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Alltag in Afrika

Frage von scrid scrid

Hallo!

Ich muss dringend wissen wie der Alttag in Afrika der schwarzen und der weißen im 19 jhr. war welche unterschiede gab es und wie lebten sie?

ich bedanke mich schonmal im vorraus!

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Antworten (2)

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    Antwort von riara riara

    Afrikaner leben damals wie heute in Familienverbänden oder Clans, dabei sind die Männer die 'Köpfe' der jeweiligen Familie. Älteste oder Clanführer sind wie lokale Fürsten und geniessen nicht nur Respekt sondern haben auch i.d.R. absolute Macht über Ihre Familien-/Clanmitglieder.

    Dazu kommt das Phänomen der Polygamie, also das Heiraten von mehreren Frauen, die dann oft wie in einem kleinen Dorf jeder in einer seperaten Hütte leben. Die Rangordnung (1. FRau, 2. Frau...) setzt sich bei den Kindern fort (1. Sohn, 2.Sohn...1.Tocher, 2. Tochter), der 1. Sohn der ersten Mutter ist der 'Thronfolger' seines Vaters, Mädchen werden gegen Zahlung eines Brautgeldes verheiratet und bekommen in den meisten Kulturen nichts vom Erbe...

    Die Arbeit wird nach Geschlechtern und Altersgruppen eingeteilt, dabei gibt es Stämme, die den Frauen jegliche Feldarbeit überlassen und den Männern obliegt es dann sich um das Vieh zu kümmen. Grundsätzlich haben Männer in der Küche nichts zu suchen, holeb kein Wasser und Brennholz. Die älteren Mädchen versorgen die jüngeren Geschwister...

    Heutzutage ändern sich auch in Afrika diese Dinge, vor allem in Grosstädten findet man mehr und mehr westliche Lebensweisen. Die Zahl der Kinder geht zurück, Polygamie ist eher die Ausnahme und da es keine Tiere und Felder gibt, gehen auch die Ehefrauen oft einer Tätigkeit nach, die Kinder gehen zur Schule e.t.c....

    Die weissen der Kolonialzeit lebten wie die Reichen heute. Grosse Residenzen mit prächtigen Gärten, dazu kommen Hausangestellte, wie Kindermädchen, Koch, Butler, Gärtner, Fahrer, Wächter und Hausmeister. Jeder der es sich leisten kann, hat auch heute noch mindestens ein Hausmädchen, einen Fahrer und Wächter am Tor. Dazu kamen bei den Kolonialherren aber noch die Arbeiter auf den Farmen oder Bergwerken. In der Freizeit traf man sich in exklusiven Clubs, die es auch heute noch in fast unveraenderter Form gibt, nur durfte man früher als Einheimischer solche Orte nicht betreten.

    Die Kolonialherren benahmen sich wie Götter, da die Kolonialisierten ebend Menschen zweiter Klasse waren, allerdings gab es nicht wenig Missionare, Forscher oder auch Kolonisten, die menschlicher mit den Afrikanern umgingen, sich um Ihre Probleme kümmerten und auch erkannten, das diese Schwarzen eine reiche Kultur hatten...

    Heutzutage findet man reiche Afrikaner die sich genau wie die Kolonialherren verhalten, genauso gibt es Weisse, die immernoch wie Ihre Grossväter leben. Afrika lässtz so etwas zu, denn in Afrika geht nie ein Reicher ins Gefängnis, die Polizei haut einen Mann mit kaputten Schuhen schnell mal eine mit dem Knüppel rüber, buckelt aber wenn jemand mit einem neuen Mercedes bei Rot über die Ampel fährt, solche Autos werden nie angehalten, denn man könnte ja seinen Job verlieren...:-)

    Kommentar von Sonnenschnauz SonnenschnauzSonnenschnauz

    Eine Frage: Die Polygamie wurde u.a. mit dem Frauenüberschuss begründet. Es werden mehr Mädchen als Jungen geboren, Männer starben eher in den Kriegen. Also mussten die vielen Frauen versorgt werden. Polygamie also als eine soziale Einrichtung, weil sonst ledigen Frauen nur die Prostitution übriggeblieben wäre. Albert Schweitzer hat u.a. daher die Polygamie nicht abgeschafft. Wie ist heute das zahlenmäßige Verhältnis Frauen - Männer in Afrika? Kann man es immer noch als Vorwand für eine angeblich soziale Einrichtung der Polygamie verwenden?

    Kommentar von riara riarariara

    In Kenia z.B. gibt es 51% Frauen und 49% Männer, allerdings musst Du die abziehen, die keine Kühe/Ziegen als Brautpreis bezahlen können, deshalb ergibt sich ein Üeberschuss von reicheren Männern...:-)

    In Nairobi ist es sogar noch krasser, hier gibt es 20-25% Männer die genug Geld haben um Abends in den unzähligen Bars und Clubs zu sitzen, während viele Frauen mit Kindern nicht wissen, wo sie die Miete für den nächsten Monat herbekommen sollen. Man schätzt das Verhältnis der potentiellen Boyfriends (die alle auch Ehemänner sind) zu den jungen Mädchen 1:10, was wie Prostitution aussieht, ist die temporale Polygamie. Die eigentliche Tradition ist schwer zu besiegen, da viele Frauen lieber die 2. oder 3. Frau eines reichen Mannes sein will, als die einzige eines armen Schluckers...

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    Antwort von Tristanian Tristanian

    Afrika ist gross und Deine Frage sehr allgemein gehalten, das kann man so pauschal nicht sinnvoll beantworten.

    Kommentar von scrid scrid

    oh ich wusste nich das es so viele unterschiede gibt meine frage bezieht sich auf den süden afrikas danke für den hinweis

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