atheistische Perspektive: national, regional, global"

    Ich würde mich freuen, ein paar Interessierte von hier dort zu treffen.

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Gleichfalls, RealSausi.

    Zu China: Es ist richtig, dass die christlichen Kirchen regen Zulauf zu verzeichnen haben.....aber.....das gilt für sämtliche präsenten religiösen und pseudoreligiösen Bewegungen. Die Christen reden aber im allgemeinen nur von ihren Zuwächsen, und z.B. nicht von der massiven Rückkehr des Buddhismus, der sich zum Beispiel darin äußert, dass im Shanghaier Becken, in dem ich unterwegs war, ca. 70 % der während der Kulturrevolution in ländlichen Gebieten zerstörten Tempel wieder aufgebaut wurden, und jeden Monat neue dazukommen(Ich habe da ein paar interessante Fotos geschossen)

    Die Christen sind eher ein Randphänomen, und was auffällig ist, ist die Tatsache, dass hauptsächlich alte und kranke Menschen für das Christentum anfällig sind. Ich habe in mehreren Dörfern mit den Menschen über Religionen sprechen können, und immer wieder gehört, dass die Christen sich nur um sich selbst kümmern, sowie wenig bis nichts zur Dorfgemeinschaft beitragen. Sie haben einen sehr schlechten Ruf unter den mehrheitlich buddhistisch eingestellten Dorfbewohnern.

    Also habe ich einige bekennende Christen aufgesucht, um mir selbst ein Bild zu machen, und festgestellt, dass das Christentum von den Menschen absolut pragmatisch gesehen wird. Christ zu sein ist nur selten eine Familienangelegenheit, sondern es ist eine Art letzter Versuch, sich zu retten, wenn man alt und krank ist, oder sonstige Probleme hat. Und das Gefühl zu den Auserwählten zu gehören ist auch sehr stark, was zu einem merkwürdigen Verhalten gegenüber den Buddhisten führt. Als vermeintlicher Christ durfte ich mir des Öfteren Geschichten anhören, wie blöd die Andersgläubigen sind, und dass sie im Höllenfeuer braten werden.

    Die Buddhisten sind da weitaus toleranter und wünschen niemandem etwas Böses. Die Christen halten sie aber, wie gesagt, durch die Bank für unsoziale Gestalten, was auch wegen des sich selbst isolierenden Verhaltens als vermeintlich Auserwählte verständlich ist.

    Ich weiß noch nicht, ob ich zu dem Thema noch was publizieren werde, hätte aber Lust und Gelegenheit dazu. Wenn ichs in nächster Zeit schaffe, sage ich bescheid.

    Kommentar von Zwischenton ZwischentonZwischenton

    Danke, frank, für diesen Beitrag. Er passt 100 pro in das Schema, z.B. die Untersuchung über die Gewaltbereitschaft religiös motivierter Menschen. Die Studie stellt fest, dass Ethik und Mitgefühl universell relativ gleich sind, unabhängig von Kultur, Bildung, etc. Kommen jedoch religiöse Aspekte hinzu wie das "Auserwähltsein" und das sich besser als die Anderen wähnen und das alleinige Inhaber einer Wahrheit sein, ist die Gewaltbereitschaft bis hin zu Mord um ein vielfaches höher.

    Mein persönliches Fazit: Je mehr die Menschen Gott lieben, desto weniger interessiert sie das Wohlergehen der Mitmenschen.

    Kommentar von riara riarariara

    Franks Reise erinnert an Erlebnisberichten aus FDJ-Reisen, Zwischentons Kommentar an einen Eintrag aus Meyer's Lexikon aus dem Jahr 1880 über die Wilden in Afrika...

    Jeder Mensch der google oder youtube kennt, wird sich über chinesische Christen ein ganz anderes Bild machen, vor allem zeigen die Fotos und Videos eine erhebliche Zahl von Menschen, die dem Tod doch noch sehr fern sind...

    Der Trend ist im übrigen nichts neues, wie dieser Artikel aus dem Jahre 2003 zeigt:

    http://www.kas.de/wf/de/33.4593/

    Ich kenne China aus den Berichten vieler, die da jahrelang gelebt und gearbeitet haben. Ein Studienkollege von mir ist seit mehr als 5 Jahren in Peking und obwohl er kein Christ ist, genießt er das Weihnachtsfest jedes Jahr in einer großen Kirche, nur muss man vorher Plätze reservieren...

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Mir reichts dann auch riara. Das war der letzte indirekte Rassismus-Vorwurf, den ich mir von dir bieten lasse. Außerdem ist es eine Schweinerei, weil du weißt, dass meine Frau Chinesin ist, und du damit auch sagst, dass ich sie als Wilde betrachte. Nur weil dir etwas nicht passt, heißt das noch lange nicht, dass es nicht stimmt.

    Verleumde ruhig weiter. Wie gesagt, du verrätst damit mehr über dich als über mich.

    Kommentar von riara riarariara

    Die Christen halten sie aber, wie gesagt, durch die Bank für unsoziale Gestalten, was auch wegen des sich selbst isolierenden Verhaltens als vermeintlich Auserwählte verständlich ist.

    Das ist eine Bemerkung, die ich so in einem FDJ-Reisebericht vermute...

    Die Studie stellt fest, dass Ethik und Mitgefühl universell relativ gleich sind, unabhängig von Kultur, Bildung, etc. Kommen jedoch religiöse Aspekte hinzu wie das "Auserwähltsein" und das sich besser als die Anderen wähnen und das alleinige Inhaber einer Wahrheit sein, ist die Gewaltbereitschaft bis hin zu Mord um ein vielfaches höher.

    Das ist eine Bemerkung, die ich mit dem Eintrag über Wilde in einem Lexikon von 1880 vermute...

    So, Deine Entrüstung ist lächerlich, denn Du weist ganz genau, dass sich das Christentum in China sicher nicht ausschliesslich über alte Leute definiert, was irgendwelche Dorfbewohner für eine Meinung haben ist Hörensagen, aber selbst das nehme ich Dir nicht ab, Du berichtest hier Dinge, die ich noch nie so gehört habe und ich kenne eine Menge Leute z.B. von der KAS, meine alte Freundin war u.a. in Vietnam, Kambodscha und China, hat sich - gemäß Ihrer Aufgabe - viel mit den christlichen Gemeinschaften und Dissidenten beschäftigt, warum ist Ihr Bild da nun ein völlig anderes, genauso wenig lassen sich Deine 'Berichte' mit irgendeiner Quelle, Bildern oder Videos untermauern...so sieht es aus

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Such dir jemand anderen, den du beleidigst. Ich bin raus.

    Wer Informationen, die ihm nicht in den Kram passen ignoriert, und den Überbringer der Nachricht als Lügner hinstellt, sollte sich auch bewusst sein, in welchen Denkkreisen er sich bewegt.

    Und du hast Zwischenton zitiert, nicht mich. Und mich und meine Familie dann anhand eines Fremdzitats beleidigt. Ekelerregend. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

    Kommentar von riara riarariara

    Wer Informationen, die ihm nicht in den Kram passen ignoriert, und den Überbringer der Nachricht als Lügner hinstellt, sollte sich auch bewusst sein, in welchen Denkkreisen er sich bewegt.

    Ich bewege mich nicht in Denkkreisen, sondern ich denke mal hier und mal dahin, aber meinen Eindruck lasse ich mir nicht vernebeln...

    Franks Reise erinnert an Erlebnisberichten aus FDJ-Reisen, Zwischentons Kommentar an einen Eintrag aus Meyer's Lexikon aus dem Jahr 1880 über die Wilden in Afrika...

    Genau das habe ich geschrieben, was Du daraus machst:

    Und du hast Zwischenton zitiert, nicht mich. Und mich und meine Familie dann anhand eines Fremdzitats beleidigt. Ekelerregend. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

    Gespielte Entrüstung ist die niedrigste Stufe des Moralapostels...

    Kommentar von Zwischenton ZwischentonZwischenton

    Das ist eine Bemerkung, die ich mit dem Eintrag über Wilde in einem Lexikon von 1880 vermute...

    Grundgüties, riara, dein Bezug zur Aktualität lässt sehr viel zu Wünschen übrig. Du hast wohl die letzte Diskussion vergessen, in der es um die "unschuldig Ungläubigen" geht, eine Diskussion, die hier nicht stattffindet.

    Du hast hiermit den ersten Preis für den ewig auf dem Nebengleis Diskutierenden gewonnen ... sowas von daneben. Ich finde keine Worte mehr.

    Kommentar von Zwischenton ZwischentonZwischenton

    Das ist eine Bemerkung, die ich mit dem Eintrag über Wilde in einem Lexikon von 1880 vermute...

    Ich zitiere das Zitat - hat eben nicht funktioniert ...

    Kommentar von riara riarariara

    Gläubige haben eine höhere Bereitschaft zur Gewalt und zum Töten, wer so etwas schreibt den kann man sehr wohl mit dem Denken von Ethnologen des 19. Jh. auf eine Stufe stellen...

    Vor allem weil wir uns nur unsere Gesellschaft anschauen müssen, der überproportionale Anteil christlicher Gewalttäter und verurteilter Totschläger und Mörder ist mir nicht bekannt, dem LKA/BKA auch nicht...

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    Also ich empfinde solche Diffamierungen auch als hundsgemeine Frechheit.

    Kommentar von riara riarariara

    Wie oft denn noch...:-)

    Ohne Zerrbilder kommen die Damen und Herren nicht aus, da wird nicht ein einziges Mal die Realität bemüht, sondern man sucht sich das raus, was ich als Extrem oder Ungewöhnlich beschreiben würde...

    Sie selber sind natürlich fein raus, keinerlei Verbindlichkeiten aus Gegenwart und Vergangenheit, sie haben entsprechende Literatur, geistige Vorbilder und veranstalten sogar Kongresse. Also warum gibt man nicht zu, dass man sich bereits im Wettbewerb befindet und natürlich - so vordergründig wie das Christentum vor 150 Jahren - missioniert, ehrlicher wäre es, nur die Ehrlichkeit gehört nicht unbedingt zu Ihren primären Merkmalen...

    Kommentar von Zwischenton ZwischentonZwischenton

    Nun, zu meinen Äußerungen über religiöse motivierte Gewaltbereitschaft:

    Um es gleich klar zu stellen: Ich sagte nicht, das es unter Christen oder gläubigen Menschen mehr Gewalttäter gibt. Das wäre in der Tat eine Verleumdung.

    Ich sagte, Untersuchungen haben ergeben ...

    Es sind zwei unterschiedliche Untersuchungen. Die eine Studie hat der Harvard-Biologe Marc Hauser 2006 durchgeführt. Dabei geht es um moralphilosophische Aspekte: wie entscheiden sich Menschen rund um den Globus in einem moralischen Dilemma, wenn Personen aus einer Not (unter verschiedenen widrigen Umständen, bei denen auch "Opfer" gebracht werden), gerettet werden müssen. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass moralisches Handeln völlig unabhängig von Kultur und Religion ist. Es bedarf keines Gottes oder keiner übergeordneten Instanz.

    Die 2. Studie stammt ebenfalls aus dem Jahr 2006 oder 2007 und wurde von dem israelischen Psychologen George Tamarin unter israelischen Kindern durchgeführt. Dabei ging es um die Zustimmung zu Gewalt und Mord in den Schriften des AT und einem politischen Konflikt außerhalb ihrer Kultur und Religion. Das Ergebnis zeigte, dass die Kinder mit Zweidritteln die Gewallt an dem nichtjüdischen "Gegner" im AT befürwortete. In einem Konflikt, in dem es nicht um ihre Religion ging, lehnten hingegen etwa Dreiviertel der Kinder die Gewalt ab.

    Tamarin räumt ein, dass diese Gruppenidentifizierung auch ohne Religion stattfindet wie in anderen ideologischen Gruppen oder Sportvereinen. Fazit ist, dass religiöse Identifizierung nur innerhalb der Gruppe eint und das Abgrenzen die Gewaltbereitschaft anderen Gruppen gegenüber erhöht. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Religion zu friedlichem Verhalten Ungläubigen oder Andersgläubigen gegenüber beiträgt.

    In diesem Sinne sehe ich eine Parallele zu den Erfahrungen, die frank von den Menschen in China berichtet.

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    Ich danke Dir, dass Du ein wenig von Deinem radikalen Standpunkt zurücktrittst.

    Kommentar von Zwischenton ZwischentonZwischenton

    Tut mir leid, wenn ich mich gestern Abend unvorbereitet und deshalb missverständlich ausgedrückt habe. Ich habe heute die Info nochmal nachgelesen und hoffe, dass mein Anliegen nun klar geworden ist.

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    :-)

    Kommentar von riara riarariara

    Ehrlich Zwischenton, wenn Du denkst ich wäre ein benebelter Greis, wie die Sagengestalten unseres atheistischen Münchhausen, dann möchte ich mir das - unter zu Hilfenahme des nötigen Respektes - verbitten, mich für dumm zu verkaufen...:-))

    Wie kann man überhaupt christliche Chinesen - die darüber hinaus, angeblich - schon ein recht reifes Alter erreicht haben, mit jüdischen Kindern vergleichen?

    Den religiös unterschiedlichen Kontext möchte ich dabei gar nicht besonders betonen, man sollte annehmen, dass dieser Umstand zum Allgemeinwissen gehört, sollte ich mich dahingehend irren, dann möchte ich - sofern das in dieser Kürze möglich ist - bemerken, dass sich die Tora - obwohl sie natürlich im Prinzip mit dem AT textidentisch ist - keineswegs mit der Kernaussage des Christentums in völlige Deckung zu bringen ist, man kann also davon ausgehen, dass der Term "Auge um Auge" und "Zahn um Zahn" wohl für viele, vor allem orthodoxe Juden schon eine gewisse Bedeutung haben könnte...

    Ich kanns auch kürzer sagen...:-)

    Juden in Israel mit Christen in China oder Europa zu vergleichen hinkt, weil sich die Situation in 3-17 Parametern soziologisch und auch kulturell von der unsrigen und der chinesischen unterscheidet. Wollte man eine Aussage über dieses Thema generell treffen, müsste man in verschiedenen Kulturkreisen entsprechende Gruppen befragen, deswegen ist die Aussage in diesem Fall komplett irrelevant...

    Kommentar von nowka2 nowka2nowka2

    mein gott sausi!

    das war vielleicht ein gesabbel

    da hast du wohl in ein wespennest gestochen.

    (weiter so)

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    Na, da hat ja mal wieder einer überhaupt nichts verstanden.

    Und zwar, dass wir alle uns nach mehr Frieden, Sachlichkeit, gegenseitigem Respekt und konstruktiven Gesprächen sehnen.

    Aber diese Brandstifter wirds wohl immer geben. Wieso schaust Du nicht mal bei Chatt-Roulette vorbei? Leute wie Du sind dort gut aufgehoben.

    Kommentar von riara riarariara

    Gespielte Entrüstung ist die niedrigste Stufe des Moralapostels...

    Kommentar von dzigas dzigasdzigas

    Ich habe Euren Schlagabtausch gelesen und tut mir leid, ich kann beim besten Willen nicht erkennen, dass mit entledigen auch die Menschen gemeint waren.Entledigen der Religion ist leider Utopie, weil die meisten Menschen gar nicht selbstaendig denken moechten. Es waere schon ausreichend, dass man Religion wie auch Sex zur Intimsphaere zaehlen wuerde, d.h. so wie man den Sex nicht oeffentlich betreibt (normalerweise) sollte man das auch mit der Religon tun, jeder fuer sich zu Hause alleine, damit er fuer sich seine Aengste loest, ohne seine Erleuchtung irgend jemanden anderen mitzuteilen. Ist wohl leider auch Utopie

    Kommentar von riara riarariara

    Das mit dem entledigen hat einen ganz bösen Unterton, auch wenn Du das nicht bewusst verwendest, zeigt die Wortwahl schon ein wenig Deine geistige Haltung, es ist aber abwegig, den Zustand der religionslosen Gesellschaft nun so zu idealisieren, in allen so gearteten Systemen folgte dem Vakuum eine regelrechte Frömmigkeits-Welle so geschehen in der Ex-Udssr, Vietnam oder China...

    Tatsächlich ist der Trend überhaupt nicht pro-atheistisch, weltweit gesehen steigen die Anhänger der Theisten, der Atheismus ist weiterhin eine Erscheinung, die auf die urbanen Lebensräume westlicher Demokratien beschränkt ist. Der überwiegende Anteil der Kirchenaustritte hat auch keine atheistische Grundhaltung zur Folge, sondern eher eine kulturelle Gleichgültigkeit, gerade da würde man sich wünschen, dass die 'Areligiösität' etwas mehr darstellt als die bloße Ablehnung von Kirche und den damit verbundenen Ritualen. Eine Schwächung der Kultur ist für eine Gesellschaft nicht unbedingt ein Vorteil, die Aufforderung Religion abzulehnen, sich also aus diesem System zu befreien, sollte an das Angebot eines neuen Systems geknüpft sein, nur kann ich das nicht erkennen, die Anzahl der in Vereinen organisierten Atheisten ist seit Jahren praktisch konstant, wäre dieser Prozess ein politischer so würde man von der Unerreichbarkeit einer riesigen Wählergruppe sprechen, nur sind Nichtwähler nicht unbedingt förderlich für eine Demokratie, ganz ähnlich verhält es sich wohl auch mit Kulturaussteigern...

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Das mit dem entledigen hat einen ganz bösen Unterton,

    Nur wenn man es aus der bei Euch offensichtlich Perspektive der Indoktrination betrachtet. Ich möchte eben nicht dem Menschen seine Religion austreiben.

    Ich möchte, daß der Mensch, ein jeder für sich selbst in eigener Erkenntnis und volltständiger Selbstbestimmung sich der Religion entledigt.

    Das ist eben auch der Unterschied zu

    Ex-Udssr, Vietnam oder China...

    Dort hat man dem Menschen die freie Entscheidungsgewalt aus der Hand genommen und dadurch ein repressives Vorgehen etabliert, daß letztlich inhuman war. Das war und ist keine Perspektive.

    Tatsächlich ist der Trend überhaupt nicht pro-atheistisch, weltweit gesehen steigen die Anhänger der Theisten,

    Da bin ich mir nicht so sicher. Richtig ist allemal, daß der Einfluß theistischer Gruppen eher steigt als sinkt.

    Der überwiegende Anteil der Kirchenaustritte hat auch keine atheistische Grundhaltung zur Folge, sondern eher eine kulturelle Gleichgültigkeit,

    Das ist wohl leider so. Aber darum bin ich hier tätig und versuche meinen Beitrag zu leisten, daß das Bewußtsein hierfür geschärft wird. Das Ihr Vertreter der religiösen Fraktion hierbei nicht meine Zielgruppe seit, düfte klar sein.

    Das Abwenden von Religion ist keineswegs eine Schwächung von Kultur an sich. Es ist eine Transformation, eine kulturelle Dynamik, die eben nicht ins Leere läuft. Eine statische Kultur ist nicht nur öde, sondern auch nicht wirklich lebensfähig. Veränderung, Entwicklung, Assimilation sind wichtige Faktoren, eine Kultur lebens- und liebenswert zu halten.

