Frage von TheSDBux, 51

Als Pilot zum KSK?

Hi, Ist es möglich sich als Bundeswehrpilot beim KSK zu bewerben oder muss man dafür z.B. Fallschirmjäger o.ä. sein

Danke im Vorraus

Expertenantwort
von ramay1418, Community-Experte für Pilot, 30

Theoretisch ist vieles möglich, was nicht praxistauglich ist. Ich kenne die aktuelle Vorschriftenlage nicht, aber es war mal so, dass Bewerbungen für einen KSK-Eignungstest Vorrang hatten. Kann sich natürlich geändert haben. Wer hier soll das aber wissen? 

Aber nenne mir einen nachvollziehbaren Grund, warum die Bw in eine millionenteuere Pilotenausbildung investieren soll, um Dich dann ziehen zu lassen! 

Es gibt bei der Bw vieles, was unlogisch, umständlich und teuer ist, aber ganz so naiv sind die Verantwortlichen dann doch nicht. 

Du kannst Dich ja erst zu den Fallschirmjägern melden - dann kommst Du auch zum Fliegen - und Dich dann beim KSK bewerben. Dann weißt Du wenigstens, ob Du auch nur im Ansatz eine Chance hast.

Aber wie immer im realen Leben gilt auch jetzt: Die richtige Antwort bekommst Du bestimmt nicht in einem Spaß-Internetforum, sondern nur von den Leuten, die jeden Tag mit den Möchtegern-Helden zu tun haben. 

Also wende Dich an einen Karriereberater der Bw. Noch besser ist es, einfach mal in Calw anzurufen und dann einen Gegencheck bei einem Geschwader zu machen. 

Anrufe kosten ja heutzutage kaum noch etwas und erfordern nur Eigeninitiative, aber die musst Du als KSK-Soldat oder Pilot sowieso zeigen. 

Expertenantwort
von navynavy, Community-Experte für Bundeswehr, 31

Jeder Soldat der Bundeswehr - unabhängig von Laufbahn und Verwendung - kann sich für den Aufnahmetest beim KSK bewerben. Ein sehr großer Teil kommt jedoch tatsächlich aus den infanteristischen Verwendungen, und v.a. aus der Fallschirmjägertruppe. Das hat sicher mit der engen Verwurzelung des KSK mit den Fallschirmjägern zu tun, ein zwingendes Kriterium ist das aber nicht.

Die Anekdote von Hamburger02 trifft allerdings insofern schon zu, dass Versetzungen vom Vorgesetzten bewilligt werden müssen. Pilot (insbesondere Kampfpilot) ist eine unglaublich teure und aufwendige Ausbildung - der Staat gibt Millionen für einen fertigen Piloten aus und erwartet natürlich dann, dass er auch in dieser Funktion zur Verfügung steht. Hier kann der Vorgesetzte im Sinne der Verhältnismäßigkeit und der Sachzwänge dann durchaus einen solchen Antrag ablehnen.

Kommentar von TheSDBux ,

Danke für die Antwort, habe jetzt gelesen dass die Verpflichtungszeit beim KSK 6 Jahre beträgt, (natürlich ist die gesamtverpflichtungszeit länger) und da ich mich als Pilot für 20 Jahre verpflichte ist die Pilotenausbildung ja nicht umsonst.

Kommentar von navynavy ,

Ich weiß nicht ganz, wie Du auf diese Zahlen kommst - die Mindestverpflichtungszit als Kommandofeldwebel (Standardkarriere beim KSK) beträgt 12 Jahre. Zudem geht die Rechnung insofern nicht ganz auf, weil beide Ausbildungen absolute Hochwertausbildungen sind und insofern von Dir grundsätzlich die volle Erfüllung der eingeplanten Dienstzeit erwartet wird - außerdem stehen Dir Altersgrenzen, gesundheitliche Veränderungen (beide Laufbahnen sind körperlich äußerst fordernd und könnten theoretisch Deine evtl. vorhandene Eignung für die jeweils andere Verwendung zerstören) und strukturelle Planungen der Truppe entgegen.

Du wirst sicher nicht ausgerechnet zwischen diesen beiden extremen Verwendungen beliebig hin und her springen können - und wenn Du das vorhast, wirst Du bei der Bewerbung für beide vermutlich schon allein deswegen aussortiert werden.

 

Antwort
von Nomex64, 18

Warum verbindest du nicht beides. Gehst zur Luftwaffe, wirst Hubschrauberpilot und lässt dich auf dem  H145M schulen. Dann gehst du nach Laupheim zum HSG 64 und fliegst die Kommandosoldaten.

Antwort
von Hamburger02, 33

Als Pilot dürfte dir das selbe passieren, wie es mir passiert ist, als ich von den Ubooten aus ein Versetzungsgesuch gestellt hatte. Der Kommandeur lud mich zu einem sehr kurzen Vieraugengespräch ein und kommentierte mein Gesuch fast wörtlich so: "Sie sind doch hoffentlich nicht so naiv zu glauben, dass wir einen, den wir einmal eingefangen und ausgebildet haben, freiwillig wieder gehen lassen? Sie können frei wählen: entweder ziehen Sie ihr Gesuch sofort zurück, was Arbeit spart oder Sie lassen es stehen und ich werde es negativ kommentieren, was dann aufs selbe hinausläuft."

Kommentar von rav3ry ,

Aus Interesse, was hast du gemacht? :D

Kommentar von Hamburger02 ,

Heizer

Kommentar von winstoner14 ,

Netter Vorgesetzter xD

Kommentar von Hamburger02 ,

Das war schon ok und ich habs auch eingesehn. Der Ton unter Ubootfahrern ist typischerweise sehr direkt und offen.

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