Darauf gibt es keine "einzig wahre" Antwort. Je nachdem, wie streng man die Kriterien anlegt (und mit welchem Eigeninteresse man an die Sache herangeht), könnte man problemlos auf 2 Millionen oder auf 7 Millionen oder auf jede beliebige Zahl dazwischen kommen, vielleicht auch auf höhere oder niedrigere Zahlen. Die Problemgruppen des Arbeitsmarktes sind nunmal weitaus vielfältiger als es die reine Betrachtung gesetzlich geregelter Arbeitslosigkeit erscheinen lässt. Am sinnvollsten sind vielleicht noch die Zahlen des Statistischen Bundesamtes nach dem ILO-Konzept. Die messen nach international einheitlichen Kriterien, sodass die Zahlen wenigstens vergleichbar sind.
Dass wegen der sinkenden Arbeitslosigkeitszahlen "alles zum Besten stehen müsste", übersieht zwei Dinge: Erstens gibt es zwar mehr Erwerbstätige und weniger Arbeitslose als noch vor ein paar Jahren, aber die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden hat sich kaum geändert. Hinter der Entwicklung steht also offenbar, dass viele Vollzeitjobs durch geringfügige Tätigkeiten ersetzt wurden. Zweitens zeigt die Erfahrung, dass es immer ein halbes bis ganzes Jahr dauert, bevor sich gesamtwirtschaftliche Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt niederschlagen. Insofern steht hier das mögliche böse Erwachen in ein paar Monaten noch bevor.
Ui - so genau wollt ichs garnicht wissen "schlechtwerd"
Ziemlich genau getroffen
nur die Wahrheit will keiner wahr haben
womit wir mal wieder bei dem Thema sind: glaub keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast