Frage von TheHarshHeretic, 197

Als Atheist und Aspiritualist unter einer religiösen Familie?

Kurze Erläuterung des Problems -> Eltern sind sehr fanatische Fundamentalisten, ich bin atheistisch und aspiritualistisch und glaube daher nicht an einer gearteten Seele oder einen wie auch immer gearteten Gott. Da meine Eltern vernarrt in ihrem Aberglauben sind ist sehr schwer diese Ideologie zu offenbaren ohne Ängste zu haben. Ich komme mit meinen Eltern bestens aus, weiß aber aus einigen Diskussionen, dass andere Ansichten nicht gern gesehen sind, vor allem in der Sektion "Religion", daher ist es trivial was passieren wird, wenn ich offenbare, dass ich nicht glaube. Ich will auch keinen Glauben vortäuschen, aber ich will andererseits keinen Ärger, ihr merkt sicherlich die Situation ist sehr komplex... ich bitte daher um Rat, euer Häretiker.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DerBuddha, 51

es ist ganz einfach, du kannst deine ellis am eigenen glaubensgebot packen, denn gott hat ja angeblich allen menschen die freie entscheidung gegeben, bedeutet also auch, dass sich jeder gegen gott und dessen glauben entscheiden kann und wenn deine ellis das nicht akzeptieren wollen/können, dann handeln sie gegen gott selbst.....zudem kommt es auch nicht darauf an, ob man an etwas glaubt, sondern darauf, wie man wirklich im herzen selbst ist und auch dass behaupten die hardcore-gläubigen immer, dass nämlich gott ins herz von jedem menschen sehen kann und ihn danach dann "richtet"..........selbst wenn deine ellis dich für deine entscheidung oder deinen anderen glauben bestrafen wollen, handeln sie gegen gott, denn nur gott selbst darf ja richten und dass auch erst am tag des jüngsten gerichts, der entscheidung oder wie immer die gläubigen dass benenen wollen.........jegliche beeinflussung bezüglich des glaubens, jegliche bestrafung oder bedrohung bezüglich des freien willen oder der freien entscheidung ist also eine anmaßung des fanatikers selbst, denn er handelt damit aus eigenem antrieb und gegen gottes gebote, und dass ist viel schlimmer als nicht zu glauben !!!!

.......und den fakt musst du ihnen einfach mal behutsam klar machen, wenn du das gefühl hast, dass sie einen "klaren" moment haben, was bei fanatikern eher selten ist....und wichtig wäre auch, dass vielleicht ein guter freund der familie oder ein verwandter dabei ist, der vielleicht nicht so fanatisch ist wie deine ellis selbst...........:)

Kommentar von DerBuddha ,

ups, danke für die auszeichnung...............:)

Antwort
von Sturmstruppler, 105

Naja 100%ig gut wird das wohl nicht ausgehen, aber da du wie du schon gesagt hast einen guten Draht zu deiner Familie hast, denke ich dass sie es aktzeptieren werden. Was haben sie auch sonst für eine Wahl? Allerdings würde ich auf eine guten Moment warten, um es ihnen zu sagen. Ich bin auch Atheistisch und meine Familie aktzeptiert es. Allerdings würde ich warten, falls du noch jünger als 16 bist, um es ihnen zu sagen.

Kommentar von TheHarshHeretic ,

Ja, aber mein Vater, und ich will ihn ja leider nicht schlecht reden, doch so ist er in mancherlei verschiedenen Ansichten sehr wütend... wann wäre dieser passende Augenblick?

Kommentar von Sturmstruppler ,

Das kannst wohl nur du wissen... ich kenne deine Familie leider nicht... Ist alles sehr schwer einzuschätzen. Ansonsten wenn du denkst er könnte dir böses tun wenn du es sagst, lass es lieber vorerst. Wenn der richtige Zeitpunkt da ist wirst dus schon merken.

Antwort
von Nijori, 67

Es ist dein Glaube...oder eben nicht, wenn du nicht glauben willst hat das seine Gründe.
Glaube kann nicht verordnet werden auch nicht von Eltern, das sollte jeder vernünftige Mensch begreifen.
Sag es einfach, wenn sie es schlecht auffassen sag deine Meinung erklär ihnen das es deine Sache ist was du glaubst.
Es wird vermutlich fürs erste deine Eltern aufregen, wenn sie es wirklich schlimm nehmen und sie werden wohl versuchen dich zu überzeugen, aber es sind deine Eltern wenn sie keine wirklichen Idioten sind werden sie wenigstens nach einer Weile ihre Meinung hinten anstellen und dich wieder wie vorher lieben so sollten Eltern sein.
(Jaja ich weiß die Realität kann anders aussehen, glaubt mir ich weiß es genau....hab n Idiotenvater....)

Was auchimmer dabei rauskommen mag wenns dich belastet solltest dus ihnen sagen, es sind deine Eltern die Menschen zu denen man immer ehrlich sein können sollte und es ist nicht grad förderlich diese Beziehung mit Lügen zu belasten glaub mir.

Ich kann dir nur raten es ihnen zu sagen, nimm dir einfach Zeit und diskutier mit ihnen je besser du es ihnen verständlich machst desto weniger wird es sie aufregen.
Aber zieh dabei nicht über den Glauben her....egal wies sich für dich anhört ihnen bedeutet es was.
Und ich hoffe das du nicht einer von diesen Atheisten bist die alles gleich abweisen nur weil man es nicht beweisen kann.
Es ist ok nicht zu glauben weil etwas unbewiesen ist, aber es auszuschließen ohne Fakten ist genauso starrköpfig und naiv wie an jedes Wort einer heiligen Schrift zu glauben, immer schön aufgeschlossen bleiben. ;)

Kommentar von TheHarshHeretic ,

Ich bin ein Atheist, der sich mit vielen Religionen und Theorien auseinandergesetzt hat, ich kenne auch sehr wenige Atheisten, die die selben Theorien bzw.  Ansichten haben wie ich, bin da wohl sehr eigen in meinem Denken.

