Als Anleger risikolos in Waldinvestments und Holz investieren?
Ich habe neulich einen Bericht über Waldinvestments gelesen, wo man Land oder einen Baumbestand erwirbt. Welche Anlagemodelle gibt es denn da? Gehört das Waldinvestment zu den risikolosen Investments?
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Grundsätzlich gehört das Investment in Wald/Bäume zu den risikoarmen Investments. Der Vorteil liegt ganz klar auf dem börsenunabhängigen Wachstum. Die Bäume wachen bei guter Pflege kontinuierlich. Der Holzmarkt schwankt sehr viel weniger als alle anderen Märkte (v.a. Börsen). Das hat damit zu tun, dass Holz ein langfristiges Produkt ist. Tatsächlich ist es so, dass die Holzpreise langfristig und auch aus der Historie gesehen deutlich stärker steigen, als andere Produkte. Das ist auch logisch, da es immer weniger Wälder gibt aber der Verbrauch durch den Bevölkerungsanstieg immer weiter zunimmt. daher sind langfristige Rendite von deutlich über 10 Prozent durchaus realistisch.
Bei Holzinvestments kannst Du in drei Kategorien unterscheiden: Zum einen in Aktien von Holzanbietern die an den Börsen gelistet sind, wie z.B. THI. Das zweite sind geschlossene Fonds wie sie z.B. Bauminvest anbietet und das dritte sind die Direktinvestments.
Bei letzterem Kaufst Du direkt Bäume mit oder ohne das dazugehörige Land. Im Fokus stehen die Investments in Edelhloz, vor allem in Teak. Hier gibt es verschiedene Anbieter. Die Schweizer Life Forestry AG (www.lifeforestry.com) macht mir dabei den besten Eindruck. Die haben ein Modell, bei dem Vertrieb, Plantagen- und Bewirtschaftung sowie finanzielle Absicherung auf unabhängigen Füssen stehen. Das erscheint mir die grösstmögliche Sicherheit zu sein. Die Bäume der Life Forestry Group stehen in Costa Rica und Ecuador, was sowohl geographisch wie auch klimatisch und politisch die bestmögliche Kombination darstellt. Andere Anbieter erscheinen mir auf den ersten Blick zwar immer ganz gut, bei genauer Betrachtung bekam ich aber immer Bauchschmerzen was die Sicherheit und die Seriösität anbelangt. Aber am besten du forderst von allen die Unterlagen an. Einen ausführlichen Test findest du in der Dezemberausgabe 2009 von Ökotest. Im Internet kann man den Artikel lesen, im gedruckten Heft findest Du auch alle Anschriften der verschiedenen Anbieter.
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Antwort von reginascholt 08.09.20119 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Waldinvestments - Zweistellige Renditen möglich
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Antwort von Forstconsultant 19.02.20131 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Liebe Leute,
wer ist das Gerede leid um wem man trauen kann und wem nicht und möchte sich beteiligen und mitmachen selber was zu pflanzen?
Ich (deutscher Staatsbürger) habe selber über 1.000 Hektar Land in zwei Firmen in zwei Ländern.
Ich will neben dem Anbau von Teak und andere Edelholzarten auch Landwirtschaft betreiben. Produziert werden sollen Gewürze, Getreide und eventuell auch Kakao.
Ziel ist es, damit eine Rendite ab dem 3. Jahr zu generieren, und nicht allein 20 oder 25 Jahre auf den Ertrag aus dem Holz zu warten.
Um finanziell mehr bewegen zu können, beabsichtige ich daher eine Genossenschaft in Deutschland zu gründen, der ich 90% meiner Firmenanteile in den Anbauländern übertrage. Damit werden alle, die mitmachen, Mitteilhaber und haben in alle Abläufe Einblick. Gemeinsam, offen, transparent, das ist das Motto!
Zusammengefasst soll in der Satzung der Genossenschaft u.a. folgendes verankert sein:
Ziele
- Pflanzung nur auf eigenen Flächen
- Wald pflanzen - mind. 25% der Flächen werden mit Plantagen bepflanzt die Gewinne für die Mitglieder erzielen sollen
- Natur schützen - mind. 50% der Flächen werden natürlich belassen oder renaturalisiert (es kann ohnehin nicht alles bepflanzt werden)
- Landwirtschaft betreiben - jährliche Erträge bringen früher jährliche Renditen für die Mitglieder
- Erweiterung der Waldflächen - zum einen durch neue Mitgliede und zum anderen durch Teile der Erträge
Mitgliedschaft - Rechte und Pflichten
- Jeder Mensch ab 18 Jahren kann Mitglied werden
- Der Beitrittsbeitrag je Person bzw. ein Genossenschaftsanteile kostet 100 Euro (Euer Rat, Input - mehr?)