    Ich bin der festen Überzeugung, daß Religionen nur eine Etappe auf dem Weg der menschlichen Kultur gewesen sein werden. Und es bricht die Zeit an, sich ihrer eben zu entledigen, sie abzuwerfen, unter dem Stein hervorzukriechen und den Trieb frei wachsen zu lassen. Das, was Religionen einst hervorgebracht hat, ist längst durch den Menschen besser gelöst. Die Beantwortung existenzieller Fragen bedarf ihrer nicht mehr.

    Das neue System ist doch längst da. Humanismus, Demokratie, dem Menschen immanente Moral. Ein gedeihliches Gemeinwesen bedarf der Religion nicht nur nicht, in vielen Belangen steht sie dem eben diametral entgegen.

    Aber nochmal. Dieser von mir erstrebte Vorgang muß in jedem einzelnen Menschen aus ihm selbst heraus Wirkung entfalten. Niemand kann und darf hier Zwang ausüben.

    Kommentar von riara riarariara

    Ich möchte, daß der Mensch, ein jeder für sich selbst in eigener Erkenntnis und volltständiger Selbstbestimmung sich der Religion entledigt.

    Drehe den Satz mal um, wenn ich das Schreiben würde, kommt sofort "MA" oder ähnliches, witzig ist nur, dass ich das gar nicht will, nur denke ich niemals an 'EINE' Wahrheit sondern sehe ein Spektrum an Weltansichten durchaus als Vorteil einer modernen Gesellschaft, die definiert sich auch als Kompromiss aller Ansichten, nicht aus einer heraus. Alleine die Vorstellung dieser 'Gleichheit' innerhalb einer Gesellschaft gibt mir ehrlich gesagt einen Druck auf den Magen...

    Eine statische Kultur ist nicht nur öde, sondern auch nicht wirklich lebensfähig. Veränderung, Entwicklung, Assimilation sind wichtige Faktoren, eine Kultur lebens- und liebenswert zu halten.

    Die Religion ist nicht statisch, alleine schon diese Darstellung hinkt, so wie sich Volksparteien in regelmäßigen Abständen neu auf die Situation einstellen, so tun das auch die Kirchen/Religionen, kann man glaube ich nicht abstreiten...:-)

    Und es bricht die Zeit an, sich ihrer eben zu entledigen, sie abzuwerfen, unter dem Stein hervorzukriechen und den Trieb frei wachsen zu lassen. Das, was Religionen einst hervorgebracht hat, ist längst durch den Menschen besser gelöst. Die Beantwortung existenzieller Fragen bedarf ihrer nicht mehr.

    Ein Widerspruch in sich, denn der Prozess ist ja religionsbereinigt überhaupt nicht zu erklären, der Ausgangspunkt der Aufklärung war nicht der religiöse Druck, sondern die Befreiung der Unterdrückten. Heute käme eine Befreiung der Gesellschaft von Religion nicht in Frage, gerade weil die Religionsfreiheit ein Markenzeichen moderner Gesellschaften ist, wenn man glaubt die Antworten ohne Gott und Kirche viel besser geben zu können, dann wundert mich die niedrige Bereitschaft der Mehrheit in diesem Land, diesen Weg auch zu gehen...

    Ein gedeihliches Gemeinwesen bedarf der Religion nicht nur nicht, in vielen Belangen steht sie dem eben diametral entgegen.

    Auch das ist sehr subjektiv gedacht, ich denke man braucht heute den areligiösen Gegenpol, aber um jetzt mal realistisch zu werden, die sozialen Aufgaben die heute von den religiösen Organisationen getragen werden, kann man nicht morgen einfach so ersetzen, ähnlich verhält es sich mit der moralischen Instanz in diversen Ausschüssen und Gremien, wenn man für einen Standpunkt einsteht, kann der nicht morgen einfach mal von einer ganz neuen Idee übernommen werden...

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Drehe den Satz mal um, wenn ich das Schreiben würde,

    Mach mal. Ich wüßte nicht, wie das gehen sollte.

    Die Religion ist nicht statisch,

    In einer wesentlichen Hinsicht schon. Es bleibt immer der Gottesbezug. Und ein solcher ist immer eine Herabwürdigung des Menschen, ein Unterwerfen.

    kann man nicht morgen einfach so ersetzen,

    Natürlich nicht. Ich gehe auch nicht davon aus, daß sich da zu meinen Lebzeiten wesentlich was tut. Aber auf einen Zeithorizont von ein paar Jahrhunderten bin ich recht optimistisch.

    Solche tiefgreifenden gesellschaftlichen Prozeße sind langwierig. Und da es mir eben explitzit darauf ankommt, daß sich das organisch entwickelt und eben nicht per Dekret angeordnet wird, würde ich einen "Vollzug" nicht vor Ablauf von vielleicht 200 Jahren erwarten.

    Aber man muß halt anfangen.

    Kommentar von riara riarariara

    In einer wesentlichen Hinsicht schon. Es bleibt immer der Gottesbezug. Und ein solcher ist immer eine Herabwürdigung des Menschen, ein Unterwerfen.

    Wie beim Atheismus "Kein Gott", weswegen man es wohl nicht darauf reduzieren kann, dem Buddhismus fehlt der Gott z.B. völlig, trotzdem sind die Buddhisten ja deswegen nicht areligiös, die Atheisten im übrigen auch nicht, sie denken in genau diesen Mustern, weswegen 200 Jahre schon realistisch sind, ohne den Ausgang dabei irgendwie vorherzusagen...

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Wie beim Atheismus "Kein Gott",

    Auch diese Unterscheidung scheint einem Gläubigen nicht möglich zu sein.

    Ich sage ebensowenig "kein Gott" wie ich nicht "keine Zahnfee" oder nicht "kein Schloßgespenst" sage.

    Es bedarf nicht der Positionierung gegenüber allen denkbaren Fabelwesen. Die Summe dessen, was Menschen sich ausdenken können, ist unendlich.

    Sollte man sich Deines Erachtens jeder dieser Optionen gegenüber distanzieren?

    Atheismus ist keine Lehre, kein Dogma, keine Überzeugung, sondern immer einfach nur die Abwesenheit eines solchen.

    ...Atheisten ...,sie denken in genau diesen Mustern

    Es mag solche geben, ich kenne keine.

    Kommentar von riara riarariara

    Wenn Du die Quellenlage und gesellschaftliche Bedeutung von 'Zahnfee' und 'Gott' gleichberechtigt siehst, brauchen wir das nicht weiter zu diskutieren, dann verstehe ich das als Satire und brauch mich damit nicht weiter auseinanderzusetzen, leider reicht ein Blick in die Literatur und schon werden wir die Kritikpunkte bei atheistischen Autoren eindeutig festlegen können. Der Kampf gilt nicht den Fabelwesen und Volksmärchen, so viel steht fest...

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Wenn Du die Quellenlage ... von 'Zahnfee' und 'Gott' gleichberechtigt siehst,

    Warum sollte man da unterscheiden? Ich stelle ja nicht die historische Relevanz alle Teile der Bibel in Frage, wenn ich die Existenz Gottes in Frage stelle. Und für die Beantwortung dieser Frage besteht in der Relevanz der Quellen tatsächlich kein Unterschied.

    Wenn Du die ... gesellschaftliche Bedeutung von 'Zahnfee' und 'Gott' gleichberechtigt siehst,

    Nein, leider ist sie das nicht. Sollte aber so sein. Und zwar auf der Augenhöhe der Zahnfee.

    Der Kampf gilt nicht den Fabelwesen und Volksmärchen,

    Eben weil diese nicht eine völlig unangemessene gesellschaftliche Bedeutung erlangt haben. Hätten sie sie, wären sie natürlich genauso Gegenstand der Auseinandersetzung.

    Mir ist völlig klar, daß Du Dich nicht auf diese Betrachtung einläßt. Aber ich werde mit Dir ebenso wenig theologische Diskurse machen. Das würde zu nichts führen und uns jeweils nötigen, uns auf einem Feld zu tummeln, auf dem wir nicht zu suchen haben. Das haben gerade wir zwei auch schon ein gutes Stück hinter uns.

    Aber wenn Du jemals nur in einem kurzen Perspektivwechsel würdest versuchen wollen, die Denke von Atheisten soweit zu ergründen, daß es Dir wenigstens gelänge, ihre wirren Aussagen zu sortieren, kämest Du nicht umhin, diese Analogie der Quellenlage zur Grundlage zu machen.

    Kommentar von riara riarariara

    Sorry RealSausi, aber die auf der Augenhöhe der Zahnfee verhandle ich nicht, das ist eine Herabwürdigung meiner Position, denn die Zahnfee hat keinerlei Bezug zu dieser Frage und auch mit unserer Auseinandersetzung nichts zu tun...

    Was ist eine unangemessene gesellschaftliche Bedeutung, es erinnert schon wieder fatal an 'entledigen', wenn man sich auf Augenhöhe unterhalten will, dann kann man den Anderen nicht ständig das Fundament entziehen. Es geht auch nicht um die theologische Betrachtung, wo ich die nun bisher verwendet habe, möge man mir bitte erklären. Nein, es geht genau um die gesellschaftliche Bedeutung, so wie ich als aktiver Fußballer oder Schwuler gewisse Bedürfnisse habe, so habe ich diese auch als Christ. Ich will eine Kirche in meinem Umfeld, das Wort zum Sonntag, ein würdevolles Ostern und Pfingsten, vor allem will ich aber in dieser Ausübung nicht gestört werden, genau deshalb steht das auch so im Grundgesetz...

    Selbst Gruppen mit 100.000 Menschen genießen staatliche Unterstützung, jede Bürgerinitiative wird geschützt und bekommt auch eine Öffentlichkeit, nichts anderes verlange ich als Christ und außerdem reden wir nicht von ein paar hundert oder tausend, sondern von ein paar Millionen und die haben natürlich Rechte, als Individuum und als Gruppe...

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    denn die Zahnfee hat keinerlei Bezug zu dieser Frage

    Das siehst Du so. Aber das sehe ich als Atheist eben anders. Ich gehe auch nicht davon aus, daß wir uns hier in irgendeiner Form würden einigen können.

    Für mich hat Euer Gott keine größere Evidenz als die Zahnfee. Oder eben irgendein anderer der je erdachten Götter. Die Zahl der ihm Huldigenden ist doch nicht die Spur eines Ersatzes für Evidenz.

    Und nochmal: ich will keine Religion verbieten, sondern Menschen unterstützen, sich für ein Leben ohne Gott zu entscheiden.

    vor allem will ich aber in dieser Ausübung nicht gestört werden, In wie weit wärest Du bereit, daß auch Atheisten zuzugestehen?

    Was ist eine unangemessene gesellschaftliche Bedeutung

    Unangemessen ist die Durchdringung gesellschaftlicher Strukturen außerhalb des Raumes der Kirchen.

    Religionsunterricht in staatlichen Schulen. Kindergärten in vermeintlich kirchlicher Trägerschaft, ein von kirchlichen Instanzen okkupiertes Sozialsystem mit monopolcharakter, Besetzung von Gremien wie Rundfunkräten, Ethikkommissionen und dergleichen mit überdurchschnittlich vielen kirchlichen Vertretern, eine Rede des Papstes vorm Bundestag, religiöse Beteuerungen bei Amtseiden, staatlicher Einzug der Kirchensteuer, eine Regierungspartei mit dem "C" im Namen. Und und und.

    Das ist alles unangemessen. Und auch diese Einschätzung läßt sich nicht dahingehend interpretieren, daß ich für die Abschaffung von Religion oder Kirche plädieren würde. Ich möchte sie nur auf das beschränkt sehen, was ihre Kernkompetenz ist. Und die sollte sich immer dem Gläubigen als Person zuwenden und eben nicht der Gesellschaft an sich. Da hat Religion nicht zu suchen.

    Kommentar von riara riarariara

    Für mich hat Euer Gott keine größere Evidenz als die Zahnfee. Oder eben irgendein anderer der je erdachten Götter. Die Zahl der ihm Huldigenden ist doch nicht die Spur eines Ersatzes für Evidenz.

    Das tut mir dann leid für Dich, aber eine Organisation mit mehr als 20 Millionen Mitgliedern hat eine Evidenz auch ohne Gott und Religion, wenn man das nicht akzeptieren möchte, dann lebt man außerhalb von Realitäten. So wie der Atheist vom Theist ertragen wird, so hat der Atheist den Theisten zu ertragen, alles andere ist Respektlosigkeit und endet irgendwann in einer handfesten Auseinandersetzung...

    Religionsunterricht in staatlichen Schulen. Kindergärten in vermeintlich kirchlicher Trägerschaft, ein von kirchlichen Instanzen okkupiertes Sozialsystem mit monopolcharakter, Besetzung von Gremien wie Rundfunkräten, Ethikkommissionen und dergleichen mit überdurchschnittlich vielen kirchlichen Vertretern, eine Rede des Papstes vorm Bundestag, religiöse Beteuerungen bei Amtseiden, staatlicher Einzug der Kirchensteuer, eine Regierungspartei mit dem "C" im Namen. Und und und.

    :-))

    Jetzt wird es abenteuerlich. Ich kann all das nicht mehr hören, weil man genau so gegen Gesetze, Autofahrer, Mütter, Väter und auch gegen Atheisten argumentieren kann...

    Alles was in den heutigen Gesetzen verankert ist, ist sicher angreifbar, nur muss man dann auch die entsprechenden Mehrheiten haben. Diese Dinge als störend und falsch zu bezeichnen, gestehe ich Dir zu, nur braucht es Mehrheiten um diese Dinge zu ändern. Die CDU wird von Menschen gewählt, wer sich durch das christlich bedroht fühlt der wählt eine andere Partei, genauso wie bei den Amtseiden, dass ist jedem persönlich überlassen, letztendlich ist ein Eid ein Eid, es geht nicht um die Form, sondern um die rechtliche Verbindlichkeit...

    So kann man sich der Religion nicht entledigen, denn es entspricht nicht dem Wunsch einer Mehrheit, deswegen leben wir in einer Demokratie, die Religion ist Bestandteil dieser Demokratie, ob Dir das gefällt oder nicht, spielt da keine Rolle...

    Kommentar von DarkSepia DarkSepiaDarkSepia

    Das tut mir dann leid für Dich

    Genau wegen solcher Behauptungen haben ich und gewiss auch viele andere Leute keine Lust mehr, nett zu dir zu sein und dir irgendwo entgegen zu kommen. du moralisierst und unterstellst permanent.

    aber eine Organisation mit mehr als 20 Millionen Mitgliedern hat eine Evidenz auch ohne Gott und Religion

    Evidenz wofür?

    So wie der Atheist vom Theist ertragen wird, so hat der Atheist den Theisten zu ertragen, alles andere ist Respektlosigkeit und endet irgendwann in einer handfesten Auseinandersetzung...

    Für eine Sache nicht genügend Evidenz zu sehen, um ihr Glauben zu schenken ist etwas anderes, als jene, die daran glauben, nicht zu tolerieren. Und in dem von dir zitierten Abschnitt von RealSausi geht es nur um Plausibilität, nichts weiter.

    Jetzt wird es abenteuerlich. Ich kann all das nicht mehr hören, weil man genau so gegen Gesetze, Autofahrer, Mütter, Väter und auch gegen Atheisten argumentieren kann...

    Kannst du das auch beweisen, oder nur behaupten?

    Kommentar von riara riarariara

    Genau wegen solcher Behauptungen haben ich und gewiss auch viele andere Leute keine Lust mehr, nett zu dir zu sein und dir irgendwo entgegen zu kommen. du moralisierst und unterstellst permanent.

    Dann lass es...

    Evidenz wofür?

    Für Ihre Existenz und die Bedürfnisse als Gruppe, es ist in diesem Zusammenhang völlig unerheblich wie Du oder Andere die Evidenz Ihrer Glaubensansichten einschätzen, es ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Zahl derer die sich Kirchen und das entsprechende Umfeld wünschen im Gegensatz zu euch Religions-Gegnern eine viel größere Gruppe sind, dass Ihr als Einzelne Krach für 100 Leute macht ändert nichts daran...

    Für eine Sache nicht genügend Evidenz zu sehen, um ihr Glauben zu schenken ist etwas anderes, als jene, die daran glauben, nicht zu tolerieren. Und in dem von dir zitierten Abschnitt von RealSausi geht es nur um Plausibilität, nichts weiter.

    Klar, das Abschaffen ist aber ein Wunsch der sich diametral gegen unsere bestehende Ordnung richtet, wenn man das in einer solchen Vehemenz formuliert dann setzt man sich selbst ins Unrecht...

    Kannst du das auch beweisen, oder nur behaupten?

    Erstmal ist sein Absatz eine polemische Darstellung der Situation, Tatsache ist, dass die Kirchen lange vor jedweden öffentlichen, sozialen Einrichtungen Ihre eigenen betrieben, heute beruht der Vertrag auf dem Subsiditäts-Prinzip, das gilt aber für alle Betreiber. Ähnlich sieht das mit Ethik-Kommissionen aus, jeder der das nachprüft weiß genau das in so einem Gremium maximal 2 oder 3 Vertreter der Religionen sitzen, somit weniger als Ihr Anteil in der Bevölkerung entspricht...

    Wenn ich mir den Bericht des Bundesrechnungshofes durchlese gibt es weitaus mehr Förderungen für alle möglichen anderen Gruppen, jeder atheistische Verein, der die Auflagen von Gemeinnützigkeit erfüllt oder wie der HVD (analog zu den Kirchen) eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, bekommt genauso Gelder aus dem großen Steuertopf, im Falle des HVD sogar deutlich mehr pro Mitglied als z.B. die EKD-Gliedkirchen. Der Unterschied in meiner Welt ist nur der, dass ich solche Förderungen begrüße und keinerlei Probleme damit habe...

    Warum man eure Art der Argumentation auf alles anwenden kann?

    Weil wir neben dem Subsiditäts-Prinzip auch eine Solidargemeinschaft sind, Einer für Alle, Alle für Einen, deswegen gibt es hunderte von Gruppen, Sportarten, kulturelle Anlässe und Events die grundsätzlich von der Allgemeinheit gesponsort werden, nur erreicht man dadurch natürlich auch den für unsere Gesellschaft so wichtigen Pluralismus, es ist nämlich völlig offensichtlich, dass neuere Trends - und zu den gehören atheistische Vereine - ohne öffentliche Gelder oder steuerliche Förderungen überhaupt nicht aus der Hüfte kämen. Die Spenden für die Buskampagne konnten die Spender genauso von der Steuer absetzen wie Kirchenmitglieder das mit Ihren Zuwendungen für kirchliche Projekte tun...

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Klar, das Abschaffen ist aber ein Wunsch

    Abschaffen von was? Laizismus ist kein negierender sondern ein überaus konstruktiver und kreativer Ansatz. Und allein darum geht es. Das die Kirchen ihre Finger aus Dingen rauslassen, die sie nichts angehen. Religion ist Privatsache und hat auch dort zu verbleiben.

    eine Organisation mit mehr als 20 Millionen Mitgliedern hat eine Evidenz auch ohne Gott und Religion,

    Da ich weiß, daß Du nicht grundsätzlich überfordert bist, einer Argumentation zu folgen, kann ich nur annehmen, daß Du in diesem Falle nicht gewillt bist.

