besonders italienische oder spanische Musik des 16.Jh.
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Aquarium123Aquarium123
Grundsätzlich: Die CDs von Jordi Savall. Spezieller: L'Orfeo von Monteverdi; die Missa Et ecce terrae motus von Antoine Brumel (Franzose); Cristóbal de Morales - Officium defunctorum, Missa pro Defunctis; Hieronymus Kapsberger - Missae urbanae; Carlo Gesualdo - Responsorien; Alfonso Ferrabosco - Motetten; Palestrina - Missa Ave Regina Coelorum usw. usf.
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SemiloconSemilocon
Das 15. bis 16. Jahrhundert
Der Übergang von der "französischen Spätzeit" in die neue Musik der Renaissance vollzieht sich um etwa 1430. Kennzeichen des neuen Stils sind Einfachheit und Schlichtheit. Hofkapellen erlangen zunehmend Bedeutung, so unter Isabella 1. von Kastilien. Neben die spanische Tradition mit ihrer antikisierenden Einfachheit in Satz und Form tritt sodann durch die Beziehungen zu den Niederlanden eine Spielart der franko‑flämischen Musik, die jedoch deren extreme Kontrapunkt‑Technik vermissen lässt.
Die weltliche mehrstimmige Musik ist ‑ in Spätnachfolge der Troubadours ‑ mit einer eigenen Tradition von Villancicos (sp. villano, Bauer), Estrambotos und Romances (Balladen) vertreten. Diese Liedformen werden in den berühmten cancioneros gesammelt, in denen auch orientalisch‑arabische Klänge nicht zu überhören sind:
Cancionero de Palacio oder Cancionero de Barbieri (1490‑1530)
Cancionero de la Colombina (Sevilla, Ende 15. Jhd)
Cancionero de la Universidad de Upsala (1500‑1550)
Cancionero Musical de la Casa de Medinaceli (span. Madrigale)
Auf dem Gebiet der Bühnenmusik schließlich ist Juan del Encina (1468‑1529) der große Meister. Er leitet das spanische lyrische Theater ein.
Die Blütezeit der spanischen Kunstmusik, 16. bis 17. Jahrhundert
Spanien erreichte im 16. Jahrhundert unter Karl V. (1519‑1556) den Höhepunkt seiner politischen Machtentfaltung. Während sich unter seinem Sohn Philipp II. (1556‑1598) schon der politische Niedergang abzuzeichnen begann, erlebten die Künste ihr "Goldenes Zeitalter". Unter Karl V. und Philipp II. gewann die Musik der Niederländer an Bedeutung. Karl V. brachte seine capilla flamenca mit; die von Königin Isabel errichtete capilla española diente dagegen vorwiegend der weltlichen und der lnstrumentalmusik. Die spanische Schule der Polyphonie war übrigens mit der römischen eng verbunden, da die großen Komponisten der Zeit zugleich Mitglieder der päpstlichen Kapelle waren (Cristóbal de Morales, 1500-1533; Francisco Guerrero, 1527‑1599; Tomás Luis de Victoria, der Amtsnachfolger Palestrinas, 1548‑1611; Juan Pablo Pujol, 1573‑1626). Sie wurden wegen ihrer mystischen Innerlichkeit gerühmt und schufen eine Musik europäischen Rangs. In der Folge gibt jedoch die spanische Schule ihren besonderen Charakter auf und verschmilzt mit dem niederländisch‑italienischen Spätrenaissancestil.
Während die genannten Meister nur der mystisch‑religiösen Musik dienten, sang sich das Volk in weltlichen Liedem Freud und Leid "von der Seele". Von der Art, wie durch zeitgenössische Komponisten die Lyrik von Dichtern wie Lope de Vega, Góngora, Quevedo oder Trillo y Figueroa vertont wurde, wie man romanzas, seguidillas, novenas, sestinas, canciones, décimas spielte und sang, darüber gibt ein Liederkodex Aufschluss, den Claudio de la Sablonara um 1625 für den Herzog von Neuburg hergestellt hat (Münchner Staatsbibliothek).
Auf instrumentalem Gebiet schließlich hat Spanien mit seinen Vihuelisten‑, Lauten‑ und Orgelmeistern einen bemerkenswerten Beitrag zur allgemeinen Musikgeschichte geleistet.
Aus: http://culturitalia.uibk.ac.at/hispanoteca/Musik-Spanien/Die%20spanische%20Kunst...
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