- Fördermitglieder kaufen Anteile, Aktive Mitglieder kaufen Anteile und arbeiten aktiv mit
- Jedes Mitglied kann so viele Anteile erwerben wie es will
- Jedes Mitglied hat eine Stimme, unabhängig wie viele Anteile es hält
Gewinne und Erträge
- Gewinne* werden jedes Jahr zu 85% an die Mitglieder ausgeschüttet
- Jedes Mitglied erhält gemäß seiner Anteile Ausschüttungen aus dem Gewinn
- je mehr Anteile, je größer die anteilige Auszahlung
- Mind. 15% der Gewinne* werden für Expansionszwecke verwendet Davon mind. die Hälfte für Forst, die andere für die Erweiterung von Agrarfläche Dadurch wachsen sowohl die natürlichen Waldflächen wie auch die Plantagen Dadurch kann sie die Anbaufläche und der Ertrag binnen weniger Jahre verdoppeln, selbst wenn keine weiteren Mitglieder hinzustoßen
*(Rohgewinn (EBIT - Umsatz minus Kosten vor Steuern) vor Steuer im jeweiligen Anbauland)
Was haltet Ihr von der Idee? Wer würde sich beteiligen und mitmachen eine solche Genossenschaft zu gründen?
Wenn Du mitmachen willst, schreibe mit und lass micht wissen, ob und wie Du Dich beteiligen würdest - aktiv oder nur als Fördermitglied.
Schreibt mir unter p1.s1@arcor.de
Liebe Grüße Euer Forstconsultant
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Zwar ist die Frage schon etwas älter, das Thema ist jedoch nach wie vor aktuell. Immer wieder zeigen sich neue Anbieter, die einem das Blaue vom Himmel - oder spezifischer, eine hohe Rendite - versprechen. Wald wächst, aber nicht unbedingt ohne das Zutun. Um einen ordentlichen - und dabei meine ich Mischwald - zu erzeugen, bedarf es weit mehr, als einfach ein paar Bäume zu setzen. Da die meisten Unternehmen im Ausland Wäder aufforsten (das macht auch durchaus Sinn, denn hier wachsen unter bestimmten klimatischen Bedingungen die Bäume deutlich schneller, als bei uns), müssen die hierfür geeigneten Bäume auch entsprechend ausgewählt werden. Meist werden Edelhölzer wie Teak und Mahagoni angepflanzt. Gerade in jungen Jahren sind die Bäume meist anfällig für Krankheiten etc. Anschließend können Brände und Unwetter den Wald gänzlich zerstören, oder auch politische Unruhen können dazu führen, dass der Wald enteignet wird. Hier sollte sich der Anbieter entsprechend vorbereiten und beispielsweise Brandschneisen anlegen. Die Bäume müssen bis zur Entnahme gepflegt werden. Nach ca. 25 Jahren (kann nach Baumart und Klimaverhältnis variieren) werden die Bäume dann zum Teil entnommen und verkauft.
Einige Waldinvestment-Anbieter vernehmen dabei einen Kahlschlag, andere lassen aus ökologisch-nachhaltigen Gründen einen Restbestand stehen. Edelhölzer werden weiterverkauft oder selbst verarbeitet. Minderwertiges Holz wird meist zu Brennholz in unterschiedlicher Form verarbeitet.
Risikolos würde ich das ganze also nicht bezeichnen, jedoch bieten einige seriöse (!) Anbieter diverse Sicherheiten an, um das Risiko zu minimieren. Bei jeder Geldanlage ist besonders wichtig, sich vorab zu informieren. Dabei würde ich das Infomaterial zu Rate ziehen, telefonische Auskünfte einholen und auch im Internet forschen, wer was zu wem geschrieben hat. Doch Vorsicht! Manche Schreiberlinge möchten gerne den Ruf des Anbieters ruinieren.
Als Direktinvestment habe ich positive Erfahrungen bei http://www.forestfinance.de/ gemacht. Wie es mit höheren Einlagen aussieht, kann ich nicht sagen. Doch habe ich hier ein gutes Gefühl, wenn ich mein Geld überweise.
Ich hoffe, ich konnte ein paar Interessierten gute Tipps liefern.