    Ich habe doch mit keinem Wort die Evidenz derer bezweifelt, die an einen Gott glauben und ihr Leben danach ausrichten. Wenn ich das glauben würde, könnte ich mir doch jedes Wort hier sparen.

    Es ging mir einzig um die Evidenz dessen, was Ihr als Grundlage für dieses Bekenntnis glaubt, heranziehen zu können. Und auf so etwas diffusem wie einer Gottesvorstellung gestaltet Ihr Euer Leben und versucht obendrein auch auf das Anderer Einfluß zu nehmen. Darin liegt die Unangemessenheit.

    Es ist schon etwas sonderbar, daß Du die Kirchen in Bezug auf die Förderungswürdigkeit mit Taubenzüchtern und und Dauerläufern verortet haben möchtest.

    Das ignoriert eben die Einflußnahme, die die Kirchen sich herausnehmen. Mir ist nicht bekannt, daß der Vorsitzende der Taubenzüchter in letzter Zeit vorm Bundestag hat sprechen dürfen.

    Und was Euch wohl absolut nicht in die Murmel will:

    Ich sehe mich durchaus in der Lage, den Menschen unabhängig von seinem Bekenntnis zu betrachten. Wenn ich mich mit Vehemenz gegen den Theismus wende, hat das keinerlei Rückwirkung auf die Theisten als solche. Das seht Ihr natürlich anders, weil Ihr dermaßen in einer theistischen Selbstdefinitionn verloren seit, daß Euch diese Differenzierung nicht mehr möglich ist.

    Aber ebenso wenig wie ich jemals Anwürfe gegen den Atheismus auf mich als Person beziehen würde, solltet Ihr dringend daran arbeiten, eine ähnlich kritische Distanz zwischen Person und Bekenntnis einzuüben. Das ist eine existentielle Voraussetzung dafür, sich die (Selbst) Wahrnehmung offen zu halten.

    Deine Abwiegelung, die Kirchen mit den gemeinen Freizeitvereinen gleichzustellen ist nur der fadenscheinige Versuch, potemkinsche Dörfer aufzubauen, in denen Eure Kirchen als harmlose Zweckbauten im Verborgenen bleiben.

    Entweder liegt dem ein Kalkül zu Grunde oder Du bist Dir tatsächlich des fundamentalen Unterschieds in der gesellschaftlichen Relevanz dieser Gruppierungen nicht bewußt.

    Du schreibst das Subsidiaritäts-Prinzip nicht nur falsch, Du hast es auch nicht verstanden. Weil der Moloch Kirche nämlich ein annähernd so voluminöses Konstrukt ist wie der Staat selbst.

    Kommentar von riara riarariara

    Und allein darum geht es. Das die Kirchen ihre Finger aus Dingen rauslassen, die sie nichts angehen. Religion ist Privatsache und hat auch dort zu verbleiben.

    Und da ist sie gerade. Genauso wie der Atheismus. Nach Deiner Auffassung dürfte man dann überhaupt nicht mehr davon sprechen, wen das mehr betrifft, dürfte wohl selbst Dir klar sein, wir benötigen die Öffentlichkeit auch nicht für das Missionieren oder irgendwelche Botschaften, wenn man die Spendenaufforderungen kritisiert, dann bitte, eine fehlende Empathie will ich gar nicht unterstellen, aber die Werbung für solche Hilfen sollte man eh außen vor lassen...

    Es ging mir einzig um die Evidenz dessen, was Ihr als Grundlage für dieses Bekenntnis glaubt, heranziehen zu können. Und auf so etwas diffusem wie einer Gottesvorstellung gestaltet Ihr Euer Leben und versucht obendrein auch auf das Anderer Einfluß zu nehmen. Darin liegt die Unangemessenheit.

    Genau das ist Dein Problem, Religionsfreiheit setzt nämlich erstmal voraus, dass man sich um die Ansichten der Andersdenkenden nicht schert, wie diffus mir Deine Vorstellungen vorkommen ist genau so unbedeutend wie Dein Gefühl bei den meinen. Unter dieser Voraussetzung könnte man z.B. auch jede Partei oder Sportart die Grundlage entziehen, "ich mag das nicht also hört damit auf"...

    Es ist schon etwas sonderbar, daß Du die Kirchen in Bezug auf die Förderungswürdigkeit mit Taubenzüchtern und und Dauerläufern verortet haben möchtest.

    Wo ist denn der Unterschied? Hätten wir 20 Millionen Taubenzüchter, wäre Ihre gesellschaftliche Präsenz deutlich höher, so wie die der Tauben...

    Ich sehe mich durchaus in der Lage, den Menschen unabhängig von seinem Bekenntnis zu betrachten. Wenn ich mich mit Vehemenz gegen den Theismus wende, hat das keinerlei Rückwirkung auf die Theisten als solche. Das seht Ihr natürlich anders, weil Ihr dermaßen in einer theistischen Selbstdefinitionn verloren seit, daß Euch diese Differenzierung nicht mehr möglich ist.

    Das sieht jeder Demokrat und Staatsrechtler anders, weil im Grundgesetz die Institution genauso geschützt ist wie der Gläubige, wenn das nicht in Deinen Schädel will, dann lese Dir das Teil durch, ich bin immer davon ausgegangen, dass man das auf jeder Schule beigebogen bekommt...

    Aber ebenso wenig wie ich jemals Anwürfe gegen den Atheismus auf mich als Person beziehen würde, solltet Ihr dringend daran arbeiten, eine ähnlich kritische Distanz zwischen Person und Bekenntnis einzuüben. Das ist eine existentielle Voraussetzung dafür, sich die (Selbst) Wahrnehmung offen zu halten.

    Muhahaha, Gotteswahn und alleine die Verwendung des Begriffs Atheismus endet in Belehrungen und Beschimpfungen, immer wieder...Am Ende gibt es weder den Atheismus als Oberbegriff, noch ähnelt ein Atheist dem Anderen. Bei den Gläubigen seht Ihr es genau anders herum. Alle in eine Kiste und differenzieren tun wir nicht, auch Entgegnungen nicht, die muss man ertragen...:-))

    Deine Abwiegelung, die Kirchen mit den gemeinen Freizeitvereinen gleichzustellen ist nur der fadenscheinige Versuch, potemkinsche Dörfer aufzubauen, in denen Eure Kirchen als harmlose Zweckbauten im Verborgenen bleiben.

    Ich kann an den Kirchen keine besonderen Funktionen erkennen, sie sind z.T. historische Bauten, die aber weiterhin im Hauptzweck als Versammlungsort dienen. Deine Beschreibung erinnert an Bezeichnungen wie Sündenpfuhl bei Kneipen/Bars oder Teufelszeug bei Spielcasinos, solche Hysterie halte ich für unangebracht, zumal es diverse religiöse Gemeinschaften und auch Christen gibt, die sich in - von außen nicht als Kirche/Tempel/Moschee erkenntlichen - Gebäuden treffen...

    Du schreibst das Subsidiaritäts-Prinzip nicht nur falsch, Du hast es auch nicht verstanden. Weil der Moloch Kirche nämlich ein annähernd so voluminöses Konstrukt ist wie der Staat selbst.

    Yep, ich verlasse mich immer noch zu sehr auf mein autotext-Modul, das Prinzip habe ich also nicht verstanden, warum? Weil ich im Gegensatz zu Dir kein Problem damit habe, dass es private Einrichtungen gibt, die genau die gleiche Leistung und die gleiche Förderung bekommen, aber Gewinne an Investoren abführen, das ist Dir also lieber...

    Das die Kirche größer ist als der HVD, Vivantes oder der Verband der Taubenzüchter liegt schlicht und ergreifend an Ihrem Alter und der Anzahl der Mitglieder, jetzt wird es kommunistisch, dann könnte man auch Daimler Benz vorwerfen sie sollten doch bitte aufhören zu wachsen und Ihre öffentliche Präsenz einschränken, damit Kleinsthersteller auch mal glänzen können...

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Religionsfreiheit setzt nämlich erstmal voraus, dass man sich um die Ansichten der Andersdenkenden nicht schert,

    Das sehe ich anders. Es kann mich nur dann nicht scheren, wenn es wirklich Privatsache bliebe. Es verstieße gegen die Religionsfreiheit, wenn ich Dir Dein Recht absprechen würde, an das zu Glauben, was Du willst. Das ich das für Blödsinn halte, beschneidet Dein Recht nicht im Mindesten.

    Aber Religionsfreiheit heißt eben auch das Recht darauf, frei von Religion zu sein. Für wie realistisch hälst Du es, daß ich in diesem Land frei von Einflüssen von Religion und Religiösen leben kann?

    ich bin immer davon ausgegangen, dass man das auf jeder Schule beigebogen bekommt.

    Ich tue doch nichts anderes, als eben genau das einzufordern, was das Grundgesezt hier beschreibt

    Es ist Dein Irrtum anzunehmen, daß das Agitieren gegen das Glaubenskonstrukt Kirche gegen die Religionsfreiheit verstieße. Zumal die Kirche als tatsächlich gesellschaftlich relevante Institution sich der gleichen Kritik zu stellen hat wie Gewerkschaften, Parteien oder Sportvereine. Die Relgionsfreiheit ist kein Persilschein und kein Schild, hinter dem sich die Kirche verstecken dürfte.

    Am Ende gibt es weder den Atheismus als Oberbegriff, noch ähnelt ein Atheist dem Anderen.

    Das ist richtig und von mir schon bei gegebenem Anlaß ebenso formuliert worden. Aber es dürfte auch klar sein, daß es bei solchen Diskussionen immer ein gewisses Maß von Verallgemeinerungen geben muß, wenn man sich nicht in absoluter Beliebigkeit verlieren will.

    Tatsächlich glaube ich aber schon, daß Atheisten im Bezug auf den Atheismus monostrukurierter sind als Theisten in Bezug auf den Theismus. Das macht es "Euch" natürlich einfacher, "uns" in einen Sack zu stecken als anders rum. Wenn gleich "wir" es oft genug versuchen.

    Ich kann an den Kirchen keine besonderen Funktionen erkennen, sie sind z.T. historische Bauten,

    Ich hätte erwartet, bei einem so bibelfesten Vertreter wie Dir mit einem Gleichnis auf eine gewisse Resonanz zu stoßen. War wohl nix.

    das Prinzip habe ich also nicht verstanden, warum?

    Weil Subsidiarität was mit Eigenverantwortlichkeit zu tun hat. Mit dem Lösen von Aufgaben auf dem logistisch geringsten Level.

    Wenn ich mir Caritas und Diakonie anschaue, sehe ich bürokratische Monster, die aber nicht mal die Spitze der Pyramide bilden.

    Jetzt komm mir nicht mit Ehrenamt und Basiskirche. Das ist doch Augenwischerei.

    Die karitative Tätigkeit der Kirchen, auf die Du mit:

    Tatsache ist, dass die Kirchen lange vor jedweden öffentlichen, sozialen Einrichtungen Ihre eigenen betrieben, heute beruht der Vertrag auf dem Subsiditäts-Prinzip,

    abgestellt hast, mag ja manches sein, aber ganz sicher nicht subsidiär.

    Da gehen nun erkennbare Schritte, z.B. die häusliche Pflege besser zu stellen, eher in die richtige Richtung.

    Gerade weil wir eine Solidargemeinschaft sind, ist es inakzeptabel, solche Aufgaben privatwirtschaftlichen Tendenz-Unternehmen an die Hand zu geben. Und nichts anderes sind Caritas und Diakonie.

    jetzt wird es kommunistisch

    Nicht bei mir, bei Dir schon eher. Du bist doch der, der aus der Größe und Mitgliederzahl einer Organisation Ansprüche ableitest, die demokratisch nicht zu rechtfertigen sind. Nur weil viele Menschen in einer bestimmten Sache etwas gemeinsam haben, berechtigt sie das nicht, außerhalb der demokratischen und parlamentarischen Prozesses ihre Sicht der Dinge zum Faktum zu machen.

    Ich sehe mich hier fest auf dem Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung. Kannst Du das von Dir und der Kirche auch sagen?

    Kommentar von riara riarariara

    Ich sehe mich hier fest auf dem Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung. Kannst Du das von Dir und der Kirche auch sagen?

    Das einzige was ich sagen kann, ist das Du Dich mit Deiner Propaganda jenseits des GG befindest, die Unterstellung in dieser Frage ist so abgrundtief lächerlich, dass ich mich dazu nicht äußere...

    Nur so viel. Solange wie es Millionen von Christen in diesem Land gibt, wirst Du sowohl das Glockenläuten wie andere Dinge ertragen müssen, erträgst Du das nicht, sehen wir Dich irgendwann im Fernsehen wieder, dann wirst Du Deine Frage beantworten müssen...:-))

    Kommentar von Zwischenton ZwischentonZwischenton

    RealSausi, ich sehe es genauso. Gerade gestern habe ich darüber nachgedacht, dass die Evolution diese "Etappe" hinter sich lassen wird. Ich fürchte aber, es wird noch ein paar Generationen dauern.

    Das neue System ist doch längst da. Humanismus, Demokratie, dem Menschen immanente Moral.

    Genau das ist der Punkt. Ich bin aus dem gleichen Grund wie du hier unterwegs ... Den Lesern und vor allem jungen ehrlich fragenden Menschen zu bestätigen, dass ihre innewohnende Ethik alles ist, was sie brauchen. Das Getöse der Gläubigen, es gäbe keine (echte) Moral, Gerechtigkeit oder humanitäres Handeln ohne Gott oder kirchliche Intitutionen geht mir total auf die Nerven.

    Mir ist just der gbs-newsletter auf den Rechner geflattert mit diesem Link ... klingt interessant, ich werde mit diese Streitschrift besorgen.

    http://www.keine-macht-den-doofen.de/

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Ich bin aus dem gleichen Grund wie du hier unterwegs ...

    Und allein das schon macht mir Mut. Ich habe ja 20 Jahre geglaubt, ich wäre allein mit solchen Überlegungen. Nein, ich bin es nicht und das ist schön.

    So sehr ich MSS schätze, dieser polemische Titel ist wenig geeignet, Verkrustungen aufzubrechen. Dabei sind die zu Grunde liegenden Ansichten weit über die Auseinandersetzung mit Religion von Belang.

    Kommentar von Zwischenton ZwischentonZwischenton

    Ich habe ja 20 Jahre geglaubt, ich wäre allein mit solchen Überlegungen.

    Lächel - ja, so ging es mir auch.

    Zum Titel, den finde ich auch doof und ich verstehe auch nicht, warum MSS diesen Titel nötig hat. Mir geht es darum Tatsachen zu erfahren, damit ich fundiert argumentieren kann. Man kann ja nicht alles wissen, aber es hilft, wenn man weiß, wo es steht ;)

    Kommentar von garwain garwaingarwain

    Tatsächlich ist der Trend überhaupt nicht pro-atheistisch, weltweit gesehen steigen die Anhänger der Theisten, der Atheismus ist weiterhin eine Erscheinung, die auf die urbanen Lebensräume westlicher Demokratien beschränkt ist.

    Kannst du diese Aussage auch irgendwie belegen? ich sehe da nämlich ganz andere Anzeichen. Das Problem ist, dass es immer mehr Pseudo-Religiöse gibt. In den USA z.B. gehen immer mehr Menschen in die Kirchen, richtig. Aber aus welchen Beweggründen? weil sie so religiös sind? NEIN! Sondern weil sie ihrem "Feind", dem Islam, vorgaukeln wollen dass ihre religion besser ist. Nur weil diese Menschen nicht verstanden haben, dass der Terror nicht vom Islam sondern von einer kleinen Minderheit ausgeht, denkt auf einmal der ganze Westen, dass der Islam von Grund auf Böse ist. gleichzeitig sehen die Christen aber nicht, dass sie selbst arrogant sind, weil sie sich für etwas besseres halten. Was machen Christen denn? Sie reisen auch in der Welt umher und missionieren = anderen Menschen ihre Ideologie aufdrängen.

    Religion verbreitet sich nicht, weil die Menschen mehr glauben. Nein, sie verbreitet sich aus Zwang. Entweder weil direkt missioniert wird, oder weil die Masse dieser religion folgt.

    Ich finde es immer wieder amüsant, wieviele Menschen sich Christen, Moslems oder sonstwas nennen, und gar keine Ahnung von ihrer Religion haben.

    Frage: Wieviele Christen gibt es? Damit meine ich richtige Christen. Also Menschen die diese Religion in ihrem täglichen Leben anwenden, sich darin sehr gut auskennen und aktiv sind und nicht die die es auf dem Papier sind.

    Wenn man das in Zahlen fassen könnte, dann wären die Christen mit Sicherheit deutlich weniger als die Moslems oder andere Religionen. Es würden nicht viele übrig bleiben.

    Zieht man jetzt noch davon diejenigen ab, die diese Religion falsch ausüben (also z.B. Extremisten oder solche Terroristen wie die Al-Qaida, oder auch Katholiken) dann wird es noch dünner.

    Warum Katholiken? Ganz einfach: Sie sind so weit davon entfernt Christen zu sein wie es nur irgend geht. Schließlich feiern sie unchristliche Feste (Weihnachten, Ostern), vertreten alte heidnische Lehren (Trinität, unsterbliche Seele, Hölle, etc.) und haben sich Reichtümer angehäuft sowie die Menschen in zwei Klassen geteilt (Laien und Geistliche). All das ist absolut unchristlich!

    Ansonsten gibt es noch zu erwähnen, dass NUR eine Abschaffung der Religion in Verbindung mit einem Umdenken bei jedem Einzelnen Gläubigen die Konflikte zwischen "Westen" und "Islamischer Welt" beseitigen kann. Denn beide Religionen erheben den Anspruch, die einzig wahre Religion zu sein und wollen dies (auf unterschiedliche Art) auf der ganzen Welt verbreiten und durchsetzen. Solange die Menschen Religion nicht als Privatangelegenheit sehen und jeden glauben lassen was er will, solange wird es auch Kriege geben.

    Religion hat dem Menschen in der gesamten Menschheitsgeschichte nur Schaden zugefügt !!!

    Kommentar von waldfrosch waldfroschwaldfrosch

    @Garwein verlangt immer Belege und hat selbst noch nie einen herangeschaft .

    Warum Katholiken? Ganz einfach: Sie sind so weit davon entfernt Christen zu sein wie es nur irgend geht. Schließlich feiern sie unchristliche Feste (Weihnachten, Ostern), vertreten alte heidnische Lehren (Trinität, unsterbliche Seele, Hölle, etc.) und haben sich Reichtümer angehäuft sowie die Menschen in zwei Klassen geteilt (Laien und Geistliche). All das ist absolut unchristlich!

