Frage von Axwell, 147

Als Fahranfänger 250km fahren?

Hallo Leute, ich habe vor zwei Monaten endlich meinen Autoführerschein gemacht und habe inzwischen auch ein Auto. Allerdings fahre ich relativ wenig - zu 99 Prozent fahr ich bei mir im Ort einkaufen und ab und zu mal auf die Arbeit, aber mehr jedoch nicht.

Nun wollte ich kommendes Wochenende über Ostern nach Stuttgart fahren, das sind rund 250km, etwa 2,5h Fahrzeit - und ich bin ständig am überlegen ob ich selbst fahren oder eine Mitfahrgelegenheit nutzen soll. Mein Verand sagt mir dass ich selbst fahren sollte, da mir die Praxis sehr gut tun würde; mein Bauch allerdings sagt dass mir die Erfahrung für solch eine Lange strecke fehlt. Hinzu kommt dass ich ein bisschen Paranoia vor der Autobahn habe.

Ganz konkret: -Ich habe Angst dass ich auf dem Einfädelungsstreifen keine Lücke finde um mich einzuordnen, und im schlimmsten Fall stehen bleiben muss.

-Irgendwie mache ich mir Sorgen dass ich auf der Autobahn auf der falschen Spur fahre und dann irgendwie in eine Ausfahrt gedrängt werde. Ich versuch das mal zu erläutern: Es gilt ja auf der Autobahn grundsätzlich das Rechtsfahrgebot, daran würde ich mich auch durchgehend halten, sofern ich keine LKW's oder so überholen möchte. Allerdings ist mir ein Fahrabschnitt bei -ich meine Karlsruhe- erinnerlich, bei dem die vier Spuren sich plötzlich aufteilen und in zwei verschiedene Richtungen führen, und ich natürlich rechts fahre und damit die falsche Spur befahre und somit von meinem Weg abkomme. Verrückt was für einen Kopf ich mir mache, oder?

-Wenn ich die rechte Spur befahre und auf dem Einfädelungsstreifen eine Handvoll Autos versuchen auf die Autobahn aufzufahren, fällt es mir manchmal schwer einzuschätzen ob ich abbremsen soll, um ihnen das Einfädeln zu erleichtern oder aufs Gas treten soll um vorbeizuziehen.

Wahrscheinlich sind diese Gedanken völlig überflüssig, aber dennoch sind sie für mich ganz konkret.

Könnt Ihr mir ein paar Tipps geben bzw. sagen was Ihr an meiner Stelle machen würdet?

Herzlichen Dank und viele Grüße! :)

Antwort
von peterobm, 64



>Ich habe Angst dass ich auf dem Einfädelungsstreifen keine Lücke finde um >mich einzuordnen, und im schlimmsten Fall stehen bleiben muss.


dann fährst halt bei der nächsten freien Lücke. Du machst dir zuviele Gedanken. 


>bei dem die vier Spuren sich plötzlich aufteilen und in zwei verschiedene >Richtungen führen,



DANN ordnest dich natürlich auf die Fahrbahn für deine Richtung ein. Du hälst doch trotzdem das Rechtsfahrgebot ein. Das wäre dann in dem Falle eben die 3 Spur.

Lass dich nicht unterkriegen, du schaffst das. 

Antwort
von holgerholger, 52

Das schaffst Du schon. Die ersten Male ist es immer aufregend, wenn man Dinge allein tun muss, bei denen sonst der Fahrlehrer danebensass. Aber Autobahn auffahren ist ja nun kein Hexenwerk: Je nach Geschwindigkeit runterschalten, damit Dein Auto die bestmögliche Beschleunigung hat. Im Rückspiegel die ankommenden Fahrzeuge beobachten, dabei ordentlich aufs Gaspedal latschen. Wenn Du die selbe Geschwindigkeit wie der fliessende Verkehr hast, Schulterblick und dann langsam nach links einordnen. Am Ende des Beschleunigungsstreifens nicht stehenbleiben, im Notfall einige Meter weiterfahren und einordnen. DAs ist aber mit einem PKW, der mehr als 25 PS hat, nicht nötig, passiert mir aber mit unserem alten, schweren, schwachmotorisierten Wohnmobil selbst nach fast 40 JAhren Fahrpraxis und fast 1 Mio gefahrenen Kilometern manchmal, ist aber kein Beinbruch. Würdest Du srtehenbleiben, müsstest Du auf eine Lücke warten, bei der Du aus dem Stand auf die Autobahn fahren kannst, und das kann Stunden dauern. Zudem bist Du eine Gefahr für die folgenden Autobahnauffahrer. Viel Glück!! Je eher Du darangehst, desto schneller hat sich das GAnze normalisiert.

