Als was werden Buddhisten wiedergeboren?

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5 Antworten

Immer wieder nur als Menschen, aber jedesmal erlangen sie eine andere und höhere Stufe. Bis sie die endgültige Erleuchtung erlangt haben.

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Ich bin Buddhist und gebe mal meinen Senf ab.

Wiedergeburt ist keine Seelenwanderung

Im Buddhismus wird keine Person wiedergeboren, denn die Persönlichkeit eines Menschen verlischt mit der Hirnaktivität.

Im Buddhismus gibt es auch nicht die Vorstellung, eines "ewigen Selbst" wie etwa der Seele des Christentums.

Die Vorstellung, dass da also immer eine bestimmte Person als Seele in einen neu geborenen Körper eingeht, ist nach buddhistischer Vorstellung also nicht richtig.

Für den Buddhisten ist die Wiedergeburt zudem keine spannende Abenteuerreise, sondern ein Kreislauf des Leidens.

Diese buddhistischen Lehren vom "Nicht-Selbst" und dem leidvollen Kreislauf sind also etwas ganz anderes, als die New Age Vorstellungen von Wiedergeburt in den ganzen Esoterik-Büchern.

Wiedergeburt im Buddhismus

Was man meist "Wiedergeburt" nennt, ist lediglich so etwas wie die Weitergabe eines Antriebs, oder eines Impulses.

Genau wie beim anzünden einer Kerze an einer anderen Kerzenflamme ja das Licht nicht wirklich weiterwandert (die Originalkerze bleibt schließlich brennen), so setzt sich also auch kein Bewusstsein fort.

Lediglich der Trieb, durch das Karma der zahlreichen Taten angefeuert, führt zu immer neuen Wiedergeburten.

Formen der Wiedergeburt

Auf dem "Rad des Daseinskreislaufs" (Bhavachakra) sind die sechs verschiedenen Bereiche zu sehen, in denen eine Wiedergeburt erfolgen kann.

Das sind Götter, Halbgötter, Menschen, Tiere, der Hungergeister und Höllenwesen. All dies sind Formen des Leidens.

Sogar die Götter (Devas) leiden, denn sie leben nicht ewig und fürchten zudem den Abstieg im Kreislauf der Wiedergeburten.

Anders als bei der Vorstellung von "ewiger Glückseligkeit" im Paradies und "ewiger Verdamniss" in der Hölle, ist keiner dieser Zustände von Dauer.

Früher oder später folgt die nächste Wiedergeburt. Nur das Erwachen und das Verlöschen des ewigen Triebs im Nirvana ist das Ende aller Wiedergeburten.

Besonderheiten

Der Vajrayana-Buddhismus (meist ungenau "tibetischer Buddhismus") genannt, hat in Tibet auch Inhalte der schamanistischen Bön-Religion aufgenommen und ist dadurch besonders komplex.

Einige Anhänger des Vajrayana glauben, dass spirituell fortgeschrittene Lehrer noch zu Lebzeiten einen Einfluss auf ihre nächste Wiedergeburt haben und deshalb bereits vorab Hinweise hinterlassen können, wo ihre Wiedergeburt zu finden sein wird.

Das bekannteste Beispiel für diese "gezielten Wiedergeburten" (Tulkus) ist vermutlich der Dalai Lama.

Mit der Dokumentation "Living Buddha" und dem Spielfilm "Little Buddha" kam das Thema auch in die Kinos (nicht zu vergessen Eddy Murphys Komödie "auf der Suche nach dem goldenen Kind").

Diese komplizierten Wiedergeburts-Theorien sind jedoch vor allem im Vajrayana-Buddhismus präsent und finden sich in anderen Traditionen des Buddhismus nicht in dieser Form.

Interpretation

Ich kenne einige Buddhisten, die den Kreislauf der Wiedergeburten nicht als eine Art Jenseitsvorstellung sehen, sondern ihn symbolisch begreifen.

Auch die Wesen wie "Götter" und "Dämonen" werden eher als Sinnbilder für menschliche Eigenschaften und Schwächen verstanden.

Ob man tatsächlich wiedergeboren wird, oder wirklich nach dem Tod geschieht, das wird man wohl erst wissen, wenn es selbst so weit ist.

Ich denke, ich folge der Lehre  des Buddha recht gut, wenn ich mir um diese ganzen Theorien keine Gedanken mache, sondern stattdessen versuche, mein Leben achtsam und selbstbestimmt zu führen, ohne dabei unnötiges Leiden zu verursachen.

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Kommentar von gottesanbeterin
09.12.2015, 21:23

Die Frage war ja nicht nach der buddhistischen Lehre, sie lautete nicht, woran oder was Buddhisten glauben, sondern, was ihnen/mit ihnen passieren wird.

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Hallo KundenTester

Wiedergeburt ist ein altes Wort.Heute würde man das wie folgt beschreiben:Buddhisten haben eine bestimmte Lebensweise nach der sie ihren Glauben leben.Damit ist die erneute Existenz gemeint.

Erneute Existenz= Weiterbestehen der Evolution und des Buddhismus.

Buddhisten sind auch Menschen.

Gruß Ralf

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Kommentar von KundenTester
09.12.2015, 18:18

Ok, das verhedert sich dann aber mit dem Wikipedia Artikel über die Wiedergeburt im Buddhismus. 

Die Buddhisten glauben doch, dass sie wieder in den Kreislauf der Existenz aufgenommen werden :/

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Als alles glauben die sogar steune wtf

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Kommentar von KundenTester
09.12.2015, 18:10

Das heißt, das sie als alles wiedergeboren werden können um den Prozess der Existenz wieder aufzunehmen

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Kommentar von erazer001
09.12.2015, 18:11

naja nach deren glauben schon aber ich glaube nicht an sowas was soll man denn z.b als stein anstellen können

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Kommentar von cyracus
10.12.2015, 01:06

Möchte gern verstehen, was Du schreibst. Was bedeutet

steune wtf

?

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Als was werden Buddhisten wiedergeboren?

als Menschen.

Ich empfehle Dir das Buch

Im Westen wiedergeboren

von Vicki Mackenzie

http://www.diamant-verlag.info/our_books_2nd/29.html

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Kommentar von cyracus
10.12.2015, 13:48

Als ich meine Antwort schrieb, suchte ich im Internet nach einer aussagekräftigen Beschreibung oder aussagekräftigen Kundenrezensionen, fand aber keine. - Und mein Buch fand ich in meiner Büchersammlung auch nicht. - Nun habe ich es gefunden. Auf dem Buchrücken steht:

Vicki Mackenzie, die Autorin des internationalen Beststellers Die Wiedergeburt, macht sich in diesem Buch auf die Suche nach den Meistern und Meisterinnen der Reinkarnation im Westen.

Sie erzählt die Geschichten tibetischer Lamas, die sich in unserer Mitte reinkarnierten, und spricht mit den führenden westlichen Experten auf diesem Gebiet.

Ein wertvoller Beitrag zur gegenwärtigen Diskussion über die Natur unseres Bewusstseins.

In meiner Büchersammlung sind ein paar Bücher, die ich niemals verleihe. Denn ihr Verlust wäre für mich groß. - Dies ist eines der Bücher.

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