    • Ich bin auch Katholisch und wenn ich mich recht erinnere habe ich dir schon mehrmals versucht zu erklären das wir an Weihnachten das Fest der Geburt unseres Herrn Jesus Christus feiern und an Karfreitag und OStern die Mysterien des Todes und der Auferstehung des Herrn Jesus Christus und** nicht** irgendwelche heidnische Feste die früher mal auf dem Tage lagen ,aber ich komme langsam zu dem Entschluss das du einfach nicht in der Lge bist zu differenziern ,sonst würdest du nicht immer die gleichen Lügen posten.

    • Auch sind die Menschen bei uns nicht in zwei Klassen eingeteilt ,diese Aussage zeigt das du von der Römische Katholischen Lehre noch nicht einmal die grundsätze kennst.

    • Dich treibt Hass nichts weiter .

    Wie viel schaden Religion dem Menschen zugefügt hat oder nicht wirst du ganz sicher auch noch erfahren ...leider wird es dann für dich zu spät sein ,da du damit beschäftigt bist die Religion zu verunglimpfen anstatt dich um dein Ewiges Leben zu kümmern. Armeselig !! Kehre endlich um ....bevor es zu spät ist .

    Kommentar von Zwischenton ZwischentonZwischenton

    immer die gleichen Lügen posten....

    Dich treibt Hass nichts weiter....

    leider wird es dann für dich zu spät sein....

    bevor es zu spät ist

    waldfrosch, merkst du nicht, dass es unter anderen solche Anschuldigungen und Drohungen sind, die Menschen als schädlich (höflich ausgedrückt) bis widerlich (emotional ausgedrückt) empfinden.

    Wenn du deinen Glauben einfach sachlich verteidigen würdest ohne dieses Geschrei (so empfinde ich es), würdest du mehr respektiert werden.

    Die hier häufig ablehnende Haltung deiner Aussagen gegenüber ist nicht gegen dich persönlich gerichtet, sondern eben gegen diese Art, mit der du deinem Gegenüber sofort "Hass" und "Lügen" vorwirfst und ihn mit erhobenem Zeigefinger in Richtung Hölle schickst.

    Kommentar von riara riarariara

    NEIN! Sondern weil sie ihrem "Feind", dem Islam, vorgaukeln wollen dass ihre religion besser ist

    Wenn Ihr mit eurer Besonnenheit und humanistischen Weltbild die Entgegnung auf so einen Schwachsinn angreift, dann tut das doch bitte auch mit garweins Ergüssen, es sei denn Ihr nehmt es billigend in Kauf und freut euch über das Entsetzen, dass es bei Waldfrosch auslöst...

    Und hört endlich auf mit der gespielten Empörung über Hölle und Feuer, wer konsequent ist in seinem Atheismus der lacht sich über die Hölle schief, ich tue das ja schon als Protestant...

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Ansonsten gibt es noch zu erwähnen, dass NUR eine Abschaffung der Religion in Verbindung mit einem Umdenken bei jedem Einzelnen Gläubigen

    Umgekehrt wird ein Schuh draus. Das Umdenken führt letztlich zu einem Zustand, in Religion nicht mehr präsent ist. Abschaffung ließe sich als Obrigkeitsakt verstehen. Das wird niemals gutgehen.

    Religion hat dem Menschen in der gesamten Menschheitsgeschichte nur Schaden zugefügt !!!

    Wenn Du das "nur" durch ein "vielfach" ersetzt, stimme ich Dir zu. So ist da zu absolut.

    Wenn gleich ich Deine Erregung nachvollziehen kann, zeigt dir Riaras Kommentar etwas weiter unten, daß solche Übertreibungen eher kontraproduktiv sind.

    Ich habe vorhin eine der profiliertesten Sinologinnen Deutschlands darauf angesetzt, die Aussage riaras zu überprüfen bezüglich des Zulaufs der chinesischen Kirchen. Schaun mer ma...

    Kommentar von riara riarariara

    Na der Zulauf ist ja kaum zu bestreiten, nur ist die Frage ob man dem Reisenden Frank1968 die Einschätzung glauben kann, dass alle Christen Chinas aus der Geriatrie-Station entlaufen sind...

    Solche Legenden habt Ihr echt nicht nötig, das ist der Gipfel der Unehrlichkeit...:-))

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    Oh Gott, bitte riara, ich wollte jetzt oben definitiv keine Vorbildwirkung haben, was den Diskussionsstil betrifft...

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Ich sprach von meinen Erfahrungen in buddhistisch geprägten Dörfern. In den Städten sieht es etwas anders auch, aber auch dort spielen Christen eine Sonderrolle.

    Kommentar von riara riarariara

    Ich halte mich da lieber an den Journalismus und Reisende, die ohne ideologische Brille unterwegs sind...

    Aber ich hätte Rußland oder eine der ehemaligen Sowjetrepubliken nehmen sollen, aber auch da gibt es sicher wieder eine plausible Erklärung...echt lustig

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Du hälst dich ausschließlich, zumindest wenn es um solche Dinge geht, an christliches Propagandamaterial. Das hast du schon mehrmals belegt.

    Die Realität stört halt, wenn es um den wahren Glauben geht, ganz erheblich. Meine Glaubwürdigkeit anzuzweifeln ist dir unbenommen.

    Allerdings ist es eben extrem billig, jemand persönlich verächtlich zu machen, ohne im Geringsten darauf einzugehen, was er gesagt hat.

    Kommentar von riara riarariara

    Oh wie unfair...leider gibt es heutzutage reichlich Quellen, man muss sich nur etwas umschauen, selbst Pressemeldungen der EKD schlage ich noch einmal nach, da brauche ich mir den Vorwurf der Propaganda nicht anzuhören, dass ich bis zu einem bestimmten Punkt voreingenommen bin, gebe ich gerne zu, aber da unterscheide ich mich wohl kaum von Dir, mit dem Unterschied, dass ich den Atheisten jede Unterstützung gönne die Ihnen zukommt und jemanden von meinem Glauben zu überzeugen kann ich mir auch verkneifen...

    Allerdings ist es eben extrem billig, jemand persönlich verächtlich zu machen, ohne im Geringsten darauf einzugehen, was er gesagt hat.

    Sehr guter Hinweis, auch wenn Dir das immer nur bei mir oder anderen Gläubigen auffällt, das Verächtlich machen habe ich von eurer Fraktion gelernt, nur ist das Anzweifeln und der Hinweis auf undemokratische, unsägliche Aussagen kein verächtlich machen, es ist eine Frage des guten Geschmacks und der Fairness, verletzt man das, muss man sich nicht wundern...

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Das liegt daran, weil diese Technik hauptsächlich von Ideologiegläubigen angewendet wird. Alle in diesem Thread haben zurückgerudert, oder sich erklärt, wenn sie sich im Ton vergriffen haben. Der Einzige, der das nicht für nötig hält, weil er ja sowieso recht hat, und nie einen Fehler macht, ist riara.

    Alle haben sich hier gut und letztendlich fair geschlagen. Es gibt wirklich nur eine unrühmliche Ausnahme, und es ist bereits das zigste Mal, dass ein bestimmter User glaubt, er stünde über allen, und hätte das Recht gegenüber Nichtgläubigen jede mögliche Gemeinheit zu äußern, weil die ja alle soooooo fies sind.

    Das Problem ist nur, dass die eingebildete Fiesheit Der Ungläubigen lediglich als Vorwand benutzt wird um sich keinem Argument, keinen den eigenen Glauben relativierenden Fakten stellen zu müssen. "Ungläubige sind aggressiv, sagen die Unwahrheit und wollen doch nur bekehren" denkt und sagt riara bei jeder Gelegenheit.

    So lässt sich natürlich jede interessante Position und jeder Fakt, der einem nicht in den Kram passt wunderbar ignorieren, und man fühlt sich auch noch toll dabei. Nur ist es eben recht durchsichtig und nagt, wie schon mehrfach bemerkt ganz gewaltig am Ruf. Bei Nichtgläubigen bist du eh unten durch. Wenn du so weitermachst, wird es auch bald nicht mehr viele Gläubige geben, die dir die Stange halten.

    Kommentar von riara riarariara

    Gut gebrüllt...verfangen tut es trotzdem nicht...:-)

    Der Einzige, der das nicht für nötig hält, weil er ja sowieso recht hat, und nie einen Fehler macht, ist riara.

    Oh doch ich mache Fehler, nur schiebe ich Dir oder Anderen nichts unter, Du machst Dir das zu einfach, nicht ich bin das Problem sondern Du hast ein Problem wenn Du angegriffen wirst...

    Alle haben sich hier gut und letztendlich fair geschlagen. Es gibt wirklich nur eine unrühmliche Ausnahme, und es ist bereits das zigste Mal, dass ein bestimmter User glaubt, er stünde über allen, und hätte das Recht gegenüber Nichtgläubigen jede mögliche Gemeinheit zu äußern, weil die ja alle soooooo fies sind.

    Du bist nicht fair FranieBoy auch wenn Du es so gerne wärst, wenn es um Glauben und Religion geht musst Du alle Register ziehen, da schiebt man dann schnell eine erfundene Urlaubsgeschichte ein, fair ist es aber nicht...

    Ihr könnt so fies sein wie er wollt, das ist mir egal, nur eure dünne Haut zeigt, wie wenig Ihr beim Austeilen einstecken könnt...

    Bei Nichtgläubigen bist du eh unten durch. Wenn du so weitermachst, wird es auch bald nicht mehr viele Gläubige geben, die dir die Stange halten.

    Bei Anti-Theisten bin ich unten durch, wie schön, mit denen habe ich aber auch noch nie etwas gemeinsames gehabt. Ich bin es nicht gewohnt mich anzubiedern...

    Alles andere FrankieBoy ist wieder nicht besonders beeindruckend, aber geh mal zurück nach China und lach Dich über die asozialen Greise kaputt, einmal im Leben über den Gläubigen zu stehen muss doch für Dich ein einmaliges Erlebnis gewesen sein...(Applaus brandet)

    Kommentar von KillYourTV KillYourTVKillYourTV

    Jungs, ihr seid großartig...

    Soviel Intelligenz, Wissen und rhetorische Fähigkeit auf beiden Seiten verschwendet in so einem endlosen Gag-Feuerwerk.

    Aber lustig ist es...

    Kommentar von frank1968 frank1968frank1968

    Kurze Frage riara: Gibt es einen ungläubigen Menschen bei gf, der dir auch mal widerspricht, mit dem du nicht über Kreuz bist, und den du nicht permanent verleumdest?

    Kommentar von riara riarariara

    Die Frage impliziert eine Rhetorik, die es mir nicht erlaubt sie zu beantworten...:-)

    Aber warum sollte ich ein Problem mit Ungläubigen haben? Im Bereich Religion ist man halt sowieso gegensätzlicher Meinung...

    Kommentar von waldfrosch waldfroschwaldfrosch

    Ich zumindestens bin absolut freiwillig zum Christentum übergetreten !

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Das würde ich von mir auch sagen. Niemand hat mich offensichtlich unter Druck gesetzt. Aber in der Rückschau finde ich schon Dinge, die mir nicht ganz koscher sind.

    Ich wurde sozusagen geködert. Mir wurde etwas angeboten, was eine enorme Attraktivität hatte. Darauf bin ich sofort angesprungen. Und dann kam eine Eigendynamik da rein, die in kleinen Schritten eins zum andern kommen ließ.

    Erstmal angefixt, verstärkte sich das über Jahre, bis ich schließlich unserem Pastor als "ein Wunder des heiligen Geistes" galt.

    Der Ausstieg war dann wesentlich selbstbestimmter, viel reflektierter, substanzieller. Und ich war schon über 20 Jahre Atheist, als ich das erste Mal von einem Buch hörte, daß ein atheistischer Autor geschrieben hatte.

    Das mit der Freiwilligkeit ist also ein nicht immer ganz so eindeutiges Ding, wie wir uns vielleicht glauben machen wollen.

  • 8
    Antwort von riara riara

    Na wirklich beantwortet hat diese Frage aber bisher keiner...:-)

    So wie man nach den vergangenen Religionen fragen kann, so kann man das natürlich auch mit den vergangenen Weltreichen oder Kulturen machen, letztendlich sind die Gründe identisch, sie waren nicht mehr zeitgemäß, oder noch einfacher, Ihre z.T. Jahrhunderte dauernde Überlegenheit verkehrte sich ins Gegenteil...

    Eine der ältesten und erfolgreichsten Kulturen hatten die Ägypter, Ihr Untergang kam in Raten, letztendlich verschwanden sie nicht, weil eine neue Religion Ihnen attraktiver vorkam, sondern sie wurden von einer noch erfolgreicheren Großmacht unterworfen, damit war das Ende Ihrer Kultur besiegelt, eine starke Götterfamilie hätte das verhindert, dachten sich damals viele Ägypter...

    Keine Religion hat so viele andere Kulte und Mythologien obsolet gemacht wie das Christentum und der Islam. Die Christen taten das mehrere Jahrhunderte lang ohne Gewalt und ohne irgendwelche Machtinstrumente in Ihrer Hand zu haben, sie wurden zu tausenden von den Machthabern vieler Regionen und den dort etablierten Religionen verfolgt und umgebracht. Die religiöse Machtergreifung war aber keineswegs ein Zwang sondern erfolgte freiwillig, als die Römer das Christentum zur Staatsreligion erhoben, waren ein Großteil Ihrer Untertanen bereits übergetreten, der Zulauf war auch in den besetzten Gebieten so groß, dass die Herrschenden keine andere Wahl hatten...

    Erst danach wurde das Christentum Legitimation fürstlicher Macht, wenn man das aber genau betrachtet im Prinzip erst im 8. Jh., das enstehende Feudalsystem kam einer politischen Neuordnung Europas gleich, die Verwendung der göttlichen Legitimation kam aber aus der weltlichen Feder und begründete sich auch selbst, wie man am Eigenkirchenrecht der fränkischen Könige ablesen kann. Die Ausbreitung des Christentums in Europa war zu diesem Zeitpunkt bereits weit fortgeschritten, einzelne Mönche hatten weit entfernte Gebiete wie Irland oder Georgien erreicht, ohne dabei auf den Schutz eines christlichen Landesfürsten vertrauen zu können, vielfach erinnerte die Christianisierung bis ins 9. Jh. wie die Wiederholung der ersten zwei Jahrhunderte im Nahen Osten und Nordafrika.

    Die Kultur der Angelsachsen stellte für den Kaiser (Karl I.) ein Problem dar, sie besetzte einen großen Teil seines Reiches und hatte ein schwer zu erreichendes Rückzuggebiet (brit. Inseln), zudem weigerten sich die Angelsachsen dem kaiserlichen Lehnseid, weshalb es zur blutigsten Auseinandersetzung im Zuge der Reichseinigung kam. Die Religion war dabei wohl kaum der entscheidende Faktor, denn im Gegensatz zu Ihren Norddeutschen Verwandten, waren die Angelsachsen in Britanien bereits um 750 weitesgehend christianisiert...

    Die neue Religion musste für die Anhänger älterer Traditionen einen Vorteil bedeuten, ansonsten hätte sie sich nicht durchgesetzt. Selbst Mohammed konnte zu Beginn seiner Eroberungszüge keineswegs auf eine Mehrheit innerhalb seiner unmittelbaren Umgebung vertrauen, der Islam kam den frühen Anhängern wie der Beginn eines neuen Zeitalters vor und Unterschied sich damit kaum von den Eindrücken der Einwohner Mitteleuropas, die unter den Auswirkungen der Stammesordnungen erhebliche Ungerechtigkeiten ertrugen.

    Der Prozess war auch deswegen entscheidend, weil er vor dem Hintergrund der Reichs-/Staatenbildung ablief, die Religion also Teil der neuen Ordnung war, schon deswegen gab es den Term "Wir" und "die", je nachdem wie erfolgreich ein Herrscher eingeschätzt wurde desto eher übernahm man natürlich auch die jeweilige Religion/Kult, ein Umstand der den Griechen und Römern hunderte von verschiedenen Göttern und Kulten einbrachte, ähnlich verhielt es sich mit den Persern, Sumerer oder Babyloniern, am Ende führte aber dieses 'Multi-Kulti' eher zu einer Schwächung und faktisch zum Ende Ihrer Vormachtstellung...

    Kommentar von Rudigems RudigemsRudigems

    Nun hast Du mich aber ins Nachdenken gebracht, riara. Ja, Du hast Recht. Dieser Blickwinkel, ist mir tatsächlich aus den Augen gekommen. Das Christentum, hatte tatsächlich, zwischen 50 und 300, in Rom eine eigenständige Entwicklung genommen, ohne das es durch einen Herrscher, mit Feuer und Schwert verbreitet werden musste. Und auch das Mönchswesen, hat es gegeben, wo die Menschen durch die ökonomischen Erfolge der Mönche, friedlich angezogen wurden.

    Das kann aber unmöglich das Christentum gewesen sein, wie wir es hier in Deutschland seit mindestens 500 Jahren kennen. Ein solches Christentum, siehe Südamerika, musste auch mit Feuer und Schwert verbreitet werden. Ja, es gibt tatsächlich "Christliche Werte", nur, die sind dem heutigen Christentum, weitestgehend verloren gegangen.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, das man in der Frühzeit, ein Christentum gepflegt hat, wo die Nächstenliebe, aber auch der Pazifismus, eine hohe Bedeutung hatte. Dann ist es natürlich auch vorstellbar, das eine solche Religion, "Magnetkräfte" hatte, die ohne Gewalt, Mitgliedererstarken bewirkte.

    Spätestens aber, als die "Christen" anfingen, mit Kaiser Konstantin, gemeinsam Krieg zu machen, dürften diese Werte im Römischen Reich, verloren gegangen sein. Auch das Christentum, was Karl der Große, vertreten hat, dürfte nur noch ein Abklatsch dessen gewesen sein, von dem, was es mal bis 300, in Rom war.

    Auch der Islam, hat eine Entwicklung durchgemacht. Zwar hat es dort, nie eine friedliche Zeit gegeben, wie im Christentum, aber am Anfang, funktionierten die Ökonomischen und Wissenschaftlichen Bereiche, wesentlich besser, als heute.

    Der Zustand, den man heute bei den Religionen findet, kann einen bis auf Einzelfälle, nur noch abstoßen. Man kann wirklich nur hoffen, das die Religionen, wenigstens hier in Deutschland, komplett durch den freiheitlich demokratischen Rechtsstaat abgelöst werden.

    Grüße, Rudi Gems

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    komplett durch den freiheitlich demokratischen Rechtsstaat abgelöst werden.

    Ganz so einfach ist es nicht. Und ich würde sagen, zum Glück.

    Der Staat, egal in welcher Dispostition kann und darf nicht der Gegenentwurf zur Religion sein. Das wäre vom Regen in die Traufe. Selbst bei dem auch von mir in höchstem Maße geschätzten demokratischen Rechtsstaat.

    Religion ist Privatsache. Und genauso muß natürlich auch die Alternative beim Menschen anfangen. Beim Individuum.

    Nur wenn der Mensch als solcher stark und frei genug ist, seine Verantwortung für das Gemeinwesen wahrzunehmen, wird ein Schuh draus. Und da tritt am Ende sogar die Form der staatlichen Organisation hinter zurück. Solange der Mensch als Basis der Gesellschaft autonom und empathisch ist, wird auch eine daraus resultierende staatliche Organisation diesen Ansprüchen entsprechen.