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Auto, 40

Natürlich ist das eine Herausforderung, die dich ängstigt. Aber machbar ist das auf jeden Fall.

Du soltest dich dieser Herausforderung stellen, denn an "bestandenen" Herausforderungen wächst man. Das was du anfangs als "Schiss" einbezahlst, erhälst du hinterher als "Stolz" auf das geleistete incl. Zinsen, zurückbezahlt.

Antwort
von LiselotteHerz, 72

Wenn Du,außer in der Fahrstunde, noch nie Autobahn gefahren bist und solche Angst hast, lass es!

Nutze für dieses Ostern eine Mitfahrgelegenheit und übe mal an den Wochenenden, zum Beispiel Sonntags morgens, ein Stück Autobahn zu fahren.

Gerade an Osten dürfte auf der Autobahn einiges los sein und für einen Anfänger, der zudem ängstlich ist, könnte das und für alle anderen Verkehrsteilnehmer geradezu gefährlich sein.

Für Dich wäre ein Navi sehr nützlich, da bekommst Du schon im vorhinein gesagt, auf welcher Spur Du Dich einzuordnen hast. Dann musst Du Dir darüber als Fahranfänger keine Gedanken mehr machen.

lg Lilo


Kommentar von LiselotteHerz ,

Wenn Du auf eine Autobahn auffährst, runterschalten und richtig Gas geben, natürlich Blinker setzen und unter Beobachtung des nachfolgenden Verkehrs auf die Autobahn fahren. Mir wurde da bislang immer Platz gemacht. Sollte das mal nicht möglich sein, dass der heranfahrende Verkehr auf die mittlere Spur ausweichen kann, dann fahre ein Stück auf der Standspur weiter. Sollte da keine Standspur sein, musst Du natürlich die Geschwindigkeit drosseln. Stehenbleiben ist ganz schlecht und nur im äußersten Notfall nötig!

Wegen des Einordnens in Richtung Karlsruhe musst Du Dir keine Sorgen machen, das wird rechtzeitig durch große Hinweisschilder angezeigt.

Antwort
von GravityZero, 62

Mein Meinung: fahr selbst. Du hast deinen Schein bestanden, bist schon gefahren und solltest das jetzt machen bevor du so eine Angst davor bekommst dass es nie etwas wird. Auf der AB zu fahren ist leichter als alles andere wenn du nicht zu schnell fährst. Und was ist so schlimm wenn die Spuren sich teilen? Dann fährst du eben auf die Spur die dich an dein Ziel führt. Nimm doch heute mal einen Freund, Vater Mutter etc. setz sie ins Auto und fahr mal auf die Autobahn wenn du dich dann besser fühlst.

Antwort
von ChicaArgentina, 42

ich hab meinen Führerschein pünktlich an meinem 18. Geburtstag abgeholt und musste 11 Tage später schon nach Bayern zu einem Vorstellungsgespräch. Das kommt deiner Strecke recht nah. Was dein Problem ist, du zerdenkst das alles einfach viel zu sehr. "Was wäre, wenn...". NEIN! Steig in dein Auto und fahr. Nur so bekommst du die nötige Erfahrung. Und wie man auf der Autobahn fährt, hast du in der Fahrschule gelernt. Also trau dich. Fahr in ´nem Tempo, in dem du dich wohl fühlst. Achte auf die Schilder, damit du weißt, wann du dich in eine andere Sour einfädeln musst. Und blinke rechtzeitig, damit die anderen wissen, wo du hinwillst. Das klappt schon, nur Mut ;)

Kommentar von Axwell ,

Gracias! Wie hast du dich seinerzeit gefühlt? Und wie bist du mit der Situation umgegangen? Saludos! :)