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Antwort von uli1955 20.02.20101 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Ontario,
Im Grunde hast du Recht. Aber es gibt andere Moeglichkeiten. Zum Beispiel pflanze ich Baeume an auf Land von kleinen Farmern, die im Grund fuer das illegale Abholzen verantwortlich sind, um ihnen ein Einkommen zu garantieren. Allein in den letzten zwei Jahren habe ich 250000 Baeume gepflanzt auf 250 Hektare, jeder Farmer bewirtschftet ungefaehr 5 Hektar. Zwischen den Baeumen pflanze ich Fruchtbaeume um den Farmern eine feste Einnahmequelle zu schaffen. Die Anpflanzungen werden von einer Internationalen Gruppe ueberprueft damit alles im Rahmen des UNFCCC Kyoto Protokols ist. Ich bin dabei 500000 Baeume fuer eine Fast Food Gruppe zupflanzen. In einem weiteren Projekt planen wir die Anpflanzung von 6 Millionen Baeumen, alles auf Land das seit mehr als 10 Jahren nicht bewirtschaftet wurde und nur sehr wenige restliche Baeume hat. Ich mache dies in den Philippinen schon seit ueber 16 Jahren.In einem Projekt arbeiten wir daran das illegale abholzen des letzten tropischen Regenwaldes von 3500 km3 in den Philippinen zu verhindern. So, num zum Investment. Wir verkaufen die Baeume bevor wir sie pflanzen fur ungefaehr 2.50 US Dollar abhaengig von der Anzahl, je mehr desto guenstiger. Der garantierte Profit ist zum Beispiel fuer ein Investment von 15000 US Dollar 390% mit einer Laufzeit von 12 Jahren. Die 2.50 Dollar beinhaltet die Kosten fuer Pflege, Abholzung, Verkauf und danach wieder eine Neuanpflanzung, die Neuanpflamzung gehoert ins oder der vorherige Investor erhaelt Vorkaufsrechte zu einem guenstigen Preis . Schau dir einmal zum Vergleich http://www.lifeforestry.com/ an, die machen das gleiche aber zum einem weitaus hoeheren Preis und laengerer Laufzeit. Die Laufzeit haengt von dem Wachstum der Baeume ab, unsere Baueme sind Hartholz und koennen schon nach 8 bis 10 Jahren gefaellt werden. Momentan faellen wir 120000 Baeume, die vor 10 bis 12 Jahren gepflanzt wurden und bereiten schon die Neupflanzung wieder vor.
So, wie schon vorher gesagt es muss nicht immer illegales Abholzen sein. Interessiert? Meine email ist ecube.international@gmail.com
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Aber nicht bei einem so schwankenden Markt wie dem Holzmarkt.
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Die Idee in Holz und Wald zu investieren ist ja uralt - und nach wie vor sinnvoll. Zum einen möchte ich mein Geld doch lieber in Natur anlegen als in Deutsche Bank, Goldman Sachs und Co. Zum anderen nimmt der Holzverbrauch mit der zunehmenden Weltbevölkerung ständig zu, während die weltweiten Waldflächen seit Jahrzehnten abnehmen - das wirkt sich positiv auf den Preis aus.
Als Privatanleger kann man das dann entweder für direkte Holzinvestments nutzen oder in Aktienfonds investieren, die dann in 50 bis 100 Holz-Unternehmen investieren. Das kannst Du hier nachlesen http://www.gruenesgeld24.de/holz-einmalsparen.htm. Wer ein paar Jahre Geduld hat, kann dabei nichts falsch machen.
Bei den direkten Holzinvestments ist's ein bisschen komplizierter - letztlich musst Du dann einem Anbieter auf eine lange Zeit hinweg vertrauen. Bei den oben stehenden Beiträgen wurden verschiedene genannt. Manche (wie ForestFinance oder MillerForest) gefallen mir dabei auch sehr gut; bei anderen hätte ich Bauchschmerzen.
Als Beimischung finde ich aber auch die direkten Holzinvestments sehr interessant. Ich habe dort auch selbst investiert und ich habe mir die Anpflanzungen in Paraguay vor Ort angesehen (google einfach mal "inspektionsreise gerd junker"). Es ist schon eindrucksvoll, die 5000 Hektar Aufforstung dort zu sehen.
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Antwort von cysonic 19.04.2011
Hallo sigrieddamm,
schau mal - hie findet sich ein guter Beitrag dazu (vor allem das pdf zum Smart Investor):
http://www.kaufkraftschutz.de/waldinvestment-forstinvestment-holzinvestment/123
Grüßend,
cysonic
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Antwort von knowbuddy 28.03.2010
Der schwankende Marktpreis spielt bei guten Waldinvestments keine Rolle, Wald kennt keine Lagerkosten und liest nicht das Handelsblatt, Wald wächst und gewinnt dabei an Wert.
Direktinvestments in "Bäume" sind hochriskant. In Frage kommen eher diversifizierte Investments mit proffesionellem Risikomanagement. Das können nur Profis. Mehr zu Waldinvestments auch unter www.n-tv.de/sachwerte
Waldinvestments sind nur bei Privatinvestoren neu. Investment-Profis nutzen sie seit jeher. Im Bereich der nachhaltigen Waldwirtschaft gibt es viele schwarze Schafe. Kleine Beträge von ein paar Tausend Eure gehören nicht in Betiligungen aller Art sondern unters Kopfkissen, eine gute Uhr ist auch geeignet.