    Es muß immer beim Menschen beginnen.

    Und da ich ein unverbrüchliches Vertrauen in den Menschen habe, da ich ein unheilbarer Philantrop bin, bin ich zuversichtlich, daß Religion überwunden werden kann.

    Kommentar von riara riarariara

    Du kannst Dir nicht vorstellen wieviel Sympathie ich - im Gegensatz zu dem Ding mit dem 'entledigen' - mit diesem Satz hier habe:

    Solange der Mensch als Basis der Gesellschaft autonom und empathisch ist, wird auch eine daraus resultierende staatliche Organisation diesen Ansprüchen entsprechen.

    Aber in diesem Postulat steckt soviel Utopie, es hört sich gut an, nur ist unsere Gesellschaft (keine Gesellschaft) empathisch genug, um die Ungerechtigkeiten und schlechten Menschen zu absorbieren. Genau das war im übrigen der Ansatz eines gewissen Jesus Christus, nicht umsonst hat er dieses Verhalten von seinen Anhängern gefordert, aber auch prophezeit, dass man es in 'dieser Welt' nicht erhalten wird, obwohl wir heute im Prinzip nicht mehr so weit davon entfernt sind...

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Aber welche Perspektive läßt das denn dann noch offen?

    Wenn keine Gesellschaft dieser Empathie fähig sein kann, können wir uns nur in dieses Unvermögen fügen und fatalistisch dem Ende entgegen sehen.

    Wie sollte eine christliche Gesellschaft hier weiter helfen? Das ließe sich nur dahin mit Sinn erfüllen, daß man annimmt, die Unterwerfung unter das Postulat des Christentums hätte die Kraft, den Menschen zum Wohlverhalten zu nötigen.

    Die Geschichte und auch die Gegenwart stimmt mich da nicht wirklich zuversichtlich.

    Und selbst wenn. Es wäre eben nur eine Moral aus zweiter Hand, wäre aufgeproft und im schlimmsten Falle mit der Androhung von Nachteilen (Verweigerung der Auferstehung) erzwungen.

    Und dann sind wir doch wieder ganz schnell bei Hölle und Gnade.

    dass man es in 'dieser Welt' nicht erhalten wird,

    Und ein zweiter Punkt, der Dir zeigen sollte, wie Atheisten ticken. Da es für uns nur diese eine Welt, dieses eine Leben, die begrenzte Frist des individuellen Daseins gibt, bleibt uns auch nur die Option, in diesem Rahmen zu agieren.

    Nun kann und wird uns sicherlich ein immanenter Altruismus motivieren, über unseren eigenen Erlebenshorizont hinaus für etwas einzutreten. Aber für uns gibt es in Bezug auf die eigene Wohlfahrt nicht die Perspektive, hier irgendwas in außerhalb unseres biologischen Lebens angesiedelte Sphären zu verlagern.

    Wir arbeiten für´s heute und morgen, vielleicht noch gerade übermorgen. Aber darüber hinaus geht es nicht.

    Kommentar von riara riarariara

    Aber welche Perspektive läßt das denn dann noch offen?

    Wie sagen die Juden "Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt", so kann man es halten, ob man das nun christlich oder atheistisch anstellt, spielt erstmal keine Rolle, nur wird ohne ein festes Gefüge daraus keine Weltbewegung. Greenpeace oder 'Die Grünen' sind gute Beispiele, dass man die Welt sehr wohl verändern kann, auch Miseror und die Diakonie sind Beispiele dafür...

    Und ein zweiter Punkt, der Dir zeigen sollte, wie Atheisten ticken. Da es für uns nur diese eine Welt, dieses eine Leben, die begrenzte Frist des individuellen Daseins gibt, bleibt uns auch nur die Option, in diesem Rahmen zu agieren.

    Und 'uns' bleibt auch nur die eine, hier muss man zeigen was für ein Mensch man ist...theologisch wie weltlich, die Calvinisten lebten sogar unter der Prämisse, dass man erfolgreich sein muss...

    Meinst Du eigentlich, dass die Christen in der Hilfe für Arme und Bedürftige das tatsächlich Ihr eigenes Seelenheil tun? Dann bist Du aber schief gewickelt...

    Kommentar von Rudigems RudigemsRudigems

    Teilzitat von riara:

    Meinst Du eigentlich, dass die Christen in der Hilfe für Arme und Bedürftige das tatsächlich (für) Ihr eigenes Seelenheil tun? Dann bist Du aber schief gewickelt...

    Weist Du riara? nach allem was von Dir gelesen habe, scheinst Du ja ein ganz sypathischer Mensch zu sein. Ja, mehr noch Du scheinst auch intelligent und wohlwollend zu sein. Aber, Du scheinst einseitige Erfahrungen gemacht zu haben. Du hast offensichtlich, nur die Sahnehaube der Christen kennen gelernt.

    Ich habe ausschließlich schlechte Erfahrungen mit Christen gemacht, wenn ich sie länger kennen lernen durfte. Insbesondere, ist es das "Todesurteil" bei allen Christen, die ich kenne, wenn man offen zu verstehen gibt, das man elementare Dinge des Glaubens, nicht akzeptiert, und sogar verurteilt. In der Regel, wird man erst, äußerst aggressiv angemacht, um dann "Luft", für diese Menschen zu werden.

    Vor allen Dingen, wenn man auf sexuelle Probleme hinweist, die aus Religionen stammen, wird man derart angemacht, als wenn man einer Christin an die Wäsche gegangen wäre. Für sowas, habe ich nicht das geringste Verständnis. Auch finde ich es durchaus angebracht, über die Widersprüche, die Gewalt, die Gewaltverherrlichung, die Drohungen und Spinnereien aus der Bibel, hinzuweisen. Wem als Christ, sowas völlig egal ist, und er trotzdem weiter macht, und sogar den Überbringer der Nachricht, anfährt und runter macht, braucht er sich natürlich, über Aversionen, von meiner Seite, nicht zu wundern. Mit solchen Menschen, breche ich jeglichen freiwilligen Kontakt ab, und gehe lieber meine eigenen Wege.

    So habe ich nicht das geringste Verständnis, für Menschen, die bei jeder Gelegenheit, auf das Leben nach dem Tod, oder dem Jüngsten Gericht hinweisen. Und wenn sie es mit einer Drohung verbinden, sind es für mich, sogar Verbrecher. Wir leben jetzt erstmal im Diesseits, und alle Jüdisch-christlichen Religionen, haben ihre Spielregeln, in erster Linie, für das Diesseits. Ich möchte jedenfalls, meine ca. 80 Jahre, hier im Diesseits, so gut wie möglich gestalten, und mich in keiner Weise auf das Jenseits vorbereiten. Das überlasse ich.... na, ja, lassen wir das. Deine Einstellung, riara, das das Jenseits, einen solchen Schwerpunkt im Dieseits haben soll, kann ich in keiner Weise teilen. Das hieße nämlich in letzter Konsequenz, das ich es mir zur Aufgabe machen müsste, soviele Menschen wie möglich zu töten, damit sie endlich vom Dieseits erlöst würden.

    Lebe deine Religion, riara. Fühle dich mit den Menschen, die deine Religion teilen, wohl, aber verschone uns, mit deinen Vorstellungen, vom Jenseits. Einige von uns, möchten sich ihr Diesseits, so schön wie möglich machen, und möchten dieses Anliegen nicht vermiest bekommen. Akzeptiere das bitte, dann können wir auch Freunde bleiben.

    Grüße, Rudi Gems

    Kommentar von riara riarariara

    Ich verstehe langsam wo Du herkommst, aber - ganz ehrlich -, ich kann das nicht nachvollziehen. In mehr als 20 Jahren erlebter Gemeinde, ist mir so etwas noch nie vorgekommen, ich erinnere mich z.B. gut an Diskussionen in Hauskreisen, wo es ganz konkret um ehelichen Sex ging (die waren verheiratet, jetzt nicht wieder als konservative Einschränkung betrachten), ich war damals 19 und mir war es unglaublich peinlich, den Eheleuten und Anwesenden aber offenbar nicht. Dann ging unsere alte Dame im Kreis auch noch ins Detail, ich war echt baff...

    Das ist jetzt knapp 25 Jahre her, in meiner Funktion als Kirchenvorstand in Nairobi habe ich genau solche Themen zigmal auf dem Tisch gehabt, das ist Teil einer jeden Gemeinde, deswegen musst Du mir meine Überraschung irgendwie abnehmen...

    Auch das Dogmatische kenne ich eher aus der ehemaligen Kirche meiner Frau, die Pfingstler sehen das schon ein wenig enger, nie hätte ich mich da getraut den 'Hokuspokus' (Wunder, Heilungen, Zungen-Reden) in Frage zu stellen, es kam mir unendlich blöd vor, aber wenn ich irgendwo zwischen anderen Pfingstlern sitze dann bin ich halt mal still und lasse es über mich ergehen...:-)

    Also nochmal, in meiner EKD-Gemeinde kenne ich solche Dinge nicht, durch die zentrale Lage der Gemeinde und unsere vielfältigen Aktivitäten findet man oft Nicht-Gläubige in und um das Gotteshaus versammelt, selbst wenn da einer mit "Oh, alles nur Blödsinn" anfängt, wird er deswegen nicht des Platzes verwiesen, bei uns soll man sich wohlfühlen, alleine die Zusammensetzung unseres Kindergartens stellt bei jeder Elternveranstaltung eine christliche Minderheit zusammen, bis her war das aber mehr als bereichernd, im Gegenzug wurden wir u.a. bei den Moslems und Hindus eingeladen, was wir auch dankend angenommen haben...

    Fühle dich mit den Menschen, die deine Religion teilen, wohl, aber verschone uns, mit deinen Vorstellungen, vom Jenseits. Einige von uns, möchten sich ihr Diesseits, so schön wie möglich machen, und möchten dieses Anliegen nicht vermiest bekommen.

    Damit kann ich leben, nur möchte ich dann mal wissen, warum es hier so populär ist, den Christen die Vorstellung "Nach dem Tod ist alles aus" so überaus eindringlich zu schildern, ich denke das tut auch vielen weh, mir nicht...ich kann darüber nur lachen...

    Kommentar von riara riarariara

    Nicht nur dann, ähnlich verlief es sowohl in Britanien/Irland wie dann auch später in den nördlichen Gefilden (Skandinavien/Island) die Auseinandersetzung mit dem Schwert fand mit dem Islam statt...

    Es gab keine christlichen Feldzüge mit oder unter Konstantin, da solltest Du Dein historisches Bild mal ein bisschen verändern. Auch die ersten Jahrhunderte waren keineswegs von Glaubenskriegen geprägt, denn die Christianisierung der Bevölkerung war da ja längst abgeschlossen...

    Auch das was man gemein hin das 'Dunkle Zeitalter' (MA) nennt, war nach heutiger Sachlage um einiges besser als die Zeit vor der römischen Besiedlung und der darauf folgenden Reichsgründung durch Karl den Großen...

    Sicher gibt es zwischen dem Hochmittelalter und der Aufklärung einiges an schlimmen Dingen, die man auch nicht abstreitet oder schönredet, ob es aber dazu geeignet ist die Kirche und Religion deswegen nun völlig abzulehnen weiß ich nicht. Vergleichen kann man auch die Reichsführung deutscher Könige und Kaiser nicht mit der einer Bundesrepublik, also müsste man ja davon auch Abstand nehmen, im Hinblick auf die jüngste Geschichte ja sogar noch entsetzter reagieren. Das ist eine alte Taktik von Kirchenhassern, die ich nicht akzeptiere, es gibt einen himmelweiten Unterschied zwischen der kirchlichen Praxis von vor 500 Jahren und heutiger Zustände. Ich kann verstehen, wenn man sich einem 'Glaubenskonstrukt' nicht unterwerfen will, einem die Kirchen zu konservativ oder verbohrt sind, aber die Ursachen nur an einer 2.000jährigen Geschichte fest zu machen, ist genauso falsch wie einen Deutschen dafür zu hassen, dass seine Großväter halb Europa vergewaltigten...

    Wenn man sich fair mit dem Thema Religion auseinandersetzt, dann verurteilt man Dinge, die sich gegen Recht und Ordnung wenden, dazu gehören im übrigen auch so manche christliche Splittergruppe, die Islamisten sowieso, nur diese Beispiele als Maßstab zu benutzen, also den Jedermann-Christ oder -Moslem zu unterstellen, er wäre auf dem Weg zum Extremisten ist unehrlich, es macht auch für 99% der Christen in diesem Land überhaupt keinen Sinn, die scheren sich nämlich nicht wirklich um die Ungläubigen, auch wenn die das gerne so hätten...

    Kommentar von Rudigems RudigemsRudigems

    Teilzitat von riara:

    Es gab keine christlichen Feldzüge mit oder unter Konstantin, da solltest Du Dein historisches Bild mal ein bisschen verändern.

    tz,tz, Das damals, Konstantin, gegen das östliche Reich gezogen ist, mit den Kriegern, die das Kreuz auf ihren Schutzschildern hatten, ist gesicherte Historie. Iwieweit, solche Krieger, dann nur Namenschristen waren, ist eine andere Frage.

    Dein Vergleich, zwischen Königshäusern und Adeligen, als Regierung und die Regierungen demokratischer Prägungen, auf der einen Seite, und den Christen im Mittelalter und den heutigen Christen auf der anderen Seite, hinkt. Die Demokraten, geben sich Mühe, und werden zur Mühe, durch den Wähler gezwungen. Die Religionen, igeln sich nach wie vor ein, und verherrlichen die Gewalt. (Glaub mir, ich hatte intensiven Einblick in christliche Religionen, bis auf den heutigen Tag (60 Jahre lang).)

    Natürlich ist vieles besser geworden. Das ist aber fast nie der eigenen Einsicht zu verdanken gewesen, sondern dem Druck der Menschen, weil sie sich in Scharen von den Religionen, angewidert abgewendet haben. Es sind nicht alle Christen so wie Du! riara! Ich fürchte, Du kämpfst auf verlorenen Posten? Wenn es wenigstens 20% Christen gäbe, so wie Du riara, oder annelisa (Sie möge mir den ungefragten Vergleich entschuldigen?), könnte ich mich glatt für das Christentum erwärmen. Aber in dem Zustand, wie es heute ist, kann ich ihm nur den baldigen Untergang wünschen. Da spielen auch "Jedermanns-Christen", für mich, überhaupt keine Rolle.

    Grüße, Rudi Gems

    Kommentar von riara riarariara

    Du verwechselst da was! Constantin war oströmischer Kaiser, gegen welches Reich ist er denn gezogen, oder noch besser gefragt wann wurde er denn angeblich zum Christen?

    Ich kann mir Dein Bild unserer Kirchen nicht erklären, oder sagen wir mal so, ich kann es mir nur so erklären, dass Du eine schlimme Erfahrung in Deinem Umfeld gemacht hast. Vor meiner Zeit in Kenia war ich auf diversen Veranstaltungen der EKD, u.a. auch auf sogenannten Seminaren, die der Ausbildung unseres Laientums geschuldet waren. In keiner einzigen Veranstaltung habe ich je irgendwelche Hardliner getroffen, kein einziger Pfarrer oder Bischof steht irgendwelchen Entwicklungen entgegen, die letztlich den Menschen zu Gute kommen. Wir haben viele Jahre um die Anerkennung der Homosexuellen in unserer Kirche gekämpft, gegen den Widerstand älterer Generationen und Christen, die sich eher im unteren sozialen Spektrum aufhalten. Letztendlich sind alle Forderungen umgesetzt worden, die Forderungen die sich aus den Gemeinden ergeben, denn die erarbeiten in Ihren Gremien die Entwürfe für solche Entscheidungen, die Macht haben die Kirchenvorstände der Gemeinden, der Pfarrer ist lediglich eine Stimme in einer gewählten Runde von mindestens 8!

    Wir haben auf dem letzten Weltkongress der Lutheraner in Stuttgart unsere Einstellung verteidigt, gegen den Unwillen vieler Brüder und Schwestern aus Afrika und den USA, nur sind unsere Kirchen eigenständig, ja selbst die Gliedkirchen (z.B. Berlin/Brb) und selbst einzelne Gemeinde haben das Recht, sich gegen beschlossenes zu wehren, die Entscheidung homosexuelle Partner unserer Pfarrer in der Dienstwohnung zu akzeptieren ist vielen nicht leicht gefallen, aber nicht eine Gemeinde hat sich bisher geweigert es auch umzusetzen, dass zeigt, dass Du Dich in diesem Fall ein wenig irrst...

    Auch bei den Katholiken läuft viel auf Gemeindeebene, was man dem Bischof oder Rom nicht berichtet, alleine der Taizee Kongress, den wir zum Jahreswechsel in Berlin hatten, zeichnet ein ganz anderes Bild der Gläubigen, vor allem weil es so viele jungen, engagierte Menschen waren, die aus der ganzen Welt nach Berlin strömten, diese Tradition entstammt dem französischen Katholizismus und ist etwas ganz besonderes...

    Kommentar von StevO777 StevO777

    Lieber riara,

    Wir haben viele Jahre um die Anerkennung der Homosexuellen in unserer Kirche gekämpft, gegen den Widerstand älterer Generationen und Christen, die sich eher im unteren sozialen Spektrum aufhalten.

    Auch ich will, dass die frohe Botschaft alle Menschen erreicht, aber dennoch müssen die Tatsachen, die uns überliefert wurden und Gott gegeben sind, berücksichtig werden. Gott schuf Frau und Mann, damit sie ein Fleisch seien, sich mehren, und was Gott zusammengefügt hat soll der Mensch nicht trennen. 1.Moses 1, 27-28; Matt 19, 6;

    Also ist Homosexualität, Sodomie und dergleichen nicht der Wille Gottes. Nun liegt es zwar nicht an uns zu richten und zu urteilen, aber auf die Wahrheit hinzuweisen und die Wahrheit zu lehren, dass ist unsere Aufgabe. Matt 28, 20;

    Homosexuelle im Dienste der Verkündigung ist ein Widerspruch an sich. Man stelle sich vor, Homosexuelle predigen zB. Römer 1, 27; Und in diesem Fall sind die Aussagen von Paulus nicht persönlicher Natur, sondern haben allgemeine Gültigkeit. Denn wenn Paulus seine persönliche Meinung kund tat, dann erwähnte er dies auch expelzit. siehe 1.Kor 7, 6-7 (pers.mein. über Ehe und Ehelosigkeit), 1.Tim 2, 12 (gestatte ICH nicht);

    Mich persönlich kränkt es, wenn im Pfarrheim, wo einst Martin Luther und seine Frau Katharina von Bora mit Familie lebten, nun Homosexulle ihr Unwesen treiben.

    Ihre Äußerung: "Christen, die sich eher im unteren sozialen Spektrum aufhalten." Erweckte in mir, einen Brechreiz. Zur Erinnerung: Jesus selbst, kam aus Nazareth und Petrus war ein einfacher Fischer, keine Wohlhabenden und Durchstudierten.
    Und auch wenn diese Kleinen in der EKD scheinbar keine Macht haben, so müssen die "Mächtigen", wenn sie nicht auf diese Kleinen höhren, dann eines lernen, nämlich ohne diese Kleinen auszukommen.

