Frage von 1Alini2, 105

Als Christin Beziehung mit einem Moslem?

Also ich habe interesse an einem jungen. Er ist total lutig , nett , warmherzig etc. Aber das "problem" ist dass ich gläubige Christin bin und er Gläubiger Moslem. Kann eine Beziehung funktionieren ? Oder haben diese Religionen zu viele Unterschiede um eine intakte Beziehung zu führen ?

Antwort
von Jogi57L, 78

Also aus islamischer Sicht darf ein muslimischer Mann, eine gläubige Jüdin oder Christin heiraten.

Die Kinder werden im Islam nach der Religion des Mannes erzogen.

Eine voreheliche Beziehung ist für ihn verboten ( theologisch gesehen für Christinnen aber auch....)

Unterschiede mögen zunächst sein, dass ER Dich nur wenige Male im Beisein eines Mahrams von Dir sehen darf, und sich dann zur Heirat entscheiden muss.

Du dürftest ihn natürlich öfter sehen, und auch alleine treffen, sofern es zu keinen unzüchtigen Handlungen kommt.. aber das wird er ja ohnehin nicht mitmachen, da er sich an die Regeln seiner Religion halten wollen wird...

Oder haben diese Religionen zu viele Unterschiede um eine intakte Beziehung zu führen ?

Diese beiden Religionen haben wenig Gemeinsamkeiten, viele Unterschiede, und noch mehr Gegensätzlichkeiten....

Wenn DU also eine christliche Ehe führen willst wird es wohl nichts, ebensowenig, wenn ER eine vollislamische Ehe führen will.

Gelingt es EUCH aber, Religion und eheliche Beziehung ein Stück weit zu trennen, dann könnte es klappen.....

Kommentar von 1Alini2 ,

Sehr informativer Text vielen dank! also ich glaube dass wir beide nicht so strenggläubig sind , dass wir auf eine voreheliche Beziehung verzichten würden , aber er hat mir auch schon erzählt dass seine Eltern für ihn auf alle fälle eine Muslima als Ehefrau wollen. natürlich denken wir beide noch nicht über eine Heirat nach es geht erstmal um die Beziehung und Kinder kamen mir auch noch nicht in den Sinn. ich weiß eigentlich nicjt genau welche Probleme ich befürchte. vielleicht dass er mir vieles verbietet (Kontakt zu Jungs , alleine ausgehen etc.) , hmm ich kenn mich mit der Religion aus , aber ich hab gehört dass Eltern ziemlich schnell an ne Hochzeit denken (vorausgesetzt sie akzeptieren eine Christin an seiner Seite) und mit einer Ehe werde ich definitiv noch lange warten. ich weiß aufjedenfall dass seine Eltern strenggläubiger sind als er. Ich will niemanden beleidigen aber hab gehört dass die Männer da etwas aggressiv sind , was ich von ihm nie im leben behaupten würde er ist ein ganz lieber. aber naja er ist typisch türke , ist halt sehr zuvorkommend macht dauernd Komplimente und verprechungen , hab gehört (meine Mama hat auch die Erfahrung gemacht ) dass sich in einer Beziehung alles rasant ändert usw. ich kenn mich so wenig aus , dass ich wirklich in alle möglichen klischee Richtungen denke. es ist so umständlich alles aber ich habe mich in ihn verliebt , ich möchte es deswegen auch unbedingt mit ihm probieren , aber hab angst vor nem dramatischen Beziehungs Ende. meine letzte Beziehung ist ziemlich unangenehm zu ende gegangen und ja. ich weiß dass ich mich ziemlich unentschlossen anhöre , aber naja das sind halt gerade so meine Gedanken

Kommentar von Jogi57L ,

Das kann ich schon gut verstehen.

Ich kenne mehrere Frauen, die berichteten, dass sich das Verhalten des muslimischen Mannes in der Tat mit dem Eingehen einer Beziehung drastisch verändert habe.. ( zum negativen für die Frau...).. aber auch einige wenige Frauen, die seit Jahren mit ihrem muslimischen Partner ( teils unverheiratet ) zusammen sind, und sich sehr zufrieden zeigen.

Wobei sich da die Männer nicht sonderlich religiös erweisen, sondern eher eine westliche Einstellung haben und auch so leben.

Von den u 25-jährigen muslimischen Männern, höre ich öfter, dass "ein Mann sich vor der Ehe austoben muss".. aber natürlich (!) als spätere Ehefrau nur eine jungfräuliche Muslima in Frage kommen wird.