Kommentar von ChicaArgentina ,

De nada :D Ich wurde in der Nähe von Hof geblitzt und hab danach 3 Punkte kassiert, Probezeitverlängerung und Nachschulung. Von der schlimmen Geldstrafe ganz zu schweigen... Also ich bin generell kein ängstlicher Fahrer. Ich liebe es, Auto zu fahren. Deshalb hätte ich mir nie solche Gedanken gemacht wie du jetzt. Klar, da waren auch Situationen dabei, wo ich bisschen überfordert war. Aber wenn man vorsichtig fährt, passt das schon. Die Blitzerei kam bei mir nur zustande, weil ich das 100er Schild übersehen hab und mit 140 geblitzt wurde. Deshalb auch mein Rat an dich: Halte dich an die Geshwindigkeit :)

Antwort
von Sabsi69, 53

Von den Kilometern her ist das kein Problem und die Problematik mit dem auffahren haben alle die anfangen Auto zu fahren. Das mit dem abdrängeln ist unbegründet, falls du bei jemandem im toten Winkel sein solltest und der rüberzieht hast du eine Hupe. Ansonsten zeigen durr die Schilder ja auf welcher Spur du dich einordnen musst. Da kommen ja weit vor der Gabelung schon Schilder!  Es sind natürlich die schlechtesten Voraussetzungen wenn du Angst hast. Das kannst nur du entscheiden ob du dir das jetzt schon zutraust! Ich habe aber die Befürchtung das du dich da in etwas reinsteigerst und dann nie auf der Autobahn fährst

Antwort
von SaVer79, 56

Musst du die Strecke alleine fahren?

Aber unabhängig davon: du solltest ganz dringend mehr Fahrpraxis bekommen. Ansonsten wirst du immer unsicherer und malst dir immer aus, was passieren könnte! Auto fahren macht Spaß und ist kein Hexenwerk!

Kommentar von Axwell ,

Ja ich würde die Strecke alleine fahren. Die letzten zwei Wochen fahre ich mit meinem Vater immer auf die Arbeit. Er selbst sagt dass ich mir da keinen Kopf machen brauche, denn ich müsste ja quasi nur gradeaus fahren. Und außerdem hätte ich ja ein Navi dass mir den Weg sagt.

Antwort
von Lumpazi77, 44

Als ich meinen Führerschein in Händen hielt bin ich sofort 150 km, und noch dazu quer durch München, gefahren. Wow hatte ich Schiß.

Wenn ich das geschafft habe, schaffst Du das auch !

Besorge Dir ein Navi, das sagt Dir auch auf der Autobahn rechtzeitig, wo Du fahren musst !

Kommentar von Axwell ,

Danke, das macht ein bisschen Mut :)

Expertenantwort
von Skinman, Community-Experte für Auto, 19

Das ist keine lange Strecke, das ist mit dem Auto ein absoluter Klacks.

Antwort
von dave11104, 55

Also ich seh darin kein Problem. Kannst es ja vorher mal üben. Ich hatte 1 Jahr begleitetes Fahren das war extrem sinnvoll. Ich bin aber auch viel gefahren und habs auf gutes Fahren angelegt. 

Antwort
von Alopezie, 18

Du machst dir zu viele Sorgen. Trotz Rechtsfahrgebot bleibst du auf deiner Spur. Hier ein Beispiel:

Bonn      Kiel

 1 I 2 I 3 I 4 I

    I    I    I    I

    I    I    I    I

    I    I    I    I

    I    I    I    I

Wenn du nach Bonn willst bleibst du bei der Spur Nr.2.

Zur not fährst du etwas im Standstreifen und fädelst dich dann ein.

Antwort
von sabi40, 15

Möchte wissen wie es lief?
Bist Du jetzt selbst gefahren?
Ich soll nämlich kommendes Wochenende nach Mannheim fahren und habe auch Angst über die Autobahn zu fahren.
LG

Kommentar von Axwell ,

Hi Sabi,

wahrscheinlich hat sich das bei dir schon längst erledigt - hab aber leider jetzt erst gesehen dass du geschrieben hast. Leider bin ich nicht gefahren weil mein Bekannter zu dem ich fahren wollte leider abgesagt hat :/ Bin in der Zwischenzeit aber trotzdem nie weite Strecken gefahren weil es sich nie wirklich ergeben hat. Und wie wars bei dir?

Kommentar von sabi40 ,

Danke für die Antwort. Bin leider oder auch Gott sei Dank noch keine langen Strecken gefahren , weder AB noch Bundesstraße. Mir langt schon der Stress im Stadtverkehr.

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