Frage von LisaTucker6, 150

Als muslimin christliche Gebete vorsagen?

Hallo. Wie ihr wshl. an meinen letzten Fragen erkennt, geht es wieder um mich und meine Freundin. Kurz: meine muslimische Freundin und ich (orthodox) möchten in den kath. Religionsunterricht wechseln. Wir haben mitbekommen, dass man in dem Unterricht am Anfang der Stunde den Vaterunser gebet vorsagen muss und viel in der Bibel liest. Ist es haram für die muslime, den Vaterunser gebet vorzusagen bzw. die christlichen Gebete? Der Religionslehrer meinte, dass wir sehr viel mit der Bibel arbeiten und wir beide wissen nicht so genau, ob es jetzt für sie verboten ist oder nicht. Sie persönlich hat nichts dagegen, da wir beide eine kath. Freundin haben, die uns ihre Bibel öfters geliehen hat und sie großes Interesse daran hat, es zu lesen - doch wäre es eine Gefahr / Sünde für ihre Religion, die christlichen Gebete vorzusagen?

Antwort
von anaandmia, 80

Ich finde es erlich gesagt nicht angebracht den Religionsunterricht zu wechseln wenn ich dich nich so hinter "meiner" Religion stehe.
Ich denke das solltet ihr mit den Lehrern abklären ob ihr das mitsprechn müsst. Finde dieses Verhalten aber ziemlich doof. Ich möchte euch nicht angreifen aber entweder ganz oder gar nicht.

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Da Zweifel im islam schon als Abfall von Islam  gilt ,wundert deine Antwort kaum .

Kommentar von anaandmia ,

Ich bin Evangelisch !

Antwort
von nowka20, 19

nur wenn du hinter der religion stehst, solltest du wechseln

Antwort
von ogdan, 53

Die meisten islamischen Gelehrten gehen davon aus, daß es für Molems verboten ist, das "Vater Unser" zu beten. Im Islam gibt es eine feste, vorgegebene Anzahl von Namen und Bezeichnungen für GOtt. "Vater" ist in diesen "99 Namen Allah" s (siehe http://www.tauhid.net/cybernamen.html ) nicht dabei, daher ist es für fast alle islamischen Lehrer "haram" GOtt die Bezeichnung "Vater" zu geben.

Daher ist es den Moslems auch geboten, sich von den Irrlehren der Juden & Christen fernzuhalten:

Sure 9, Vers 30:
Und es sprechen die Juden: “Uzair ist Allahs Sohn.” Und es sprechen die
Nazarener: “Der Messias ist Allahs Sohn.” Solches ist das Wort ihres
Mundes. Sie führen ähnliche Reden wie die Ungläubigen von zuvor. Allah schlag sie tot! 

Die Bibel zu lesen etc. ist nicht verboten, solange man sie als Moslem als "irgendein literarisches" Buch betrachtet und die Lehren der Bibel gegen die Gesetze des Islam prüft. Sobald die Gefahr besteht, von den Lehren des Islam abzufallen (von Allahs Weg abwendig zu werden), muß der Moslem das Studium der Bibel unterlassen, sonst droht ewige Strafe:

Sure 16, Vers 88:
Und diejenigen, die nicht glaubten und von Allahs Weg abwendig machten,
sollen von Uns Strafe über Strafe erhalten, dafür daß sie Verderben
stifteten.

Sure 98, Vers 6: Siehe,
die Ungläubigen vom Volk der Schrift und die Götzendiener werden in
Dschahannams Feuer kommen und ewig darinnen verweilen. Sie sind die
schlechtesten der Geschöpfe.

Des weiteren darf ein Moslem nicht Gefahr laufen, sich mit Christen (oder Juden) zu befreunden:

Sure 5, Vers 51: O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch
nicht die Juden und Christen zu Freunden, sie sind untereinander
Freunde, und wer von euch sie zu Freunden nimmt, siehe, der ist von
ihnen. Siehe, Allah leitet nicht die ungerechten Leute.

