Frage von MsMadison, 112

Als Escort Männer begleiten?

Ich bin Studentin und mein Geld ist echt knapp. Jedenfalls arbeitet eine Kommilitonin von mir bei einer bekannten Escort-Agentur und sie meinte es sei im Grunde nur ausgehen mit den Männer. Und das man Abends dann mal zu zweit im Bett landet ist ja heut zu Tage ganz normal. Da muss ich ihr eigentlich Recht geben. Gibt es irgendwas auf das ich unbedingt achten sollte? Ich bin echt finanziell so blank dass ich das mittlerweile schon ernsthaft in Betracht ziehe und bei so Agenturen sind das ja auch meistens gebildete und vermögende Herren. Von der Optik denke ich kann ich mithalten bin regelmäßig im Fitnessstudio.

Antwort
von RFahren, 65

In Deutschland ist Escort-Service in 99,9% der Fälle nichts anderes als "normale" Prostitution. In Ländern wie USA, wo Paysex in fast allen Bundesstaaten streng verboten ist, gibt es "reine" Escort-Agenturen, bei denen die Dienstleisterinnen "nur" als Begleitung für Abendessen, Theaterbesuch usw. gebucht werden können. Sollte es bei einem solchen Treffen dann "urplötzlich" dazu kommen, dass sich die Dame und der Kunde ineinander "verlieben" und "spontan" im Bett landen, dann ist dies natürlich nicht Sache der Agentur, sondern zwischen zwei Erwachsenen. Dabei kann es natürlich vorkommen, dass der Kunde "versehentlich" etwas Bargeld auf dem Nachttisch liegen lässt, von welchem dann die Dame "irrtümlich" annimmt es sei ihr eigenes... .

Daher kann man sich (im Gegensatz zu unseren Breiten) in den USA auch nie nach dem Service erkundigen, den eine Dame im Programm hat.
Die Vorstellung, dass es bei einem Escort-Date in Deutschland nur um Essen und Theater geht, ist fast ebenso illusorisch, wie die Annahme, dass viele Männer nur zum reden ins Bordell gehen.

Im Klartext bedeutet dies, dass von Dir erwartet wird, dass Du mit Deinen Kunden Sex hast - lediglich den Umfang Deines Angebots (z.B. ob z.B. Zungenküsse, Analverkehr oder ein Dreier möglich ist) kannst Du passend vorgeben. Dabei ist es jedoch so, dass z.B. Dienstleisterinnen, die Zungenküsse von vorn herein ausschließen, von vielen Männern erst gar nicht gebucht werden. Daher steht in den Profilen oft "xxx bei Sympathie" ;-)

Vorsicht bei Agenturen, bei denen Du erstmal Geld bezahlen sollst für Fotoshoortings und Sedcards! Seriöse Läden verlangen hier kein Geld! Auch ein Inhaber, der Dich erst einmal "ausprobieren muss", ist ein Warnsignal...

Eine Stunde kostet den Freier meist zwischen 150 und 300 Euro - auf längere Buchungen gibt es oft Rabatt. Die meisten Agenturen behalten dann aber 30-50% der Gage. Wenn Du Glück hast können an einem Tag 300-500 Euro - oder auch mal mehr oder weniger - hängen bleiben.

Du solltest Dir aber im Klaren sein, dass Du beim Escort viel Zeit mit den Warten auf Deinen Einsatz verbringst und wenig Einfluss darauf hast wann Du wie oft gebucht wirst, denn die Konkurrenz ist groß. Viele Girls, die ich kenne, füllen ihre buchungsfreien Zeiten mit Besuchen in FKK- und Saunaclubs auf. Hier können sie aktiv auf die Männer zugehen und ihre Zeit selbst planen. Gäste, die beim Vorgespräch durch fehlende Manieren oder Hygiene auffallen, können sie einfach ablehnen - das ist beim Escort-Date nicht so einfach.

Neben dem Eintritt (meist 50-100€) werden im Club keine weiteren Kosten fällig - und Essen und Trinken sind auch enthalten. Der Leistungsumfang, mit dem die Männer rechnen, ist ähnlich wie beim Escort. Pro halbe Stunde gibt es dann zwar "nur" 50€ - aber der wandert dann komplett in die Taschen der Sexworkerin und eine gute Dienstleisterin weiss ihren Gast auch für eine Stunde oder länger zu begeistern... . Dafür bieten die Clubs den Zugang zu willigen Männern, Infrastruktur (Duschen, Betten, Verpflegung) und sorgen auch für die Sicherheit von Gästen und Dienstleisterinnen - und dies weitgehend anonym, denn ohne Deinen ausdrücklichen Wunsch taucht Dein Bild weder auf irgendwelchen Webseiten auf, noch erfährt ein Gast mehr als (d)einen Vornamen.

Nominal ist also die Gage beim Escort zwar höher - aber dafür auch der Zeitaufwand für An- und Abreise und rund die Hälfte der Kohle geht ja dann auch erstmal an die Agentur.

Eine fleißige Club-Dienstleisterin kann am Tag 500-1000 Euro verdienen - an schlecht besuchen Tagen kann es auch mal weniger sein, zu Spitzenzeiten mehr. Die verschiedenen Spielarten des Paysex sind sehr gut in dem Buch "Wir sehen uns im Puff!" (Amazon) zusammengefasst.