Die Informationen und Eindrücke habe ich aus ehrenamtlicher Stadtteil-Arbeit, sowie unserem "Christlich-islamischen Gesprächskreis", der alle paar Wochen mal stattfindet... von Elternabenden,....und natürlich direkt aus persönlichen Gesprächen .

Wünsche Dir alles Gute. LG J.

P.S. als allgemeine Information:

http://www.islamisches-zentrum-muenchen.de/html/islam_-_frau_und_familie.html

Antwort
von KnusperPudding, 105

Es kommt drauf an, in wie weit ihr beide euren Glauben auslebt.

Wenn man sein Leben durch den Glauben nicht dominieren lässt, kann das funktionieren, problemlos. Wenn dein Junge allerdings noch 'jung' ist, bzw. anstatt selbst zu entscheiden, sich von der Familie lenken lässt, wird es zwangsläufig zu Problemen kommen. 

Antwort
von kerkdykhotmail, 69

Hallo 1Alini2,

ich finde warum sollte es nicht funktionieren, aber Du solltest Dich gut informieren über Mosleme, ob Du wirklich als gläubige Christin es mit deinem

Glauben vereinbaren kannst, bevor Du eine endgültige Entscheidung triffst.

Vor allem solltest Du als gläubige Christin, dich nicht da für schämen, alle

Verbote und Gebote zu hinterfragen. LG.KH.

Antwort
von SplitterFX, 75

Das Problem ist, die Religionen sind unterschiedlich. Im Alltag:
Das Essen muss angepasst werden, Ramadan, Weihnachten usw.
Es kann gut funktionieren. Ich kenne eine Jüdin und einen Muslim aus Russland, die gehen 10 Jahre schon gut damit um.
Bei den Kindern könnte es vlt Probleme geben. Du willst bestimmt das sie christlich werden und umgekehrt. Das müsst ihr VORHER XD klären. Das mag einfach erscheinen, ist es aber nicht.

Antwort
von tceiserfeld, 81

Stell die vor ihr habt Kinder und er will am Sonntag mit eurem jungen zum Fußballspiel. Wenn es dir egal ist bist du keine echte Christin, ist es dir nicht egal geht es nicht.

Antwort
von MarliesMarina12, 52

im Grunde sind Christen, Islam und Juden sehr ähnlich es gibt viele ähnliche Bräuche nur die Anführer sind verschieden also die einen glauben nur an Gott Allah, Jahwe und Christen an Jesus der als Mensch kam und in allen gibt es Priester meist nur Männer und zb die Periode galt als unrein und alle Religionen sind sehr männlich orientiert zb durch ihren Gott und die Priester

eine Beziehung wird dennoch schwierig, wenn zwei Gleichgläubige ein Paar werden ist einfacher

Antwort
von MrFunkloch, 68

Warum sollte es nicht funktionieren ?? :)

Antwort
von Geansehaut, 35

Eine voreheliche Beziehung ist sowieso verboten. Heiraten dürft ihr aber.

Antwort
von Cassie5, 65

Hallo 1alini2

Da du gesagt hast,  du seist gläubige,  nehme ich mal an,  dass du es sich ernst meinst mit Jesus. 

Ich habe vor ein paar Jahren auch den großen Fehler gemacht,  mich in einen Jungen zu verlieben,  der nicht an meinen Gott geglaubt hast.  Das habe ich jahrelang bereut. 

Der Islam und das Christentum haben große Unterschiede!  Ihr glaubt nicht an den selben Gott! 

Du solltest dich fragen,  was Gott dazu sagt.  Würde Jesus sich in ein muslimisches Mädchen verlieben?

Die Bibel sagt dazu: "Zieht nicht an einem Joch mit Ungläubigen! "

Das wird dir selber viel Leid ersparen,  auch wenn es schwierig ist. 

Eines Tages wird sich sicher ein netter Christ in dich verlieben! Sprich mit Gott über dein Problem, er hört immer zu und wird die Liebe zu diesem Jungen von dir nehmen,  wenn du ihn darum bittest. 

Suche Gottes Willen in dieser Situation. 

Auch Ich werde für dich beten, 

Cassie5





Kommentar von 1Alini2 ,

Dankeschön , echt lieb von dir !

