Alte Nebenkostenanrechnung 2013 mit Kaution verrechnen?

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7 Antworten

Nur noch ergänzend zu den anderen guten Antworten:

Gerade zwischen den Jahren 2013 und 2014 gab es gravierende Unterschiede speziell bei den Heizkosten. Einerseits waren die Energiekosten in 2013 die höchsten in diesem Jahrhundert, während sie in 2014 schon deutlich gesunken sind und andererseits war das Jahr 2013 eines der kältesten.

Ein wesentlicher Teil der Energiekosten wird nach m² aufgeteilt. Speziell dieser Teil kann nicht den exakten Verbrauch z. B. den sehr hohen Verbrauch für den Winter 2012/2013 berücksichtigen, sondern die gesamten Energiekosten eines Jahres werden nach m²-Wohnfläche zu 30 bis 50 Prozent auf die Mietparteien umgelegt. Auch wenn ihr nur im letzten Drittel des Jahres 2013 in der Wohnung wart, treffen Euch so auch die erhöhten Kosten aus dem hohen Verbrauch der ersten Jahreshälfte.

Zur Erinnerung: Sehr kalte Wintermonate und anschließend einen verregneten und kalten Frühling, der bis Ende Juni dauerte.

Hier zur Preisentwicklung bei Heizöl: http://www.tecson.de/pheizoel.html

Wie Du sehen kannst, wenn Du die Charts entsprechend einstellst, Preis im Jahr 2013 zwischen 80 und 90 € je und in 2014 absinken auf unter 60 €, also um ca. ein Drittel.

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Kommentar von Xipolis
03.09.2016, 05:21

Kommt auf den Mietvertrag drauf an.

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Der Vermieter darf dies tun. In dem Fall bliebe nur gegen den Vermieter zu klagen, wenn zuvor die gesamte Nebenkostenabrechnung moniert wurde und diese in Ihrer Gesamtheit falsch ist und man deshalb vom Zurückbehaltungsrecht Gebrauch gemacht hat.

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In der Zwischenzeit bekamen wir die Nebenkostenanrechnung von 2013
(Sept-Dez). Dort sollten wir dann eine Nachzahlung von über 450EUR
leisten. Ein Utopischer Betrag und völlig realitätsfern. Wir leisteten
in der Miete 150EUR pro Monat für die Nebenkosten. 

Die Nachzahlung ist mitnichten utopisch. Sie bezieht sich nämlich auf den Abrechnungszeitraum mit den tendenziell höchsten Heiz- und WW-Kosten - und da reicht die geleistete Vorauszahlung regelmäßig nicht aus, um die laufenden monatlichen Kosten zu decken. Im Jahresmittel über 12 Monate egalisiert sich das dann weitgehend. Ob in der Abrechnung evtl. zudem Unrichtigkeiten bzw. falsche Positionen mitaufgehührt waren, kann in Ermangelung der Abrechnung und infolge der zwischenzeitlich eingetretenen Verfristung nicht mehr geprüft werden.

Jetzt kommt es... sie wollen die Nachzahlung von 2013 von der Kaution abziehen.

Natrülich - und zwar völlig korrekt. Genau dafür ist die Kaution ja da.

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Kommentar von JM1986
01.09.2016, 13:08

1. Am 23. Dezember 2014 ging die Nebenkostenabrechnung bei uns ein.

2. Am 25. Dezember 2014 per Email formal einen Widerspruch eingelegt. 

3. Am 30. Dezember 2014 wurde der Widerspruch, ebenfalls per Email, von der Hausverwaltung anerkannt.

4. Am 8. Januar 2015 ausführlichen Widerspruch an die Hausverwaltung geschickt. Mit dem Verlangen die Abrechnung nochmal zu prüfen und Einsicht in die Belege zu bekommen.

5. Bis heute ist keine Antwortschreiben auf diesen Widerspruch gekommen. 

Ich denke wir habe alles nötige getan. Wenn die HV dann nicht reagiert...