Sure 4, Vers 89: Sie wünschen, daß ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, und daß ihr ihnen gleich seid. Nehmet aber keinen von ihnen zum Freund,
ehe sie nicht auswanderten in Allahs Weg. Und so sie den Rücken kehren,
so ergreifet sie und schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet; und
nehmet keinen von ihnen zum Freund oder Helfer.

Sure 3, Vers 28:

Die Gläubigen

sollen sich nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Freunden nehmen

. Wer das tut, hat keine Gemeinschaft (mehr) mit Gott.

Kommentar von Fabian222 ,

Ich weiss nicht was du bist (Religion) und vorallem was du mit den Versen bezwecken willst. Ich weiss aber eins. Das was du schreibst darf nicht missverstanden werden.

Das was dort als Freund uebersetzt wurde, kann vieles heissen. 

Das arabische Wort dafuer ist Walyy.

Die arabische Sprache ist sehr Umfangreich und ein Wort kann verschiedene Bedeutungen haben.

Walyy kann Schutzherr, Beschützer, Freund, Helfer, Unterstützer usw. heissen. 

Allah verlangt von uns nicht, dass wir sie hassen und verabscheuen bzw. dass wir uns komplett von ihnen distanzieren. Er sagt nur, dass wir bei ihnen keine Hilfe suchen sollten.

Warum war dann der Nachbar des Propheten Muhammad ein Jude und warum besuchte er ihn (den Juden), als er krank war?

Warum sagte Imam Ali:  Sie (die Menschen) sind von zweierlei Art: Entweder sind sie deine Geschwister im Glauben, oder sie sind Geschöpfe wie du.?

Warum sagte Imam Jafar Sadiq: „Wenn ein Jude kommt, um bei dir zu sitzen, so mache es zu einem guten Treffen.“ ?

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Das ist alles schön und Gut @Fabian ,nur ist es auch eine bekannte Tatsache dass Mohammed ganze Stämme der Juden ausgetilgt hat ,da diese ihm nicht folgen wollten.

Das Thema hatten wir ja schon oft ,du erinnerst dich an die 
 Banū Quraiza ?

Kommentar von WALDFROSCH1 ,

Dass er  auch mal mit einen Juden freundlich war ,hebt diese Gräuel nicht auf ...

Kommentar von ogdan ,

Die Frage drehte sich um die Teilnahme am katholischen Religionsunterricht. Gerade Unterricht muß man als Hilfe und Unterstützung verstehen. Der Lehrer ist im arabischen ja quasi archetypisch für einen Helfer und Unterstützer - sich also einen katholischen Religionslehrer zu suchen würde nach Ansicht der meisten islamischen Rechtsgelehrten auf jeden Fall unter die hier beschriebenen Verse fallen.

Die Aussagen fast aller islamischen Rechtsgelehrten sind hier eindeutig: als Muslim darf man sich nicht den Lehren der Ungläubigen aussetzen.

Kommentar von extrapilot351 ,

@Fabian:

Wer zum Islam konvertiert und sich
danach wieder abwendet, muss mit dem Tod rechnen mehr...Fatwa
über die Strafe für den Abfall vom
Islam
 (25. Oktober 2013, 07.08 Uhr)

So viel zum Thema Religionsfreiheit!

Kommentar von Franek ,

Ich habe genau das Gegenteil gelesen, dass Mohammed gesagt hat, dass die Muslime "hingehen und sich bei ... (Juden oder Christen?) Rat holen sollen".

Leider weiß ich die Sure gerade nicht. :-(

Antwort
von suziesext08, 34

hi Lisa - gebrauch doch einfach mal deinen eigenen Scharfsinn: wenn es den guten Gott gibt, glaubst du wirklich, der betrachtet ein Gebet, ganz gleich in welcher Sprache und von welcher Religionsauffassung, als ne Sünde. Wenn ihr mit reinem Herzen ein Gebet sprecht, was soll daran dann haram sein? Und wen juckt das, was sich irgendwelche Ziegenbärte aus den vergangenen 1000 Jahren alles zusammenphantasiert haben, was nun alles haram und halal sein soll?

Ausschliesslich deine innere Einstellung macht, ob ein Gebet gut ist oder falsch.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community