Kommt auf den Zustand an - wann zuletzt renoviert wurde - wie sieht die Wohnung aus, was will ich anders haben. Reicht mir ein neuer Anstrich oder will ich richtig ran? Verputzen, Fliesen legen, neue Wände einziehen, alte wegreißen? Tragwände sind neben den Außenwänden auch die innen, die in allen Stockwerken an der gleichen Stelle sind. Da sollte man die Finger von lassen. Bei älteren Bauten weiß man oftmals nicht, wo und wie Versorgungsrohre und Elektroleitungen verlegt wurden - gefährlich, wenn gebohrt werden muss. Handelt es sich ganz und gar noch um Fachwerkgemäuer, kann es sein, dass man, z. B. beim Schlitzeklopfen plötzlich größere Teile der Wand mit lockert. Aber, wie gesagt, das kommt auf den Einzelfall an, wie weit man da Einsteigen will (oder muss). Sinnvoll ist es immer, vor Beginn mit einem Fachmann (vielleicht ein Bekannter, der einem nicht gleich tief in die Tasche greift) eine Begehung zu machen und abzuklären, was überhaupt machbar, bzw. realisierbar ist.
Also Wände wollen wir nicht verändern. Anstrich muss allerdings sein. Außerdem geht es darum an den Wänden etwas schwerere Bilder auf zu hängen bzw. einige Elemente durch Haken in die Decke zu setzten.. vielleicht 1 -2 kg schwer..
Welche Art Bauwerk es ist konnte mir keiner sagen, kann ich das irgendwie rausfinden?
Einen Bekannten werde ich dabei haben in den nächsten tagen der sich schon ganz gut auskennt.
Mal an die Mauern klopfen! Klingt´s ziemlich hohl, könnten drunter Gewerke aus einem Holzgerippe mit einem Gemisch aus Lehmputz und womöglich Schilf schlummern. Aber zu der Zeit wurde auch schon mit Stein gemauert. Sind die Wände relativ glatt? Ist es "nur" Putz oder wurde tapeziert? Für einen neuen Anstrich bietet sich auf jeden Fall eine Grundierung an. Lose Tapeten oder gut sichtbare Stöße zwischen den Bahnen sehen auch nach neuer Farbe nicht sehr reizvoll aus. Für das Dübeln in die Wände gibt es für jeden Untergrund spezielle Dübel, welche die Schrauben gut halten. An den Decken wird es etwas schwieriger. Da nützt ein Spezialdübel nicht immer, wenn das Umfeld schon "angemorscht" ist. Wenn die alten Mauern beim letzten Renovieren mit Rigips abgestellt wurden, lässt sich das zum einen mit dem Klopftest feststellen und wahrscheinlich an den verspachtelten Stößen erkennen. Bei vormals schiefen Wänden, was durch die Rigipsplatten ausgeglichen wird, kann zwischen diesen und festem Mauerwerk schon mal ein Hohlraum von sieben, acht cm entstehen. Dann heißt dies, längere Dübel zum Einsatz zu bringen, um mit denen in festes Mauerwerk zu gelangen.
super, vielen Dank für die Tipps!
Es wurde tapeziert und in den meißten Zimmern wirs ein Neuanstrich reichen. In ein oder zwei würde es sich lohnen die alten Tapeten runter zu holen. Vielen Dank nochmal
Noch was zum Schluss: Wenn Tapeten mit einem neuen Anstrich versehen werden sollen, müssen die erst mal noch fest auf der Wand kleben und dürfen nicht bereits x-mal überstrichen worden sein, sonst kann der Aufwand mit Rolle und Pinsel schnelle vergebens gewesen sein. Rauhfaser lässt sich oftmals überstreichen, allerdings ist Vorsicht geboten, wenn an manchen Stellen schon kleine Risse in der Farbe erkennbar sind. Durch die wasserhaltige Farbe wird der Untergrund beim Verarbeiten leicht aufgeweicht, was das Ablösen der Tapete vom Putz nach sich ziehen kann und womöglich beim Drüberrollen dickere Farbreste an der Walze anhaften. An solchen prikären Stellen sollte dann ein Pinsel zum Einsatz kommen, der nicht die Eigenschaft wie die Rolle hat, wie ein bisschen klebrig den Untergrund an sich zu binden.
:) Okay, ist gemerkt - falls mir nochwas einfällt werde ich dich glaube ich einfach anschreiben, du scheinst dich ja echt aus zu kennen. Werde heute mal ein prüfendes Auge auf die Tapeten werfen!