Alprazolam (XANAX) retard. Alksucht gegen tablettensucht tauschen?

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4 Antworten

Ich finde, dass du dir die falschen Optionen gesetzt hast.

Medikamente haben immer Nebenwirkungen und greifen langfristig wie alle Drogen die Organe an.

Deine Devise sollte sein, dass du in Absprache mit deinem Therapeuten zeitlich begrenzt Medikamente als Substitution für den Alkohol nimmst. Sobald du mit deiner Alkoholabstinenz gefestigt bist, solltest du sukzessive und ganz, ganz langsam und natürlich wiederum in Absprache mit deinem Therapeuten die Dosis des Medikaments reduzieren. Langfristig sollte dein Ziel sein, weder Alkohol noch Medikamente zu dir zu nehmen.

Ich weiß, dass das ein sehr langer und sehr schwieriger Weg ist. Ich finde es aber bewundernswert, dass du es bereits geschafft hast, keine Drogen mehr zu nehmen. Das war sicherlich ein enormer Kraftaufwand. Gehe Schritt für Schritt weiter, wobei es immer kleine Schritte sein sollten, die auch zu schaffen sind. Dann ist die Gefahr von Rückfällen geringer, weil du regelmäßige Erfolgserlebnisse hast.

Wenn du zu große Schritte planst, kannst du dich damit sehr leicht überfordern. Das führt zur Frustration und zur Aufgabe der Ziele.

Du hast offenbar eine große Willenskraft und hast deshalb schon soooo viel geschafft. Gehe deinen Weg in Richtung kompletter Abstinenz von allem konsequent weiter und - wie gesagt - in ganz kleinen "Trippelschritten". Du wirst sehen, dass du es schaffst. Gib dir ausreichend Zeit dafür, sei geduldig mit dir selbst und verzweifle nicht bei Rücksfällen, sondern verzeihe sie dir.

Viel Glück und Erfolg! :-)

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Das was du durchgemacht hast, damit wirst du aller Wahrscheinlichkeit noch eine sehr lange Zeit kämpfen müssen.

Rede mit deinem Arzt oder du könntest dir mal Gruppen suchen, wie die Anonymen Alkoholiker oder ähnliche Einrichtungen, wo du auch Hilfe bekommen könntest.

Welche Methode die du hier geschrieben hast besser ist und was ein Leser dafür besser hält, darauf kommt es nicht an. Sondern was für dich besser ist und das kann leider nur dein Arzt beurteilen.

Dein Arzt hat dir ganz klar aufgezeigt, welches Risiko du eingehst, wenn du nicht auf Alk verzichtest. Notfalls eine Therapie machen. Auch ein trockener Alkoholiker wird zeitlebens ein Alkoholiker bleiben und je nachdem wie stark er ist, auch immer mit dem Risiko leben müssen, evtl. rückfällig zu werden.

Lese dir das nochmal ganz genau durch, auch darauf sollte man achten, denn ganz ohne Akohol zu verzichten in dem Fall, dann bringt es nichts, wenn man den in anderer Form zu sich nimmt. Auch in vielen Medikamenten ist Alk enthalten.

http://www.vis.bayern.de/ernaehrung/lebensmittelsicherheit/kennzeichnung/versteckteralkohol.htm


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Kommentar von stephan75
05.11.2016, 14:34

Hey, danke für deinen beitrag, in dem ich mich und meine problemagik gut wiedererkennen konnte.

Mein arzt und ich haben uns an einem festgelegtem tag in acht wochen zu einem gespräch treffen und darüber sprechen, wie sich mein leben änderte mit xanax und absolut alkoholfrei.

Dann wollen wir weitersehen.

Mein fernziel ist tatsächlich irgendwann ohne diese "krücken" mein leben zu meistern. Das ist mein ziel.

Ich war mir nur unsicher, ob es motalisch legitim findet, eine sucht, mit einer anderen zu tauschen.

Aber dieses medikament macht mir keine organe kaputt (leber, bauchspeicheldrüse)aber ich wähle glaub ich das geringere übel.

Nochmals DANKE! besonders an die, die wege aufzeigten und dafür  dass ihr mit mir auf augenhöhe kommuniziertet!!!

euer stephan75

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Ist ja ein hartes Stück zum Lesen. Danke dafür - liest man nicht alle Tage!

Meine Mutter musste aufgrund von Depressionen Xanax schlucken.
Was uns, der Familie, nach einiger Zeit aufgefallen ist - ist das sie sehr Aggressiv wurde und sofort "angepisst" war wenn man was falsches gesagt hatte.

Ich bin mit ihr zum Arzt gegangen und habe ihm geschildert was passiert wenn sie diese Pille nimmt. Er fragte ob sie sich auch an die Menge von Xanax hält und er erklärte mir das sie nur ein Viertel der Tablette nehmen sollte.

Sie nahm jeweils 1ne ganze und das war dann auch der Grund wieso sie diese Psychischen Aussetzer hatte.

Ich möchte dir damit nur meine Erfahrung mit Xanax klar machen.
Es kann dir helfen - aber es kann auch sehr krasses Teufelszeug sein.

Du solltest mit deinem Arzt regelmässig schauen wann du weniger nehmen kannst. Es ist, soviel ich weiss, nicht für den Langzeitgebrauch bestimmt.

Pass auf dich auf mein lieber!
Gutes gelingen!

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Im Moment ist es bestimmt besser, die Tabletten zu nehmen, anstatt sich kaputt zu saufen.

Ich kenne Alkoholabhängigkeit und die Folgen/Auswirkungen.

Das Suchtgedächtnis wird sich an die Abwesenheit / Abstinenz von Alkohol gewöhnen und sich damit abfinden, ohne zu rebellieren. Wie lange das dauert ist sehr individuell, ich denke aber mind. ein Jahr.

Ich lese, wie sehr du dich über deine "neue Freiheit" und dein unabhängiges Leben in Selbstbestimmung freust.

Vielleicht ist ja möglich, irgendwann auch mal die Benzos auszuschleichen, ohne dass du in alte Verhaltensmuster zurückfällst.

Schön, was du bisher geschafft hast, und dass du Hilfe angenommen hast.

Weiter so.


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Kommentar von stephan75
04.11.2016, 11:33

Ich möchte euch allen herzlich für eure gedanken zu meiner gesamtsituation danken. Ich werd eure mails auch noch mehrfach lesen und mich dann nochmal dazu hier melden.

DANKE, leute ;-)

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