    "Sehet zu, daß ihr nicht jemand von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit in das Angesicht meines Vaters im Himmel." Jesus Christus in Matthäus 18, 10;

    Ich appeliere auch auf die Vernuft, denn die Kirche verliert durch Homo-Segnung,-Hochzeit,-Ordination total an Glaubwürdigkeit. Die Homosexuellen wollen ihre Verwirrung ausleben, aber den Segen Gottes gibt es dafür nicht. Amen.

    In Frieden, Stefan.

    Kommentar von riara riarariara

    Mit der Meinung gehörst Du zu einer sehr kleinen Minderheit, ich empfehle Dein gestörtes Verhältnis zu Schwulen zu normalisieren...

    Ansonsten denke ich muss ich das nicht weiter vertiefen, man muss Schwule oder Lesben nicht mögen, nur darf man sie auch nicht hassen oder diskriminieren, in dem Moment wo man das tut fliegt man aus Betrieben, hat Probleme mit der Polizei und in unserer Gemeinde, die sowohl Studierte wie auch HartzIvler mit offenen Armen empfängt, wird man sicher zum Außenseiter...:-)

    Kommentar von Rudigems RudigemsRudigems

    Danke riara! Mir ist Du Lust vergangen zu kommentieren, nachdem ich dieses Zeug gelesen hatte. Die Ruhe, die Du immer noch aufbringen kannst ist bewundernswert. Da bist Du mir in der Intelligenz, wohl weit überlegen.

    liebe Grüße, Rudi Gems

    Kommentar von StevO777 StevO777

    Lieber riara,

    Du verstehst nicht, ich kenne viele Homosexuelle, habe ihnen viel zu gehört und ich bin der letzte der Homosexuelle kriminalisieren würde.

    Aber es ist sehr gefährlich Homosexualität als von Gott abgesegnet zu erklären. Der Vertrag ist mit Gott geschlossen und seine Vorgaben sind uns ein Licht.

    Wo bleibt sola scriptura? Ist die hl. Schrift nun ein wertloses Stück Papier geworden, dessen Inhalt eine Korrektur des Menschen erfordert? Oder ist nun Willkür anstelle Gottes Wille getreten?

    Wie kommen Sie auf eine kleine Minderheit? Die Mehrheit der Gesellschaft und somit auch der Gläubigen, sieht sich nicht durch Homosexuelle vertreten und steht Homosexualität kritisch gegnüber.

    Oder kämpfen sie ledeglich für Akzeptanz von Homosexuellen und übetreiben einfach das Ganze ein bißchen. Reicht nicht ein "Richtet nicht damit ihr nicht gerichtet werdet"? Warum dann auch noch den Segen Gottes erzwingen? Und die Gesellschaft dazu zu nötigen, Homosexualität gut zu heißen?

    Wenn Sie die Entwicklungen verfolgen, so müssen Sie eines eingestehen, die Homodebatte schädigt die Kirchen, führt zu Zwist und Spaltung.

    Und Hören Sie bitte auf mit dem Drohen, dass ist mehr wie lächerlich. Ich bitte Sie in einer Welt wo alles stirbt, soll ich mir gedanken machen über Ausgrenzung?

    Alle Ehre dem wahren Gott.

    Der Friede sei mit Dir.

    Kommentar von StevO777 StevO777

    PS: Das ganze ist doch ziemlich Off-Topic, wenn Sie wirklich interesse haben mir Ihren Standpunkt näher zu erläutern, dann tät ich PN vorschlagen.

    mit freundlichen Grüßen, Stefan.

    Kommentar von riara riarariara

    Ich glaube ich kenne das Grundgesetz ganz gut, es definiert ganz klar was in diesem Land angemessen ist oder nicht. Die Streichung des 'Schwulenparagraphen' aus dem StGB hat die letzten Zweifel ausgeräumt, so sind die Schwulen und somit auch die Lesben keineswegs ein Fremdkörper in unserer Gesellschaft, auch wenn Ihnen das offenbar so vorkommt. Als Christ steht Ihnen das Richten von Menschen nicht zu, zudem müssen sie als Christ die Gesetze unseres Landes respektieren. Solange wir nicht erkennen, dass wir keine moralische Überlegenheit über Menschen haben, die Ihre Liebe dem eigenen Geschlecht entgegenbringen, solange werden Sie selbst nicht verstehen was 'Wahre Liebe' bedeutet, diese ist aber unbedingt erforderlich um sich eins mit unserem Herrn Jesus Christus zu fühlen, sie haben da offenbar ein Problem, diesmal nicht nur rechtlich, sondern sogar theologisch...

    Kommentar von StevO777 StevO777

    Irgendwie hab ich den Eindruck Sie verstehen immer noch nicht was ich meine, aber nun gut, müssen Sie auch nicht.

    Die Streichung des 'Schwulenparagraphen' aus dem StGB hat die letzten Zweifel ausgeräumt

    Ist das StGb gleichzusetzten mit der hl.Schrift? Hat nun das weltliche Gesetzbuch, die Authorität für Gläubige wie die Weisungen Gottes? Meines Erachtens, nein. Aber wie ich voher schon geschrieben habe, Homosexuelle zu kriminalisieren sehe ich auch als nicht richtig.

    "Zum Glauben kann und sollst du niemanden zwingen" 'Denn beim Glauben handelt es sich um ein freies Werk, zu dem man niemand zwingen kann; ja, es ist ein göttliches Werk im Geiste, geschweige denn, dass äußere Gewalt es erzwingen und schaffen könnte. Daher ist der verbreitete Spruch genommen, den Augustin auch hat: "Zum Glauben kann und soll man niemand zwingen."' Martin Luther in 'Von weltlichen Obrigkeit und wieweit man ihr Gehrosam schuldig sei'

    Aber nun zum Wesentlichen, wie erklären Sie, dass Homosexualität von Gott abgesegnet sein soll? Welche Ausage Christi veranlasst Sie zum Schluß so etwas anzunehmen.

    Wäres nicht viel vernünftiger die Sache Gottes, Gott zu überlassen und die Gesetz der Welt, dem Weltlichen?

    Warum soll ein Christ, ja zur Homosexualität sagen? Es sozusagen nicht nur tolerieren, sondern sogar gut heißen?

    Interessanterweise gibt es Menschen mit homosexuellen Neigungen, die aber auf Grund der Sache Christi, ihre Neigungen nicht mehr leben wollen und sich ändern wollen. Was sagen Sie dazu?

    Auch ich erlebte Menschen die es nicht gut ging mit ihrem homosexuellen Leben, und in der Religion halt suchten. Für diese war Religion wie ein heiler Hafen, eine Orientierung, ohne dem weltlichem Chaos.

    So erzählte mir ein junger Homosexueller, dass er sich missbraucht fühle, dass ein Teil in ihm sich wünsche, er hätte nicht solch Unzucht getrieben und sich der Lust hingegeben. Er war an Aids erkrankt und er selbst sah darin seine Bestrafung für seine Ausschweifungen und er suchte nach Antworten, darum fing er an sich für Religion zu interessieren, nicht um seine Homosexualiät zu legitimieren, sondern um Antworten zu finden.

    Haben nicht auch Homosexuelle die Wahrheit verdient?

    Bedeutet nicht auch Jesus zu lieben, ihn so zu lieben wie er ist. Und wenn Jesus Christus, Homosexualität nicht gut heißt, so ists doch wahr und gerecht. Verstehen Sie, wenn aus der christlichen Sicht, Homosexualität ein Ausdruck von Verirrung ist, so ist doch auch zu respektieren, selbst wenn mensch selbst es nicht so sieht.

    Wie denken Sie über Paulus? Finden Sie wirklich er wäre ein Fall für die Polizei? Einer der "unteren sozialen Schichten", "einer sehr kleine Minderheit" angehörig?

    Ich liebe Jesus Christus, den Paulus, und Martin Luther, ich nehm sie an, so wie sie sind, sind wir Christen doch alle eins in Christus. "Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe." Jesus in Joh 15, 12.

    Und auch wenn mir einige Äußerungen von Paulus nicht gefallen (in Bezug der Stellung der Frau) und auch wenn die antisemitischen Äußerungen Martin Luthers, letzendlich verherrende Folgen hatten, so lieb ich sie trotzdem. Denn auch ich bin nicht ohne Sünde und voller Fehl. "Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein" und wie schrieb Johannes in seinem ersten Brief, "Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns." 1.Joh 1, 8-10

    In Frieden, Stefan.

    Kommentar von Rudigems RudigemsRudigems

    @ Stefan!

    Das ist eine Beleidigung deines Gottes, Stefan, was Du hier machst. Du stellst ihn dar, als wenn er nicht bis 3 zählen könnte. Er hat also alle Tiere erschaffen? Wieso, hat er dann bei vielen Tieren, die Homosexualität fest installiert? Entweder, ist dein Gott, allmächtig, dann passieren ihm solche Schnitzer nicht, oder aber, er hat die Homosexualität, was wesentlich wahrscheinlicher ist, zu einem festen Programm seiner Schöpfung gemacht. Dann wäre es aber wieder unsinnig, wenn er solche dummen Sachen in ein Buch schreiben ließe, wie, das die Homosexualität von Gott verflucht würde. Ich kann doch als Gott, mich nicht darüber aufregen, das es etwas gibt, was ich selber erschaffen habe? Was ist denn daran göttlich? Sowas Dummes macht höchstens der Zauberlehrling bei Goethe

    Es drängt sich doch hier, einfach der Verdacht auf, das die Bibelschreiber, alle von Gott inspiriert sein sollten, eher vom Wunschtraum, denn von der Tatsache genährt worden ist. Alles sieht so aus, als wenn völlig profane, opportunistische Gründe, der Vater des Gedankens waren, als selbiger wie er in der Bibel steht, der Gedanke, des Vater Unsers?

    Es ist völlig unzeitgemäß, weiterhin in der Art, gegen Menschen vorzugehen, die eine Sexualität leben, die sie vom Schöpfer bekommen haben. Selbst wenn es vor 3000 Jahren, Probleme mit der Homosexualität gegeben hat, sind sie in keiner Weise, heute noch aktuell. Homosexuelle, betreiben "verbotene" Zärtlichkeiten. Das könnte Dritte, sowas von schei...egal sein, wie es nur egal sein kann. Die Vermutung aber, das ausgerechnet ein Gott der Liebe, mit einem Hauptgebot der Nächstenliebe, etwas gegen Zärtlichkeiten haben könnte oder sollte, die niemanden schädigen, hört sich für den objektiven Menschen an, als wenn man Speiseeis mit Senf garnieren wollte.

    Grüße, Rudi Gems

    Kommentar von StevO777 StevO777

    Hallo Rudi,

    Wieso, hat er dann bei vielen Tieren, die Homosexualität fest installiert?

    Sind wir etwa (homosexuelle) Tiere? Wenn Gott, Schnecken Zwitter macht, heißt es doch auch nicht das alle Tiere nun Zwitter sein müssen. Wie steht geschrieben, "ein jedes nach seiner Art." 1.Moses 1, 21

    Den Mensch schuf er als Mann und Frau, damit sie ein Fleisch seien, und was Gott zusammengefügt hat, soll Mensch nicht trennen. 1.Moses 1, 27-28; Matt 19, 6;

    Alles sieht so aus, als wenn völlig profane, opportunistische Gründe

    Deine Meinung, dein Glaube.

    als wenn man Speiseeis mit Senf garnieren wollte.

    Eine ausgesprochene gewagte Kombination, aber warum nicht, Geschmecker sind verschieden.

    Das könnte Dritte, sowas von schei...egal sein

    Ja also, dann braucht es ja auch keine öffentliche Anerkennung. Ist ja ohnehin jedem selbstüberlassen, was mensch vögelt, solange es keine Straftat nach dem StGb ist und wie uns riara wissen ließ, ist Homosexualität keine Strafttat mehr. Also können ja alle zufrieden sein.

    Aber mal was anderes, wie sieht es dann bei Sodomie aus, die Sodomisten kämpfen ja auch um Anerkennung. Noch ist es zwar nach dem StGb, Tierquälerei bzw. Sachbeschädigung, aber wer weis, werden dann die Kirchen auch... Makaber, makaber das Ganze. Fast schon ekelhaft.

    Kommentar von StevO777 StevO777

    ach was heißt hier fast, das ist total ekehaft. Absolut obskur.

    Da Lob ich mir Gott der sich nicht verwirren lässt.

    Kommentar von riara riarariara

    Jetzt sind wir also auch noch bei den Sodomisten angekommen, wer jetzt denkt, das geht in die gleiche Richtung wie Homosexualität der ist - offenbar - ein wenig gestört in seiner Wahrnehmung...

    Aber gehen wir doch wieder auf das - uns bekannte - heterosexuelle Fundament zurück, auch da - bin ich mir sicher - gibt Ihnen Ihr Verständnis der hl. Schrift sicher Rätsel auf, wie kommt es, dass sich Paare mit Praktiken vergnügen, die nun alles andere als notwendig für die Fortpflanzung sind. Mir ist zu Ohren gekommen, dass es offenbar vielen Spaß macht, sich Sexspielzeug zu ordern oder die gemeinsamen Stunden mit anderen Menschen zu teilen. Ich kann mich irren, aber alles das ist nicht der Sex, den die Schreiber des AT und NT als 'normal' oder 'angemessen' beschreiben würden. Nur was nutzt uns das heute? So wie wir doch sicher keine unterschiedliche Meinung über die Gültigkeit mosaischer Gesetze haben, so sollte uns der Umstand bewusst sein, dass die Gesellschaft sich weiter entwickelt, der moralische Fingerzeig ist im Hinblick auf die Rückbesinnung einer 2.000 Jahre alten Schrift wohl nicht angebracht, kaum ein Christ dürfte so leben wie vor 2.000 Jahren, muss er auch nicht

    Kommentar von Rudigems RudigemsRudigems

    Man könnte sich natürlich jetzt fragen, ob wir noch beim Thema sind. Ich bin der Meinung, wir sind mitten drin. Warum eine Religion verschwindet, so wie in der Frage gefragt, hängt wesentlich davon ab, wie eine solche Religion gelebt wird.

    Keine Religion, die ich kenne, steht dem Problem, gleichgültig gegenüber. Ja, selbst Gelassenheit, findet man nicht. Überhöhte Ansprüche, die letztlich kein Mensch erfüllen kann, sind die Regel. Ja, selbst spitzelartige Strukturen, insbesondere in sektenähnlichen Gemeinschaften, sind die absolute Üblichkeit, ja, man möchte sagen Selbstverständlichkeit.

    So hatte ich mich eine Weile, mit Austeigern bei den ZJ beschäftigt. Es mag Zufall gewesen sein, aber bei keinem einzigen der Fälle, (Ca. 100), ging es letztlich nicht um die Sexualität, als Rauswurfgrund. Insbesondere Menschen, die in die ZJ reingeboren waren, litten unter dem sexuellen Mief, der dort üblich ist. Als wenn in der Bibel stände, "Du sollst dein Hauptaugenmerk auf die Sexualität deines Nächsten richten, ihn in der Art eines Spitzels überwachen, und alle kleinsten Verstöße, deinem Ältesten melden." Ja, selbst solche Selbstverständlichkeiten, das es eine Freiheit in der Kleiderwahl gibt, ist bei ZJ nicht üblich. Frauen und Mädchen, müssen Kleider oder Röcke tragen. Insbesondere Teenies bei den Z J empfinden sowas als Belastung, und lässt sie zu Hosenröcke greifen.

    Im Laufe der Geschichte, ist man als Mensch, bei Religionen, vom Regen in die Traufe gekommen. Jede neue Religion, die einem mit Gewalt aufgedrängt wurde, war schlimmer als die Vorhergehende. Erst in neuester Zeit, scheint es hier einen Wandel zu geben. Zum ersten Mal in der Geschichte, ist es den Menschen möglich, auch bei ihrer Religion, mit den Füßen abzustimmen. So das man schon froh ist, das hier bei GF, einige Kommentare eingestellt werden, die diesen Vorgang beschleunigen.

    Auch die Frage, mit der Sodomie, wirft Fragen auf. Mir sind von Sodom, nur die Homosexualität bekannt. Wo steht dort etwas von anderen Praktiken? Deshalb, ist für mich, z.Zt. Sodomie, erstmal Homosexualität. Aber, ich bin ja lernfähig.

    Grüße, Rudi Gems

    Kommentar von StevO777 StevO777

    ...litten unter dem sexuellen Mief, der dort üblich ist.

    Es ist selstsam, wenn plötzlich das Natürlichste auf der Welt zum Problem gemacht wird. Echt komisch, wenn "geistige", sogenannte "sprirtuelle", "religiöse" Menschen daraus ein Dogma bzw Sünde machen.

    "Du sollst dein Hauptaugenmerk auf die Sexualität deines Nächsten richten, ihn in der Art eines Spitzels überwachen, und alle kleinsten Verstöße, deinem Ältesten melden."

    Das trifftt es so ziemlich. Wenn wir die Lehre von Jesus Chritus aber genauer betrachten, dann sehen wir aber, "Was vomm Fleisch geboren ist, das ist Fleich und was vomm Geist geboren ist, das ist Geist." Jesus in Joh 3, 5

    Also macht und ist Natur, was Natur eben ist und macht. Die Sexualität ist etwas absolut natürliches und nichts böses, wer etwas Anderes behauptet der lügt.

    Und das was aus dem Geist ist, lässt sich nicht beschmutzen, zerteilen, töten, kreutzigen oder sonst irgendwie manipulieren. "Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist." Jesus in Joh 3, 8.

    Und wie schrieb der Heidenapostel Paulus, "Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf." 1.Kor 10, 23

    Alles Andere trifttet ab in "Gerecht durch Werke"-Versuche.

    Was die sexuelle Orientierung betrifft: Wie uns aus der Entwicklungspsychologie bekannt ist, gibt es mehrere Phasen des sexuellen Erwachens, Modell nach Freud: Zum ersten die Autoerotische Phase, und dann die Heteroerotische Phase: diese beginnt mit der „Homosexuelle" Phase, und geht über auf die “Heterosexuelle“ Phase.

    Für mich bleibt die Eigenschaft des Menschen, sich mit dem anderen Geschlecht zu vereinen, eine Naturgegebene und Gottgeschaffene. Heterosexualiät als Gottes Wille.

    Im Laufe der Geschichte, ist man als Mensch, bei Religionen, vom Regen in die Traufe gekommen. Jede neue Religion, die einem mit Gewalt aufgedrängt wurde, war schlimmer als die Vorhergehende.

    Und wir erinnern uns, der Sohn Gottes, wegen Gottes-Lästerung angeklagt und letztendlich wegen Rebellion gegen den römischen Kaiser ans Kreuz genagelt. Eigentlich sollte der Mensch lernen, wie hab ich bereitsgeschrieben:

    "Zum Glauben kann und sollst du niemanden zwingen" 'Denn beim Glauben handelt es sich um ein freies Werk, zu dem man niemand zwingen kann; ja, es ist ein göttliches Werk im Geiste, geschweige denn, dass äußere Gewalt es erzwingen und schaffen könnte. Daher ist der verbreitete Spruch genommen, den Augustin auch hat: "Zum Glauben kann und soll man niemand zwingen."' Martin Luther in 'Von weltlichen Obrigkeit und wieweit man ihr Gehrosam schuldig sei'

    z.Zt. Sodomie, erstmal Homosexualität.

