Als Student plötzlich mittellos. Was nun?

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5 Antworten

Hey, erstmal mein Beileid zu deinem Verlust!

Zu deiner Frage: 

Es gibt bei den meisten Unis eine Beratungsstelle für Finanzprobleme während des Studiums. Schau mal ob es bei deiner auch eine gibt und wenn ja mach dort einen Termin.

Dann ist die effektivste Möglichkeit Geld zu erhalten, arbeiten zu gehen. Du hast schon einen Bachelor in Biologie, damit kannst du sicher einen gut bezahlten Job auf dem Arbeitsmarkt finden, alternativ bewirbst du dich um Stellen bei den Lehrstühlen als Tutor, Übungsleiter oder HiWi. Es gibt sicher auch bei der Fachschaft oder über die Mailingliste Jobangebote die aushängen. Bewirb dich darauf.

Wenn du bei einem Job genommen wirst, kannst du evtl mit deinem Arbeitgeber eine Vorauszahlung vereinbaren.

Miete ggf. ein Postfach oder gib nach Absprache die Adresse eines Freundes an, falls die Postadresse nicht zuverlässig ist. Und schau dich nach einer Wohnung oder einem WG Platz um.

Sobald du etwas finanzielle Luft hast und Zeit, kannst du prüfen inwiefern deine Eltern ihrer Unterhaltspflicht während deines Studiums nachgekommen sind und ggf. deine Mutter auf Nachzahlung des Unterhalts verklagen. Dafür empfehle ich aber zunächst eine rechtliche Beratung.

Für kurzfristige finanzielle Hilfen musst du wohl Freunde oder Verwandte oder nochmal die Bank um ein Darlehen bitten.

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Mein Beileid!

Geh zum Arbeitsamt/Sozialamt und informiere Dich, ob Du irgendeinen Anspruch hast.

Ich glaube -bin aber nicht sicher-, dass die Kündigung der Wohnung rechtens ist, da Du dort kein eingetragener Mieter bist und Deinem Vater diese Wohnung nicht gehörte, somit also nicht in die Erbschaft fließt.

Am schnellsten wird wohl gehen, wenn Du Dir schnell einen WG-Platz suchst und dann Bafög beantragst, worauf Du Anspruch hättest.

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Mein aufrichtiges Mitgefühl zu deinem Verlust.

Soweit mir bekannt, hat man als Angehöriger eigentlich sogar eine größere Chance, in einen solchen Mietvertrag einzusteigen. Das hat zumindest mal einer der Hausverwalter der Wohnungen meiner verstorbenen Verwandten erwähnt.

Es gibt auch einige kirchliche Stellen, die dir sicher helfen werden. Welche das in deinem Wohnort sein könnten, weiß sicher die Beratungsstelle deiner Uni. Bei Caritas oder Diakonie kann man etwas finanzielle Hilfe in Form von Darlehen erhoffen. Vielleicht sieht man auch beim Sozialamt Möglichkeiten, dir zu helfen.

Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen.

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Hinsichtlich des Mietvertrages bzw. der Kündigung solltest Du dich noch einmal beraten lassen (z. b. beim Mieterverein), jedenfalls dann, wenn Du die Wohnung weiter bewohnen willst. Zwar kann auch der Vermieter den Erben innerhalb eines Monats nach Kenntnis des Todes des Mieters mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Völlig anders stellt sich die Situation aber dar, wenn der Verstorbene nicht allein gelebt hat. Ehegatten oder Lebenspartner, die mit dem Verstorbenen einen gemeinsamen Hausstand geführt haben, kann die Wohnung in der Regel nicht entzogen werden. Aber auch bereits vorher in der Wohnung lebende erwachsene Kinder oder andere Familienangehörige können in den Mietvertrag eintreten. Hier ist also zu überprüfen, ob die Kündigung überhaupt rechtens ist. Du solltest schnell handeln, um mögliche Widerspruchsfristen nicht zu versäumen.

http://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm1110/111026.htm

Was die finanzielle Situation angeht, solltest Du Dich beim Sozialamt bzw. beim Bafög-Amt (studentenwerk) beraten lassen.

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Bis maximal zur Vollendung des 26. Lebensjahres hast Du, so lange Du studierst, Anspruch auf Halbwaisenrente. Erkundige Dich bitte beim Amt deiner Stadt danach. 

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Kommentar von TUrabbIT
29.11.2015, 22:55

laut Frage ist er 28, daher hat sich das ziemlich erledigt

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