Kommentar von KnusperPudding ,

Nicht dein ernst?! - Ich respektiere Gläubige Menschen, aber:

Würde Jesus sich in ein muslimisches Mädchen verlieben?

Diese Aussage kann doch nicht dein ernst sein. - Sofern es diesen Mann jemals gegeben haben sollte. (Was ich weder verneinen, noch bestätigen möchte), hätte er sicherlich nicht gesagt: "Sorry Frau, du bist zwar eine super Frau, und wärst perfekt für mich, aber weil du einer anderen Religion angehörst, bist du bei mir fehl am Platz".

Sollten Religionen nicht lehren, Gütig zu sein? Andere Menschen nicht mit Vorurteilen zu bewerten? Mir war da was mit: "Liebe deinen nächsten". Ich würde es missinterpretieren, wenn ich sagen würde: "Liebe deinen nächsten nicht-anders-Gläubigen". 

er hört immer zu und wird die Liebe zu diesem Jungen von dir nehmen,  wenn du ihn darum bittest. 

Gott funktioniert aber nicht so. So etwas würde ein Gott der christlichen Religion niemals machen. - Das ist anmaßend ohne Ende. - Im Glauben kann man den Gott höchstens darum bitten einem emotional in einer möglichen schwierigen Zeit beizustehen.

Ich muss dazu sagen, ich bin mit dem christlichen Glauben aufgewachsen, jedoch den Glauben irgendwann abgelegt habe, da ich selbst nicht mehr glauben kann (und nicht weiß ich ein überzeugter Atheist bin). Ich respektiere jede Glaubensrichtung, sofern sie ein freundliches und Faires miteinander bewirkt, und nicht irgendwo zur eigenen Überzeugung missinterpretiert wird.

Wenn ich aber nun so eine Interpretierung des Glaubens lese, geh ich an die Wand. Ist eine absolute Frechheit.

Kommentar von Cassie5 ,

Hallo KnusperPudding, Zuallererst: Die Person Jesu ist wissenschaftlich bewiesen! Niemals hat ein Mensch so viel Aufsehen erregt wie er. Und Gott sagt: Liebt alle Menschen! Er selber liebt auch alle Menschen und möchte das jeder zu ihm kommt. Aber es gibt verschiedene Formen von Liebe. Man kann Liebe nicht alles in einen Topf werfen! Als erstes gibt es "agape", das ist die göttliche Liebe. Sie ist groß, unendlich groß, für ALLE Menschen! Das zweite ist "Philia", die Liebe zwischen zwei Menschen. Und hier warnt die Bibel uns Christen ausdrücklich davor, mit jemanden, der nicht an Jesus glaubt, zusammen zu sein. Nicht weil diese Menschen weniger wert sind, oder nicht nett oder was weiß ich, sondern weil es für einen Christen ernsthafte Probleme geben kann, wenn man einen ungläubigen Partner hat. Der Grund davùr ist, dass für Christen Gott allerhöchste Priorität sein sollte. Salomo, ein König im alten Testament, hätte sich Frauen aus anderen Völkern mit anderen Göttern genommen. Und was passierte? Schön kurze Zeit später öffnete er sein Herz diesen Göttern und baute Tempel für sie. Wenn man Christ ist und Gott eine Beziehung zwischen gläubig und ungläubig verbietet, dann geschieht das nur, weil er einen vor den Folgen schützen möchte: sich von ihm abwenden. Ein zweiter Grund wäre, dass das Mädchen oder der Junge ständig dabei wäre, seinen ungläubigen Partner zu bekehren. Als Christen ist es uns immer ein Anliegen, anderen Menschen von Jesus zu erzählen, nicht zuletzt dem eigenen Freund! Im Gegenteil dazu kann ein gläubiger Freund einem sehr dabei helfen, in seinem Glaubensweg weiterzukommen. "Würde Jesus sich in ein muslimisches Mädchen verlieben?" Er liebt sie, jedoch auf Agape, der Gottesliebe. Er würde aber keine Beziehung mit ihr eingehen, weil er Christen selbst geboten hat: Zieht nicht an einem Joch mit ungläubigen! In seinem Erdenleben hatte er nie Gefühle für eine Frau. Jedoch spricht man im neuen Testament von Jesus als Bräutigam und der christlichen Gemeinde als Braut. Er würde sich nie in eine Muslima VERlieben, aber er liebt sie und möchte, dass auch Sie zu ihm kommt. Und Gott WIRD ihr die Liebe zu diesem Jungen nehmen, wenn Sie das will! Gott möchte immer das, was für seine Kinder am Besten ist. Gott liebt alle sie und möchte natürlich, dass sie nicht diesen großen Fehler macht. Das ist nicht anmaßend, sondern Gottes Gnade! Nun zu meiner Interpretation des Glaubens: Ich glaube an Gott und an Jesus, seinen Sohn, der für ALLE Menschen am Kreuz starb, damit wir Vergebung für unsere Sünden bekommen. Und ich glaube an die Bibel. Ich habe nichts aus der Bibel "herausinterpretiert" sondern nur geschaut: Was steht da? Mit freundlichen Grüßen, Cassie