Übrigens: Sich auf Portalen wie kaufmich oder gesext als Escort anzubieten hat seine Tücken - denn wer garantiert Deine Sicherheit, wenn in der besuchten Wohnung nicht ein einsamer Freier, sondern gleich eine ganze Gruppe auf Dich wartet? Hast Du einen Fahrer oder jemand, der einen Kontrollanruf macht ob alles OK ist?

Wenn Du wirklich als Sexworkerin arbeiten möchtest und auch bereit bist ggf. die Folgen zu tragen (vielleicht kommt es irgendwann raus? - vor allem wenn Deine Bilder auf den Webseiten einer Agentur im Internet stehen...) dann mach Dir selbst ein Bild und lass Dir von niemandem einreden Du bräuchtest einen "Manager" oder "Beschützer" - sonst wird das nix mit dem Geldverdienen...

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Antwort
von Strrephanie, 52

Escortagenturen verlangen natürlich einen großen Anteil vom Geld und Dir bleibt dann nicht mehr so viel, und ob die Männer da gebildeter sind bezweifle ich sehr, gibt es doch einfach gestrickte, die Kohle haben.Aber damit mal anzufangen ist schon recht spannend und Du kannst dann ja sehen, ob das was für Dich ist oder es ergeben sich vielleicht auch noch andere Möglichkeiten zur Prostitution. Geld lässt sich damit sicher leicht verdienen!

Antwort
von regex9, 84

Achte darauf, dass 

  • du richtig verhütest, wenn es zum Geschlechtsverkehr kommen sollte
  • mindestens eine Vertrauensperson jederzeit weiß, wo du dich gerade aufhältst, wenn du als Escort ausgehst
  • von Anfang an Regeln gesetzt sind, die die Begleitung nicht überschreiten darf
Kommentar von MsMadison ,

Ich bin kein Kind mehr, ich kenne mich mit Kondomen und Co. aus. Und alles weitere wollte mir die Agentur-Chefin erklären. Die war echt total nett und lieb.

Kommentar von regex9 ,

Das ist doch gut. Aber wieso hast du dann hier gefragt?

Antwort
von Windlicht2015, 78

Suche dir lieber einen Minijob. Habe letztens einen TV-Bericht gesehen über Escortdamen. Es ist ja nicht so, dass du die gut-situierten Herren nur begleitest, die erwarten natürlich, auch wenn es nicht Bestandteil deines Vertrages ist, dass du mit ihnen schläfst. Also ist das Ganze eine Art Prostitution. Ob du damit klar kommst, von jedem dieser Herren, ob sie dir gefallen oder nicht, begrapscht zu werden und mit ihnen zu schlafen, dass musst du wissen!
Kann dir nur raten, lass die Finger davon!  

Kommentar von Fairy21 ,

Für sie ist es offenbar keine Prostitution.

Antwort
von TremorSense, 77

Kurz als Tipp: Lass dich auf jeden Fall nicht sexuell ausnutzen..
Sonst: Kannst du ja machen, aber mit den Männern im Bett landen würde ich nicht. Du bist doch keine ....... . Du kannst auch sowas ganz normal machen und gut ist.. am besten auch keinem von denen etwas über deine Geldprobleme erzählen ^_^

Kommentar von MsMadison ,

OK, danke, ich werde nochmal fragen ob man Sex haben muss oder ob das je nachdem ist.

Kommentar von TremorSense ,

Können wir wo privat schreiben? Ich kann dir das ungefähr erklären.

Antwort
von Fairy21, 74

Du weißt schon, dass das  im Grunde genommen Prostitution ist?

Kommentar von MsMadison ,

Es ist nur nebenberuflich und nur wegen den Erlebnissen. Ich denke, man kann das nicht Prostitution nennen. Jedenfalls wurde mir das anders erklärt - nur weil man ein Geschenk bekommt, ist man keine Prostituierte.

Kommentar von RFahren ,

Ob Du es "Geschenk", "Taschengeld" oder "Bezahlung" nennst ist - zumindest dem Finanzamt - egal. Sex gegen Vorteile ist Prostitution - das sollte Dir klar sein und es schönzureden hilft vielleicht um Dir den Einstieg zu erleichtern (das nutzt wohl dann auch die "nette Chefin") - aber Escort ist gerade in Deutschland (gewöhnliche und durchaus legale) Prostitution.

In der Hierarchie der Sexworkerinnen wähnen sich die Escort-Girls zwar oft ganz oben in der Rangordnung - in der Praxis sind die Arbeitsbedingungen jedoch meist schlechter, als bei manch anderem Geschäftsmodell. Erkundige Dich doch mal, wie die Bedingungen sind, wenn Dir ein Gast auf den ersten Blick oder nach ein paar Minuten plötzlich komisch und/oder unsympathisch vorkommt. Kannst Du Dich dann jederzeit verabschieden?

Die meisten Sexarbeiterinnen, die ich kennengelernt habe, legen großen Wert darauf unkompliziert "NEIN" sagen zu können... .

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Antwort
von mame1999, 9

wenn du spaß an sex hast... why not... kann dir diverse tipps geben

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community