    Sodomie wird umgangsprachlich für Zoophilie verwendet. Eine äußerst extreme Form der sexuellen Verirrung.

    auch Dir eine schönen Gruß, Stefan.

    Kommentar von StevO777 StevO777

    bei den Sodomisten angekommen, wer jetzt denkt, das geht in die gleiche Richtung wie Homosexualität der ist - offenbar - ein wenig gestört in seiner Wahrnehmung...

    Das sagen Sie mal zu einem Sodomisten, der wird Ihnen ein ganz anderes Bild versuchen zu vermitteln. Gibt da einen interessanten Film darüber, hab ihn mir zwar nicht ganz angesehen, aber allein der Trailer davon war aufschlußreich, die scheinen wirklich (intime) "Liebe" zu Tieren zu empfinden. "Zoo" US-Docu aus dem Jahre 2007.

    Noch kurz zum "biblischen" Sex: Mann und Frau, ein Fleisch, Mensch solls nicht trennen. Amen.

    Noch schöne Grüße, Stefan.

    Kommentar von waldfrosch waldfroschwaldfrosch

    Und Europa gegenwärtig !

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    Antwort von Fotoclub Fotoclub

    Die jetzt dominanten Religionen werden irgendwann auch Geschichte, wenn keine mehr an sie glaubt.

  • 6
    RatgeberHelden Antwort von Merzherian Merzherian

    Die Religionen gingen mit den Völkern unter, die sie praktizierten.. Ein unrühmliches Beispiel hierfür sind die Mayas, Atzteken, Tolteken, die durch die katholischen Eroberer gnadenlos ausgerottet wurden. Die katholische Kirche hat alles getan, um den "Aberglauben" in ihrem EInflußbereich nicht weiter bestehen zu lassen. Christianisiert wurden die Völker,ob es nun Germanen, kelten oder die Brüder und Schwestern auf dem schwarzen Kontinent sind.

    Das mit demVerlust der eigenen Religionen, die oft Naturrellgionen waren, auch ein nicht zu ersetzendes Kulturerbe der Menschheit verloren ging, ist eine weitere bittere Seite, die uns die Ausbreitung des katholisch,christliche Glaube beschert hat.

    Die älteste monotheistische Religiom, das Judentum lebte mehr oder weniger assimiliert zeitgleich mit und in anderen Hochkulturen. Die Juden behielten ihren Glauben mit all seinen Nuancen, versuchten aber nicht, die anderenGlaubensformen zu vernichten. Als Jude wurden die anderen Gottheiten abgelehnt, aber nicht zerstört und die Anhänger getötet.

  • 6
    Antwort von Laura3495 Laura3495

    Richtig aufgehört haben die alten Religionen nicht - die "aktuellen" Weltreligionen bestehen zu Teilen noch daraus. Auch das Christentum hat sich ein paar Sachen von den Ägyptern oder Römern abgeguckt, denn so etwas geht nicht einfach spurlos vorbei.

    Auch im Mittelalter kannst du noch Spuren des ägyptischen Glaubens feststellen: Dort galt der Pharao wie ein Gott, und der mittelalterliche König war direkt von Gott eingesetzt. Es gibt viele solcher Verbindungen, und auch wenn die alten Religionen in ihrer Reinform vertrieben wurden, sind sie doch nicht ganz verschwunden :-)

    Kommentar von Melanie19880203 Melanie19880203Melanie19880203

    Stimmt. Nur sagt man nicht Christentum, sondern Christenheit, da das Christentum sich von allen heidnischen Einflüssen fern hielt ... im Gegensatz zur Christenheit die durch das Römische Imperium ca. 300 nach unserer Zeitrechnung errichtet wurde.

    Kommentar von lugsciath lugsciathlugsciath

    "Das Christentum ist eine Weltreligion, die aus dem Judentum hervorging. Ihre Anhänger werden Christen genannt, die Gesamtheit der Christen wird auch als die Christenheit bezeichnet" siehe Wikipedia.

    Wenn schon Rosinengestocher, dann richtig. Beides ist identisch.

    Kommentar von riara riarariara

    Auch im Mittelalter kannst du noch Spuren des ägyptischen Glaubens feststellen: Dort galt der Pharao wie ein Gott, und der mittelalterliche König war direkt von Gott eingesetzt

    Eine äußerst abwegige Verknüpfung, wenn überhaupt begründete sich der Herrschaftsanspruch aus dem Vermächtnis West-Roms und der daraus entstandenen Kaiserkrone, die wiederum den obersten Lehnsherren postulierte, auf diesen Lehnsherren vereidigten sich aber nicht nur die weltlichen Landesfürsten, sondern bis weit ins Hochmittelalter hinein auch die meisten Bischöfe...

    Ein ähnliches System hat es im übrigen in Ägypten nie gegeben, der Pharao war außerdem nicht von Gott eingesetzt sondern selber ein Gott...

    Kommentar von Laura3495 Laura3495Laura3495

    s. mein Text - "Dort galt der Pharao wie ein Gott". Ich sage mit keiner Silbe, dass der Pharao von Gott eingesetzt ist, sondern formuliere es genauso wie du. Habe den Vergleich von meinem Geschichtslehrer übernommen, wird also richtig sein ;-)

    Kommentar von riara riarariara

    Auch im Mittelalter kannst du noch Spuren des ägyptischen Glaubens feststellen: Dort galt der Pharao wie ein Gott, und der mittelalterliche König war direkt von Gott eingesetzt.

    Nein. Karl der Große war ein Kaiser nach römischen Vorbild, wenn die Römer ein Vorbild hatten so waren es die Griechen. Letztere waren ganz anders gestrickt als die Ägypter und die Christen borgten bei den Juden, diese aber bei den Sumerern und Babyloniern, wenn Dein Geschichtslehrer diese Story völlig anders sieht, melde Ihn beim Schulrat...

  • 5
    Antwort von Dummie42 Dummie42

    Ja, es hat schon tolle Religionen gegeben, aber sie haben eben alle ein Verfallsdatum. Nach ein paar Tausend Jahren muss was neues her. Das heißt nicht, dass alles alte verschwindet. Was sich bewährt hat, wird durchaus in die Nachfolgereligion mit eingebaut. Das Christentum beispielsweise ist durch und durch synkretistisch, soll heißen, aus anderen (alten) Religionen zusammengesetzt.

    Kommentar von TypMitTastatur TypMitTastaturTypMitTastatur

    Wer sich genauer mit den ganzen Symbolen unseres "Christentums" auseinandersetzt wird sogar feststellen, dass kaum etwas davon selber erdacht ist :D

    Selbst so wichtige Daten(Mehrzahl von Datum) wurden vollständig von anderen Religionen übernommen.

  • 4
    Antwort von Rudigems Rudigems

    Was Religionen am meisten fürchten, ist Freiheit, Aufklärung, Religionskritik und Intelligenz. In Staaten in denen diese Werte hoch gehalten werden, haben Religionen, auf Dauer keine Chance.

    Ganz logisch. Staatsbedienstete, müssen heute Intelligenz und Kritikfähigkeit nachweisen können, sonst haben sie keine Chance, an die Schalthebel der Macht zu kommen. Stellt euch nur mal einen Richter, beim Bundesverfassungsgericht vor, der ein Sympathisant der Scharia wäre?

    In Staaten, wo der Islam vorherrschend ist, hat die Ökonomie, keine Chance. Alle Länder, die in den letzten 40 Jahren, islamisch geworden sind, haben den ökonomischen Rückwärtsgang eingeschaltet. Das beste Beispiel, ist der Iran, wo trotz Erdöl, der Status der 3. Welt, angepeilt wird.

    Der einzige Staat, der mich zum Nachdenken bringt, ist die USA. Hier fehlt nach meinem Geschmack, immer mehr die Intelligenz. Trotzdem halte ich es für unwahrscheinlich, das sich echt religiöse Menschen, bis in die Höhen der amerikanischen Regierung reinbringen können. Ausschließen, kann ich es aber auch nicht.

    Man braucht kein Prophet zu sein um vorraussagen zu können, das die Religionen, in wenigen Jahren zu einem Schattendasein, in vielen europäischen Staaten, abdriften werden. Die absolute Mehrheit, der jungen Menschen, lehnt heute Religionspflege, wie sie noch vor 50 Jahren üblich war, rundweg ab. Das wird dazu führen, das Religionen verkümmern werden. Ob danach Neues kommt, ist unwahrscheinlich, aber kaum mit Bestimmtheit vorraussagbar.

    Grüße, Rudi Gems

    Kommentar von Tobias87 Tobias87Tobias87

    "In Staaten, wo der Islam vorherrschend ist, hat die Ökonomie, keine Chance."

    Wieso waren dann im Mittelalter die islamischen Länder bedeutend wohlhabender als die christlichen?

    Kommentar von Rudigems RudigemsRudigems

    Die Lehre des Islam, war damals, der neueste Stand der Wissenschaft. Im Islam, sind sowohl Judentum, als auch Christentum, eingeflossen, und haben eine Religion hervorgebracht, die damals (um 700) auf den neuesten Stand war. In dieser Phase, hatten alle Religionen, ihre besten Zeiten.

    Dann ist aber diese Religion, verkommen. Man konzentrierte sich weniger auf die Wissenschaften, sondern mehr auf die Rituale. Das verdummt eine Bevölkerung. Heute, ist es in islamischen Staaten, noch nichtmal mehr üblich, freie Wissenschaften zu betreiben. Die Erforschung der Historie, z.B. vom Koran und dem Islam, ist fast ausschließlich in "Christlicher" Hand.

    Schon um das Jahr 800, mussten die Muslime, an der französich spanischen Grenze, ihre erste herbe Niederlage hinnehmen. Dann folgten ca. 800 Jahre, Pattsituation. Da siegte abwechselnd, der Eine oder der Andere. Auffallend, war aber, das das Christentum, sich immer mehr den Wissenschaften zuwendete, während sich der Islam, davon abwendete. Nun ja, und im 17. Jahrhundert, bekam der Islam, dann von der anderen Seite, dem damaligen Östereich, seine endgültige Niederlage. Das der Islam, sich nochmal emporringt, und nochmal eine solche Stellung in den Wissenschaften erreicht, wie er es, bis ca. Anno 1000 hatte, halte ich eher für unwahrscheinlich.

    Grüße, Rudi Gems

    Kommentar von riara riarariara

    Rudi...:-)

    In Staaten, wo der Islam vorherrschend ist, hat die Ökonomie, keine Chance

    Saudi-Arabien, Katar, UAE, Kuwait...

    Ich glaube da ist Dir aber einiges entgangen...

    Kommentar von Rudigems RudigemsRudigems

    Diese Staaten, leben und sterben mit ihrem Erdöl. Spätestens, wenn das Erdöl weg ist, wird es in diesen Staaten Auseinandersetzungen geben, vergleichbar, wie in Nordafrika, in den letzten Monaten. Die Religion, wirkt in diesen Staaten schon seit Jahrzehnten, extrem hinderlich für die Ökonomie, was nur ausgeglichen werden kann, weil soviele Einnahmen durch das Erdöl erfolgen.

    Grüße, Rudi Gems

    Kommentar von riara riarariara

    Nee, UAE hat schon seit Jahren überhaupt kein Erdöl mehr nötig, die Stadt Dubai ist nicht nur ein Einkaufs- und Touri-Paradies, sondern besitzt einen der größten Häfen dieses Planetens. In Dubai finden sich tausende von Technologie-Firmen, hunderte von Ausbildungszentren und Universitäten, Sprachschulen e.t.c.. Ähnliche Entwicklung z.B. in Katar...

    Deine Sicht der arabischen Welt ist eine eingeschränkte, dort wo man Offenheit schon vor Jahren zuließ, entwickelte sich einiges, jetzt schwappt die Welle aber auch ins orthodoxe Saudi-Arabien, die Frauen dort haben die Nase voll von den Repressalien, das dauert keine 20 Jahre und die Schleier fallen...:-)

    Der ärmere Teil der arabischen Welt befreit sich ja auch gerade vom Joch der Diktatoren, die z.T. recht extremen Parteien müssen jetzt zeigen, ob sie die Forderungen der vielen jungen Leute auch erfüllen können, ich denke nicht...

    Kommentar von Rudigems RudigemsRudigems

    Ich hoffe nichts mehr, als das Du, riara! Recht behälst, und ich erkennen müsste das ich im Unrecht bin, und mich geirrt habe. Nichts wäre diesen Menschen dort mehr zu wünschen, als das sie endlich wieder hoffen können. Allein die Tatsache, das ich erleben musste, wie Menschen ticken, (z.B. im Iran, aber auch jetzt in Nordafrika), lässt mich meine Hoffnung auf religiöse/ökonomische Veränderung, auf Sparflamme reduzieren.

    liebe Grüße, Rudi Gems

    Kommentar von riara riarariara

    In meiner Zeit in Nairobi war ich mehrmals auf der arabischen Halbinsel, in den 90ern hatte ich mehr als ein Jahr oft im Nahen Osten zu tun, alleine da ergibt sich mir ein Bild, dass sich doch sehr von Deinem unterscheidet. Ich lese jetzt noch einmal das tolle Buch von Scholl-Latour "Allah ist mir den Standhaften", weil ich weiß, dass ich dadurch eine völlig neue Sicht der Geschichte bekomme, als die Radikalisierung des Islams anfing und wir alle unter den Anschlägen dieser 2-3 Jahre erzitterten, dachte ich ehrlich gesagt bereits an einen Weltkrieg, es ist erstaunlich wie sehr sich das schon wieder geändert hat, meiner Meinung nach sind selbst die Irren im Iran bald Geschichte, es sei denn sie bekommen die Atombombe doch noch fertig, in jedem Fall bedeutet es Ihren Untergang, so oder so...

  • 4
    Antwort von Ryuuk Ryuuk

    der glaube an Horus, Zeus ect. ist ausgestorben, weil er durch andere religionen ersetzt wurde. die römer hatten griechenland erobert, als sie christen wurden starben irgendwann auch die überlebenden griechischen Kulte aus. was die ägypter angeht war es fast das selbe nur mit den muslimen, wenn meine geschichtskenntnise richtig sind. ob es heute noch menschen gibt die an die alten götter glauben ist nicht vollkommen ausgeschlossen, auch wenn es nur wenige sein werden.

    das die jetzigen religionen irgendwann verdrängt und durch neue ersetzt werden ist durchaus wahrscheinlich und wird wohl auch irgendwann der fall sein.

    Kommentar von TypMitTastatur TypMitTastaturTypMitTastatur

    Bei den Ägyptern waren es sowohl die Christen als auch die Muselmannen.

    Kommentar von riara riarariara

    Richtig ist...Erst das Christentum und dann der Islam, die heute noch in Ägypten befindlichen Kopten gehören zu den ältesten christlichen Gemeinden der Welt...

  • 3
    Antwort von garwain garwain

    Ganz einfach:

    Diese alten Religionen waren allesamt Ortsabhänging. Das lag daran, dass Religion damals etwas ganz anderes war als heute bzw, sich das heutige Verständnis geändert hat.

    Hierzu zunächst etwas Basiswissen:Früher war Religion und Statt ein und dasselbe. Kein Wunder, denn Politik ist aus der Religion erst entstanden. Religion wurde erfunden, um Macht über andere ausüben zu können. Dies konnte man, indem man Wissen vorgaukelte. Wissen ist Macht. Und wer erklären konnte warum es Blitzt und Donnert etc., der hatte die Menschen im Griff. Dann kam hinzu, dass man damit das Zusammenleben regeln konnte. Zuvor war einfach der Stärkste der Anführer. Aber mit "Göttern" konnten nun die intelligenten die Führung übernehmen.

    Schau dir mal die von dir genannten Religionen an. Die Völker, zu denen diese Götter gehörten, gibt es heute nicht mehr oder sie haben sich weiterentwickelt. Mit zunehmendem Wissenstand einer Kultur nimmt auch die Religiösität einen Wandel vor. Z.B. im alten Griechenland. Die griechische Götterwelt passte nicht mehr zur neu entstandenen politischen Situation und dem Wissen, dass die Wissenschaft offenbarte.

    Auch die heutigen Religionen haben stark daran zu knabbern, dass die Wissenschaft voranschreitet und deren Lehren widerlegen kann. Der Islam ist das beste Beispiel dafür. Der Fortschritt und die Globalisierung machen um die islamische Welt anscheinend einen riesigen Bogen. Warum gibt es diesen Krieg zwischen "Westen" und "Islam"? Weil der Islam benachteiligt in der Weltwirtschaft ist, durch die religion, die auf Biegen und Brechen verhindern sucht, den Fortschritt mitzumachen, weil sie befürchten, wenn ihre Kultur sich ändert, dass dann der Islam genauso bröckelt wie die Christenheit ....

    Kommentar von garwain garwaingarwain

    P.S.: Religionen haben immer ein Ablaufdatum, da es Kunstprodukte sind, ganz genauso wie politische Systeme. Wahrscheinlich werden in 200 Jahren die Menschen über die Demokratie lachen, weil sie ein neues System erfunden haben. Genauso ist es mit Religionen

    Kommentar von riara riarariara

    Weil der Islam benachteiligt in der Weltwirtschaft ist, durch die religion, die auf Biegen und Brechen verhindern sucht, den Fortschritt mitzumachen, weil sie befürchten, wenn ihre Kultur sich ändert, dass dann der Islam genauso bröckelt wie die Christenheit ....

    Da würde der Entwicklungsminister der UAE oder Katar aber herzlich drüber lachen, genauso wie der Agha Khan. Wer es noch nicht gemerkt hat, die Araber haben hinter der Bugwelle Ihres Ölreichtums bereits die Weichen für die Zukunft gestellt, das höchste Gebäude der Welt, die modernste Universität und die übernächste Fußball-WM...alles auf der arabischen Halbinsel...:-))

    Kommentar von garwain garwaingarwain

    Da hast du Recht, aber ich spreche hier von den Ländern, die über religiös geführte Regierungen verfügen oder in denen der religiöse Fundanemtalismus noch viel zu sagen hat. Die UAE und Katar haben eine Regierungsform, die nicht von der religiösen Führungsetage gelenkt wird. Ich rede hier von Ländern wie z.B. dem Iran, Afghanistan etc. Also die Länder, die als Krisenherde bezeichnet werden. Die UAE oder Katar werden von Christen oder anderen Ländern nicht als Gefahr angesehen. Das nur so am Rande. Wollte hier kein Buch darüber schreiben, weil das ja nicht Thema der Frage ist ;)

  • 3
    Antwort von DarkSepia DarkSepia

    Jede dieser Religionen hat ihre eigene Geschichte und ihr eigenes Ende. Viele wurden durch das Christentum oder den Islam verdrängt. Hier einige Beispiele:

    Christentum als Staatsreligion in Rom, Enteignung und Verfolgung der Anhänger des römischen Pantheons. (unter Kaiser Theodosius I. im 4. Jahrhundert).