Kommentar von Nijori ,

Ist ja auch nichts schlimmes dran eigene Ansichten zu haben, um genau zu sein hab ich vor jedem der sich nicht von irgendwelchen bestehenden Ansichten in seiner Ideologierfindung einengen lässt, ob nun religiös oder nicht, richtig Respekt.
Das ist nich einfach, besonders in deinem Umfeld wie es scheint.
Wer sich stur auf irgendwelche Religionen beruft ohne viel drüber nachzudenken was er da faselt ist einfach fantasielos und geistig abgestumpft solche Leute haben einfach keinen Wert für mich.

Nein ihr lieben religiösen Menschen ich hab nichts gegen euch alle nur gegen die die ihr heiliges Buch gefressen haben und mich jetzt mit den Buchstaben vollhusten ;)
Glaube ist lebendig ein Buch ist tote Lektüre aus ihrer Zeit und wird sich nie selbst für euch entwickeln, denkt drüber nach ;)

Kommentar von realsausi2 ,

ich kenne auch sehr wenige Atheisten, die die selben Theorien bzw.  Ansichten haben wie ich,

Das ist ja völlig normal. Atheismus ist ja nur die Nichtvornahme eines Bekenntnisses zu einem Gott. Ansonsten können Atheisten alles mögliche glauben, auch sehr widersprüchliche Dinge.

Es gibt keine Gemeinsamkeit unter Atheisten, die Folge des Atheismus wäre, außer der Nichtvornahme eben dieses Bekenntnisse zu einem Gott.

Kommentar von RudolfFischer ,

Gut gesagt, @Nijori. Ich denke, wir würden uns gut verstehen, da ich zu diesen toleranten Gläubigen gehöre, die nicht am Buchstaben irgendeiner Schrift oder einer kirchlichen Gesetzgebung kleben.

Das Kernproblem von @TheHarshHeretic ist wohl, dass seine Eltern davon überzeugt sind, dass er in die Hölle kommt, wenn er nicht glaubt.

@TheHarshHeretic: Sage ihnen in der Diskussion ganz klar, dass es einen Haufen Gläubige gibt (wie mich), die fest an einen liebenden Gott glauben, der keinen in die Hölle schmeißt.

Wer statt dessen an einen blutrünstigen Tyrannen (fordert das Opfer seines eigenen Sohnes, um versöhnt zu werden) glaubt, der seine Geschöpfe terrorisiert und genau Buch führt über alle Verfehlungen der liegt nicht nur in seinem Glauben total daneben, sondern schafft sich die eigene Hölle schon hier. Statt dessen sollen wir leben und lieben! Sagt Jesus, denn was sonst sollte ein "abba" (Papa), den Jesus gepredigt hat, seinen Kindern wohl wünschen? 

Du kannst selbst gern nach deiner eigenen Weltsicht von allem suchen. Das ist für deine Persönlichkeit wichtig. Aber nimm dich selbst dabei auch nicht zu ernst. Löse dich von deinen Eltern, gehe deinen eigenen Weg und lerne, mit Andersdenkenden zu leben. Dabei brauchst du deren Überzeugungen ja nicht herabzusetzen, um deine eigene zu rechtfertigen. 

Antwort
von Pahana, 4

"Andere Religionen belehren....unsere meint, dass das Herz jedem Menschen seinen eigenen Weg zeigt." MOHAWIZ, MAGPIE (CHEYENNE)

Antwort
von realsausi2, 24

Letzlich muss man zu seinen Einsichten stehen. Es ist für alle Beteiligten beschämend, eine Rolle zu spielen, nur um gute Mine zu machen.

Irgendwann platzt das und dann ist auch noch das Vertrauen dahin.

Streng religiöse Menschen sind selten tolerant, aber Blut ist hier meist auch dicker.

Frage Deine Eltern, ob ihnen Heuchelei lieber wäre als klare Ansage.

Antwort
von dadita, 23

Ich würde sagen der richtige Kurs hängt von deiner Bereitschaft zu warten ab. Wenn du bereit bist den Unsinn noch eine Zeit lang mitzumachen würde ich warten bis du unabhängig bist. Dann werden deine Eltern keine Wahl haben es zu akzeptieren, wenn sie dich nicht verlieren wollen. 

Wenn dies nicht möglich ist, was ich wirklich verstehe, wird wohl nichts an einer Unterredung vorbeiführen. Du musst ihnen klar machen, dass es dein Leben ist und sie nicht das Recht haben sich da einzumischen oder dir gar einen Glauben aufzuzwängen...was im übrigen ja gar nicht funktionieren kann. Wenn du doch einen guten Draht zu ihnen hast, werden sie es verstehen. 

Antwort
von Hamburger02, 93

Am besten wäre da wohl, das Thema möglichst zu vermeiden...wenn es denn geht.

Kommentar von TheHarshHeretic ,

Ich will aber keine Rituale praktizieren an deren Glauben ich zweifel und schon gar nichts vorgaukeln.

Kommentar von Hamburger02 ,

In die Richtung gingen meine Befürchtungen...da ist guter Rat teuer.

Kommentar von Nijori ,

Vor sich herschieben löst nur leider auch keine Probleme :/
Ist immer besser sich mit den Konsequenzen zu befassen als dauernd im Hinterkopf zu haben "hätte ich doch mal" wenn man in irgendwas rein gedrückt wurde, weil man den Mund nich aufgemacht hat ;)

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