Die Heiz-WW Kosten sind auch von Jan-Apr nicht gering und trotzdem so ein Unterschied von über 400EUR von 2013 und 2014?

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Die Kaution darf u. a. für evtl. Nachzahlungen aus Nebenkostenabrechnungen verwendet werden.

Wenn Euch die Abrechnung 2013 spanisch vorkam warum habt Ihr sie nicht geprüft bzw. prüfen lassen? Noch binnen 12 Monate nach Zugang hättet Ihr das tun und Einwände dagegen erheben können.

Spätestens am 31.12.2015 war dieser Zug aber abgefahren.

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Kommentar von JM1986
01.09.2016, 13:01

1. Am 23. Dezember 2014 ging die Nebenkostenabrechnung bei uns ein.

2. Am 25. Dezember 2014 per Email formal einen Widerspruch eingelegt. 

3. Am 30. Dezember 2014 wurde der Widerspruch, ebenfalls per Email, von der Hausverwaltung anerkannt.

4. Am 8. Januar 2015 ausführlichen Widerspruch an die Hausverwaltung geschickt. Mit dem Verlangen die Abrechnung nochmal zu prüfen und Einsicht in die Belege zu bekommen.

5. Bis heute ist keine Antwortschreiben auf diesen Widerspruch gekommen. 

Ich glaube wir habe damit unsere Pflicht erfüllt. Wenn die HV dann nicht reagiert...

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Wann exakt wurde die Abrechnung für das Jahr 2013 zugestellt?

Was war bei dieser  Abrechnung nicht in Ordnung?

Bitte stell ein Foto davon hier ein zwecks Kontrolle.

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Kommentar von JM1986
01.09.2016, 13:00

1. Am 23. Dezember 2014 ging die Nebenkostenabrechnung bei uns ein.

2. Am 25. Dezember 2014 per Email formal einen Widerspruch eingelegt. 

3. Am 30. Dezember 2014 wurde der Widerspruch, ebenfalls per Email, von der Hausverwaltung anerkannt.

4. Am 8. Januar 2015 ausführlichen Widerspruch an die Hausverwaltung geschickt. Mit dem Verlangen die Abrechnung nochmal zu prüfen und Einsicht in die Belege zu bekommen.

5. Bis heute ist keine Antwortschreiben auf diesen Widerspruch gekommen. 

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Ich und meine damaligen Mitbewohner haben natürlich sofort Widerspruch
eingelegt (ausführlich begründet). Dort kam nichts mehr von der HV.

....und was kam von Ihnen danach; auch nichts mehr. Wenn die HV glaubt, das aussitzen zu können, muß man zu angemessener Zeit nachstoßen. Warum Sie das nicht getan haben, wissen nur Sie selbst.

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Unabhängig davon, ob die Nebenkostenabrechnung korrekt ist, dass können wir hier nicht bewerten, ist die Kaution genau für solche Fälle gemacht! Um hierüber halt Mängel und auch Nebenkosten, wenn Mieter raus, im Nachhinein abzurechnen! Ja, das dürfen die also!

Frage: Wann habt ihr die Nebenkostenabrechnung für 2013 erhalten (Datum!)?

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Kommentar von JM1986
01.09.2016, 12:59

1. Am 23. Dezember 2014 ging die Nebenkostenabrechnung bei uns ein.

2. Am 25. Dezember 2014 per Email formal einen Widerspruch eingelegt. 

3. Am 30. Dezember 2014 wurde der Widerspruch, ebenfalls per Email, von der Hausverwaltung anerkannt.

4. Am 8. Januar 2015 ausführlichen Widerspruch an die Hausverwaltung geschickt. Mit dem Verlangen die Abrechnung nochmal zu prüfen und Einsicht in die Belege zu bekommen.

5. Bis heute ist keine Antwortschreiben auf diesen Widerspruch gekommen. 

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