    Weniger einheitlich dürfte es mit der germanischen und Wikingerreligion zugegangen sein, da diese zu mehreren, kleineren Ländern gehörten. Beispiele dafür sind Christianisierung der Sachsen durch Karl dem Großen während der Sachsenkriege im 8. Jahrhundert.

    Goten wurden, wenn ich mich richtig erinnere, zur Zeit der Völkerwanderung christianisiert.

    Die Kultur der Maya, Inka, Azteken, Tlaxkalteken und anderer Völker/Stämme aus Mittel- und Südamerika nahm unter der Conquista großen Schaden; ihre Bevölkerung fast vollständig ausgelöscht. Was mit deren Religion geschah wäre interessant zu wissen. Einige Eingeborenen gibt es ja heute noch dort.

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Die Maya waren meines Wissens schon ausgestorben, ehe die "Indianer" Kolumbus am Strand entdeckten.

    Kommentar von DarkSepia DarkSepiaDarkSepia

    Maya lebten noch so lange, dass sie Gonzalo Guerrero gefangen nehmen konnten.

    Kommentar von RealSausi RealSausiRealSausi

    Ok, das waren aber nur noch ein Schatten der eigentlichen Kultur. Für den Niedergang dieser antiken Hochkultur waren die Europäer ausnahmsweise nicht verantwortlich. Dennoch kann der Vorgang für uns heute noch von Bedeutung sein. Aber das ist dann doch zu sehr offtopic.

    Kommentar von riara riarariara

    Enteignung und Verfolgung der Anhänger des römischen Pantheons. (unter Kaiser Theodosius I. im 4. Jahrhundert)

    Was bitte behauptest Du da wieder? Das Pantheon war ein, unter Agrippa errichteter, Siegespalast auf dem römischen Marsfeld, dort wurden auch vorher (und nachher) ähnliche Siegeszeugnisse aufgestellt. Wie und vor allem was dort genau verherrlicht wurde ist historisch überhaupt nicht klar belegt. Es scheint jedenfalls kein religiöses Zentrum gewesen zu sein, eher eine Sammlung aller in Rom bekannten Götter, die Zentralen wirklich bedeutender Götter/Kulte befanden sich jedenfalls nicht dort...

    Also hat es auch keine Pantheon-Anhänger gegeben, es sei denn man versteht sie als Anhänger einer Ruhmeshalle, also Liebhaber des Gebäudes. Theodosius I. war auch kein Heidenjäger sondern im Vergleich zu späteren Herrschern des Abendlandes überaus moderat...

    Kommentar von DarkSepia DarkSepiaDarkSepia

    Was bitte behauptest Du da wieder? Das Pantheon war ein, unter Agrippa errichteter, Siegespalast auf dem römischen Marsfeld

    Das Pantheon ist ein Gebäude hätte gereicht. Ich wollte eigentlich die römische Götterwelt schreiben, aber mir fällt gerade nicht mehr der Begriff dazu ein.

    Theodosius I. war auch kein Heidenjäger sondern im Vergleich zu späteren Herrschern des Abendlandes überaus moderat...

    Theodosius I. war auch kein Heidenjäger sondern im Vergleich zu späteren Herrschern des Abendlandes überaus moderat...

    Zur Kenntnis genommen.

    Kommentar von riara riarariara

    Die Erläuterung historischer Umstände kommt der Aufgabe dieser Plattform aber zugute und es ist nicht richtig, dass die Nicht-Christen sich nun auf die römisch-griechische Götterwelt beschränkten, zur Zeit des Theodosius waren die längst olle Kamellen...

    Kommentar von DarkSepia DarkSepiaDarkSepia

    Übrigens bedeutet Pantheon auch die Gesamtheit aller Götter einer polytheistsischen Religion.

    http://sphinx-suche.de/religionen-p-s/pantheon.htm

    Ich hab den Begriff also richtig verwendet.

  • 3
    Antwort von TypMitTastatur TypMitTastatur

    Buddhismus ist genau so alt wie diese Religionen, die du nanntest, und gibt es noch immer.

    Ich kann dir nix genaues nennen, aber ich stelle einfach eine Vormutung auf:

    Damals war Rom das europäische Reich schlecht hin. Griechenland, Italien, Gallier und Ägypter waren alle unter deren Herrschaft. Die Griechen und die Römer hatten den gleichen Glauben mit verschiedenen Götternamen. Die Völker um diesen beiden hatten auch im Prinzip die selbe Religion (die Daker hatten die gleichen Götter wie die Griechen, nur dass sie glaubten, dass die Götter alle rote Haare und blaue Augen hatten^^). Die griechische Religion ist später dann mit der ägyptischen verschmolzen worden. So war Amun Re der Ägypter für die Griechen und Römer Zeus/Jupiter.

    Als aber nun die christliche Religion immer mehr Anhänger hatte und letztendlich die Staatsreligion der Römer unter Constantin den Großen wurde, wurden die alten Religionen ausgelöscht. (Ich nehme an, dass sie verboten wurden, und wenn nicht das, hatten die Christen sicherlich große Privilegien.)

    Als dann noch die Germanen sich dem Christentum anschlossen und der Islam im Orient die Oberhand gewann, war es bei uns in der Nähe das aus der polytheistischen Religionen. Nur wenige alte Religionen haben es wohl geschafft.

    Kommentar von Anyura AnyuraAnyura

    Klingt einleuchtend. Danke.

    Kommentar von riara riarariara

    Buddhismus ist genau so alt wie diese Religionen, die du nanntest, und gibt es noch immer.

    ...und beruht auf dem Hinduismus, der deutlich älter ist als der Buddhismus selbst!

    Die griechische Religion ist später dann mit der ägyptischen verschmolzen worden. So war Amun Re der Ägypter für die Griechen und Römer Zeus/Jupiter.

    Wo steht das denn?

    Als aber nun die christliche Religion immer mehr Anhänger hatte und letztendlich die Staatsreligion der Römer unter Constantin den Großen wurde, wurden die alten Religionen ausgelöscht.

    Constantin war oströmischer Kaiser, das oströmische Reich war zu dieser Zeit vom Christentum 'umstellt' in der für uns weitaus wichtigeren Region West-Roms sah es da aber noch ganz anders aus. Es gab im übrigen keine Auslöschung von irgendwelchen alten Religionen innerhalb des oströmischen Einzugsgebietes, dann hätte man sich wohl als erstes die Juden gegriffen...

    Kommentar von TypMitTastatur TypMitTastaturTypMitTastatur
    1. Sry natürlich meinte ich den Hindusimus xD

    2. Googel nach Zeus Ammon, ist Fakt

    3. Konstantin war hat nach 20 Jahren wieder die gesamtrömische Herrschaft ergriffen. Er gründete Constantinopel, um eine besser strukturierte Stadt für das gesamtrömische Reich zu haben und das zentral gelegen. BTW: Bevor er gesamtrömischer Kaiser war, war er Westkaiser.

    Kommentar von riara riarariara

    Das mit Zeus und Ammon ist keineswegs Fakt, aber geschenkt...

    Konstantin I. startete im Westreich, seine Politik und vor allem die Geschichte mit dem Christentum spielte sich viel später ab, nach dem Umzug des Kaisers nach Osten (Konstantinopel) in der gleichen Zeit gab es 3 unterschiedliche Kaiser in Westrom:

    • Constantius I.
    • Maxentius und
    • Licinius

    ...deswegen ist schon wichtig, zudem litt das Westreich unter den Grabenkämpfen der 3 Kaiser sehr stark, Christ war keiner von Ihnen...

  • 2
    Antwort von dzigas dzigas

    Religion hat vor allem die Aufgabe die Existenzangst der Menschen zu loesen, bei der alten griechischen Religion war das irgendwann mal nicht mehr gewaehrleistet, die Goetter waren erstens nur mit sich beschaeftigt und somit fuehlte der Mensch sich nicht geborgen und ausserdem gab es keine schriftliche fixierung die den Menschen bei moralischen Entscheidungen geholfen haette. So wurde das alte Gedankengebaeude langsam durch ein neues ersetzt. Der Hauptunterschied ist, dass man jetzt nicht mehr an viele sondern an einen Gott geglaubt hat. Das war eine langsame Entwicklung. Etwas neues ist gewachsen, waehrend etwas altes verkuemmerte, da es mit dem Wandel der Erkenntnisse nicht schritt halten konnte.

  • 2
    Antwort von nowka2 nowka2

    religionen sind lediglich etappen zum vollmenschen hin.

  • 2
    Antwort von waldfrosch waldfrosch

    Vor 2000 Jahren ist das Wort Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt ,Gott hat sich in Jesus Christus der Welt offenbart .

    So musste die von Menschen gemachte Götzenwelt Dem Dreifaltigen Gott weichen .

    Wer Gott in Jesus Christus erkennt ,wie ein grossteil des griechischen und Agyptischen Volkes ,wird Christ ,so einfach ist die Antwort .

    Es gibt übrigens immer noch Menschen die diese Kulte betreiben .

  • 2
    Antwort von lugsciath lugsciath

    Man nimmt an, das diese Religionen in anderen aufgegangen sind. Zum Beispiel ist die Reihenfolge Polytheismus (Vielgötterei) -> Henotheismus (Ein höchster Gott der Götter) -> Monotheismus (nur ein Gott) eine offenbare Entwicklung. Aus den vorchristlichen Religionen der Frühzeit, in der die Natur beseelt war und Naturkräfte oftmals als Gottheiten dargestellt wurden entwickelten sie die antiken Religionen mit Pantheon, in denen ein Gott (Zeus bzw. Jupiter) an der Spitze stand. Aus jenen entwickelten sich -weil es auch eine Vereinfachung darstellte- der christliche Glaube bzw. Islam mit einem Gott. Wie diese Entwicklung weitergeht ist ein Thema für eine philosophische Arbeit, wohl aber besteht die Gefahr, das sie im Atheismus mündet, also im Glauben an KEINEN Gott, was dem Vergessen durchaus nahekommt.

  • 2
    Antwort von pasmalle pasmalle

    Diese Religionen haben sich einfach im Zuge der Zeit bzw. der Erkenntnisse der Menschheit überlebt und als falsch erwiesen. Man kann dies auch für die aktuellen Religionen in ihrer Gesamtheit zukünftig nicht ausschließen. - Das ist der Versuch einer neutralen Antwort.

    Ich selbst glaube allerdings, dass sich dabei das Christentum - übrigens mit seinen Wurzeln im Alten Testament auch eine jahrtausendealte Religion - nicht überleben wird. Wer anders denkt, dem bleibt dies ebenso unbenommen.

  • 2
    Antwort von Odysseus247 Odysseus247

    Hier ein Hinweis auf den Zoroastrismus, könnte dich interessieren:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zoroastrismus

    Ziemlich alt und noch existent. Was ausgestorben ist, ist der Manichäismus (z. B.) der hat einfluß auf das Christentum behalten insofern, das Augustinus da mal Mitglied war. Warum sie untergegangen sind? Tja, sieh es mal so: Wenn der Mensch in seiner Entwicklung, Dialektik, in seinem Fortschritt - nenn es wie du willst - keinen Bezug mehr zu den alten Religionen im Geist, in Gedanken etc. hat, dann ist das das Ende der jeweiligen Religionsform.

  • 2
    Antwort von Figaroelo Figaroelo

    die alten religionen wurden durch glaubenskriege ausgelöscht ...entweder mann hat den glauben angenommen oder mann wurde umgebracht ...

    Kommentar von Anyura AnyuraAnyura

    Wirklich ausnahmslos überall?

    Kommentar von Ryuuk RyuukRyuuk

    nicht unbedingt, die Römer waren ziemlich liberal als sie noch ihren eigenen polytheismus betrieben, man brachte zwar die römische religion mit, lies aber auch viele der lokalen kulte bestehen.

    die christen, juden und muslime waren da schon weit weniger nett, da es zu ihrer doktrin gehörte das grundsätzlich nur sie recht haben.

    Kommentar von Figaroelo FigaroeloFigaroelo

    tut mir leid genau weiß ich das nicht .. ist nicht so mein themengebiet aber die religionen die nicht mehr praktiziert werden wurden großteils wie oben gennant ausgelöscht ..außnahmen sind mir nicht bekannt aber könnte es durchaus geben..

    Kommentar von riara riarariara

    z.B?

    Welche Religionskriege hat es denn unter Constantin I. (Ost-Rom) oder den unzähligen Kaisern und Gegenkaisern der letzten Jahre des weströmischen Reiches gegeben?

    Die eigentliche Auseinandersetzung ging doch wohl erst mit der Ausbreitung des Islams los, jedenfalls steht das so in den Geschichtsbüchern...

    Kommentar von GoetheDresden GoetheDresdenGoetheDresden

    Judenverfolgungen gab es auch schon, bevor sich das osmanische Reich über den Kontinent ausbreitete. Juden waren von Anfang an immer die Buh-Männer für alles was an Unglücken geschah. Warum das so wahr und so ist, werde ich wohl nie verstehen.

    Kommentar von riara riarariara

    Wieso waren dann so viele Juden Bürger Roms?

    Die Ausbreitung der Osmanen ist eine Geschichte des 14. - 20. Jahrhunderts, also etwa 1.000 Jahre nach Constantin...:-)

    Bitte immer die Jahreszahlen im Auge behalten...

  • 1
    Antwort von AgnesaF AgnesaF

    Nun, sie wurden durch Christen ausgerottet. Heute gibt es immer noch wenige Gläubige. Ich selbst bin Hellenist und glaube an die Antiken Griechischen Götter. "Vergessen" werden sie bestimmt nicht, und ich glaube auch nicht dass sie ausgerottet werden. Außer natürlich der Atheismus breitet sich noch mehr aus (wogegen ich nichts einzuwenden habe). Religion ist nur in geringem Maße gut für den Menschen. Fanatikern geht es widerum schlecht, auch wenn sie es nicht merken. Sich an Gebote halten zu müssen sollte man der Moral und nicht dem Glauben wegen tun.

  • 1
    Antwort von StevO777 StevO777

    Hallo Anya,

    Interessante Frage. Wenn wir uns die Geschichte ansehen so fällt uns eines auf, die Erkenntnis verändert die Dinge. Als Bsp. möchte ich hier den Stammvater Abraham anführen. Abram wuchs in einer polytheistischen Götzenkultur auf, doch plötzlich realisierte er die Nichtigkeit der Götzen und erkannte, dass es nur einen Gott gibt. Abram erkannte die Wahrheit. Wie geschrieben steht "Abram glaubte dem HERRN und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit". Und aus Abram wurde Abraham (Vater vieler Völker).

    Viele Kulte und viele Anschaungen waren und sind schlichtweg gelogen, bloße Behauptungen ohne festem Fundament, aber die Wahrheit setzt sich schlußendlich durch. "Kein Lüge kann für ewig Leben." Martin Luther King jr.

    Auch Dir liebe Grüße, Stefan.

  • 1
    Antwort von viktorel viktorel

    Der "Gott dieser Welt" (2.Kor.4,4) lässt einiges zu, weil er keine andere Wahl hat (Hiob.1,12).

    Jahwe, der als Herr über allem thront,, lässt Seine Kirche aber niemals untergehen (Apg.5,38).

  • 1
    Antwort von sjard sjard

    weil sie durch die monotheistischen religionen; hauptsächlich christentum und islam; verdrängt wurden

  • 1
    Antwort von sachlich123 sachlich123

    Diese Kulturen also Römer, Griechen und Ägypter der antiken Zeit sind alle unter gegangen. Damit auch meistens die jeweils auf diese eine Kultur beschränkte Religion. Das Christentum, der Islam und das Judentum haben zum Beispiel die gleichen Wurzeln. Allah, Jahwe und Gott sind ein und die selbe "Person". Diese Religionen sind auch weltweit verteilt, sodass ich hier mal kühn die Behauptung aufstelle, dass sie nicht ganz so leicht verschwinden werden. Einen Stolperstein sehe ich noch: Der Gottglaube nimmt im Allgemeinen ab und ist daher nicht mehr so verwurzelt wie es früher noch der Fall war.

    Kommentar von TypMitTastatur TypMitTastaturTypMitTastatur

    Der erste und zweite Part deines Textes widerspricht sich.

    Kommentar von sachlich123 sachlich123sachlich123

    Natürlich das sind jeweils verschiedene Argumente zum selben Thema. Das ich die erste Variante favorisiere heisst ja nicht, dass es keine andere Möglichkeit gibt.

  • 1
    Antwort von scherler scherler

    +++ Und... könnte den jetzigen Religionen auch irgendwann das Vergessen drohen? +++

    mit sicherheit sogar - alles nur ne zeitfrage :))

    mal groß mal weniger groß,

    mal grausam mal weniger grausam,

    aber insgesamt alles nur banden sekten gruppen banden oder organisationen :))

  • 1
    Antwort von xXxBlackEyesxXx xXxBlackEyesxXx

    ..Schau die großen Welt-Religionen an, der Glaube ist nicht mal mehr Annähernd so Stark wie Früher... Was Irgend-Wie Traurig ist das läst die Blüte-Erschlischen :'(

    Kommentar von scherler scherlerscherler

    aus/ nach jeder zerstörung gebärt sich ein neu anfang - mit einer neuen blüte :))

    Kommentar von Dummie42 Dummie42Dummie42

    der Glaube ist nicht mal mehr Annähernd so Stark wie Früher

    Das gilt aber nur einige westliche säkulare Staaten und auch da nur begrenzt. Überall anders auf der Welt gilt, der Glaube nimmt zu.

    Kommentar von scherler scherlerscherler

    +++ Überall anders auf der Welt gilt, der Glaube nimmt zu. +++

    erschreckend,

    • denn zeitgleich bedeutet dies u.a. daß das wissen abnimmt,

    • die hoffnung aus ideen & taten losigkeit rührt,

    • und das wir dadurch insgesamt, ganz schön im a r s c h sind :((

    Kommentar von sachlich123 sachlich123sachlich123

    @Dummie42: Ich glaube nicht, dass der Glaube überall zunimmt, er wird nur mehr als früher radikalisiert. Aber das sind einzelne (zuweilen starke) Gruppierungen, die sich dadurch gebildet haben, dass der Glaube in den entsprechenden Ländern langsam liberalisiert wird und die dem entgegenwirken wollen.

    Kommentar von garwain garwaingarwain

    Richtig. Man hat nur das Gefühl das der Glaube zunimmt. Zum einen in der islamischen Welt, weil viele fälschlicherweise von "Islamisierung" reden, obwohl sie eigentlich nur eine schwindent geringe Gruppe von Fundamantalisten meinen und weil sie die Pseudo-Christlichkeit als richtigen Glauben ansehen. Tatsache ist, dass die Kirchen weiterhin an Mitgliedern verlieren und sich die Menschen statt dessen mehr der Esotherik oder dem Agnostizismus zuwenden, weil Religion immer Probleme verursacht.

  • 0
    Antwort von karhenn karhenn

    Weil sie nicht mehr so überzeugen können, als nur das Evangelium.

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