Kommentar von KnusperPudding ,

Hallo Cassie,

auch ist wissenschaftlich erwiesen, dass wenn man einen Satz mit "Es ist wissenschaftlich erwiesen" beginnt, dass der lesende zu 87.92% die Tatsache einfach glaubt, anstatt es ohne Quellenangabe infrage zu stellen. Aber das mal beiseite gelassen. Ich will mich nicht um die Tatsache streiten, ob es ihn je gegeben hat, oder nicht. 

Du kannst mir nicht erzählen, dass ernsthaft irgendwo erwähnt wird: 

Und hier warnt die Bibel uns Christen ausdrücklich davor, mit jemanden, der nicht an Jesus glaubt, zusammen zu sein

Und selbst wenn, sollte dich dein gesunder Menschenverstand eines Besseres belehren. - Das Beispiel von Salomo ist ziemlich Übertrieben und wohl kaum auf die heutige Zeit anwendbar. 

 Ein zweiter Grund wäre, dass das Mädchen oder der Junge ständig dabei wäre, seinen ungläubigen Partner zu bekehren

Das wiederum ist richtig. Allerdings sollte der gegenseitige Respekt zweier Menschen, die sich lieben erst gar nicht dazu bringen. - Ich kann den Grund daher deinerseits durchaus verstehen, aber das wäre dann eine 'Aufgabe' die es in einer Beziehung zu bewältigen gäbe, jedoch kein Grund von vorne herein zu sagen das klappt nicht.

Ich habe großen Respekt vor Leuten die in der heutigen Welt noch 100% hinter ihrem (christlichen) Glauben stehen, nach all den Vorkommnissen. Allerdings das Leben so derartig einzugrenzen, aufgrund einer Interpretation: ja, tut mir leid, ich nenne es so, was du folgendermaßen Formulierst:

Zieht nicht an einem Joch mit ungläubigen!

Die Frage wäre doch nicht: "Was würde Jesus in der Situation tun?" sondern frag dich doch mal ganz ehrlich, als gläubige Person: Würde Jesus, wenn sein bester Kumpel mit einer Muslimin liiert wäre, ob er damit ein Problem gehabt hätte, oder es seinem Kumpel ausgeredet hätte? - Nein, den er wäre sicherlich nicht so ein A*s*hloch gewesen. 

Entschuldige die Ausdrucksform. Ich als Nichtgläubiger, finde den Ansatz den viele Religionen bieten gut. Es werden wichtige Werte gelehrt, wie "Liebe deinen Nächsten", oder "du sollst nicht lügen/betrügen/morden" etc. was eine super Sache ist. Die Motivation durch gutes Verhalten in den Himmel zu kommen ist auch gut. So wird einem beigebracht, ein guter Mensch zu sein. Aber wenn sich nun Religion so sehr in das eigene Leben einmischt, dass man sich selbst nicht mal den Partner auswählen darf, dann läuft da ganz gewaltig was falsch. Auch ein Herr Jesus hätte das sicherlich nicht gewollt.

Antwort
von aribaole, 51

Du beantwortest dir deine Frage schon in der Frage.
Für den Christen ist der Moslem, und für den Moslem ist der Christ Ungläubig.
Wenn ihr beide nun soo Gläubig seit, wird es nur Probleme geben.

Antwort
von josef050153, 32

Wenn für dich Christin mehr als Karteileiche in einer Kirche bedeutet, lautet die Antwort: NEIN.

Antwort
von Introspektion, 53

Religion und Beziehung kann man trennen, also wieso nicht.

Antwort
von Waaat, 39

Ich sag mal frei von der Leber weg: Nein, dass funktioniert nicht.

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