Frage von SillySymphony, 47

Als Kleinunternehmer im Grafikdesign Umsatzsteuer zahlen?

Hallo,

vorweg: ich bin ein absoluter Anfänger auf dem Gebiet Steuern und Selbstständigkeit und Mathe war nie mein bestes Fach, also bitte um etwas Gnade ;-)

Ich überlege gerade mich als Kleinunternehmer im Bereich Grafik Design selbstständig zu machen und sitze vor dem steuerlichen Erfassungsbogen... da gibt es nun die Möglichkeit auch Umsatzsteuer auszuweisen. Und ich frage mich: Wie funktioniert das? Und macht das für mich auf lange Sicht überhaupt Sinn? (Meine Kunden werden überwiegend Privatpersonen sein)

Betriebsausgaben/Ivestitionen hätte ich zu Beginn wahrscheinlich mehr als ich an Umsatz mache, also erstmal schwarze Zahlen. Im Bereich Grafikdesign wäre eine erste Anschaffung z.B. einen Rechner.

Beispiel für 1. Monat: Ausgaben: Ich schaffe mir im ersten Monat einen Rechner an (z.B. 567€ + 133€ USt.= 700€).
Einnahmen: ich habe diesen Monat aber nur einen zahlenden Kunden mit 283,50€ + 66,50€ USt. = 350€ zu verbuchen.

Aus den Ausgaben ergibt sich eine Umsatzsteuer von 133€, die dann mit der Umsatzsteuer aus den Einnahmen gegengerechnet wird, oder? Also 133€ - 66,50€ = 66,50€

Ist das dann der Betrag, den ich vom Finanzamt zurückerstattet bekomme, wenn ich Umsatzsteuer ausweise? Bilanz für den Monat wäre dann also 283,50€ (Einnahmen) - 700€ (Ausgaben) + 66,50€ (USt. Verrechnung) = - 350 €

Und Bilanz ohne USt. Ausweisung: 283,50€ (Einnahmen) - 700€ (Ausgaben) = - 416,50€

Ist das so richtig? Oder habe ich gerade irgendwo einen Knoten? Hilfe!

Antwort
von wfwbinder, 31

 DEin Problem fängt schon damit an, dass Du die Steuer falsch berechnest. die Umsatzsteuer ist nicht 19 % von der Einnahme, oder Ausgabe, sondern das sind jeweils 119 %.Also 833,- Euro sind 119 % Netto sind 700,- und die Steuer sind 133,- Euro.

Ausserdem gibt es Vorsteuerabzug nur, wenn Du entweder mehr als 17.500,- Euro Umsatz im Jahr hast, oder auf die Regelbesteuerung optierst.

Ich denke für Dich ist die Kleinunternehmerregelung richtig, oder Du nimmst einen Steuerberater.

Antwort
von Novos, 35

Wenn Du mehr Kosten als Einnahmen hast, schreibst Du "rote Zahlen", wenn es umgekehrt ist, schreibst Du "schwarze Zahlen". Wenn Du als Klein-Unternehmer keine MwSt. berechnest, kannst Du auch keine MwSt. für Deine Betriebsausgaben geltend machen. Ich schlage Dir vor, ein Existenzgründer-Seminar bei IHK / HWK oder Volkshochschule zu besuchen.

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